Immofinanz muss Russland-Geschäft vielleicht unter Buchwert verkaufen

Die Immofinanz hat Berichten zufolge vier Bieter für das Russland-Portfolio, das heuer noch verkauft werden soll.

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Immofinanz-Vorstand Oliver Schumy
Immofinanz-Vorstand Oliver Schumy äußert sich nicht zu Marktgerüchten – APA/HERBERT PFARRHOFER

Geht es nach den vier namentlich bekannten Bewerbern und der angeblichen Höhe der Angebote, so muss der börsennotierte Wiener Immofinanz-Konzern sein Russland-Geschäft mit spürbarem Verlust verkaufen. Laut russischer "Vedomosti" soll sich das höchste Offert auf rund 800 Millionen Euro belaufen, deutlich unter dem Buchwert (per 30.6.) von 976,4 Millionen Euro für die fünf Moskauer Einkaufszentren.

Im Rennen für das Russland-Geschäft sind laut "Vedomosti" neben der schon früher in Medien genannten O1 Group auch Fort Group, Avica und Malltech. Eine Trennung von den Moskauer Assets ist wiederholt als Voraussetzung für die geplante Fusion von CA Immo und Immofinanz bezeichnet worden.

Über die vier Bewerber und die angebliche Höhe des besten Offerts haben nun die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" und der "boerse-express" berichtet. Im Markt gebe es die Meinung, dass die Immofinanz die Assets zum Buchwert verkaufen wolle.

Die Immofinanz hat sich nie zu möglichen Kaufpreisen oder Erwartungen geäußert. Das Unternehmen hatte stets betont, dass man sich dazu überhaupt nicht äußere. Auch am Montag gab es seitens Immofinanz mit Hinweis auf das laufende Verfahren keine Stellungnahme zu den Marktgerüchten.

Laut Zeitplan soll der Russland-Teil bis Ende 2017 verkauft sein, das wurde auch Ende August im Halbjahrespressegespräch der Immofinanz bekräftigt. Damals sprach das Management von weniger als fünf Interessenten, die sich auf der Shortlist befänden.

(APA)

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