Banker erwarten eine Euroland-Pleite

11.01.2011 | 18:25 |   (Die Presse)

Auch Japan will Euroanleihen aufkaufen, Portugal wehrt sich weiter verbissen gegen den Euro-Rettungsschirm. In Deutschland sorgt die Eurokrise für eine Verunsicherung in der Bevölkerung

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Frankfurt/Lissabon/Red./Ag. Deutsche Banker sind wenig optimistisch, was den Ausgang der Staatsschuldenkrise betrifft: Laut einer vom Beratungsunternehmen Ernst &Young unter Führungskräften von 120 deutschen Banken durchgeführten Umfrage erwarten 47 Prozent der Bankmanager, dass zumindest ein Euroland zahlungsunfähig wird. Allerdings rechnet nur ein Viertel der Befragten damit, dass das größere Ausfälle für das eigene Institut nach sich ziehen wird. Und zwar deshalb, weil die EZB die Lage mit massiven Aufkäufen von Eurobonds stabilisiert hat. Bisher hat die EZB Euroanleihen im Wert von 74 Mrd. Euro aufgekauft.

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Enorme Abschreibungen drohen

Bei Ernst&Young selbst glaubt man an einen so reibungslosen Verlauf einer Staatspleite nicht: Sollte tatsächlich ein Euroland zahlungsunfähig werden, würde dies enorme Abschreibungen bei Banken nach sich ziehen – und das würde den gesamten Wertpapiermarkt in Turbulenzen stürzen, hieß es.

Erste Kandidaten für größere Probleme sind jedenfalls Griechenland und Irland, die schon EU-Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Als Wackelkandidat gilt aber auch Portugal – das partout nicht unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen will. Während die Vorbereitungen für einen Portugal-Hilfseinsatz – die Rede ist von 60 bis 100 Mrd. Euro – offenbar schon angelaufen sind, stemmt sich die Regierung in Lissabon vehement dagegen. „Portugal wird nicht um Hilfe bitten, weil das nicht notwendig sein wird“, sagte Ministerpräsident José Sócrates.

Das Budgetdefizit 2010 liege jedenfalls deutlich unter den bisher befürchteten 7,3 Prozent, das Land werde seine Schulden ohne Hilfe refinanzieren können.

Die Märkte scheinen pessimistischer zu sein: Die Zinsaufschläge für Anleihen der Problemländer sind in den vergangenen Tagen wieder gestiegen. Spanien wird übrigens noch in dieser Woche einen Bond über sechs Mrd. Euro begeben. Dessen Absatz ist allerdings bereits gesichert: Die spanischen Banken haben sich verpflichtet, die Anleihe abzunehmen.

 

Auch Japan will helfen

Unterdessen hat die japanische Regierung angekündigt, den Euroländern zu Hilfe eilen zu wollen. Man denke darüber nach, verstärkt europäische Anleihen aufzukaufen und damit einen „angemessenen Beitrag“ zur Eindämmung der Schuldenkrise zu leisten, hieß es. In China, das bereits massiv Euro-anleihen gekauft hat, werden bereits warnende Stimmen laut: Der Wissenschaftler Yu Yongding, ein ehemaliger Berater der chinesischen Zentralbank, sagte, China solle den Euro zwar „im Prinzip unterstützen“, aber aufpassen, dass „unsere Investitionen auch sicher sind und Ertrag bringen“.

In Deutschland sorgt die Eurokrise für eine Verunsicherung in der Bevölkerung: Zwei Drittel der berufstätigen Deutschen fürchten laut einer Umfrage um ihre Ersparnisse – aber nur 17 Prozent wollen deshalb ihre Anlagestrategie ändern und etwa auf Gold oder Immobilien umschichten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2011)

 
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75 Kommentare
 
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Gast: tiroch
23.01.2011 18:16
0

retungskoller

Da wird über die Ausweitung des Schirms debattiert obwohl keiner das Geld haben will. dennoch wollen die verursacher tatsächlich weitere 100 BILLIONEN um ungeniert weitermachen zu können. das wird gerne verschwiegen.

Gast: Biersauer
18.01.2011 06:03
0

Die Wirtschaftskrise ist eine Schuldenkrise!

Wenn jemand hoch verschuldet ist, dann ist er hoch angesehen, aber geachtet ist er nicht.
Die Repräsentanten dieser Schulden, wie unsere
ehrenwerten Regierungshäuptlinge, welche bereits ihre Filmvorbilder an Berühmtheit übertroffen haben, sind da noch stolz darauf, anstatt längst ihre leeren Taschen nach aussen zu tragen, um ihrem Status gerecht zu werden.
Schuldenmachen als Gesellschftsmodell wurde von den EU-Politikern als vorbildhaft eingeführt und nach deren Dafürhalten, sollte dies noch breiter und tiefer verwurzelt werden, bis jeder
EInzelne von diesem Krebsübel metastasiert ist.
Nein, liebe EU-Hochstapler, so haben wir nicht gewettet! Da wird sich der Mensch dagegen auflehnen.

Gast: Eurrora
12.01.2011 17:13
1

Warum whren sich die Portugiesen ? Weil sie ihre gefälschten Bilanzen solange als möglich verstecken wollen.


Gast: magnesium
12.01.2011 17:01
1

USA Zombie Land

Wo sind die Europäischen Rating Agenturen die die Vereinigten Staaten auf CCC- herabstufen, es wäre langsam an der Zeit

Antworten Gast: Markus Trullus
12.01.2011 20:03
0

Re: USA Zombie Land

Des traut sich niemand..... denn dann geht alles den Bach runter....

melitta.fross
12.01.2011 14:46
3

Eurokrise

Also wir sind sehr viele Leute und kenne auch sehr viele die was meiner meinung sind!Uns kann nur noch eines retten!!!!!!Raus aus der EU!!!!Aber rasch!Wenn wir nicht mehr in der EU sind gehen wir wieder wählen!Aber so nicht

Paco
12.01.2011 12:44
1

>>... schreibt Rehn, die EU-Staaten müssten geplante Reformen vorziehen und doppelt so viel sparen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Dies sei notwendig, um die riesigen Schuldenberge abzubauen und wieder solide wirtschaften zu können.<<


So ein Blödsinn, Schulden wurden noch nie abgebaut, nicht mal die Deutschen haben das 2010 trotz einem Wirtschaftswachstum von 3,6% und den niedrigsten Zinsen im Euro-Raum geschafft (Neuverschuldung 2010: 3,5%).

Und wie sollen das erst Länder wie Griechenland mit doppelter Staatsverschuldung und fast doppeltem Zinssatz für öffentliche Schulden schaffen?

So lange man das Zinsproblem für öffentliche Schulden nicht in den Griff bekommt, sehe ich nicht mal für Deutschland eine Chance, jemals die absoluten Schulden zu senken (2010 gelang dies nicht mal relativ, dafür wäre ein BIP-Wachstum von ca. 5% notwendig gewesen).

Dabei gäb's sicher Möglichkeiten, zumindest für die noch weniger verschuldeten Euro-Länder, diesem Teufelskreis noch zu entrinnen.

Ich versteh' z.B. nicht, warum man die Geldschöpfung den Geschäftsbanken nicht wenigstens für Kredite an die öffentlichen Hände entreißt und in die eigenen Hände nimmt. Dabei muss nicht mal das Verbot der direkten Finanzierung der Euro-Länder durch die EZB aufgehoben werden (die FED hat dieses 'Problem' nicht).

Wahrscheinlich ist die Banken-Lobby zu mächtig ...

Antworten Gast: Markus Trullus
12.01.2011 20:12
0

Re: >>... schreibt Rehn, die EU-Staaten müssten geplante Reformen vorziehen und doppelt so viel sparen, berichtet die

Nachsatz: Und sie glauben wirklich, dass dieser tötliche Kreislauf nicht auch im Schilling passiert wäre? Schaun sie sich mal das Umverteilungskarussell marxistischen Zuschnitts am, das wir veranstalten, egal ob EU oder Ösiland's Schilling. Die Ursache des Deseasters liegt im "Ausgeben von fremden Geld auf Teufel komm raus"... Um Wählerstimmen und damit Macht zu bekommen, das ist die Sozi- Strategie...

Antworten Gast: Markus Trullus
12.01.2011 20:07
0

Re: >>... schreibt Rehn, die EU-Staaten müssten geplante Reformen vorziehen und doppelt so viel sparen, berichtet die

Dahinter steht ja noch was viel teuflischeres: wer ist denn der Schuldner bei Staatsanleihen: Richtig, die Banken., Und von wem haben sie denn die Eurocent? Richtig, von mir und dir! Super, gelle? Dein und mein Erspartes bei der Bank wird jetzt gerade von Werner und Peppi verspielt! Aber das ist überhaupt nichts Neues unter der Sonne; das war durch die ganze Geschichte immer so!

Gast: 1. Parteiloser
12.01.2011 12:39
4

Mehr Geld um sich selbst zu retten, weil man total versagt hat?

Es ist inzwischen jedem EU Fanatiker klar, dass die EU dann ins Nirwana verschwindet, wenn der Euro nicht mehr gehalten werden kann.

Der Euro kann aber nur gehalten werden, wenn die Schuldenkrise bewältigt werden kann. Es ist aber so, dass die Verantwortlichen in den Mitgliedsländern überhaupt keine Sanierung der Schulden im Auge haben, sondern nur eine Konsolidierung. Eine Konsolidierung, welche den Versagern eine weiteres Schuldenmachen ermöglicht, aber eben so, dass die Kreditgeber doch noch weiter Kredite geben.

Die EU unterstützt diese Ideen auch noch und fördert den Wahnsinn mit einem Schutzschirm, selber braucht man natürlich auch immer Gelder. Gelder für eine Nullleistung, wenn Korruption und exzessive Umverteilung nicht als Leistung anerkannt wird.

Der gesamte Wahnsinn ist aber so groß, dass der Schutzschirm über 750 Mrd. Euro dafür nicht ausreichen können wird. Die EU, welche den Euro halten muss, um selber weiter mit einer Nullleistung die eigene Existenz zu halten, braucht also noch viel mehr.

Das Problem der EU ist aber, dass diese Mehrgelder einfach nicht da sind und auch kaum beschaffbar sind, weil die Abgabenquote in den EURLändern schon am Anschlag ist.

Die EU hat auch noch nicht erkannt, dass Frankreich extrem wackelt und in schnellen Schritten auf Schulden von 100% des BIPs zugeht. Bei Frankreich geht es dann um einen Schutzschirm von ca. 2.000 Mrd. Euro!

Der EUR ist de facto schon hin, die EU auch. Die offizielle Bekanntgabe fehlt noch

Antworten Gast: Markus Trullus
12.01.2011 20:15
0

Re: Mehr Geld um sich selbst zu retten, weil man total versagt hat?

Das Problem der EU ist aber, dass diese Mehrgelder einfach nicht da sind und auch kaum beschaffbar sind, weil die Abgabenquote in den EURLändern schon am Anschlag ist....
Leider ein Irrtum: S'gibt noch bei weitem höhere Sparguthaben in den Banken als diese Satten Beträge. Leider wissen das die Politiker auch...:-)

Robert Cvrkal
12.01.2011 12:11
0

Kein Ende der Krise in Sicht

Wenn einige Länder und die EU den Rettungsschirm erweitern wollen, dann wird dies wohl nicht ganz uneigennützig (mögliche spätere Flucht in diesen) sein, was als Indiz anzusehen ist, daß die Krise noch lange nicht vorbei ist.

Wenn die Geberländer wie Deutschland sich dagegen aussprechen, dann ist dies nicht verwunderlich, da mit jeder zusätzlich eingegangenen Haftung in weiterer Folge durch das gestiegene Risikopotential auch die Zinsenaufschläge bei Eigenaufnahmen dieser Länder ansteigen.

Unter diesem Gesichtpunkt ist auch das vom BZÖ im Rahmen des noch durchzuführenden Eurobegehrens geforderte Haftungsverbot für Schulden fremder Staaten zu sehen.

Meines Erachtens ist eine langfristige erfolgreiche Krisenbewältigung nur durch eine übergeordnete EU-Wirtschaftsregierung mit entsprechend ausgestatteten Befugnissen (Ausgabe von Eurobonds, Durchgriffsrechte auf die Einzelstaaten) oder einer Trennung in einen Weich- und Harteuro möglich.

Sparen bis zum Volksaufstand z.B. in Griechenland ?

red-blooded male
12.01.2011 12:09
3

Still erschlossenes Gesetz schon in Deutschland !!

Na hurra, soviel zu Lebensversicherungen u.dgl.!







VAG § 89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen (Versicherungsaufsichtsgesetz)

(1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen (…) Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebens­versicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Voraus­zahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. (…)

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. (…) Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/7099-lebensversicherungen-staatlich-gedeckter-betrug

Antworten mandingo
12.01.2011 12:36
1

Re: entschuldigen sie die vll. naive frage

gilt das auch für versicherer mit sitz im eu-ausland, z.B. schweiz?
danke

enzo
12.01.2011 12:08
4

Die Experten mit der Zukunftsvision

Oder sind es eher Stümper oder was eventuell stimmen wird ganz einfach Gauner ???
Wie lange wird es dauern bis die verschobene Pleite der EU schlagen wird,der Verein der schon vor dem Beitritt das Volk belogen und betrogen hat.
Die Neue Mafia mit Staats und Demokratieanstrich zieht das Volk über den Tisch.

Antworten Gast: m
12.01.2011 20:18
0

Re: Die Experten mit der Zukunftsvision

Geh bitte, machens net so an wirbel. Des hobm unsere Altvorderen doch dutzende mal dalebt. und? gstorbn sans aa, oba ned do dran!

enzo
12.01.2011 12:07
2

Die Experten mit der Zukunftsvision

Oder sind es eher Stümper oder was eventuell stimmen wird ganz einfach Gauner ???
Wie lange wird es dauern bis die verschobene Pleite der EU schlagen wird,der Verein der schon vor den Betritten das Volk belogen und betrogen hat.
Die Neue Mafia mit Staats und Demokratieanstrich zieht das Volk über den Tisch.

CanisLumpus2.0
12.01.2011 11:33
6

Langsam kommt die Wende von 1989 auch in den westlichen Staaten an


Das ganze Pyramidenspiel vom Wohlstand aus nicht erbrachter Leistung fliegt auf.

Man betreibt nur noch Konkursverschleppung.

Gast: Geheimrat
12.01.2011 11:31
4

Sehen Sie sich an was einer zu sagen hat der diese ganze Bande durchschaut....

der deutsche Verfassungsrechtler Prof. Karl Albrecht Schachtschneider:

http://www.youtube.com/watch?v=OicwULITwh0&feature=player_embedded

Antworten Gast: Gast
12.01.2011 18:40
0

Re: Sehen Sie sich an was einer zu sagen hat der diese ganze Bande durchschaut....

Das arf nicht stimmen was ersagt. Bundestagsabgeordnete haben nicht aufgepasst. Peinlich!

Antworten bad lieutenant
12.01.2011 12:21
1

Re: Sehen Sie sich an was einer zu sagen hat der diese ganze Bande durchschaut....

ein video welches die EU Eliten der Öffentlichkeit vorenthalten wollen

http://www.youtube.com/watch?v=qOcG2G_6uC0&feature=related

gibt ja doch ein paar Leute die nicht zu allem Ja und Amen sagen

cerberus
12.01.2011 11:20
6

Wessen Geld wird für wen benötigt?

Die EU verschleudert das Geld der Bürger ohne den Souverän darüber zu befragen. Die Nutzniesser sind die Banken, die damit den Verlust der von ihnen zuvor gekauften Ramschanleihen ausgleichen. Zum Drüberstreuen kauft die EZB weitere Ramschanleihen auf. Die Menschen bezahlen dafür mit den von ihnen zuvor erwirtschafteten Steuergeldern und erhalten dafür massiven Sozialabbau, sowie durch die mit Sicherheit kommende Währungsreform den weitestgehenden Verlust ihrer Sparguthaben präsentiert. Es sollte aber kein Trost sein, daß auch die USA vor dem Bankrott stehen. Damit wird das kapitalistische Währungssystem zusammenbrechen. Was kommt danach? eine spannende Frage, wenn man es noch erlebt...

Antworten Paco
12.01.2011 12:54
0

Re: Wessen Geld wird für wen benötigt?


Helicopter-Ben wird mit einem Knopfdruck 14 + Billionen Dollar schaffen und an das US-Finanzministerium verschenken, welches dann damit die ausstehenden Bonds zurückkauft.

Und bingo, das öffentliche Amerika wären schuldenfrei!

Gast: spartacus
12.01.2011 11:13
6

bald werden die Paläste brennen

wenn nur die Banken mit dem Steuergeld der Bürger gestützt werden und damit die Bevölkerung der gesamten EU durch massiven Sozialabbau und Verlust der Sparguthaben dafür geradestehen muß. Bei der Bildung wird ebenfalls massiv eingespart - die Politker haben wohl Angst vor eigenständig denkenden Menschen! Schön langsam reicht es!

CyHit
12.01.2011 11:10
0

Was?

Was würde Joda zu all dem sagen, und wo ist er wenn man ihn braucht?

Antworten hubert_austria
12.01.2011 17:30
0

Re: Was würde Joda zu all dem sagen

"Mächtig die dunkle Seite der Macht geworden ist!"

 
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