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Immobilien: Flucht in "Betongold" lässt Preise steigen

06.07.2012 | 14:00 |   (DiePresse.com)

Die Preise in Wien gingen mit acht Prozent stärker nach oben als im übrigen Österreich. Von einer Blasenbildung will die Bank Austria aber nicht sprechen.

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Auch Österreichs Immobilienmarkt leidet nach Einschätzung der Bank Austria unter der Schuldenkrise im Euroraum, von einer ungesunden Blasenbildung in dem Sektor könne man aber nicht sprechen. Doch sollte die Krisenstimmung bald zu einem Ende kommen, sonst drohe die eine oder andere Übertreibung am Markt, warnten Immo-Experten der Bank am Freitag. In Wien stiegen die Immo-Preise 2010 und 2011 um je acht Prozent, im übrigen Österreich um fünf Prozent. Am Büromarkt in Wien ist die Neuvermietung im Vorjahr von 275.000 auf 260.000 Quadratmeter gesunken, die Flächen-Neuproduktion wuchs nur schwach von 165.000 auf 180.000 Quadratmeter und dürfte 2012 auf bis zu 240.000 zulegen.

Ohne Absturzgefahr sei der heimische Immo-Markt, da er stark eigenkapitalgetrieben sei, betonte Reinhard Madlencnik, Head of Real Estate Bank Austria. Der Risikoappetit sei wegen der Krisenstimmung aber auch hierzulande derzeit gering: Kommerzielle Investoren würden sich primär auf krisenresistente Objekte in sehr guten Lagen mit Mietern guter Bonität konzentrieren, und Privatinvestoren würden mit ihrer Flucht in "Betongold" die Preise von Wohn-Immobilien nach oben treiben.

Im internationalen Vergleich sind die Wohnungs- bzw. Häuserpreise im vergangenen Jahrzehnt im österreichischen Durchschnitt um rund 25 Prozent nominell, in der Eurozone vergleichsweise um 46 Prozent.  In Einzelsegmenten, vor allem in den Ballungszentren und in Luxussegmenten gab es allerdings kräftige Preissteigerungen. Den Wiener Trend hat erst vor Kurzem des Immo-Barometer des Portals FindMyHome.at ebenfalls aufgezeigt (>>>mehr dazu).

Rendite auf 6,3 Prozent gestiegen

Die starke Nachfrage nach Anlegerwohnungen und Zinshäusern ließ die Renditen massiv sinken, da die Käufer den Erhalt ihres Investments und weniger den Ertrag im Blick hätten. In den letzten Jahren lag die Netto-Cash-Flow-Rendite über alle Nutzungsarten bei rund fünf Prozent - für 2011 wurde ein Total Return von 6,3 Prozent errechnet. Das ist jene Rendite, die aus der laufenden, operativen Nutzung der Immobilien bezogen auf das gebundene Kapital erwirtschaftet wird. "Österreich positionierte sich damit 2011 im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld", heißt es.

Die Investoren-Klagen, dass auch in Österreich die Banken bei Immo-Finanzierungen "zurückhaltend" seien, können die Vertreter des Instituts nicht nachvollziehen. Die Gesamtzins-Belastung - Euribor plus Bankenaufschlag - befinde sich insgesamt auf historisch moderatem Niveau. Solange sich die Eurozonenkrise nicht beruhigt, wird uns verstärkte Unsicherheit begleiten. Demnach werden die Refinanzierungskosten der Banken weiterhin relativ hoch bleiben und Immobilien-Investoren werden nach wie vor zurückhaltend agieren, so Madlenicek.

(APA)

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9 Kommentare
Gast: Anne
06.07.2012 19:36
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Immobilienblase

Also ich verstehe unter der Immobilienblase, dass mit Krediten gebaut wird, die dann keiner zurückzahlen kann und damit die Banken die Kredite abschreiben müssen und die Käufer nicht weiterbauen können bzw. ausziehen müssen und dann eventuell nichts als Schulden haben.
Das was bei uns momentan passiert würde ich eher als Flucht in Grund und Boden bzw. Immobilien bezeichnen. Zur Blase könnte es nur dann kommen, wenn die Banken die Kredite unbedacht vergeben und somit, wie in Spanien oder in den USA passiert, die Außenstände nicht mehr hereinbekommen und auch keinen entsprechenden Gegenwert dazu haben.

Die Zinssenkung durch EZB diese Woche...

... wird das kleine Blaserl schon noch aufpumpen.

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Herpes

Bitte korrigiert mich, aber solange noch keine Wohnungen im großen Stile leerstehen und alles brav mit Eigenkapital gedeckt ist, kann ich keine Blasenbildung erkennen?!

Die hohen Preise am freien Markt sind natürlich eine Sauerei, egal ob Miete od. Eigentum.

Gast: 885766
06.07.2012 18:33
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NATÜRLICH IST DAS SCHON EINE BLASE

Natürlich ist das schon eine Blase, nur wird diese nicht platzen sondern höchstens einige Jahre keine Steigerungen (= kein Inflationsschutz aber Rendite über der Inflation - also eine sehr geringe Rendite) ergeben.

Somit ist "Betongold jedenfalls viel besser als Gold. Da ist die Blase groß und der Absturz auf die Produktionskosten von EUR 300 bis 700 oder tiefer (als 700) schon fix programmiert.

Gast

Gast: bistdeppat
06.07.2012 17:36
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san de deppat?

Was denn sonst als eine Blasenbildung kann das sein?

Antworten Gast: I-pack's-net
10.07.2012 14:04
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Re: san de deppat?

hast du Druck am Blaserl, dann geh pinkeln...

Gast: Gastuser
06.07.2012 17:33
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nein keine blase!

neubau eigentum:
50m² tw => 200TSD
100m² tw => 400 TSD

und die !!frei verfügbaren!! Einkommen eines guten Durchschnittshaushalts sinken tw. unter 1000,- - wer soll sich also diese schnäppchen noch leisten können.

aber natürlich haben wir keine Blase...

Gast: sahneabschöpfen
06.07.2012 16:07
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Von einer Blasenbildung will die Bank Austria aber nicht sprechen.

wer redet den schon gerne von vorprogrammierten unbill?
da würde es ja einen erwischen, bevor man wieder rechtzeitig ausgestiegen ist.

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Immobilien: Flucht in "Betongold" lässt Preise steigen

eine "neue", in vielen Ländern geplatzte Blase wird hier mit über 6% renditen beworben ???

Hobbyökonom