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Anzeige: Stronachs Billigschloss am Wörthersee

16.08.2012 | 08:57 |   (Die Presse)

Ein Immobilienmakler hat die Gemeinde Reifnitz angezeigt, weil diese Schloss Reifnitz weit unter dem Marktpreis an die Magna-Gruppe verkauft hat.

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Wien/Klagenfurt/Red./Apa. Kommt auf Kärnten der nächste Korruptionsskandal zu? Laut ORF-Kärnten wirft der Immobilienmakler Rudolf Schaubach in einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft der Gemeinde Maria Wörth vor, Schloss Reifnitz zu billig an den Magna-Konzern Frank Stronachs verkauft zu haben.

Der Milliardär hat das malerisch am Südufer des Wörthersees gelegene Schloss samt sieben Hektar Seegrund 2005 um 6,4 Mio. Euro erworben. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von rund 91 Euro. Der Marktpreis für Seegrundstücke am Wörthersee erreicht derzeit aber bis zu 3000 Euro pro Quadratmeter. Selbst wenn man bedenkt, dass große Grundstücke aus öffentlichem Besitz im Regelfall nicht zu Höchstpreisen den Besitzer wechseln, hat Stronach damit noch immer ein Bombengeschäft gemacht: Schaubach führt in der Sachverhaltsdarstellung an, dass ein neben dem Schloss liegender Grund der Bundesforste um 350 Euro pro Quadratmeter verkauft worden sei.

Frank Stronach: Ein Selfmade-Milliardär will Österreichs Politik aufmischen

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Stronach hat damals angegeben, er wolle das Schloss zu einem Luxushotel mit 275 Betten umbauen. Für den Fall, dass diese Pläne nicht verwirklicht würden, hatte sich die Gemeinde ein Rückkaufsrecht gesichert. Stronach ließ das Schloss tatsächlich nicht umbauen – und kaufte stattdessen der Gemeinde das Rückkaufsrecht um eine Mio. Euro ab.

Laut Sachverhaltsdarstellung hat die Gemeinde dadurch einen erheblichen finanziellen Schaden erlitten, zumal ein anderer Hotelinvestor eine Mio. Euro mehr geboten habe.

Der Bürgermeister meint freilich, dieses Angebot sei unseriös gewesen. Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob Ermittlungen eingeleitet werden.

Um den „Promibonus“ bei Grundstückskäufen am Wörthersee hat es erst vor wenigen Wochen Wirbel gegeben: Das Land Kärnten hatte der Flick-Stiftung im Rahmen einer Straßenverlegung Grund am Südufer zum weit vom Markttarif entfernten Preis von rund 280 Euro pro Quadratmeter verkauft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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96 Kommentare
 
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Vertrag stornieren?

Gilt hier nicht Laesio enormis?
Sprich: ein Verkauf unter halben Wert kann ja annulliert werden. Warum wendet man das hier nicht an?
Wieder mal typisch. Kärnten hat ohnehin kein Geld und verschenkt seine letzten Güter noch an die ohnehin Superreichen.
Korruption wohin man schaut. Schön dass der Stronach jetzt in die Politik wechselt. Vermutlich hofft er noch ertragreichere Gefilde zu finden :(

Einfach eine Sauerei

diese Sache stinkt zum Himml und wo hat es wiederum stattgefunden, in Kärnten wo sonst.

Gast: klippundklar
17.08.2012 09:35
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Wieso nach so vielen Jahren???

Die Frage stellt sich, WARUM nach so vielen Jahren plötzlich jemand aufdeckt, dass das Schloss zu billig verkauft wurde. Wieso wurde das nicht bereits im Jahr 2005/2006 in die Medien gebracht?
Es ist schon sehr einfach, sich von einem Hotelausbau, verbunden mit vielen Arbeitskräften, mit 1 Mio Euro frei zu kaufen, wie es Herr Stronach gemacht hat. Oder war das von Haus aus so geplant? Was hat denn Herr Stronach für eine Erklärung dafür, dass er im Grunde genommen vertragsbrüchig wurde? Und wie steht der Bürgermeister der Fremdenverkehrsgemeinde dazu? Gerade ER müsste ja bemüht sein, die 275 Betten zu bekommen - DAS ist nachhaltig.

Ich hoffe sehr, dass man diese Causa restlos aufklärt!


1 0

Wie wird man superreich?

Mit harter Arbeit kann man einen gewissen Wohlstand erreichen, aber superreich wird man nur mit korrupten Methoden.

Gast: Nach sieben Jahren plötzlich dieser Lärm?
16.08.2012 20:05
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Die Immobilie wurde nicht an Stronach, sondern an den Magna-Konzern verkauft.

1.) Also hat der Magna-Konzern insgesamt 7,4 Millionen bezahlt.

2.) Die Gemeindevertreter haben den Vertrag so mit ihm gemacht wie er gemacht wurde, also muss man sich alleine an diese halten was Schadenersatz betrifft.

3.) Wenn man bedenkt, dass bis dahin der Magna-Konzern über 1 Milliarde Euro in Österreich investiert hatte und tausenden ÖsterreicherInnen einen Arbeitsplatz gibt, finde ich die Kaufsumme überhaupt nicht besonders aufregend.

4.) Wenn man bedenkt, was sich über Jahre hinwerg so manche "herkömmliche" Politiker hierzulande "geleistet" haben. Ist ja derzeit in aller Munde in Europa.

Antworten Gast: klippundklar
17.08.2012 09:39
0 0

Re: Die Immobilie wurde nicht an Stronach, sondern an den Magna-Konzern verkauft.

Nun ist es aber schon so, dass Stronach dahinter steckt. Im Übrigen war er beim Kauf groß persönlich in den Medien selbst präsent.
Und dass sich Politiker "viel leisten" rechtfertigt noch lange nicht, dass man eine weitere "Sache" stillschweigt. Vielleicht waren in der Causa Schloss Reifnitz auch Politiker involviert? Bitte nachdenken.

Gast: Opportunistenbeobachter
16.08.2012 19:49
0 0

Jetzt kommt auch noch ein Immobilienmakler daher...

...weil er ein Geschäft riecht und sich gute Chancen ausrechnet aufgrund der vielen Feinde, die sich zusammenscharen gegen ihre Konkurrenz Stronach. Warum hat denn der das nicht schon zuvor bemerkt und angezeigt. Oder halt einfach nur ein Spätzünder? Davon soll es ja viele geben in Österreich.

Antworten Gast: Bankert
16.08.2012 20:07
0 0

Re: Jetzt kommt auch noch ein Immobilienmakler daher...

Yep. Jetzt auf einmal. Nach sieben Jahren!

Gast: Ludmilla
16.08.2012 19:48
0 2

Da kommt der neid heraus.

Herr Stronach hat in Österreich gutes geleistet. Denken sie an die Arbeitsplätze, die er geschaffen hat. Weil Stronach als gradliniger Politiker für die anständigen in diesen Land sich einsetzen möchte. Will man ihn durch den schmutz ziehen. Das ist unfär.
Was kommt da noch alles. Sportler und Musiker haben ja auch vergünstigungen in Österreich. Wieso haben ander die Staatbürgerschaft und sprechen kein Deutsch usw. Da müsen alle überprüft werden. Nur Frank Stronach. Das ist nicht gerecht.

0 0

Re: Da kommt der neid heraus.

Gerade er hätte solche korrupten Geschichten nicht notwendig.
Falls das stimmt, wäre das schon vor der politischen Karriere die erste herbe Enttäuschung.

Antworten Gast: Ludmilla
16.08.2012 21:22
0 0

Wenn andere.............

was günstiger oder überhaupt erhalten weil die für Österreich was gutes getan haben. Dann wir doch ein Groß Unternehmer wie Frank Stronach der Arbeitsplätze schafft der genug an Steuer zahlt. Die Möglichkeit haben einen Bonus zu erhalten. Ich denke Frank Stronach kann und wird das zu jederzeit begleichen falls er das muss. Genau zu diesen Zeitpunkt wo er in die Politike einsteigen will, halt ich das für fies.

Antworten Gast: Bänkster
16.08.2012 21:06
0 0

Re: Da kommt der neid heraus.

was hat denn Stronach UNEINGENNÜTZIG in Österreich getan.

Zu investieren und auf eine satte Rendite hoffen - daran ist zwar nichts verkehrt, im Gegenteil, so werden Arbeitsplätze geschaffen - ABER, deshalb Volksvermögen wie 91 € pro m2 am Wörthersee - obwohl 250 bis 300 € viel eher dem Verkehrswert entspricht - das das wird auch durch vorangegangene Investitionen sich dadurch nicht legitimisieren.

Das hat mit Neid gar nichts zu tun.

Päähhh langsam wird es langweilig, wenn immer die Neid-komplexkeule hervorgeholt wird, wenn die Argumente ausgehen....

Antworten Antworten Gast: Ludmilla
16.08.2012 21:28
0 0

Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!

Wenn Frank Stronach nicht in die Politik einsteigen wollte. Wäre dieses Thema nie angegiffen worden. Ich denke mal so. Nur um das geht es. Entweder man hackt an denen herum die in die Politik einsteigen wollen oder an die bereits ausgestiegne sind. Ich sehe das als ablenkung um wichtigeres hinauszuzögern um immer erst vor den Wahlen Aktiv zu werden. Die sogenannten Freunderlwirtschaften hat immer und wird es immer geben.

Gast: Bänkster
16.08.2012 18:34
2 0

Ist dies nicht auch ein Beispiel dafür

wie BILLIGST die Vermögenden zu noch mehr Vermögen kommen ??!

Sind in Anbetracht dessen, hohe Vermögenssteuern nicht das Mindeste, damit ein Teil dieses einfachst "erwirtschafteten" Vermögens wieder zurück zum Allgemeinvermögen (Staat) kommt ?!

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Re: Ist dies nicht auch ein Beispiel dafür

Bei solchen riesigen Vermögen wäre eine zeitlich begrenzte Solidarsteuer JEDENFALLS zu überlegen.


Gast: Bänkster
16.08.2012 18:32
3 0

unglaublich wie Kärntner politiker

mit dem Volksvermögen umgehen.

Ich kann einfach nicht glauben, dass jemand so blöd sein kann und den m2 am Wörthersee um 91 € verkaufen kann !!!

Entweder Entlassen wegen grobfahrlässigem Umgang mit Mio-Verlust des Volksvermögen - (dann ich jemanden, der HAFTET !!) oder

hier war Korruption im Spiel. Eine andere Erklärung als diese beiden Möglichkeiten gibt es nicht.

In jedem Fall, ein Fall für den Staatsanwalt!

Na Ja!

Und wie billig kam der Androsch zu seinen Besitzungen?

Gast: franz 2
16.08.2012 17:39
0 1

Und ganz nebenbei schaffen diese blauen Verschwender von Volksvermögen

auch noch die Pressefreiheit ab:

http://lindwurm.wordpress.com/2012/08/16/solidaritat-mit-gert-eggenberger/

Gast: globetrotterneu
16.08.2012 17:32
0 1

So geht es zu im blauen Kärnten !

Die FPÖ/FPK/BZÖ versachleudern unser Volksvermögen!

Welche Provisionen da wohl geflossen sind?

Antworten Gast: PDR
16.08.2012 19:53
0 0

Re: So geht es zu im blauen Kärnten !

Provisionen seitens der Wähler, die das durch ihre Stimmabgaben ja immer irgendwie bestätigt und für gut geheißen haben aus Sicht der Parteien. Und so würde aus einem Schuldenhäufchen ein gigantischer Schuldenberg, den sie jetzt der EU in die Schuhe schieben wollen.

Das erinnert mich irgendwie an das Brecht-Zitat: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."

Gast: franz 2
16.08.2012 17:07
2 0

Typisch für diese rote Bagage -


Solange Stronach brav nach der Pfeife von Vranitzky und Co. tanzte, war alles eitel Wonne.

Nun wird die rote Polit/schwarze-Justiz in Gang gesetzt.

Gast: Bänkster
16.08.2012 16:56
0 0

91 € für den m2 am Wörthersee

Sorry - aber diese Zahlen sagen ALLES, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen sein konnte !

Bei 1000 m2 wären das schlappe 91.000 € !!

Solche XXX-Schnäppchen kann man meiner Meinung nach nur so erklären:

variante A: der zuständige Gemeindebedienstete (Bürgermeister) war von allen guten Geistern verlassen - oder

variante B: so schlecht verkauft man nur, wenn über Umwege andere Zahlungen (oder Versprechungen) bekommen hat.

Also war hier entweder totale Fahrlässigkeit und Inkompetenz beim Verkäufer - oder Korruption.

In jedem Fall aber ein Fall ein Fall für Staatsanwalt.

Wer so super-billig an Reichtum kommt, der kann dann leicht in der Öffentlichkeit den großen Spender spielen !

mir wird übel - was in Kärnten alles möglich ist !

Eine Chuzpe auch der Vorgang um das Wiederkaufsrecht der Gemeinde ;))))

unglaublich !

ablenkung

reine show fürs volk, während anderenorts der safe geplündert wird.

Gast: Talbot
16.08.2012 14:40
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3000€/m²

für 7 Hektar größtenteils Wald? Wie viele Meter Küste sind eigentlich beim Grundstück dabei.

Gast: Klarer
16.08.2012 14:28
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Stronach hat keine Chance

In einem Land, in dem die Kammern, Gewerkschaften und andere eindeutig rot und schwarz zuordenbaren Gruppen die wahre Macht haben, hat ein Neuer nichts, aber auch gar nichts zu melden. Er kann mit 50% der Stimmen gewöhlt werden, das Land wird er nie und nimmer in den Griff bekommen. Im politischen Grabenkampf ist Stronach ein chancenloses Greenhorn!

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Eigenartig

Wer redet von den Voruntersuchungen gegen Faymann und Darabos. GROSSES SCHWEIGEN; MEHR NICHT!

IN DIESER AKTION GEHT ABER DER SCHUSS NACH HINTEN LOS; NUR KOSTENLOSE WERBUNG FÜR STRONACH!!! ;-))) Meine Stimme hat er.

 
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Hobbyökonom