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Teures Getreide wird verfüttert und vertankt

02.09.2012 | 18:25 |  JEANNINE HIERLÄNDER UND JAKOB ZIRM (Die Presse)

Angesichts der Rekordpreise für Getreide ist Biosprit sehr umstritten. Allerdings: Es wird sechsmal so viel Getreide an Tiere verfüttert. Und der Fleischkonsum steigt.

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Wien. Hitze, Dürre, ausbleibender Regen: Weltweit beklagen Landwirte drastische Ernteausfälle. Das zeigt sich auch an den Preisen. Am Freitag teilte die Weltbank mit, dass die Preise für Mais und Weizen allein zwischen Juni und Juli dieses Jahres um 25 Prozent gestiegen sind. Der von ihr erstellte „Food Price Index“ lag erstmals über dem bisherigen Höchststand vom Februar 2011. Besonders steil seien die Anstiege in Afrika gewesen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Rekordpreise weltweit Menschen in ernste Gefahr bringen, indem sie sich nicht mehr ausreichend ernähren können“, kommentierte Weltbank-Chef Jim Yong Kim den Bericht.

Die Preissprünge seien hauptsächlich auf die Dürre in wichtigen Exportländern, darunter die USA, zurückzuführen, so die Weltbank. Doch sie dürften auch die erst jüngst aufgeflammte Diskussion über Agrosprit wieder anheizen. Kritiker machen den auf Biomasse basierenden Treibstoff für den rasanten Anstieg der Lebensmittelpreise verantwortlich. Ins Schussfeld der Kritik geriet dadurch zuletzt vor allem ÖVP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich, der Anfang Oktober die umstrittene Beimischung von Ethanol im Benzin von fünf auf zehn Prozent anheben will (E10).

 

Neun Prozent landen im Tank

Die Vertreter des Agrosprits verteidigen sich damit, dass der Anteil der Ethanolproduktion am gesamten Getreideverbrauch nur bei wenigen Prozent liege. Die Statistik gibt ihnen in diesem Punkt recht. So werden in Österreich gerade einmal neun Prozent des Getreides „versprittet“, weltweit liegt der Anteil sogar nur bei sechs Prozent (siehe Grafik).

„Die Biospritproduktion hat sich in den letzten zehn Jahren vervielfacht, allerdings von einem niedrigen Niveau“, sagt auch Ralph Südhoff, der für Österreich und Deutschland zuständige Vertreter des UNO-Welternährungsprogramms, zur „Presse“. Sie habe zwar eine spürbare Auswirkung auf die Nahrungsmittelpreise, allerdings gebe es einen anderen Sektor, der viel stärker dafür verantwortlich sei: die Fleischproduktion.

„Es wird sechsmal so viel Getreide an Tiere verfüttert wie zu Biosprit verarbeitet. Und das ist auch extrem ineffizient. Aus 7000 Kilokalorien Getreide werden nur 1000 Kilokalorien Fleisch“, so Südhoff. Dennoch habe sich die globale Fleischproduktion seit 1970 von 100 Millionen Tonnen pro Jahr auf 300 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert. Laut Schätzungen steigt sie in den nächsten Jahren um weitere 150 Millionen Tonnen, da auch in Schwellenländern immer häufiger Fleisch auf den Tellern landet. „Eine Fleischproduktion in diesem Ausmaß ist nachhaltig nicht machbar.“ Das bedeute, dass etwa Urwälder gerodet werden müssten, um dort Soja für das benötigte Kraftfutter anzupflanzen.

Den Grund für die stetige Zunahme des Fleischkonsums sieht Südhoff im niedrigen Preis. „Fleisch ist viel zu billig. Wir haben uns an absurde Preise gewöhnt, etwa, dass ein Kotelett im Supermarkt günstiger ist als ein Espresso im Kaffeehaus.“ Möglich sei das allein durch die starke Förderung der Landwirtschaft. Eine Reduktion des Fleischkonsums sei nur über einen weniger verzerrten Preis möglich. Dem stimmt auch Ignacio Pérez von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu. „Die Subventionen halten die Preise für den Konsumenten niedrig.“ Die OECD fordert, dass direkte Subventionen für Bauern abgeschafft oder reduziert werden. Förderungen sollten sich darauf konzentrieren, bei Wetterkatastrophen wie extremer Hitze oder Regen helfend einzugreifen.

Dass der steigende Fleischkonsum per se ein Problem ist, glaubt Pérez aber nicht. Doch die Landwirtschaft müsse produktiver werden. Allein aus Asien werden in der nächsten Dekade 56 Prozent mehr Fleisch nachgefragt. „Der Bedarf kann gedeckt werden“, sagt Pérez. „Aber ohne Steigerung der Produktivität ist es sehr, sehr schwierig, die Menschen in 50 Jahren noch zu ernähren.“ Den großen Teil von diesem Zuwachs müssen die Entwicklungsländer schultern – denn in den Industriestaaten wächst die Produktion nur noch schwach: Erzeugte die weltweite Landwirtschaft in der letzten Dekade noch jährlich zwei Prozent mehr als im Jahr davor, werden es künftig nur noch 1,7 Prozent sein.

 

Politik soll Biosprit nicht fordern

Laut Ralph Südhoff vom UN-Welternährungsprogramm ist eines jedenfalls sicher: Die Zeit der ständigen Agrarüberschüsse ist vorbei. „Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts hat sich die Nachfrage der Produktion angenähert. Nun liegt sie in Jahren mit schlechten Ernten auch darüber“, so Südhoff. Wenn in dieser Phase auch neue Nachfrager wie Ethanolproduzenten in den Markt eintreten, sind Rekordpreise bei Lebensmitteln auch für die Zukunft programmiert. Pérez sieht das pragmatisch: „Die Nachfrage nach Biosprit ist da, daher ist Ethanol eine Realität, mit der man leben muss.“ Den Agrosprit allerdings politisch zu verordnen, „das ist nicht wünschenswert“.

Auf einen Blick

Weltweit wird sechsmal so viel Getreide an Tiere verfüttert wie zu Biosprit verarbeitet. Um 1000 Kilokalorien Fleisch zu erzeugen, braucht es 7000 Kilokalorien Getreide. Das sei ineffizient, kritisieren die Vereinten Nationen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

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148 Kommentare
 
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Gast: Biotechniker
04.09.2012 13:10
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Populismus

9 Prozent werden versprittet, die Hälfte davon kommt in den Tank, die andere Hlfte aus Eiweisfuttermittel zu den Tieren. Damit wird Südamrikanischer Gensojaimport ersetzt!

Gast: otto f.krammer
04.09.2012 12:51
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Der Mensch ist auch nur Vieh!

Wie kommt der Mensch dazu, nur für sich dieses Futter zu beanspruchen.
Viel ärger ist es beim Vergeuden der Biomasse, welche lediglich mit 2% der Sonnenenergie wächst und davon noch gut die Hälfte für den Transport, die unverwertete Biomasse und den Abfall drauf geht.
Von diesem einen ganzen Prozentpunkt lebten und leben alle Lebewesen bis heute.
In nachhaltigem Gleichgewicht wäre unsere Biosphäre, wenn sich der Mensch mit dem stetigen Zuwachs an biogenem Material begnügen würde, aber er maßt sich an auch fossile Biomasse in großem Maß zu vergeuden.
Wogegen die überaus reichliche Sonnenenergie lediglich zum Aufheizen des Planeten gut sein soll?

Gast: Fleming
04.09.2012 05:16
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biblische Dimensionen,..

...und er zwang die tanzenden Menschen ,alles Gold und ihre Habseligkeiten zu essen, um das Brot zu bewahren für die Tiere ,denn diese kannten keinen Frevel,..

wie tief muss eine Zivilisation gefallen sein,wenn sie ihre Nahrung verbrennt, und wie dumm müssen diejenigen sein, die das auch noch gutheissen ...

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Die Mär von den lieben Subventionen

Wenn man einen Artikel wie Jeannine Hierländer und Jakob Zirn als Titelseite in der Presse publiziert, sollte man entweder von der Materie etwas verstehen oder zumindest solange recherchieren damit man einen der Realität entsprechenden Artikel zustande bringt. Beides spreche ich den beiden ab.

Sie Schreiben: Fleisch ist billig........Möglich ist das allein durch die starke Förderung der Landwirtschaft. Tatsache ist , dass die Fleischproduktion in der EU in keiner Weise gefördert wird. Förderungen der EU und auch Österreichs speziell gibt es ausschließlich für die bewirtschaftete Fläche, unabhängig was damit geschieht, ob das Getreide verfüttert oder gleich verkauft wird, ist vollkommen belanglos.

Der Fleischpreis ab Hof bildet sich ausschließlich aus Angebot und Nachfrage. Wenn sich die Verfütterung des Getreides an Schweine Hühner oder Rinder nicht lohnt, weil der Verkaufspreis zu nieder ist verkauft der rechnende Bauer das Getreide und füttert eben keine Schweine z.B.

Warum ist es möglich Schweinefleisch heute billiger zu produzieren als vor 30 Jahren.

1. Der Züchtungsvortschritt, vor ca. 45 Jahren konnte der Metzger von einem 110kg Schwein ca. 20 Schnitzel schneiden, heute bis zu 50. Der Magerfleischanteil ist massiv gestiegen und der Fettanteil im selben Verhältnis gesunken.

2. Die Futterkosten sind stark gesunken, da sich der Getreidepreis, seit wir in der EU sind um 2/3 gesunken ist.
Ich hoffe hiermit etwas zur Versachlichung der Diskus beigetragen zu haben

Re: Die Mär von den lieben Subventionen

auch nicht ganz richtig. Fleisch wird zwar nicht direkt gefördert, jedoch indirekt, über die Flächenprämie. Ausserdem gibt es in einigen Staaten Investförderungen für Stallungen. Diese ist zwar eher eine Wirtschaftsförderung für Baufirmen.

Der Hauptgrund, warum Fleisch billiger geworden ist, bzw. billig geblieben ist, ist dass die Produktionseinheiten sich ver1000facht haben.

In Deutschland, Holland oder Ungarn gibt es Betriebe mit 5000 Zuchtsauen, oder 10000 Mastschweinen. Vor der EU war die Höchstgrenze in Österreich bei 50 Zuchtschweinen, oder glaube ich 400 Mastschweinen.

nehmt endlich die Förderungen ...

sprich S-gelder aus dem Markt!

Gast: Hans Ollenschlug
03.09.2012 17:20
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Better Futter

Die westliche Welt frisst viel zuviel. Zwei Mal Fleisch pro Woche ist völlig ausreichend. Da bräuchte man die Urwälder nicht für Futtermittelflächen zu roden. Aber, die Menschen sind durch und durch verblendet, die Politiker werden von den Agrar-Lobbyisten eingelullt!

Dem Artikel sei noch zugefügt:
Endlich ein Verbot von Spekulationen auf Nahrungsmittel, wie das an der Agrarbörse in Chicago Tag Täglich passiert. Das ist eine riesige Schweinerei!!

Antworten Gast: Fleming
04.09.2012 09:50
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Re: Better Futter, ...Konsumentenpflicht...

ihr Beitrag ist im Ansatz völlig richtig, nur sind auch europäische Agrarkonzerne da große global Player am Spekulantenmarkt (Schweiz, auch Österreich)
und es ist immer noch die Verantwortung jedes einzelnen Konsumenten , das durch
seinen persönlichenLebensstil nicht mitzuspielen.
,
die Verbraucher sind nicht entmündigt, sie sind sehr wohl verantwortlich für die derzeitigen Entwicklungen, es erfordert eben mehr politisches Bewusstsein jedes Einzelnen, die Märkte sind nur so stark, wie man es zulässt.

Gast: pächter der wahrheit
03.09.2012 15:25
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Fleischproduktion ist übersubventioniert!

Hauptsache billig und viel ist seit etwa 2 Jahrzehnten die Devise bei der Fleischproduktion. Auf der Strecke bleibt die Umwelt durch die Rodung und Wasserverbrauch, die Tiere in der Massenproduktion und schliesslich auch der Mensch selbst, welcher zu viel ungesundes Fleisch in sich hineinfrisst.

Weg mit den Subventionen für die Massenproduktion!

Gast: Hellboy
03.09.2012 15:22
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Idee -

bitte unseren Berli auch gleich mitverfüttern...

Nordamerik respektive die USA sind der größte Getreideexporteur der Welt.

Australien liefert unmengen an Schaffen in muslimische Länder die dann dort elendig geschächtet werden. Länder wie Ägypten mit einer gewaltigen Bevölkerungsexplosion wären niemals im Stande ihre eigen Bevölkerung zu ernähren ohne Getreidelieferungen aus den Staaten - dies sind die Fakten die erst diese unfassbare Demographie zulassen. Die Gier des Westens nach Geld wird sein eigener Untergang sein. Die Geschichte zeigt uns, dass jede Hochkultur früher oder später durch eine archaische ersetzt wird. Nur gibt's diesmal ein historisches Novum: Nämlich, dass geschichtlich betrachtet noch nie eine Gesellschaft so blöd war für ihre eigene "Ersetzung" auch noch zu bezahlen.

Eine Milliarde Menschen hungern weltweit und genau diese Milliarde ist es, die sich am stärksten fortpflanzt. Darum würde ich es immer vorziehen für ein Waisenhaus in Rumänien oder Russland zu spenden, anstatt für hungernde Kinder in Afrika, da dort die Ansätze für die Lösung der dortigen Probleme meiner Meinung nach einfach falsch sind. Mal angenommen es verhungert kein Kind mehr in Afrika, dann haben wir bald 20 Milliarden Menschen auf Erden. Und dann bin ich schon gespannt wo ihr das Getreide für diese Maßen anbauen wollt.

Habe die Ehre

Antworten Gast: Haro von Wenen
03.09.2012 15:17
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Es gibt keinen

Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Hunger. Grund für Hunger sind Bürgerkriege, Naturkatastrophen und Mißwirtschaft. Das Horn von Afrika ist beispielsweise deutlich fruchtbarer als Mitteleuropa und hat eine Bevölkerungsdichte von 25% der österreichischen. Und die größte Hungersnot seit langem...

Antworten Antworten Gast: biersauer
06.09.2012 10:48
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Re: Es gibt keinen

Vergleichbar Libyen, wo die riesigen Getreidefelder brach liegen, weil die arbeitsfähigen Jungen lieber nach Europa "flüchten", als ihr Land zu bebauen.
Dafür müssen sie monatlich 50.000t Getreide aus Europa importieren und wir zahlen!

Re: Nordamerik respektive die USA sind der größte Getreideexporteur der Welt.

Sollte "...Unmengen an Schafen..." heißen.

Gast: Gruenbeobachter
03.09.2012 14:56
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Gruene sind eben Todesengel

Fristenloesung, Biosprit, Euthanasie, alles im GRUENE Programmpunke. Die Erde ohne Menschen ist ihr Ziel.

Antworten Gast: Garf
03.09.2012 15:18
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Seit wann ist Raiffeisen

grün?

traurige Entwicklung ....

(Lebensmitteln verheizen !!!!!!!!???? sind wir bescheuert???)
da gibt's Leute, die hungern müssen bzw. in weiterer Folge unser täglich Brot wird immer zu teurer und teurer, wo andere (Supermärkte) sich täglich HEIMISCH wachsende Obst -,und Gemüsesorten mit LKW's importieren lassen können ?????
nun mal weitergedacht .....
Sollte man nicht auf der anderen Seite das Heizöl von unseren Häusern verbieten, denn es gibt heutzutage schon genug Alternative Energien zB.: Sonne ... Erdwärme... Holz.... stattdessen wird dies noch von unserer Regierung mit 2.500,-€ gefördert......????? warum wohl....???

Man kann es auch sagen, dass wir Lebensmittel auf kosten der dritten Welt dem Gott Auto opfern ...

:-(

Re: Man kann es auch sagen, dass wir Lebensmittel auf kosten der dritten Welt dem Gott Auto opfern ...

Blödsinn!

Erdöl ist für Autos zum Verbrennen und Nahrungsmittel zum Essen.

So einfach ist das!

abgesehen von fehlender Geburtenkontrolle, nicht die hohen Preise verursachen Hungersnöte

es sind die Dumpingpreise der USA und er EU, die die lokale Versorgung in den Entwicklungsländern vernichten.

So gesehen ist der Preisanstieg bei Getreide positiv zu sehen. Es wären jedoch Schutzzölle notwendig um lokalen Produzenten wieder eine Perspektive zu geben.

Da ist viel mehr zu machen, aber versuchen die dritte Welt klein zu halten!

Z.B. mittels Waffenverkäufe oder überteuerte Medikamente auf Kredit, was dazu führt, dass, obwohl Überschüsse erzeugt werden, die Menschen in den Ländern verhungern um die Kredite mittels diesen Lebensmitteln zu tilgen.

Großzügige Wirtschaftshilfe erfolgt z.B. mittels Saatgut, wo die Ernte nicht mehr zum Wiederanbau geeignet ist und der Bauer sich den Kauf des Saatguts im nächstes Jahr nicht mehr finanzieren kann.

Falsch verstandene Entwicklungshilfe, wo der Einsatz hoch effiziente westliche Agrarwirtschaft zur Zerstörung der bestehenden Anbauflächen führt und zur Gewinnung neuer flächen, z.B. durch Brandrodung, führt.

Nichts Neues

, dass mit dem Getreide welches an die Tiere verfüttert wird genauso eine sehr große Anzahl an Menschen ernährt werden könnte.
Ich bin weder Vegetarier, noch Veganer jedoch sollte sich jeder bewusst sein wie das Schnitzal, der Schweinbsraten & CO auf dem Teller landet(From the farm to the fork).

Wer fünfmal die Woche oder noch öfters Fleisch konsumiert tut weder sich selbst noch der Umwelt etwas gutes.

Gast: *** Mark Poller ***
03.09.2012 13:30
8 3

Der Hauptirrtum besteht darin, zu glauben, wenn ICH etwas nicht konsumiere dann stünde dieses Gut jemand Anderem zur Verfügung, der es sich sonst nicht Leisten könnte

Natürlich könnte man statt Fleisch auch Getreide essen und statt Getreide dann vielleicht auch Algen und statt Algen irgendwann auch aufbereitete Sägespäne.

Aber was hat das dann mit Menschsein zu tun?

***

Jahr Bevö. .lkerung in Millionen
-10000 4
-1000 50
-750 60
-500 100
-400 162
-200 150
1 170
200 190
400 190
500 190
600 200
700 207
800 220
900 226
1000 310
1100 301
1200 360
1250 400
1300 360
1340 443
1400 350
1500 425
1600 545
1650 470
1700 600
1750 790
1800 980
1850 1.260
1900 1.650
1910 1.750
1920 1.860
1930 2.070
1940 2.300
1950 2.400
1960 3.020
1970 3.700
1974 4.000
1980 4.430
1987 5.000
1990 5.260
2000 6.070
2010 6.892

2050 11.000 (ext.)

DAS ist das einzige Problem dieses Planeten!

Und daran ist die westliche Welt höchstens insofern schuld, als sie ständig Entwicklungshilfe und Nahrungsmittelhilfe leistet und somit diese massive Über-bev. mit anheizt!

Antworten Gast: fnc fnc
03.09.2012 15:20
0 1

Viele Zahlen, dennoch Blödsinn.

Sie übersehen, dass die grossen Hungersnöte in fruchtbaren Gegenden mit geringer Bevökerungsdichte stattfinden. Es sind meist Kriege oder politische Wahnsinnige, die Hunger in die Welt setzen; nicht die Bevökerung.

Re: Viele Zahlen, dennoch Blödsinn.

Najo schon, wer wählt?

Re: Der Hauptirrtum besteht darin, zu glauben, wenn ICH etwas nicht konsumiere dann stünde dieses Gut jemand Anderem zur Verfügung, der es sich sonst nicht Leisten könnte

Hallo? Sie sind von primitiven Bürgern und Medien umgeben! Seit gestern auch noch von einer durchgeknallten Innenministerin. Aussagen wie diese passen da nicht in das Gutmenschen Schema. Lieber lässt die Elite die Welt und die Bürger versauen, als einzusehen, dass ständiger Wachstum nichts bringt.

 
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