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ÖVAG baut bis 2017 mehr als tausend Stellen ab

21.09.2012 | 12:02 |   (DiePresse.com)

Der größte Teil des Stellenabbaus soll durch Verkäufe von Sparten und Töchtern erfolgen. Auch sind Fusionen unter den regionalen Volksbanken geplant.

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Seit Mittwoch liegen die harten Auflagen der EU vor, die die im April mit staatlicher Hilfe aufgefangene Volksbanken AG (ÖVAG) zur Halbierung ihrer Geschäfte und ihrer Belegschaft zwingen. Bis 2017 wird die Bank rund 1100 Mitarbeiter weniger haben als jetzt.

Der größte Teil der Beschäftigten soll durch Verkäufe von Sparten und Töchtern aus den ÖVAG-Gehaltslisten herausfallen. Allein rund 700 der auf der ÖVAG-Streichliste erfassten rund 1100 Stellen sind in der Volksbank Leasing International. Für diese 51-Prozent-Tochter ist die EU-Deadline für den Verkauf Ende 2014.

200 Mitarbeiter im "Abbaubereich"

Weitere 200 Mitarbeiter zählen zum so genannten "Abbaubereich", also Rückzugsgebiete in der Hypothekenkredit- und Unternehmensfinanzierung. In der ÖVAG-Bankzentrale selbst, in Organisation und Backoffice, werden weitere 200 Leute ihren Job verlieren.

Verkaufen muss die Bank auch ihre Rumänien-Tochter und den Anteil an der Raiffeisen Zentralbank (RZB) sowie Tochterbanken auf Malta. Bis 2017 muss der Staat - der seit April auch direkter Aktionär ist - zumindest mit seinem Partizipationskapital ausgelöst sein, in der Bank spricht man von einem "Rückkauf". Bankchef Stephan Koren will möglichst ohne neuerliche Staatshilfe auskommen. Ausschließen kann er aber nichts.

Fusionen kommen

Unter den 62 regionalen Volksbanken wird es in den nächsten Jahren zu Fusionen kommen. "Diese Diskusion wird man führen", sagte der neue ÖVAG-Chef Koren. "Jede Krise bedeutet auch Konsolidierung". Es gebe Gespräche zwischen Volksbanken. Derzeit haben die Volksbanken rund 550 Filialen.

Es werde in fünf Jahren wohl weniger Institute und weniger Filialen geben. "Was wir nicht wollen, ist, dass der Sektor der Volksbanken schrumpft", sagte Koren. Die ÖVAG kann Volksbanken der Primärstufe künftig Fusionen aus wirtschaftlichen Gründen anempfehlen. Direkt Weisung dazu kann sie weiter nicht geben - wenngleich der neue Haftungszusammenschluss sonst jede Menge Weisungsbefugnis festschreibt. Mit dem neuen Haftungsvertrag zwischen ÖVAG und Volksbanken wird die Gruppe zwar gesellschaftsrechtlich kein Konzern, aber ein "virtueller", wie Koren sagte. Die ÖVAG hat weitreichende Durchgriffsrechte auf die einzelnen Volksbanken. Sie sei als Steuerungseinheit auch zuständig für die Realisierung von Synergien.

Raiffeisen muss Zusage einlösen

Als Ende Februar die ÖVAG vom Staat aufgefangen werden musste, blieben auch die Altaktionäre in der Pflicht. Die RZB wurde zur Umsetzung von "geeigneten Maßnahmen" verpflichtet, durch die der ÖVAG bis spätestens 31. August dauerhaft 100 Millionen Euro an "positiver Eigenkapitalwirkung" und 500 Millionen Euro an Liquidität zugeführt werden", wie es in den Mitteilungen vom 27. Februar wörtlich hieß.

Die Frist Ende August ist schon verstrichen. Der neue ÖVAG-Chef Koren nannte nun den 15. Oktober als Stichtag, bis zu dem entschieden werden sollte, wie die RZB dem Passus nachkommt. Die 100 Millionen an positiver Eigenkapitalwirkung und 500 Millionen Cash-Effekt könnten nach ÖVAG-Lesart am einfachsten dargestellt werden, wenn die Raiffeisen-Gruppe das - nach Verwässerungen auf mittlerweile 4,64 Prozent gesunkene - Paket der ÖVAG an der RZB aufkauft.

(APA)

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17 Kommentare
Gast: FIMBAG schläft und schläft und schläft
22.09.2012 23:39
0 0

BONI ?

Wäre auch durchaus interessant zu wissen welche Boni der Weinbauer und der VD Handelsschüler in den letzten paar Jahren lukriert haben, bzw. wie der Umzug in den Turm damals genau abgelaufen ist ..

Gast: Zukunftslos
22.09.2012 15:12
0 0

Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: Zukunftslos
22.09.2012 15:08
0 0

Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: Zo
22.09.2012 15:04
0 0

Die Verlustmacher sind im Warmen

Jene, die jahrelang mitgemacht und zugeschaut haben und raufgeschwommen sind, sind bis auf Vorstandsebene noch immer dabei. Welche Änderungen gab es? Keine Konsequenzen, die Haberer stützen und decken gegenseitig. Durchblickt es der AR? Arme Volksbanken, arme Backofficemitarbeiter, immer de Gleichen die die Zeche zahlen. Auch jetzt wird der Hobel wieder schonungslos falsch angesetzt.

Gast: ach ja
21.09.2012 20:49
0 0

ganz schön frech

Nichts gegen die Leute die beim genossenschaftlichen Volksbanksektor arbeiten. Man kann dazu stehen wie man mag, aber im Normalfall arbeiten die schon wobei es im Zuge des obwaltenden Wahnsinns auch dort zu offenkundigen Verfallserscheinungen gekommen sein dürfte.

Was in dem aufgeblasenen Zentralapparat passierte war ein Frechheit. Ebenso mit welcher Aufgeblasenheit in Tochterfirmen die nur dank der Arbeit der genossenschaftlichen Basis überhaupt an Kunden herangekommen sind mit eben diesen Kunden dieser Basis umgesprungen worden ist.

Da sollte der Großteil der Leute einfach rausgeschmissen werden. So was zu "stützen" kann einfach nicht lohnen!

Übrigens: Bei Raiffeisen schaut es dito aus! Vermutlich wird es da aber niemand wagen einzugreifen und am Ende wird der Schaden so groß sein, dass auch der Staat nichts mehr zu "richten" vermag ...

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herumeiern statt rechtzeitig zusperren

warum wohl?
um ein paar Managerjobs zu erhalten?

Gast: AMS Held
21.09.2012 19:43
0 1

Hurra!


Für die einen Goldene Handshakes und Arbeitsstiftungen mit fetten Monatsbeihilfen, für die normalen ASVG-Hackler AMS-Zuweisung mit Zwangsschulungen und Beihilfen für € 800.

Gast: africano
21.09.2012 19:08
0 0

Wer hat die Bank ,ins Messer laufen lassen ?

Jeder Österreicher -in weiss wie schwierig es ist einen Kredit zu bekommen ,doch auf einmal wurden alle Vorsichtsnamen über Bord geworfen und es wurde drauf los Geld verteilt das EINEM schlecht geworden ist .
Wer kennt die Gruppierungen ,welche die Banker unter DRUCK stellte ,damit sie diese wie sich jetzt heraus stellten FAULEN Kredite
geben mussten ???

Re: Wer hat die Bank ,ins Messer laufen lassen ?

Erst Beistrich, dann Leertaste!

1 1

sehr

wichtig - zukunftssicher -umtaufen in ErVolgsbank.
wie soll ein Unternehmen gedeihen,das
keine Rechtschreibung kennt?

Re: sehr

Und die ganz Dummen haben gar keine Ahnung von Groß- und Kleinschreibung.

Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

Wenn man Frau und Blond ist, dann bekommt man bis EUR 60.000 brutto als Jahresgehalt als Sales, wer es nicht glaubt einfach nachfragen.

Antworten Gast: Hax Mörmann
21.09.2012 15:06
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Re: Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

Na die soll gefälligst gehen ,wie sollte man sonst die wichtige Führungsebene ( Red Head, Phil Ivey und Hot Air) weiterhin erhalten können ? Und den genialen Boss M.F.muss man ja auch auf jeden Fall noch durchfüttern

Re: Re: Bin gespannt ob auch im Treasury freigestellt werden

ich meine die auffallend vielen blonden sales ladies in der övag. alle gleicher typus. wurden wahrscheinlich alle von f.sch eingestellt.

Die Volksbanken ...


.. hätten sie die Leistungsträger nicht in eine AG umgewandelt, wären sie im Korsett einer Genossenschaft niemals ins Trubeln gekommen; auf das Kapital wäre aber auch kein Zugriff möglich gewesen:
so'schaut's aus!

Antworten Gast: abc liegt im schnee xyz ist nett
21.09.2012 13:02
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Re: Die Volksbanken ...

ich gebe ihnen recht. ich mag die idee von genossenschaften. sind mir lieber als ags. jetzt wird es gleich wieder heissen: sozis/kommis/loewelstrasse etc. ;-)

ach ja und KONSUM ;-)

Re: Re: ach ja und KONSUM

Das ist das typische Beispiel, dass Partei-Küngelei zu allem Fähig ist!

Hobbyökonom