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Ein Drittel hat gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz

24.09.2012 | 11:50 |   (DiePresse.com)

Jeder dritte Österreicher klagt über Probleme. Volkskrankheit Nummer eins sind Rückenschmerzen. Zu schaffen macht auch die ständige Erreichbarkeit.

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Ein Drittel aller Österreicher leidet unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz. Knapp die Hälfte davon hat Rücken- und Kreuzschmerzen (46 Prozent), 44 Prozent Nacken- und Schulterschmerzen und jeder Dritte Probleme mit den Augen. Das ergab die Studie "fit2work Arbeits-Fitness-Barometer", teilte SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer in einer Aussendung am Montag mit.

Die Österreicher mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind demnach im Mittelwert 25,5 Arbeitstage pro Jahr in Krankenstand, "da wäre unseren Schätzungen nach sicherlich etwa die Hälfte vermeidbar", so Hundstorfer. Bei zwei von drei Arbeitslosen haben laut der Studie auch gesundheitliche Probleme eine Rolle beim Verlust des Arbeitsplatzes gespielt.

43 Prozent fühlen sich "leer und ausgebrannt"

Abgefragt wurden auch die belastenden Umstände. Dabei nannte ein Viertel gleichbleibende Körperhaltung - 72 Prozent arbeiten regelmäßig vor dem Bildschirm. Bei den Umwelteinflüssen gaben 29 Prozent an, unter Hitzeeinwirkungen zu leiden, jeweils 15 Prozent machen Lärm oder Kälte zu schaffen. Weitere 14 bzw. 13 Prozent sind unangenehmen Gerüchen bzw. Schadstoffen wie Staub, Gasen oder Rauch ausgesetzt.

Neben den externen Faktoren sind es psychische Belastungen, die den Österreichern zu schaffen machen: Rund ein Viertel der Befragten bewertete seinen Arbeitsplatz in Bezug auf den Leistungsdruck als ziemlich oder sogar sehr schlecht. Bezüglich Anerkennung und Wertschätzung waren dies 22 Prozent. Jedem Fünften macht ständige Erreichbarkeit zu schaffen, 43 Prozent fühlen sich nach der Arbeit "leer und ausgebrannt".

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Die Volkskrankheit Rückenschmerzen zählt zu den häufigsten Beschwerden. 27 Prozent leiden an Kopfschmerzen, 35 Prozent unter Erschöpfung bzw. dem Gefühl, "ausgelaugt" zu sein. "Gegen all diese Krankheitsbilder kann man etwas tun - Stichwort neuer ergonomischer Sitzplatz bei Rückenbeschwerden", so der Minister. Mit fit2work gebe es ein freiwilliges und kostenloses Beratungsangebot, das jeder und jedem rasch und unbürokratisch Wege aus der belastenden Situation aufzeige.

Handlungsbedarf gibt es laut der Studie auch bei Gesundheitsvorsorge: Zwar bezeichneten zehn Prozent der Befragten ihr Unternehmen als Vorreiter in Sachen "Gesundheit am Arbeitsplatz" und ein Drittel bescheinigt dem Unternehmen "alles zu tun, was getan werden muss". Ein Fünftel ist allerdings der Ansicht, dass "Gesundheit am Arbeitsplatz dem Unternehmen nicht wirklich am Herzen liegt" und 36 Prozent gaben an, dass "man sich zwar um gesundheitliche Aspekte kümmert, andere Dinge aber meist Vorrang haben". Zu den meist genannten, bereits bestehenden Angeboten zur Steigerung des Wohlbefindens zählen "flexible, bedürfnisorientierte Arbeitszeiten" (36 Prozent), "ergonomische Sitzplatzgestaltung" (28 Prozent) sowie Beratung durch Arbeitsmedizinern und Sicherheitsfachkräfte (26 Prozent).

Mehr Burnout-Prävention gewünscht

Gefragt nach ihren Wünschen in Bezug auf die Gesundheitsvorsorge in Unternehmen, nannte ein Viertel Burnout-Prävention und stärkere Einbindung in Entscheidungsprozesse, 22 Prozent gaben Angebote zur gesunden Ernährung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung an. Immerhin 18 Prozent wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance.

In der repräsentativen, österreichweiten Studie zur Gesundheit am Arbeitsplatz - initiiert von fit2work, durchgeführt von meinungsraum.at - wurden 1000 Österreicherinnen und Österreicher befragt. Teilgenommen haben Erwerbstätige, Pensionisten unter 65 Jahren sowie Arbeitslose.

(APA)

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20 Kommentare
Gast: Glühender Europäer
25.09.2012 11:23
1 1

Wir müssen mehr arbeiten, um die EU zu retten.

Denn nur die EU sichert und fördert unsere Arbeitsplätze. Darum brauchen wir auch nicht weniger sondern mehr Europa! Ich lass mir dieses Europa nicht kaputtreden, schließlich ist die Bilanz der Europäischen Union ein großer Erfolg.

1 1

Ich hab auch gesundheitliche Probleme

und zwar weil ich mittlerweile in einer Bananerepublik leben muss in der Marionetten der Hochfinanz mich und meine Famile täglich verkaufen!

Gast: Bello
24.09.2012 20:24
2 0

Immer diese blöde Rederei von diesem Kasperl!

Sehr geehrter Herr Hundstorfer, da sie noch nie etwas gearbeitet haben, können sie auch keine Rückenschmerzen haben geschweige überhaupt davon zu reden. Auf Ihren blöden Senf andauernd zu diesem Thema sind wir Arbeiter wirklich nicht neugierig!!! Scheren sie sich zum Teufel endlich!!!

Gast: noch ein Experte
24.09.2012 19:41
2 0

Ein Hundstorferkreis

Um Scherze wie dieses "fit2work" (kostet wieviel?) zu finanzieren, werden wir mehr (was?) arbeiten müssen, um die Beratung ("Sie sind selber schuld.") dann auch wirklich nötig zu haben ...

Gast: Schramagl
24.09.2012 19:28
1 1

Ich kann nur dazu sagen

Jener der noch keine Rückenschmerzen hatten, jene die einen Beruf haben wo sie im Anzug ihre tätigkeit am Büro Sessel erledigen. Können da nicht einmal, iregndwie ihren Senf dazugeben.

Genau die sind der Meinung bis 70 Jahre Arbeiten. Ja das wird in Zukunft Notwendig sein. Keine Frage. Was kommt teurer? Wenn ich ab 60 Jahre die Pension zahle. Oder Rehab, Krankenstand etc. Eergebnis ist: Die Firma küdigt jenen und um die 60 Jahre ist nicht jeder mehr vermittelbar am Arbeitsmarkt.

Oder sagen wir 45 Arbeitsjahre sind auch in Zukunft genug.

Sparen ist ja in Ordnung, Nicht auf Kosten der Leidtragenden. Auf jemand der sich kaputtgeschuftet hat. Der alles Kaputt hat Bandscheiben, Gelenke etc. Aber das ist dieser Regierung WURST!

Der Staat braucht nur das Budget umschlichten.
Dafür haben Politiker die nix hakeln wollen, aber hakeln lassen. Nämlich von genau diesen Menschen die die Volkskranheit haben.
Irgendwie müssen ja die Gehälter der Entscheidenden Politiker pünktlich bezahlt werden.


0 0

Die Anpassung an die EDV/ IT Realität bleibt den wenigsten Arbeitnehmern erspart


Die neuen Kommunikationsmedien sind genial und ich möchte sie nicht missen, stellen aber an unsere geistige Flexibilität und Belastbarkeit andere Ansprüche als noch von 10 oder gar 20 Jahren.

Was früher 3 Mitarbeiter erledigt haben, macht heute einer, die berufliche und private Informationsflut von früher 1 Woche, erreicht uns jetzt in 2 Stunden.

Dass die Festplatte im Oberstübchen da nicht immer mit der Archivierung nachkommt und ihr zeitweise einfach nur schlecht wird, ist logisch.




Gast: meinungsschaum.at
24.09.2012 18:40
1 0

Repräsentative Studie initiiert von fit2go

Das Ergebnis: Ca. 99,999999999999% der befragten Politiker und Experten fühlen sich inkompetent, realitätsfremd und korrumpiert, und würden gerne beim AMS (Branche Proporz) eine freiwillige Umschulung (bei sonstiger Gehaltssperre) zum Hampelmann / zur Hampelfrau in einem Versorgungspostenbetrieb machen.

und täglich grüßt das Murmeltier ...

die ausgebeuteten Arbeitnehmer, die ungerecht entlohnten Frauen, die Arbeit die krank macht, die unbezahlten Überstunden, usw., usw....

kein Thema sind die vollbezahlten Minderleister, die bezahlten Leerläufe, die Krankenfeierer, die Freizeitunfälle, das private Internetsurfen in der Arbeitszeit, private e-mails am Arbeitsplatz, die privaten Probleme, die in die Betriebe mitgenommen werden und oft die tatsächlichen Burnoutauslöser sind usw., usw....

Re: und täglich grüßt das Murmeltier ...

und sie wundern sich warscheinlich auch noch warum sich ihre Mitarbeiter einen Dreck um das wohl der Firma scheren.

Antworten Gast: Johann S
24.09.2012 18:24
2 3

Re: und täglich grüßt das Murmeltier ...

Ja,da müssens halt einen eigenen Thread
bei der Presseredaktion beantragen.
Wäre interessant.
Hier gehts um Erkrankungen in der Arbeitswelt.
Ihr Reflex ist scheinbar ein schlecht getarntes Ablenkungsmanöver.

Gast: b745
24.09.2012 17:29
1 2

so ist das im neoliberlaen paradies da gehts allen besser


Gast: b745
24.09.2012 17:29
1 2

so ist das im neoliberlaen paradies da gehts allen besser


Gast: Maria
24.09.2012 17:00
0 2

Vollbeschäftigung hilft besseren Job zu finden

Katastrophale Arbeitsbedngungen sind Normal.

Die Arbeiter-Partei hat komplett versagt bei der Förderung guter Jobs in ganz Europa.

Das Resultat: Viele Arbietnehmer können sich nur mehr mit Tabletten oder Alkohol Erholung verschaffen. Druck und Ausbeuterei werden genauso staatlich gefördert, wie Lohndumping und Arbeitsplatz-Abbau.

Gast: Pensador
24.09.2012 14:38
2 2

Die Volkskrankheit

So viele arme Kranke in dem Land!
Wo wir doch so viel wie kein anderes Land in Europa für Gesundheitsfürsorge ausgeben.
Oder heisst die Krankheit etwa "Arbeitsscheu"?

Antworten Gast: sid
24.09.2012 17:22
1 2

Re: Die Volkskrankheit

..46% arbeitsscheu? Wohl kaum. Und mit "..fürsorge" meinten sie "..vorsorge", oder? Und gernerell: Zynismus Kranken gegenüber?

Antworten Gast: Johann S
24.09.2012 15:17
2 0

Re: Die Volkskrankheit

Freilich wirds solche auch geben,aber pauschal sowas zu unterstellen,ist wirklich absolut unseriös.

da müssen sich die so geschundenen arbeitnehmer halt damit trösten,

dass sie 46.000 euro auf der hohen kante haben. jedes ihrer kinder genau so. (sparbücher, versicherungen, wertpapiere. schulden bereits abgezogen, keine berücksichtigung von evtl vorhandenen immobilien)

ach so, das war ja nur ein durchschnittswert. den anteil der meisten hat der schinderhannes an der spitze des unternehmens, egal ob physisch anwesend oder in form des shareholders.

stimmt, dieser hannes weiss besser, was für euch gut ist und wie euer geld besser verwaltet wird. also hackelt euch weiter den rücken krumm und haltet brav die pappn, wenn es um die verteilung der auch von euch erarbeiteten vermögen geht!

Re: da müssen sich die so geschundenen arbeitnehmer halt damit trösten,

sie können dem ganz leicht entkommen; werden sie unternehmer, dann dürfen sie die leute schinden...

Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 16:01
2 0

Re: da müssen sich die so geschundenen arbeitnehmer halt damit trösten,

Das Problem löst sich in Europa von selbst !

Das Kapital wird abgezogen und die Arbeitnehmer werden dann nicht mehr ausgeplündert.

Antworten Gast: Pensador
24.09.2012 14:46
2 1

Re: da müssen sich die so geschundenen arbeitnehmer halt damit trösten,

Was Du armer Ausgebeuteter nicht sagst!
So gscheit, so fleissig, so tüchtig und trotzdem hast nix. Da sind natürlich viele, viele andere schuld, vorallem aber das krankmachende kapitalistische Leistungssystem.
"Zu Dir kommt kein Geld, zu Dir nicht. Du hättest es vielleicht ganz gerne. Aber das genügt nicht..." (Kurt Tucholsky)

Hobbyökonom