dayli-Chef: "Es ist nimmer viel übrig vom Schlecker"

17.01.2013 | 18:07 |   (DiePresse.com)

Der ersten beiden Läden im neuen Nahversorger-Konzept wurden eröffnet. Nach vier Wochen Testphase sollen 100 Standorte umgerüstet werden.

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Mit geistlichem Beistand, Begrüßungsworten von Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ), Blasmusik und einer Rede von Eigentümer Rudolf Haberleitner ist der erste dayli-Laden mit neuem Nahversorger-Konzept am Donnerstagnachmittag in Linz-Ebelsberg eröffnet worden. Auf über 400 Quadratmetern findet der Konsument "alles, was der Mensch für das tägliche Leben braucht und alles, was er sonst nur in einem Shoppingcenter kriegt", so Haberleitner.

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"Es ist nimmer viel übrig von Schlecker", sagte Haberleitner, der den Drogerieriesen in Österreich und anderen Ländern übernommen hat. Das neue Geschäft ist hell und freundlich, die Gänge sind breit, farblich dominiert ein dunkles Türkis auf Werbetafeln und den Polo-Shirts der Mitarbeiter. In den Regalen findet sich ein Sammelsurium aus frischem Obst und Gemüse, Eiern zu 35 Cent das Stück, Mehl, Soja-Desserts, Fertiggerichten, Kochlöffel, Pfannen, Aktenordner, Kosmetik- und Hygieneartikeln, Zigaretten, Zeitschriften, sogar Kleidung, Milchprodukten im Kühlregal sowie eine kleine Eis-Truhe. Insgesamt seien es etwa 900 Produkte, so Haberleitner. Frisches Brot, Mehlspeisen und "dayli Schmankerln" gibt es im Bistro. "Man muss sich wieder beim Einkaufen treffen können und ein Tratscherl halten", betonte Haberleitner.

APA-FOTO: ULRIKE INNTHALER

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Virtueller "super dayli"

Alles was man im Geschäft nicht finde, könne man im virtuellen "super dayli" bestellen und habe es zwei Tage später im Haus oder zum Abholen im Shop. "Momentan gibt es dort so 10.000 Produkte, bald 40.000 und im Endausbau 200.000", sagte Haberleitner. Auch 42 Dienstleistungen vom Einkaufskorb heimtragen, Fotodrucken, Scannen und Faxen bis zu Beratungen im Versicherungsbereich und Leihwägen werden angeboten. Als Vorteil für die Kunden pries er stressfreies Einkaufen im Wohngebiet und eine Verbesserung der Lebensqualität an. "An der grünen Wiese sind wir nicht interessiert." Dass die Konsumenten mit dem Rad oder zu Fuß kommen könnten, sei auch gut für die Umwelt, holte er weit aus.

In den neuen Filialen gelten auch neue Öffnungszeiten, am Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr und unter der Woche je nach Standort von 7.00 bis 20.00 Uhr. Möglich soll das eine Gastrokonzession für das Bistro machen.

Vier Wochen Testbetrieb

Die Filialen mit neuem Nahversorgerkonzept - eine zweite wurde in Pöggstall (NÖ) eröffnet - sollen vorerst vier Wochen im Testbetrieb laufen. Dann sollen weitere ehemalige Schlecker-Geschäfte dazukommen. Stolz ist Haberleitner darauf, dass er keinen der 5600 Mitarbeiter, 3600 davon in Österreich, kündigte. Im Gegenteil, heuer sollen in Österreich 600 bis 700 neue rekrutiert werden.

Auch Shops seien keine aufgelassen worden, 889 gebe es derzeit im Land, bis 2016 sollen es 300 mehr sein. Dabei könne er sich vorstellen, von der Mindestgröße von 200 Quadratmetern abzuweichen und auch - teilweise schon vorhandene - kleinere Geschäfte, sogenannte "Mini- oder Baby-dayli", zu akzeptieren. "Wir werden einen Standort nicht nur wegen der Größe schließen", kündigte er an, bevor er mit Geschäftsführer Peter Krammer das rote Band zerschnitt und den Weg für die interessierten Besucher freigab.

(APA)

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    Dayli  / Bild: APA/ROBERT JAEGER Handel. Investor Rudolf Haberleitner will in Deutschland bis zu 600 frühere Schlecker-Läden wieder aufsperren.

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15 Kommentare

Ich bin überhaupt gegen Supermarktketten


Re: Ich bin überhaupt gegen Supermarktketten

Ich hätte viel lieber den guten alten Greißler zurück und die Mezkerei um die Ecke und den Gemüseverkäufer und und und. Bald gibt es bei uns nur noch SuperSupermärkte wie Walmart und co. Ich kaufe immer noch in kleinen Geschäften, wo ich weiß wo die Lebensmitteln, besonders das Fleisch wirklich herkommen. Und nein,- das hat nichts mit Bio-Fetischismus oder anti-Gen Fanatismus zu tun - einzig damit, dass ich lieber Österreichische als internationale Händler unterstützen und möglichst gesunde Nahrung essen will.

Re: Re: Ich bin überhaupt gegen Supermarktketten

Das wird, wenn überhaupt- wohl erst nach dem Ende des Kapitalismus (und der wird Sicher einmal untergehen) wieder der Fall sein.

Ja den Konzernen gehört die Welt, und das wol noch so lange bis zum Ende von Geld.


klingt

wie eine tankstelle ohne sprit

ich persönlich kaufe nichts in geschäften die krebserregende tabakprodukte anbieten.


Auch Nichtraucher brauchen Parkscheine!

Die bekommt man vermutlich beim Arzt oder Apotheker ;-)
.
In der Konsequenz dürften Sie auch keinen Supermarkt mehr betreten, weil dort die Volksdroge Alkohol verkauft wird; kann Leberzirrhose verursachen.

Für kleine Ortschaften am Land wäre das sicher eine Bereicherung.

Da gibt es ja zum Teil NICHTS mehr außer einer Tankstelle und einem Hofer nach dem 5. Kreisverkehr.

Kenn das aus tokyo

dort gibt es fast an jeder ecke solche läden convenience-stores die fast immer offen haben. Sehr angenehm.

aber in österreich weiss die gewerkschaft das sicher zu verhindern.

wünsche für dieses (in öst.) innovative konzept trotzdem viel glück.

endlich

etwas aehnliche. wie seven eleven. am sonntag einkaufen gehn ein traum.
ich werd dort natuerlich auch unter der woche einkaufen. wuensche gutes gelingen

...

Ich wünsch dayli viel Glück bei Ihrem Vorhaben und ich hoffe das was gescheites dabei heraus kommt. Hab 2 Jahre in Asien gelebt und liebe die Convenience Stores (CVS).

Was steckt wirklich dahinter ?


Das einigermaße verwunderliche Geplappere der neuen Geschäftsleitung und der Umstand, dass Novomatic finaziell mit von der Partie ist, lässt mich stutzig werden.

Ich bin gespannt, ob demnächst die wahren Motive klarer werden, warum das so gemacht wird.

Eier zu 35 Cent das Stück kaufe ich lieber gleich beim Bauern.

Da zahle ich dann auch gerne noch etwas mehr und weiss dafür woher sie kommen.
Bei diesem reichlich ambotionierten Vorhaben bin ich einmal gespannt, was nach einem Jahr überhaupt davon übrig ist.
Ich hoffe, dass dayli in Zukunft etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Qualität der Mitarbeiter vor allem am Postschalter legt.
Es ist zwar schön das unsere Dorfpost bei dayli nun länger und öfter geöffnet ist, es nützt aber nichts, wenn die Mitarbeiter nichts auf die Reihe kriegen.

Re: Eier zu 35 Cent das Stück kaufe ich lieber gleich beim Bauern.

bei jedem ei egal wo sie es kaufen wissen sie wo es her kommt! sie brauchen sich nur den Stempel am ei ansehen! beim letzten "Bauernmarkt" hatten die eier keine makierung somit wusste ich nicht woher sie kamen, darum habe ich sie auch nicht gekauft!

Da fehlt noch was

Meiner Ansicht nach fehlt noch nach dem Vorbild der dm Frisurenshops eine Diskont Bordellecke!

klingt schon

nach Flop

Das können Sie deshalb so genau beurteilen,

weil Sie selbst schon einige ambitionierte Projekte auf eigenes Risiko erfolgreich umgesetzt haben.

Und Sie niemals Ihre Zeit damit verschwenden würden, einfach so von Ihrem Sofa aus frustriert unqualifizierte Kommentare abzusondern.

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