Job-Versprechen für Ältere

Der Sozialminister will, dass Ältere eine Arbeit garantiert bekommen. Für Junge gilt das schon.

Rudolf Hundstorfer
Schließen
Rudolf Hundstorfer
Rudolf Hundstorfer – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien/Hie. Geht es nach Sozialminister Rudolf Hundstorfer, sollen ältere Menschen, die über ein Jahr arbeitslos sind, einen Job garantiert bekommen. Der Vorschlag orientiert sich an der Beschäftigungsgarantie für Jugendliche: Wer keine Lehrstelle findet, kann eine Ausbildung in einer „überbetrieblichen“ Lehrwerkstätte machen. Ähnlich sollen Ältere, die in der Privatwirtschaft keinen Arbeitsplatz finden, auf dem „zweiten Arbeitsmarkt“ untergebracht werden, etwa in gemeinnützigen Stellen.

Laut Sozialministerium würde das Geld für die Beschäftigungsgarantie für ältere Langzeitarbeitslose zum einen aus den Ersparnissen aus dem Arbeitslosengeld kommen (320Mio. Euro). Zum anderen sollen Unternehmen, die zu wenig Ältere beschäftigen oder Ältere kündigen, Strafe zahlen. Firmen, die ältere Menschen beschäftigen, sollen einen Bonus bekommen.

Begeistert reagierten die Pensionistenvertreter Andreas Khol (ÖVP) und Karl Blecha (SPÖ). Khol forderte die Umsetzung der Beschäftigungsgarantie noch vor der Wahl.

Weniger glücklich ist die Wirtschaftskammer (WKO) mit dem Vorschlag des Sozialministers: Eine Beschäftigungsgarantie für Ältere ähnlich der Jugendgarantie sei eine sehr teure Maßnahme, so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKO. Gleitsmann bekannte sich zu einem Bonus-Malus-Modell, forderte aber vor allem die Senkung der Lohnnebenkosten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Job-Versprechen für Ältere

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen