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Meinl-Mohr – Symbol des Rassismus?

17.12.2007 | 18:25 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

In der Kampagne „Mein Julius“ wird das Logo des Meinl-Konzerns als rassistische Diskriminierung thematisiert. Meinl selbst sieht den Markenauftritt falsch gedeutet.

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WIEN. Vermutlich hat Meinl andere Probleme, als sich mit dem Firmenlogo zu beschäftigen. Doch in einer Aktion wird der Meinl-Mohr nun als Symbol des Rassismus bezeichnet, das nicht als solches wahrgenommen wird. Eine schwarze Faust, die die Kopfbedeckung des Mohren zerdrückt, ist das Symbol der Initiative „Mein Julius“.

Mit T-Shirts und Free-Cards will man auf verdeckte rassistische Klischees aufmerksam machen. „Mein Julius hat keine Lust mehr auf ein dienstbotenartig gesenktes Haupt“, ist eine zentrale Aussage. Laut Mitinitiator Markus Wailand sei das Meinl-Logo eine „bildhafte Fortschreibung von Ungleichheit, Diskriminierung und Ausbeutung“.

Bei der Julius-Meinl-Holding will man im Mohrenkopf aber kein rassistisches Symbol sehen – im Gegenteil. Immerhin sei die Kunstfigur, die 1924 vom österreichischen Plakatkünstler Joseph Binder kreiert wurde, mit Fez, dem Symbol der Herrschaft des Sultans, und Kaffeetasse abgebildet: „Kein Diener oder Sklave, sondern ein Kaffeeexperte, der ebenso für die Herkunft des Kaffees steht“, sagt CEO Marcel Löffler der „Presse“.


Logo „falsch interpretiert“

Zudem sei das Logo im Lauf der Jahre immer wieder adaptiert worden. Die bildhafte Darstellung wich einer reduzierten Fassung. Zuletzt wurde der Markenauftritt 2004 vom italienischen Designer Mattheo Thun adaptiert – statt auf gelbem Hintergrund ist der aufrecht gezeichnete Kopf jetzt auf weißem Hintergrund zu sehen. Löffler hofft, dass damit in Zukunft ausgeschlossen sei, dass es falsch interpretiert werde. An eine Aufgabe des traditionsreichen Logos ist jedenfalls nicht gedacht.

Aufgegeben wurden aber schon einige Produktnamen, die mit Rassismus in Verbindung gebracht werden. Das vermutlich bekannteste Beispiel sind die „Negerküsse“. Das Schaumgebäck, auch als „Schwedenbomben“ bekannt, firmiert heute als „Schaumküsse“. Ein weiteres Beispiel ist das „Negerbrot“, das als politisch unkorrekt gesehen wurde. Konsequenz: Die Supermarktkette Zielpunkt änderte den Namen der Nussschokolade in „Schokotraum Erdnuss“.

Verschwunden ist der Begriff aber noch lange nicht. In den Auslagen kleiner Süßwarengeschäfte begegnet man dem Negerbrot immer noch. Auf der Dr.-Oetker-Website können Interessierte ein Rezept für ein Waffelgebäck namens Negerbrot abrufen. Und auch der „Mohr im Hemd“ findet sich noch auf zahlreichen Speisekarten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2007)

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33 Kommentare
 
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An Dr. Stöckl

Sie müssen schreiben "als Österreichisch Sprechender", weil sie sonst mit Vorwürfen rechnen müssen, die man hier auch mir gegenüber geäußert hat: In Österreich gibt es keine deutsche, sondern nur österreichische Gesetze!
Und es wird hier auch nicht deutsch, sondern österreichisch gesprochen und geschrieben.
Meine Zuschrift bezog sich auf die deutsche und österreichische Gesetzgebung, die für Zuwanderer verbindlich ist (europäisch gedacht).

Ich bin heimatverbunden und nationalbewusst, bin aber entschieden gegen engstirnige Sprachinterpretationen.

Von der deutsch-österreichischen Geschichte haben diese Ignoranten nichts verstanden!

nun wie wäre es mit

rauchfangkehrer statt neger mohr usw.

Hilfe, ich fühle mich diskriminiert!

Ich werde aller meiner "Privilegien" wegen von irgend einer Gutmenschenseite abwertend beschimpft:
1. als Mann
2. als Akademiker
3. als Arzt
4. als BMW-Fahrer
5. als greiser Depp
6. als Pensionist über der ASVG-Pension
7. als Hausbesitzer
8. als Ehemann und damit Frauenunterdrücker
9. als Mensch mit eigener Meinung
10.als Deutsch sprechender
11.als Heimatverbundener
12.als Europäer
13.
.
.

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Re: Hilfe, ich fühle mich diskriminiert!

Ist mein Kommentar angekommen?

Subvention

Werden Organisationen die sich mit solchem Schwachsinn beschäftigen auch mit meinen Steuergeldern subventioniert?
Manchmal habe ich das Gefühl, daß sie nur gegründet wurden, um Geld zu aus dem Subventionsbudget zu lukrieren - ernst kann man diese Absonderungen doch nicht nehmen, oder? Noch schlimmer aber ist der oft vorauseilende "Gehorsam" mancher Organisationen, Kaufhausketten, etc., etc.

Ja, auch zu alten DDR-Zeiten

durften Engel n i c h t ENGEL heißen, sondern "geflügelte Jahresendfigur"!
Das fanden die meisten normalen Leute schwachsinnig. Die Figürchen wurden nur umbenannt, um ja alles Christliche zu verbannen!
Politisch korrekter Schwachsinn grassiert nun auch im WESTEN!!

Schon interessant

Und ploetzlich haben alle moeglichen dubiosen Initiativen Geld fuer aufwendige Kampagnen gegen den Meinl. Wo kommt denn das her?

Gast: HB
18.12.2007 13:52
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Nicht der Mohr sonder der V.

hat das Image der Marke Meinl nachhaltig zum Negativen verändert - Causa MEL.

So dumm muss man einmal sein, in einem historischen Logo Rassismus zu suchen.

Gast: AustroBavarian
18.12.2007 11:50
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Ja san's jetzt alle deppert wor'n

Als Kind habe ich die "Negerküsse" geliebt, die jetzt nicht mehr "Schwedenbomben" heißen dürfen. Ist ja alles rassistisch.
Wenn das so ist, dann werde ich in Zukunft jeden Fleischhauer verklagen, der Augsburger, Frankfurter, Regensburger, Krakauer etc. anbietet.
Oder sollte es vielleicht doch wahr sein, was da ein zweifelhafter Forscher irgendwann in diesem Jahr herausgefunden haben will: dass es da irgendeinen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Intelligenz geben soll? Bis jetzt habe ich diese Meldung ja nicht ernst genommen, aber bei solchen Artikeln wie dem "rassistischen Meinl Mohr" bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher....

Antworten Gast: NN
18.12.2007 12:32
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Re: Ja san's jetzt alle deppert wor'n

Die rassistischen Wiener Würstl (und die Nürnberger etc. ...) haben¿S vergessen - die müssen auch weg!

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Der arme Meinl Mohr...

sowas von lächerlich.

Antworten Gast: Hanfbrecher
16.12.2009 14:47
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Re: Der arme Meinl Mohr...

Jaja,der Mohr hat seine Schuldigkeit getan,jetzt kann er gehn!

Im wahrsten Sinn des Wortes.

2 1

Conclusio

Dem Reinen ist alles rein, dem ...
Unsere Gesellschaft kann ja unter dem Einfluss der Gutmenschen weiter verblöden und sprachliche Begriffe, die es seit mehr als hundert Jahren gibt, einfach aussterben lassen. Ich spiele in dieser Liga aber nicht mit. Ich fand weder vor zig Jahren, als es die Gutmenschen-Tölpel noch nicht gab, etwas dabei, Neger zu sagen, das war für mich - schon als Kind - einfach ein Mensch dunkler Hautfarbe, ohne ihn deswegen zu diskriminieren. Das haben die Amerikaner getan mit einem ähnlichen Wort, aber nicht wir Europäer. Warum wir nun Schuldaufarbeitung für die Amerikaner mitübernehmen sollen und unsere sprachlichen Begriffe verleugnen müssen, ist unverständlich. Auch sage ich Zigeuner, da dies der Oberbegriff ist und ich nicht weiß, welchem Stamm (Sinti, Roma, etc.) sie angehören. Übrigens, Preisfrage: Wie heißen Zigeuner eigentlich in Rom?

ich hab schon lange darauf gewartet

dass ein gutmensch-terrorist den meinl-mohr entdeckt. motto: dümmer geht's immer

Gast: Brain
18.12.2007 09:04
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Negro

Neger = Negro = Schwarz - und als Schwarze wollen die (selten wirklich schwarzen) Afrikaner ja bezeichnet werden.

Die Generation der über 30jährigen ist mit dem Begriff Neger absolut wertfrei aufgewachsen und nur weil ein paar Gangsterrapper das nicht mehr wollen, davon lasse ich weder beeindrucken, noch ins rechte Eck stellen.

Mir ist jedenfalls ein netter Neger lieber als ein drogendealender Schwarzer!

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Re: Negro

Bin ganz Ihrer Meinung.
Möchte wissen, wann einer von den überspannten Tugendwächtern darauf kommt, daß eigentlich der Landesname Montenegro rassistisch ist. Oder der oberste US-Geheimdienstheini Negroponte sich gefälligst umzubenennen hat.
Wenn man die Argumente der G.utmenschen genau nimmt, müßte man sie nämlich wegen W.iederbetätigung anzeigen. Denn das Eindeutschen fremder Lehnwörter war unter der N.S.-Herrschaft aufgekommen. Mir fällt momentan nur ein Beispiel ein wie "Faustfeuerwaffe" statt Revolver od. Pistole.

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Re: Negro

Da werden schon wieder Meldungen unterdrückt.!
Bin ganz Ihrer Meinung.
Möchte wissen, wann einer von den überspannten Tugendwächtern darauf kommt, daß eigentlich der Landesname Montenegro rassistisch ist. Oder der oberste US-Geheimdienstheini Negroponte sich gefälligst umzubenennen hat.
Wenn man die Argumente der Gutmenschen genau nimmt, müßte man sie nämlich wegen Wiederbetätigung anzeigen. Denn das Eindeutschen fremder Lehnwörter war unter der NS-Herrschaft aufgekommen. Mir fällt momentan nur ein Beispiel ein wie "Faustfeuerwaffe" statt Revolver od. Pistole.

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Re: Negro

Bin ganz Ihrer Meinung.
Möchte wissen, wann einer von den überspannten Tugendwächtern darauf kommt, daß eigentlich der Landesname Montenegro rassistisch ist. Oder der oberste US-Geheimdienstheini Negroponte sich gefälligst umzubenennen hat.
Wenn man die Argumente der Gutmenschen genau nimmt, müßte man sie nämlich wegen Wiederbetätigung anzeigen. Denn das Eindeutschen fremder Lehnwörter war unter der NS-Herrschaft aufgekommen. Mir fällt momentan nur ein Beispiel ein wie "Faustfeuerwaffe" statt Revolver od. Pistole.

Gast: idiotenjäger
18.12.2007 07:50
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Demnächst

wird bei den Sternsingern (stellen die hl. 3 Könige dar) der Mohr verboten wegen diskriminierung.

Ach ich habe vergessen christliche Symbole und christliches Brauchtum wird sowieso auch verboten so wie in den Kindergärten in Wien der Nikolo.

Wo wird das noch enden, Weissbrot wird dann ach verboten sein denn die maximalpigmentierten in den US-Soaps benennen auch alle Weissen (huch schon wieder Rasissmus) als Weissbrot.

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Ablenkung für die dummen.

Wenn das die einzigen gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und Sorgen wären - wir lebten im Paradies. Ich habe dieses Gegacker aber schon seit Jahren erwartet, um ehrlich zu sein.

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wie lange noch ...

... müssen sich die wiener und pariser noch gefallenlassen, dass sie als schnitzerl verspeist werden.
oder
die hamburger als warme semmel,
der frankfurter debrezener als würschtl,
der mailänder als toast,
der türke als honig,
der kardianal & esterhazy als schnitte,
der linzer als torte,
der radler oder russe gesoffen wird,
und den jaga haben wir uns grad von bayern erkauft.

Antworten Gast: julio
18.12.2007 01:11
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Re: wie lange noch ...

der unterschied besteht vor allem darin, dass hamburger, frankfurter und mailänder nicht als diskriminierend gelten. neger ist das allerdings sehr wohl. darum macht es sinn, dinge wie negerbrot oder negerkuss zu verbieten. was am meinl logo rassistisch sein soll, versteh ich aber auch nicht.

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Re: Re: wie lange noch ...

ich dachte neger hat den stellenwert wie indianer, eskimo, etc..
nigger ja (aber eigentlich in den USA verwendet).
da muss es jetzt wohl wer zum rassistischen wort erklärt haben. mir solls wurscht sein. wenn ich jemanden schimpfen will gibts noch genug andere wörter. ;-)

Antworten Antworten Gast: obArt
18.12.2007 15:13
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Vielleicht könnten die Damen und Herren Schwarz(!)afrikanerInnen

ein deutsches Wort lernen, nämlich NEGER, das im Gegensatz zum US-Nigger kein Schimpfwort ist. Auch das englische negro ist keines, da aber die erste Silbe mit ni gleich klingt flippen die schon aus bevor man ausgesprochen hat. Vielleicht könnte ihnen auch jemand erklären, dass bei uns der "schwarze Mann" ein Schreckgespenst für schlimme Kinder war (ist?), also im Gegensatz zum Neger negativ besetzt. Würde mich jemand als "Europaweißen" bezeichen, ich fühlte mich verarscht.

Antworten Antworten Gast: sw
18.12.2007 13:40
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Re: Re: wie lange noch ...

Ich wäre wirklich jedem natürlich auch jeder dankbar, der/die mir erklären könnte, was an dem Wort "Neger", und damit meine ich explizit das Wort und nicht irgendwelche Assoziationen, diskriminierend sein soll. Befreundete Ethnologen können das nämlich nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: AG
19.07.2008 11:59
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Re: Re: Re: wie lange noch ...

Es gibt ein interessantes Buch von Frau Dr. Susan Arndt: "Afrika und die deutsche Sprache"(2004), indem findet man Anregungen,warum Begriffe wie "Neger" und Co. in unserer Gesellschaft (von bestimmten Gruppen) zunehmend als diskriminiernd empfunden werden. Nach der Lektüre dieses Buches wird klar, dass diese Bezeichnungen in einem rassistischen Hintergrund wie der Kolonialisierung entstanden sind. Die Kämpfe gegen Rassismus und Apartheid, Nebengeschmäcker der Kolonialisierung, sind noch nicht abgeschlossen.(Wobei es wohl nie einen Kampf gegen Wiener Würstchen,Frankfurter und Co.gab, da sich wohl niemand direkt angesprochen fühlte,im Gegensatz zu "Neger;Nigger" etc. wohl schon)Dass diese Wörter aus dem öffentlichen Sprachgebrauch verdrängt werden,macht Sinn wie eine neue Rechtschreibreform. Man kann es erst verstehen, wenn man sich näher damit befasst. Sagen Sie doch Neger, wann und wie Sie wollen, nur reflektieren Sie diesen Wortgebrauch mehr als ihre Vorgänger.

 
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Hobbyökonom