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Iran: Protest von OMV-Aktionären gegen Iran-Geschäfte

13.05.2008 | 18:21 |  THOMAS SEIFERT (Die Presse)

Bei der Hauptversammlung im Austria Center Vienna am Mittwoch droht Tumult. Neben der OMV stehen auch die Schweiz und Deutschland in der Kritik.

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Wien. Die OMV steht im Kreuzfeuer der Kritik: Im April 2007 unterzeichnete die OMV (31,5 Prozent der Aktien befinden sich im Staats-Eigentum) einen Vertrag mit dem Iran. 22 Mrd. Euro sollten über den Zeitraum von 25 Jahren in der islamischen Republik investiert werden, konkret geht es um die Entwicklung von Erdgasfeldern am persischen Golf.

Für die Mittwoch im Austria Center Vienna stattfindende Hauptversammlung haben eine Reihe von Organisationen Proteste angekündigt: Die Protest-Phalanx reicht von der linken, antideutschen Gruppierung „Cafe Critique“ über die jüdische Loge B'nai B'rith bis hin zur israelnahen Organisation „Réalité EU“ und zur Lobby-Gruppe „Stop the Bomb“. Ihr Slogan: „Keine Geschäfte mit den Mullahs“, gerade Österreich dürfte dem Iran – dessen Präsident Israel mit der Auslöschung droht – bei der Finanzierung seines Nuklearwaffenprogramms nicht zu Diensten sein.

Simone Dinah Hartmann, Sprecherin von „Stop the Bomb“ kündigt an, dass „Aktivisten-Aktionäre bei der Hauptversammlung Fragen in Richtung des Iran-Geschäfts stellen werden“.

Die Protest-Kampagne gegen die OMV läuft schon seit einigen Monaten, zuletzt veranstaltete „Stop the Bomb“ am 3. und 4. Mai eine Konferenz über die „iranische Bedrohung“ an der Universität Wien.

Die Organisation, die sich nach Angaben von Sprecherin Simone Dinah Hartmann, „ausschließlich aus Spendengeldern finanziert“, will die Aktivitäten in Zukunft noch verstärken: „Stop the Bomb“ will Investoren dazu gewinnen, OMV-Aktien „aus Protest“ abzustoßen.


Auch die Schweiz in der Kritik

Neben der OMV stehen auch die Schweiz und Deutschland in der Kritik. Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey hat erst im März in Teheran einen Gasliefervertrag unterzeichnet. Als Reaktion auf die Kritik veröffentlichte die Schweizer Zeitung „Sonntag“ einen Bericht (erschienen im israelischen Energie-Newsletter „EnergiaNews“), wonach Israel selbst Erdöl aus dem Iran importieren würde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2008)

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6 Kommentare
Gast: guess123
14.05.2008 12:06

Die Bombe?

So langsam habe ich das gefühl das dem Iran einfach unterstellt wird das er die Bombe baue obwohl es keine Beweise dafür gibt. Einige hier bei den Kommentaren reden so als wenn der Iran die Bombe schon baue. Das kann man gar nicht wissen. Wenn es nach dem Westen ginge dürften wir noch nicht mal Sateliten in den Orbit schicken!

Antworten panda82
14.05.2008 13:17

Re: Die Bombe?

Selbst wenn der Iran die Bombe haben sollte, haben die Leute und die westliche Staaten nichts zu sagen...

Ist die USA weniger gefahrlicher als der Iran???

Antworten Antworten Gast: Pandajäger
14.05.2008 19:07

@ panda82

Liebes Pandabärli,

bitte schreibe deine wirren Kommentare im rosa Blatt - danke !

Gast: nava
14.05.2008 11:14

protest gegen omv wegen iran geschäft

es scheint wie immer dass das geld wichtiger ist als
die moral, aber die europäsche statten werden ihre
bleue wunder erleben wenn die muhllas in einigen jahren
mit dem geld aus dem verkauf von öl ung gas verdient haben die bombe bauen und gegen die ungeläubigen in europa einsetzten, man kann wegen des geldes kruzfriestig die wahrheiten verdrengen und vertuschen, die folgen da von sind für europa aber verherend.

nava

panda82
14.05.2008 10:45

Es ist schon richtig...

Die "Zahngoldreichen" sollten wirklich keine Geschaefte mit dem Iran machen!!!

hw
14.05.2008 02:19

naja

wer solls den statt der OMV machen,
wer wäre den im sinne der gegner?


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