21.11.2009 20:35 | Meine Presse Merkliste0

Schuldenabbau Österreichs wird Jahrzehnte dauern

08.07.2009 | 18:20 |   (Die Presse)

Die Schulden der Republik werden heuer an der 200 Milliarden-Euro-Marke kratzen. Der Staatsschulden-Ausschuss verlangt die rasche Beseitigung der „Verschwendungspotenziale“ bei Bund und Ländern.

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WIEN (ju).Die Staatsverschuldung explodiert in den kommenden Jahren – und wenn Österreich nicht beherzt mit Strukturreformen reagiert, wird es auf den internationalen Finanzmärkten in ein paar Jahren ernste Probleme bekommen. Das ist, kurz zusammengefasst, der Zustand der österreichischen Staatsfinanzen, wie ihn der Chef des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, am Mittwoch bei der Präsentation des jüngsten Staatsschuldenberichtes skizzierte.

Durch die Krise und die staatlichen Gegenmaßnahmen wird die Staatsverschuldung bis 2011 jedenfalls von derzeit 62,5 auf mehr als 80 Prozent des BIP hochschießen. Plastischer ausgedrückt: Die Staatsschulden, die im Vorjahr bei 162 Mrd. Euro lagen, dürften schon heuer auf 193,2 Mrd. Euro (70 Prozent des BIP) hochschnellen. Und kommendes Jahr noch einmal kräftig steigen.

Um diese Verschuldung wieder auf die Maastricht-Obergrenze von 60 Prozent des BIP zu bringen, wären Jahrzehnte des Sparens notwendig: Bei einem durchschnittlichen Defizit von einem Prozent und einem nominellen Wirtschaftswachstum von zwei Prozent wäre die Sanierung dann 2071 abgeschlossen. Bei der (freundlichen) Annahme von einem Prozent Defizit und vier Prozent Wirtschaftswachstum würde es immer noch bis 2023 dauern. Verzögerungen durch unvermeidliche zwischenzeitliche Abschwungphasen nicht eingerechnet.

Felderer fordert die Regierung deshalb auf, schon in den kommenden Monaten ein tragfähiges Sanierungskonzept für die Staatsfinanzen zu erarbeiten, damit dieses nach dem Wiederanspringen der Wirtschaft 2011 oder 2012 sofort umgesetzt werden kann. Sollte Österreich auf dem hohen Schuldenniveau stehen bleiben, dann drohe nämlich die Gefahr, dass die internationalen Finanzmärkte das Land „abstrafen“. Was die Zahlungen für die Staatsschuld noch einmal beträchtlich verteuern würde.

Saniert werden müsse erst einmal ausgabenseitig, meinte Felderer. Schließlich gebe es im Gesundheitssystem und im Bereich der öffentlichen Verwaltung (besonders bei den Ländern) eine „Fülle von Verschwendungen“, die zwecks Budgetsanierung beseitigt werden könnten. Als Beispiele nannte Felderer das Förderwesen und die unterschiedlichen Dienst- und Pensionssysteme bei Bund und Ländern.

Wenn Einsparungen nicht reichen, seien vorübergehende Steuererhöhungen besser als ein „Sitzenbleiben“ auf dem hohen Schuldenberg. Felderer hatte vor Kurzem vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer vorübergehend anzuheben und war dafür von politischer Seite heftig kritisiert worden. Wohl deshalb wollte er diesen Vorschlag nicht wiederholen.

Dass das von der Regierung nach Brüssel gemeldete Budgetdefizit (heuer 3,2 und im kommenden Jahr 4,1 Prozent des BIP) halten wird, glaubt Felderer nicht: Der Finanzminister werde seinen Defizitplan im Herbst nach oben revidieren müssen. Die EU selbst schätzt für Österreich ja schon ein Defizit von heuer 4,2 und im kommenden Jahr mehr als fünf Prozent.“

 

„Firmen nicht vor Pleite retten“

Nichts abgewinnen kann Felderer den Versuchen, Unternehmen mittels Staatshilfe vor der Pleite zu retten. Frankreich und Deutschland (wo Opel und Quelle als Negativbeispiele herhalten) gingen da aber in eine andere Richtung. Konjunkturmaßnahmen sollten so gesetzt werden, dass sie die Produktivität verbessern. Bei der Rettung von schon vorher maroden Unternehmen trete dagegen genau das Gegenteil ein.

Abschreckendes Beispiel sei da Japan, das in den 90er-Jahren den Weg der Rettung unproduktiver Großunternehmen beschritten habe – und in jahrelange Stagnation verfallen sei. Unternehmen sollten nur gerettet werden, wenn ihre Probleme von „Marktversagen“ herrührten, nicht jedoch, wenn sie (wie bei Quelle) veraltete Geschäftsmodelle hätten oder (wie bei Opel) über mangelnde Produktivität verfügten. Auf die Frage, ob die AUA bei einem Scheitern des Lufthansa-Deals gerettet werden sollte, meinte Felderer, man habe das im Staatsschuldenausschuss „nicht besprochen“.

Wegen der Verschlechterung der Unternehmensbonitäten hat der international tätige Kreditversicherer Coface sein Rating für Österreich um eine Stufe auf „A2“ zurückgesetzt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2009)

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364 Kommentare
1 2 3 4 5 6 7 8
untertan
26.07.2009 18:57
0 0

Der Staat

sitzt in der Schuldenfalle? Sie und ich. Und die noch immer brav Abgaben Blechenden. Die "Freigestellten" sind fein raus. Nur wie lange.Das ist die Frage.

Gast: ET
13.07.2009 19:06
0 0

Kostenproblem = Schuldenfalle = kommende Zahlungsunfähigkeit!

Beim Staat kommt die Zahlungsunfähigkeit viel später als bei allen anderen Schuldnern. Die Zahlungsunfähigkeit ist erst dann erreicht, wenn keiner Depperter gefunden wird, welcher die Staatsanleigen zeichnet. Der Punkt kommt sehr schnellt mit dem Vertrauensverlust.

2009 hat Österreich einen extremen Einbruch beim Steueraufkommen. In den ersten 5 Monaten liegt das schon um 12,7% unter dem Vorjahr und etwa 10% unter dem Plan des Finanzministeriums. Das adm. Defizit wird daher nicht die Horrorsumme von 13,5 Mrd. Euro betragen sonder gegen 20 Mrd. Euro steigen. 2010 sieht es dann noch schlechter aus, die Finanzbeamten haben einen weiteren Einbruch um 6,5 Mrd. berücksichtigt. Die Einnahmen 2010 könnten auf etwa 50 Mrd. Euro fallen.

Bei den Ausgaben hat Österreich aber eine andere Dynamik. Es kommen hohe Zuläufe zur Beamtenpension und diese müssen zu 80% aus dem Steuertopf bezahlt werden, weil eine sehr geringe Eigendeckung vorhanden ist. Auch mit einer Bremse bei den Gehältern des öff. Dienstes ist kaum was zu holen, da stehen schon die Biennalesprüge dagegen. Auch die Verluste der ÖBB werden sich ausweiten und das verpfl. Vorschuljahr irre Kosten verursachen. In Summe müssen die Ausgaben um min. 5% (eher 8%) jährlich steigen.

Die Regierung hatte noch nie die Kosten im Griff, jetzt, im schwachen wirtschaftlichen UMmfeld, kommt es richtig raus.

Für das Ö Problem gibt es ein gutes Symbol:
Hr. NR. Präsident Neugebauer.

Er hat einfach auf die Fínanzierung vergessen.

untertan
26.07.2009 19:06
0 0

Re: Kostenproblem = Schuldenfalle = kommende Zahlungsunfähigkeit!

Na ehrlich. Muß sich ein Pragmatisierter Gedanken machen? Die "Speckmaden" fressen auch solange es Futter gibt. Und dann fliegen sie aus. Und suchen eine neue Speckseite, in die sie ihre Brut legen. Und alles beginnt wieder von vorne. Auf den Beamtenstatus übertragen: Solange es die Pragmatisierung gibt, gibt es "Speckmaden". Erst wenn dieser Begriff nicht mehr in den Anstellungsverträgen vorkommt wird der Kreislauf unterbrochen.

Gast: fragender
12.07.2009 18:57
0 0

frage

ich habe 30 000€ am sparbuch,bekomme ich dafür in 5 jahren noch 1kg brot?
oder sollte ich doch auf gold umsteigen

Antworten Gast: ET
13.07.2009 21:45
0 0

Wenn es nur um 1 Kg Brot geht, dann...

kaufen Sie sich am besten gleich 1 Kg Brot in haltbarer Ausführung wie es auch das Militär verwendet. Den Umweg über Gold können Sie sich ersparen.
Für 30.000.- Euro besorge ich Ihnen auch 1 Kg.

Gast: arancia
11.07.2009 15:05
0 1

Abwärtsspirale und die, die meinen, soetwas im Griff zu haben

1. Wo im Ranking sind die Ausgaben vom Budget für die Beamtengehälter und Beamtenpensionisten? Wieso meint der Staat, der Wirtschaft Gutes zu tun, indem er sich so verschuldet? Wieviel in % können von dieses Milliardenhilfsprogramm an der Negativentwicklung der Wirtschaft überhaupt etwas ändern? Sollte der Staat nicht lieber sein Pulver trocken halten für wirkliche Not und Armut? Die Banken können in Osteuropa auch einiges verkaufen! Scheinbar haben die Banker keinerlei Hemmungen die Staatsbürger noch weiter in die Krise zu treiben! Hauptsache sie haben ihren Super Manager Gehalt im Trockenen! Wie geht das überhaupt, wenn die Banken derart verschuldet sind? Auf Staatskosten? Unser Bundespräsident verdient mehr als der in den USA??!!! Konkursvermeidung hat noch nie funktioniert. Wenn ein gewisser Punkt erreicht ist, geht es nur mehr abwärts. Da hat niemand mehr etwas im Griff. Wieso haben wir soviele Beamte, wenn wir bei sinkender Bevölerung eigentlich weniger pro Kopf benötigen + das EDV Zeitalter sollte Rationalisierungen ermöglichen - nur in Österreich nicht!!!

enzo
11.07.2009 12:05
0 1

Staatsverschuldung na und

Welcher Staat ist nicht verschuldet ? Glaubt jemand ernsthaft daran das ein Staat jeh seine Schulden begleichen wird ? falls er nicht mehr kann gibts halt einen Schuldenerlaß,so wie das vor Jahrzehnten schon mit etlichen ehemaligen Ostblockländern passiert ist
Da die USA kaum in der Lage sein wird.
Und Österreich ja im " Schoße der EU " so gut aufgehoben ist mache ich mir da keine großen Sorgen.
Könnte ja auch ein weg vom "Nettozahler" zum Empfänger sein.

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
12.07.2009 12:57
0 0

Re: Staatsverschuldung na und

Na viel Ahnung haben Sie aber nicht. Oder?

Ich kann Ihnen sofort in EUROPA 3 Staaten nennen die keine Schulden haben. Manchesmal sogar kräftige Überschüsse!

Schuldenerlass.
Sorry. Wie dämlich sind Sie den? Falls es in Europa kracht wird es nicht mehr viele geben die "Erlassen" können.
Sollte Österreich zum "Bruttozahler" werden stehen die Zeichen, dass fast alle Eurpäischen Staaten "Bruttozahler" sind. Da werden nicht viele "Nettos" überbleiben.

Eines zeigen Sie aber. Die Genossen haben wirklich GANZE ARBEIT geleistet!

Antworten Gast: arancia
11.07.2009 15:10
0 1

Re: Verhältnisse wie in Asien

Wir werden uns freuen, wenn unsere Soziale Marktwirtschaft zu Grabe getragen wurde für die Rettung von Finanzkapitalisten! Wir die Schule selber bezahlen, die Medizin selber bezahlen, die Pensionisten Abstriche hinnehmen müssen... asiatische Arbeitsverhältnisse Einzug halten, 50 Std. Woch, 13. 14. gestrichen usw. Vielleicht reden Sie dann auch noch so locker. Die Politiker, die jezt handeln sind diejenigen, die es in der Hand haben. Sie entscheiden über unsere Soziale Marktwirtschaft. Ohne Sozialleistungen benötigen wir jedenfalls auch keine Beamte mehr zur Verwaltung.

0 0

@ E T:


Danke fürs reinstellen!

Natürlich stimmt es vordergründig dass die Bonds zum jeweiligen Zinssatz zu tilgen sind, das heißt aber auch dass künftige hochzuverzinsende Anleihen eben das Problem nur um die jeweilige Laufzeit nach Hinten verschieben. Also nichts als das Prinzip Hoffnung im Staatssekretariat.

Auch eine glatte Falschaussage ist darini: die Jahresinflation 2008 betrug 3,2% und nicht wie beschrieben 3,45%

Der Rest ist Schönfärberei und Pfeiffen im Walde.

Aber was haben sie erwartet:

S.g Hr. ET

Auf ihr wertes Schreiben müssen wir ihnen mitteilen dass wir tatsächlich finanziell aus dem letzten Loch schnaufen.

Uns ist bewusst dass die massive strukturelle Verschuldung durch die jetzigen Steuerausfälle und kommenden Mehraufwand uns vor Probleme stellt für die wir keine Lösung wissen.

Natürlich haben sie recht, es war ein Wahlgeschenk an die Beamten deren Gehälter um 3,55% zu erhöhen. Allerdings betragen die biannalen Sprünge nicht 1,45% sondern nur 1,44% p.a. so dass die Beamten insgesamt nur eine moderate Erhöhung von 4,99% lukrieren durften.

Ansonst lassen wir es erstmal so laufen bis die nächsten und übernächsten und alle übrigen Landtagswahlen vorbei sind. Erst dann wenn für mindestens 6 Jahre keine weitere Wahl ansteht werden wir handeln, dann aber wirklich.

PS: ihre Anregung nach Abschaffung der unnötigen Bundesländhat hat bei meinem Chef, Minister Pröll, einen Lachkrampf ausgelöst. Wie soll er das seinem Onkel beibringen?

MfG

Antworten Gast: ET
11.07.2009 10:07
0 0

Noch was Schönes zur praktizierten Demokratie!

Orginalton (Ausschnit) vom 11.02.2009 eines erfahrenen Parlamentariers:

Den viel zitierten Klubzwang gibt es nicht. Ich kann im Klub immer und überall meine Argumente und meine Meinung einbringen. ......
(Benmerkung ET, nur im Klub oder auch bei der Abstimmung?)

Kein einziger Abgeordneter kann alle Gesetzesentwürfe lesen, die im Parlament beschlossen werden. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Scharlatan........

Ich muss mich darauf verlassen können, dass meine Kollegen Sozialsprecher, Umweltsprecher, Verkehrssprecher usw. sw., wenn sie im Klub über Gesetzesvorhaben berichten, genauso verantwortungsvoll vorgehen

Meinung ET:
Die Parlamentarier wissen nicht wofür / wogegen sie abstimmen. Damit wissen die Parlamentarier auch nicht was sie tun. Wenn die Parlamentarier dieses Grundwissen nicht haben, dann können diese auch keine Verantworung für Österreich übernehmen.
Das Wissen, oder auch nur die Übersicht, ist auch bei den Parteispitzen, nicht vorhanden. Das Lenken des Staates kann daher auch nicht erfolgen, es ist ein reines Treiben lassen.

Das Grundprinzip gibt keine Hoffnung!

Antworten Gast: ET
10.07.2009 20:20
0 0

Re: @ CanisLumpus

Ich bekomme bei meinen Kontakten immer mehr den Eindruck, dass die, vom Finanzstaatssekretär dargestellte Meinung, die wirkliche und breite Meinung der Österreichsichen Entscheidungsträger ist. Es ist leider nicht so, dass es ein marketingähnliche Darstellung ist, sondern fest in deren Köpfen verankert ist.

Die Bedeutung dieser Meinung für die Österreichischen Zukunft ist Elementar und wird uns noch mehr Schaden bescheren.

Die Realität ist offensichtlich noch Schlimmer als in meinen Kommentaren beschrieben. Ich kann meinen geliebten Österreichern leider nicht helfen. Ich kann nur eine relative Absicherung für mich selbst und meine engsten Mitmenschen schaffen. Das ist sehr wenig, ich bin darüber sehr unglücklich.


Antworten Antworten Gast: arancia
11.07.2009 15:14
0 0

Re: Re: @ CanisLumpus

Kann Ihnen nur zustimmen. Man muss möglichst viel Sicherheit für die eigene Familie schaffen. Denn in Zukunft wird wohl alles selbst bezahlt werden müssen. So wie es aussieht kommt die Politik nicht zur Vernunft.

0 0

Re: Re: @ CanisLumpus


Mein Eindruck ist eher dass die prekäre Lage den handelnden Personen sehr wohl bewusst sein MUSS, dazu reicht Hauptschulwissen und die einschlägigen Daten der Statistik, der Institute bzw. des Budgetquerschnittes.

Woran es aber mangelt ist

1.) Lösungskompetenz
2.) der Mut echte Reformen anzugehen
3.) die Bereitschaft auch eigene Klientel zu tangieren

Am allermeisten aber fehlt die leider politisch suizide Eigenschaft das als Notwendig erkannte auch dann umzusetzen wenn damit die (wieder)Wahl gefährdet werden könnte. Somit verleugnet und verdrängt man sogar in höchsten Notzeiten lieber die Probleme als sie nachhaltig zu lösen.

Im Weiteren kann ich nur ein Posting von Franziska Malatesta zitieren:

"Da wahlentscheidende Gruppierungen (Netto-Transfer-Empfänger) mittlerweile an der Grenze zur absoluten Mehrheit kratzen, rückt die Aussicht auf einen vernünftigen Finanzminister, egal welcher Farbe, in unerreichbare Ferne."

Wobei diese Erkenntnis auf die gesamte Regierung auszudehnen ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: ET
11.07.2009 09:47
0 0

Schwer Vorstellbar!

Es ist aber wirklich so, dass eine große Masse an Entscheidungsträgern wirklich so extrem schwach sind.

Es gibt nur wenige Vorgänge mit böser Absicht oder auch durch Verschwörungen. Diese hinaufgekrochenen Posteninhaber sind wirklich so unfähig.

Gast: MS Deutschland
10.07.2009 18:06
2 0

Wer hat uns in die Schulden gehetzt? Es war die Medienmafia!

Noch immer, obwohl das Budgetdefizit bereits jenseis von Gut und Böse ist, verschwendet der von fast allen Österreichern bereits richtiggehend gehasste (Gusenbauer konnte man nur nich leiden) Faymann Unsummen für Inserate mit meinen Steuergeldern in kleinformatigen Hureninseratenzeitungen. Die Medienmafia lässt sich vom Staat aushalten und belügt systematisch die Bürger, damit die SPÖVP-Mafia leichter den Staat ausräumen kann und das letze (geborgte) Geld SPÖVP-Bonzen zustecken kann.

Will man das Budget sanieren, muss man also das Problem an der Wurzel packen und die Medienmafia aushungern, damit sie nicht mehr auf meine Kosten für die SPÖVP-Mafia wirbt. Kommt kein Geld von der SPÖVP-Mafia, trocknet irgend wann der Sumpf in der Medienmafia aus und es wird objektiv über anständige Parteien wie die FPÖ und das BZÖ berichtet und nicht mehr gegen diese gehetzt.

Damit wäre die 50-Prozent-Marke für die SPÖVP unerreichbar und die Gelder könnten von der SPÖVP nicht mehr für die SPÖVP-Bonzen abgezweigt werden, da einfach keine Mehrheit mehr im Parlament für derartige Machenschaft zu finden wäre.

Weil aber die Medienmafia schuld an der Überschuldung ist, muss man dem Bürger natürlich etwas von den Schuldigen geben. Ich würde hierbei vorschlagen das Urheberrecht zu lockern und sämtliche Werke der Medienmafia, die z. B. Journalisten für diese verfasst haben - nicht aber von einzelnen Autoren, die nicht mit der Mafia kooperierten - freizugeben.

grinch
11.07.2009 14:13
0 0

Re: Wer hat uns in die Schulden gehetzt? Es war die Medienmafia!

Wenn sie die Medien aushungern,
gibt es überhaupt keine Berichterstattung mehr. Die Presseförderung ist schließlich dazu da, um die Unabhängigkeit der Medien zu garantieren, wenn sie weg fällt, überleben nur die "Parteiblätter".

Und wenn sie über "Parteibonzen" schreiben,
die den Griff in die Kollekte wagen,
sollten sie den ach so "anständigen" Peter Rosenstingl von der ach so "anständigen" FPÖ nicht vergessen.

0 0

Re: Es war die Medienmafia!


Bis auf den sicher ironisch gemeinten Satz von den anständigen FPÖ und BZÖ-Politikern könnte man ja fast zustimmen.

Leider sind aber diese "Anständigen" immer an vorderster Front dabei wenn es um Erhöhungen von Pensionen, Sozialhilfen und sonstige schuldenfinanzierte Zuckerl geht. Haben sie die 3000 Millionen teure Wachtelei-Koalition schon vergessen? Oder die Einstimmigkeit bei der Parteienfinanzierung?

PS: Es ist die Tonart in der sie sich etwas mäßigen sollten. Schaum vorm Mund bringt nicht weiter.

Gast: hawkeye
10.07.2009 17:57
0 0

Die Schulden ...

sollten eigentlich Steuereinnahmen sein.

Fritz
10.07.2009 17:14
0 0

Faymann und Bures, Duo Infernal.

Einen ähnlich klassischen Sager wie Faymann, hat uns heute die Zahnarzthelferin und Infrastrukturministerin in der heutigen PRESSE unter "ÖBB-Schulden: Rückzahlung auf Pump" geliefert:

"Kosten tragen die Steuerzahler.
Laut Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) ist die Tilgung dieser Schulden aber gesichert, da die Bundesregierung heuer erstmals einen verbindlichen Vertrag für die Rückzahlung unterzeichnet hat."

Nicht die ÖBB müssen ihre Schulden zahlen, sondern nur der Steuerzahler. Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Gast: Ratio
10.07.2009 17:02
0 0

Na und da sagt die Frau Minister Heinisch-Hossek,

dass ein paar Millionen Euro Schulden dazu einfach drinnen sein müssen ...
Soviel zur Kompetenz und Intelligenz unserer Politiker!

Gast: ET
10.07.2009 16:28
0 0

Originalaussage Finanzstaatssekretär vom 10.07.2009 Teil 2

...gegebenen Zeitpunkt bestimmt, sondern durch die Kombination aus dem Zinssatz zum Zeitpunkt der Begebung der Anleihen und der (Rest)Laufzeit.

Zu Ihren Anmerkungen bezüglich der Gehaltsabschlüsse im öffentlichen Sektor möchte ich anmerken, dass die Inflation im Jahr 2008 relativ hoch war, und eine Sicherung der Kaufkraft in der Tat ein entscheidendes Instrument zur Bekämpfung der Wirtschaftkrise darstellt. Die offiziell festgestellte Inflation war 3,45 %, und somit der Zuwachs lediglich 0,10 %, was die Gesamterhöhung von 3,55 % ausmacht. Außerdem betrugen die Biennalsprünge bzw. die Struktureffekt im Öffentlichen Dienst nicht 1,45 %, womit die von Ihnen behaupteten 5 % zu hoch sind. In diesem Sinn ist auch die Steuerreform 2009 zusammen mit einer Vielzahl anderer Maßnahmen vor allem auch im Bereich der Familienförderung ein ganz wichtiger Beitrag.

Grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass in Wirtschaftkrise die Defizite und die Staatsverschuldung ansteigen, und ich bin der festen Überzeugung, dass dies richtig und notwendig ist, um die Wirtschaftkrise zu bekämpfen und um sicherzustellen, dass aus der Wirtschaftkrise keine soziale Krise wird. Ebenso wichtig ist es, Reformen voranzustreiben, um Österreich in eine gute Startposition für den Aufschwung zu bringen und die langfrisitge Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen und letzlich den Wohlstand auch für zukünftige Generationen zu sichern.

Gast: ET
10.07.2009 16:26
0 0

Originalaussage Finanzstaatssekretär vom 10.07.2009 Teil 1

Zu Ihren Ausführungen zu einem drohenden Staatsbankrott ist festzuhalten, dass die Bonität und Zahlungsfähigkeit der Republik Österreich nicht in Gefahr sind. Nachdem die Republik zu Beginn des Jahres einen Aufschlag auf ihre Anleihezinsen zahlen mußte (als Folge des von den Märkten wahrgenommenen höheren Risikos), ist dieser Aufschlag inzwischen wieder sehr stark gefallen, da sich eine differenziertere Sicht der Situation durchgesetzt hat. Keine ernst zu nehmende Institution spricht heute von der Gefahr eines österreichischen Staatsbankrotts. Im Gegenteil, Institutionen wie der Internationale Währungsfonds und die OECD geben Österreich ein im internationalen Vergleich gutes Zeugnis. Die Wahrscheinlichkeit, dass Anleihezinsen bis 2011 das von Ihnen vorgeschlagene Niveau von 8% erreichen, ist daher sehr unwahrscheinlich. Ein solches Szenario ist wohl nur dann möglich, wenn nicht nur die Risikoaufschläge dramatisch ansteigen, sondern gleichzeitig das allgemeine Zinsniveau signifikant ansteigt. Ein steigendes allgemeines Zinsniveau wird allerdings eher mit Phasen starken Wirtschaftswachstums assoziiert, und die mittelfristigen Prognosen lassen leider eher gedämpfte Wachstumsraten erwarten. Ich darf Sie auch darauf aufmerksam machen, dass Ihnen bei der Berechnung der hypthetischen Zinsbelastung in Ihrem Beispiel ein Fehler unterlaufen ist. Staatsanleihen sind festverzinsliche Wertpapiere mit fixer Laufzeit, und daher wird die Gesamtbelastung nicht durch den Zinssatz zu ein....

Antworten Gast: ET
10.07.2009 16:49
1 0

O- Ton ET an BMF 10.07.2009 Teil 3

Auch wenn der Staat 2013/14 durchschnittlich nur 5% an Zinsen bezahlen müßte, es sind dann immer noch 15 Mrd. Euro pro Jahr. Wenn es gelingt die Steuereinnahmen von 2009 bis 2014 von 60 Mrd. Euro auf 70 Mrd. Euro zu steigern, so bleiben die Kosten für den reinen Zinsendienst bei 21% der Einnahmen. Andere Prognosen sprechen schon von 30%, noch ohne Berücksichtigung von Ausfällen im Rahmen des Bankenhilfspaketes.

Verschärft wird die Lage sicher noch durch die kommenden massiven Zuläufe zu den Beamtenpension und auch durch den beschleunigten Trend der Produktionsverlagerungen aus Österreich in den CEE Raum. Alle Fundamentaldaten und Indizien deuten darauf hin, daß die aktuelle Regierung die Problemlösungen nicht schaffen wird.

Vorschlag zur Rettung der Staatsfinanzen:
- Volkspension, 30% über der Armutsgrenze ab 01.01.2010
- Ersatzlose Abschaffung der Bundesländer im Laufe des Jahres 2010 und delegieren der noch notwendigen Aufgaben an den Bund bzw. den
Bezirkshauptmannschaften.

Mit anderen Lösungsansätzen werden die notwendigen Summen zur Korrektur des strukturellen Defizits (ca. 20 Mrd. Euro) nie erreicht werden können. Überraschend ist auf jeden Fall die Tatsache, daß Nichts, gar Nichts, überhaupt Nichts, gemacht wird um die Ausgaben unter Kontrolle zu bekommen. Die Beschlüsse des Parlamentes hatten durchwegs höhere Ausgaben verursacht. Zum Beispiel: verpflichtendes Vorschuljahr, neue Mittelschule, mehr AMS Mitarbeiter, etc.

u.s.w

Antworten Gast: ET
10.07.2009 16:47
0 0

O- Ton ET an BMF 10.07.2009 Teil 2

Keine Soziale Krise?
Vielleicht ist die aktuelle soziale Krise im Ministerium noch nicht erkennbar. Nach Aussagen des Finanzministers leben schon 2,7 Mio. Menschen mit einem Einkommen unter 786.- Euro pro Monat (14/12). Das ist schon jeder 2. Mensch in und aus der Privatwirtschaft! Dieses Phänomen ist nicht wirklich neu, das hatten wir schon in den Zeiten der Hochkonjunktur. Das ist eine Gefährdung des Regierung und Verwaltung durch Volksaufstände wie noch nie in der 2. Republik. Das Volk kocht, es ist im goldenen Käfig aber noch nicht erkennbar.

Noch zur Laufzeit der Anleihen und zur Gültigkeit des Zinssatzes:
Eigentlich sollten Sie wissen, daß ein wesentlicher Teil der Staatsanleihen eine Laufzeit unter 5 Jahren hat. Aktuell immerhin 42% der Staatsschulden mit einer Summe von 73 Mrd. Euro. Kommen höhere Marktzinssätze (da gehen die Meinungen auseinander) dann müssen nicht nur diese 73 Mrd. teurer finanziert werden, sondern auch die ganzen zusätzlichen plazierten Anleihen. Von den erwarteten Staatsschulden 2013/14 in der Höhe von etwa 300 Mrd. Euro (Prognose Finanzminister 247 Mrd.) werden dann etwa 200 Mrd. Euro teurer werden. Die Gültigkeit der momentan niedrigen Zinssätze wird in Österreich nur teilweise zutreffen und daher Österreich nicht retten können.

Antworten Gast: ET
10.07.2009 16:44
0 0

O- Ton ET an BMF 10.07.2009 Teil 1

danke für die Antwort. Ich gehe davon aus, daß die dargestellte Meinung auch die Meinung der Ö Regierung ist. Nach dieser Meinung ist im Wesentlichen alles in Ordnung?!

Meine Ängste um Österreich werden durch solche Darstellungen von Entscheidungsträgern nur noch bekräftigt, weil es mit dieser Einstellung keine Lösungen geben wird. Nicht nur die Wirtschaft steht am Abgrund auch die Gesellschaft. Der Niedergang wird aktuell nur administriert. Die Argumente zu dieser Meinung gebe ich Ihnen auch gerne bekannt.

Inzwischen bin ich mit meinen Bedenken nicht mehr alleine, es scheint allgemein bekannt zu sein, daß es eine reine Zeitfrage ist, bis Österreich endgültig am Ende ist. Die Bonitätsbeurteilung wird noch folgen. Vielleicht kennen Sie die Coface Rückstufung auch noch nicht.

Schauen Sie mal dort rein:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/493928/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do

Rechtfertigung des Lohnabschlusses für den öff. Dienst:
Da sind Sie aber den Beamten voll auf dem Leim gegangen. Die Entlohnungs - und Leistungsanforderungsunterschiede Privat - Staat sind so kraß wie noch nie zuvor. Einige Daten dazu in der Beilage. Ihre Argumentation ist sachlich nicht haltbar.

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