Arbeitslose erhalten Vorschüsse über eine Prepaid-Karte ausbezahlt

In Österreich erhalten Arbeitslose auf Wunsch Vorschüsse über eine Prepaid-Karte ausbezahlt. Eine Auszahlung in Supermärkten und Drogerieketten wie in Deutschland ist nicht geplant.

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Nicht jeder AMS-Kunde braucht in Österreich ein Konto. – (c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

In Deutschland soll das Arbeitslosengeld künftig in Supermärkten und Drogerieketten ausbezahlt werden. Dies sorgt für wütende Proteste. Denn damit werden Arbeitslose stigmatisiert, heißt es. In Österreich haben derzeit 3,7 Prozent der Arbeitslosen kein Bankkonto. Diese Menschen können sich das Geld in der Filialen der Post auszahlen lassen. Dabei wird der Geldbetrag in der Post hinterlegt und die Betroffenen werden darüber informiert.

Eine Auszahlung in Supermärkten und Drogerieketten ist in Österreich nicht geplant, heißt es beim Arbeitsmarktservice auf "Presse"-Anfrage. Allerdings gibt es Überlegungen, dass Arbeitslose ohne Konto einmal auf ein "Prepaid-Card"-System umsteigen können.

In Österreich werden derzeit bereits Vorschüsse auf das Arbeitslosengeld über Prepaid-Karten ausbezahlt. Das funktioniert so: Möchte ein Arbeitsloser einen Vorschuss auf sein Arbeitslosengeld haben, lässt er beim AMS-Berater den gewünschten Betrag auf eine Prepaid-Karte laden. Damit können Arbeitslose den Bargeldvorschuss bei jedem Bankomat abheben. Das hat den Vorteil, dass die Behebung - im Unterschied zum Supermarktkassenmodell - anonym erfolgen kann. Im Vorjahr hat das AMS rund 15.000 Prepaid-Karten ausgegeben, dahinter stehen rund 9000 Personen.    

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