26.05.2012 21:16 | Meine Presse Merkliste 0

Bund häufte 6,8 Milliarden Euro neue Schulden an

11.01.2010 | 09:29 |  Ewald Bechtloff (DiePresse.com)

Ende 2009 hatte der Bund 168,8 Milliarden Euro Schulden, um 6,8 Milliarden Euro mehr als noch Ende 2008. Der Löwenanteil davon ist in Form von Staatsanleihen am Markt.

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Höhere Ausgaben durch Konjunkturprogramme und niedrigere Steuereinnahmen durch die triste wirtschaftliche Lage haben die Schulden des Bundes im Jahr 2009 um gut 6,8 Milliarden Euro anwachsen lassen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums hervor.

Die Staatsschulden im Überblick:

Schulden Österreichs, in Mio. Euro




Veränderung

2009 2008 absolut in %
in Euro



titriert 149.587 141.144 8.443 5,98
Davon



Anleihen 140.992 129.339 11.653 9,01
Bundesobligationen 2.648 3.607 -959 -26,59
Schatzscheine 6.016 8.198 -2.182 -26,62
nicht tritiert 14.037 12.958 1.079 8,33
 Euroschuld  163.693 154.102 9.591 6,22
Fremdwährungen



titriert 5.092 7.711 -2.619 -33,96
.....davon



Anleihen 4.638 7.231 -2.593 -35,86
Schuldverschreibungen 454 480 -26 -5,42
nicht titriert 0 158 -158 -100,00
Fremdwährungen 5.092 7.869 -2.777 -35,29
Gesamt 168.785 161.971 6.814 4,21

Titrierte Schulden sind jene, die formlos übertragen werden können. So kann man zum Beispiel Anleihen jederzeit an jemand anderen verkaufen und der Anleihengeber - hier der Staat - hat die Schulden dann bei dem neuen Inhaber. Nichttitrierte Schulden dagegen sind etwa Direktkredite oder Darlehen.

Länger anschreiben lassen

Mit gut 96 Milliarden Euro ist der größte Teil der Schulden langfristig, also mit einer Laufzeit von über fünf Jahren. 57,6 Milliarden Euro müssen zwischen 2011 und 2016 getilgt werden, nur 14,9 Milliarden sind kurzfristige Schulden, die binnen eines Jahres zurückgezahlt werden müssen.

Das sind allerdings nur die Schulden des Bundes, jene der Länder und Gemeinden sind darin noch nicht berücksichtigt.

 

 

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30 Kommentare
 
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blizzard
15.01.2010 01:36
0 0

Der Staat finanziert Großkonzerne mit Schulden?

Was hat das für einen Sinn? Der einzige Sinn für mich besteht darin, die Banken durch Kreditzinsen zu finanzieren.

blizzard
15.01.2010 01:30
0 0

KonzernStaat.

Es ist doch egal, wer die Schulden anfänlgich gemacht hat. Wesentliche Tatsache ist, dass sie noch weiterhin gemacht werden und zwar in Größen, die schon so hoch sind, dass es keinen AUsweg mehr gitb. Bald wird Österreich aufgekauft sein von den sogenannten Big-Playern. Dann sind wir kein Land mehr, sonder ein Konzern, wo nur mehr der Kosnum und das privatiesierte Kapital zählt. Die MAcht der Großen wird sich dann auf uns nierderlassen. Ja, dann wären wir wahrlich Sklaven. Doch was tun? Weiterhin zusehn, oder handeln?
Man siehst ja allein daran schon das am System grundlegen was net stimmt. Während die Kredizinsen wachsen, müssen wir dafür jährlich mehr arbeiten, doch soviel können wir gar net mehr arbeiten. Der einzige Ausweg: Alles verstaatlichte den Schuldnern/Banken geben. Bald werden Sie auch unser Trinkwasser haben, auf das freu ich mich schon am meisten.

Momentane Staatsschulden:

http://www.staatsschulden.at/

Antworten hw
15.01.2010 10:50
0 0

Re: KonzernStaat.

die gewerkschaften und regierung wollen das so. vielleicht gar nicht wissentlich. (die parteien konzentrien sich ja nur auf die wählerstimmen).
denn, wenn eine große firma probleme hat bekommt sie leicht und schnell unterstützung vom staat, kleine und mittelständer werden gerne im regen stehen gelassen. die steuern pro kopf sind bei gleichen gewinnen allerdings gleich. der nachteil liegt somit eindeutig beim kleinen, der für schwierige zeiten mehr polster anlegen muss, als der große.

Gast: Steuerzahler
12.01.2010 01:20
0 0

Einkommen der Leistungsträger halbieren

12 Mrd Neuschulden wären 5% vom BIP. Da Papa Staat aber den 40% Leistungsträgern schon jetzt 3/4 des Einkommens abnimmt, u.a. um die 60% Parasiten zu bezahlen, müßte man den Leistungsträgern 2,5x5% mehr abknöpfen. Also statt 75% nun 87%. Ob sich die das gefallen lassen wenn ihnen statt 25% nur mehr 13% übrig bleiben und ihr Einkommen halbiert wird?
Wohl kaum. Daher bleibt nur der sich abzeichnende griechische Weg, einfach die Parasiten schrittweise vom Geldfluß abzuschneiden.

Gast: Walter
11.01.2010 20:12
0 0

Die Schulden werden Österreich zermalmen...

Und das Volk beschäftigt sich derweil mit den Befindlichkeiten einer Arigona Z. oder der Frage, ob Eberau im Süden oder Osten liegt. Ich bin 35 und schäme mich für das, was wir unseren Nachkommen hinterlassen. Wir hinterlassen nämlich einen Schutthaufen!!

Antworten Gast: Oskar
11.01.2010 21:32
1 0

Re: Die Schulden werden Österreich zermalmen...

Ein Schutthaufen, wie nach dem Kriege wäre wünschenswert. Unsere Jugend geht aber geradewegs in die Sklaverei. Ganz andere Leute werden demnächst entscheiden, was Österreich zu tun hat.

Wie bei Unternehmen wird der Gläubiger in der Pleite zum Eigentümer.

Antworten Antworten hw
11.01.2010 21:44
0 0

Re: Re: Die Schulden werden Österreich zermalmen...

so wie in der DDR, oder?

Gast: Karl
11.01.2010 18:10
0 0

Tilgen

Was der Staat Tilgt seine Schulden Irgendwie schon aber er nimmt sie Gleich wieder auf und das in Höherer Form Können die eigentlich die Zinsen Begleichen ? Das ist aber ein großes Fragezeichen. Den von Jahr zu Jahr werden die Schulden Mehr.Außer Einmal da macht der Staat Gewinn. (Tabelle WKÖ) das war vor Langer Zeit. Wen das eine Firma macht geht sie 100% Pleite.Weiter so ihr Politiker. Verkaufen könnt ihr nicht mehr Viel. Aber eines Bleibt euch neue Steuern oder die Gebühren Erhöhen. Aber die Schulden steigen sicher Gute Manager scheuen anders aus.Den die müssen erst Geboren werden.Weiter so ihr Politiker.

Antworten Gast: Nicht Karl
11.01.2010 20:25
0 0

Re: Tilgen

Danke, dass sie uns hier zeigen, was an unserem Schulsystem so fehlgelaufen ist. Interpunktion, Rechtschreibung und Grammatik verabscheuen sie offensichtlich mindestens genauso wie die Politiker.

Gast: Ösi
11.01.2010 17:38
0 0

Aber hallo!!

Die Zahlen sind mit Vorsicht zu geniessen. Die sind schließlich von denselben klugen Köpfen erstellt worden, die der Hypo ALpe-Adria letztes Jahr noch als Bank mit Potential eingestuft haben und immer schön die Zahlen geprüft haben. Kann also morgen schon der Bankrott da sein oder schon seit Jahren. Oder das Geld quillt aus allen Ritzen, weil der Pepi damit so herumwirft.
Jedenfalls nicht allzu wahrscheinlich, dass auch nur eine Ziffer stimmt. Wie immer halt, wenn der Staat etwas von sich gibt.

Antworten hw
11.01.2010 18:16
0 0

Re: Aber hallo!!

die zahlen werden schon stimmen, aber man muss sie richtig deuten ;-)

Gast: Walter
11.01.2010 15:42
0 0

Verwaltungsreform

Immer wenn ich depressive Verstimmungen habe, erzähl ich mir selbst einen Witz. Zum Beispiel, dass der Faymann endlich was gegen die Schulden macht und eine astreine Verwaltungsreform entwickelt. Apropos Lachen: Was ist eigentlich mich @michi_austria?

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Die halbe Wahrheit


Die offizielle Schuldenquote Östereichs ist wie die Arbeitslosenstatistik eine plumpe Fälschung. Während sich viele Arbeitslose in der Frühpension versteckt halten wird ein Teil der Staatsschulden perfider verborgen.

"Ausgliederung" heißt das Zauberwort. Und dort wird ein Teil der exorbitanten Neuschulden versteckt:

Waren es bei ÖBB, Asfinag, BIG und Co. im Jahr 2008 noch 26,8 Milliarden Euro, dürften es 2010 schon mehr als 33 Milliarden Euro sein.

Ein großangelegter Schwindel also:

In einer von der Nationalbank selbst veröffentlichten Studie wird darauf hingewiesen, dass die für Österreich ausgewiesene Brutto-Investitionssquote des Staates mit einem Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) extrem niedrig ist.

Der Durchschnitt im Euroraum beträgt 2,6 Prozent! Bezieht man aber die Ausgliederungen in diese Rechnung mit ein, dann kommt Österreich auf mehr als zwei Prozent des BIP und liegt damit nicht mehr weit unter dem Euroraum-Durchschnitt.

Man sieht also wie weitreichend die Schuldenvertuschung in Österreich bereits gediehen ist. Aber auch wenn sie versteckt sind, sie sind da - und wirken!

Iason
11.01.2010 14:19
0 0

Ich frage mich wirklich,

WER diese Staatsanleihen zu fast Null Zinsen überhaupt noch kauft. Zusätzlich kommt ja auch noch das Risiko der Staatspleite hinzu. Das wird über die Zinsen überhaupt nicht abgedeckt.

Antworten hw
11.01.2010 15:10
0 0

Re: Ich frage mich wirklich,

banken?

Gast: Geheimrat
11.01.2010 14:16
0 0

Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst

und die Politwursteln denken nur daran wie sie neue Schulden machen können... hollodaro!!!

hw
11.01.2010 13:38
0 0

ja freilich...

und hätte man nicht das 10mrd. konjunkturpaket, hätte man 3.8mrd überschuss.
fakt ist, dass das BMF bis nov09 einen abgang von etwa 12mrd. beziffert.

das BIP von Ö beträgt etwa 275mrd. hätte Ö nur eine neue staatsschuld von 6.8mrd wären das 2.74% (also unter 3%), bzw. 61% verschuldungsgrad. nun diese zahlen würden den finanzminister frohlocken lassen!

also irgendwo wurden rücklagen aufgelöst oder anderwertig fremdkapital aufgenommen.
wäre interessant ob herr bechtloff die lücke von etwa 6mrd. finden kann.

Antworten Paco
11.01.2010 18:51
0 0

Re: ja freilich...

>>das BIP von Ö beträgt etwa 275mrd. hätte Ö nur eine neue staatsschuld von 6.8mrd wären das 2.74% (also unter 3%), bzw. 61% verschuldungsgrad. nun diese zahlen würden den finanzminister frohlocken lassen!<<

Das sind nur die Neu-Schulden des Bundes (ex Länder, Gemeinden usw.)!

Antworten Antworten hw
11.01.2010 19:05
0 0

Re: Re: ja freilich...

der _bund_ hatte doch mal 1.5mrd für 2009 geplant. dann kam die krise.
es gab mindereinnahmen von etwa 5,2mrd. mehr ausgaben von 5mrd. in macht etwa 12mrd. haushaltsdefizit.
nun 6.8mrd nimmt der staat neu auf, wo nimmt er den rest her?

Gast: ET
11.01.2010 11:35
4 0

Total verfälschte Darstellung!

Diese Schulden sind nur die Schulden des Bundes, ohne Berücksichtigung der Schulden von Ländern, Gemeinden und des anderen geschützten Bereiches.

Entsprechend der OeNB sind die Maastricht konformen Staatsschulden um knapp 13 Mrd. Euro auf 189,3 Mrd. Euro angewachsen. Das wären etwa 54.000.- Euro pro Haushalt!

Aber auch bei der reinen Betrachtung der Bundesschuld sind diese Daten für 2009 total verfälscht, weil die ÖBFA früher bis zu 25 Mrd. an Spielgeldern (Spekulationsgeldern) hatte, welche 2009 stark reduziert wurden und zur besseren Darstellung des Schuldenstandes verwendet werden konnten.

Wie manipulativ diese Darstellung des BMF ist, zeigen auch die Daten des BMF zum allgemeinen Haushalt. In den ersten 11 Monaten 2009 zeigt der Bundeshaushalt einen Abgang von 12 Mrd. Euro! Es wurde also ordentlich getrickst um die Steigerung der Staatsschulden zu verschleiern und mit nur 6,8 Mrd. Euro darzustellen.

Auch wenn die Details zur Schuldenentwicklung der Länder, Gemeinden, ÖBB, Asfinag, etc. noch nicht bekannt sind, sicher ist heute schon, dass deren Schulden auch 2009 ordentlich gestiegen sind. Noch nicht gebucht wurden auch die Ausfälle aus den übernommenen Haftungen.

Bei einer Gesamtbetrachtung lang Österreich Ende 2009 schon auf weit über 200 Mrd. Euro. Berücksichtig man alle Ausgliederungen und Leasingfinanzierungen dann können auch 300 Mrd. Euro nicht mehr ausgeschlossen werden.

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Re: Total verfälschte Darstellung!

herzlichen Dank für Ihre Korrektur. 54.000 Euro Schulden pro Haushalt, das sollte eigentlich zu denken geben.
Leider gibt es in Österreich niemanden, der die Sanierung des Staatshaushaltes auf seine Fahnen schreibt.

Antworten Antworten Iason
11.01.2010 14:22
0 0

Re: Re: Total verfälschte Darstellung!

Zusätzlich müssen Sie auch noch die Verschuldung der 'Haushalte berücksichtigen.

Da würde man erkennen, in welcher Misere sich Österreich befindet.

Antworten Antworten hw
11.01.2010 13:47
1 0

Re: Re: Total verfälschte Darstellung!

ist auch logisch, denn dann gehts nicht mehr gegen auslaender (kein wählerpotential) sondern österreicher.

Gast: smilefile
11.01.2010 10:50
2 0

Hauptsache,...



...wir führen eine Flüchtlingsdebatte, - mit Asylantenheimstandortproblem! Denn sonst haben wir ja nicht wirkliche Herausforderungen in "unseren" Österreich,...

Prosit 2010,...!

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
11.01.2010 11:23
1 0

Re: Hauptsache,...

... und der Finanzminister lächelt vom Bauernball... zur Budget-Sanierung har er noch nichts beigetragen. Ein Prost dem bankrotten Österreich! Auf die Misthalde mit dieser beamteten Pensionisten- und Pseudorepublik!
...ein Auslandsösterreicher

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Die fetten Jahre haben wir hinteruns...

Schade dass in den fetten Jahren der Staat nicht gespart hat.

Der Umverteilungswahn hat überhand genommen und mehr verteilt als über Steuern hereingenommen wurde.

Jetzt musste man anscheinend Banken retten bzw. unterstützen.

Wie geht es weiter wenn das dicke Ende kommt?

 
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