Kannte Grasser Belastungszeugen Berner?

29.07.2010 | 12:40 |   (DiePresse.com)

"Ich hatte nie etwas mit ihm zu tun", sagt Ex-Finanzminister Grasser über Berner, der ihn belastet. Nun wird bekannt: Berner war Pressesprecher bei Yline, dessen Tochterfirma Grassers Homepage gestaltete.

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"Ich hatte nie etwas mit Herrn Berner zu tun. Er kann mir also nichts vorwerfen", sagt Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, nachdem neue Vorwürfe gegen ihn aufgetaucht sind. An dieser Aussage sind nun Zweifel aufgetaucht.

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Willibald Berner, der vor dem Staatsanwalt von einem Masterplan der FPÖ berichtet, wonach einzelne Persönlichkeiten von den geplanten Privatisierungen finanziell profitieren sollten, war Kabinettschef unter FPÖ-Verkehrsminister Michael Schmid. In der Zeit von Ministerin FP-Monika Forstinger wechselte er als Pressesprecher zu dem Internetanbieter Yline. Dessen Tochter FirstInEx gestaltete die Homepage des Finanzministeriums unter dem damaligen Minister Karl-Heinz Grasser sowie dessen umstrittene, von der Industriellenvereinigung mitfinanzierte Internetseite des "Vereins zur Förderung der New Economy".

Yline ging Pleite, im Zuge der politischen Auseinandersetzung um die Rolle Grassers wurde bekannt, dass der Vater von Karl-Heinz Grasser Aktien an FirstInEx gehalten hatte. Die Opposition vermutete, dass Grasser selbst ebenfalls beteiligt war, was dieser stets heftig bestritten hat. Er bestätigte jedoch, 285 Yline-Aktien besessen zu haben.

Schlagabtausch zwischen Grasser und Yline-Chef

Zwischen Grasser und Yline-Chef Werner Böhm kam es im Zuge des Ausgleichsverfahrens zu einem medialen Schlagabtausch. Böhm forderte Grasser zur Offenlegung seines Depots auf. "Ich habe meinen Aktienbesitz völlig transparent offengelegt und dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet. Über meine Angaben hinaus gibt es keine Aktien, die ich persönlich oder über einen Treuhänder halte oder gehalten habe", betonte Grasser daraufhin.

Yline ist 2001 mit mehr als 22 Millionen Euro Verbindlichkeiten in die Pleite geschlittert. Die Staatsanwaltanwaltschaft ermittelt in der Causa, der Fall ist noch immer rechtsanhängig. In Branchenkreisen wird auf eine mögliche Verjährung hingewiesen. FirstInEx ging an den Vermögensberater Amis, der später unter Betrugsverdacht pleite ging. FirstinEx wurde daraufhin von Böhm zurückgekauft.

(APA)

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40 Kommentare
 
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Gast: Seniorin
01.08.2010 20:28
0 0

Alt jedoch nicht senil

Zu Ihrer Information! Im Jahr 2001 gab es noch gar keinen Euro sondern den guten alten Schwarz - Blau war und ist zum Kotzen. Sie haben Österreich nur verraten verkauft!!!!

Gast: kalrli
30.07.2010 15:55
1 0

ist der herr grasser auch in den ORF-skandal

beteiligt .
der Orf - Skandal , warum berichtet der ORF nix
warum steht nix in den Systemmedien?
Der orf- Skandal kostet uns jährlich 100. Mio. €
und das seit J A H R Z E H N TE N.

warum stören diese Sauerein nicht?

0 0

Bitte ich bin bei einer Veranstaltung der AK Wien neben dem ÖGB Vertzenitsch (in der letzten Reihe) gesessen und habe ein paar f

und habe ein paar freundliche Worte gewechselt (wird sind beide zu spät gekommen). 14 Tage später wurde er gefeuert, bin ich jetzt auch am BAWAG-Desaster beteiligt?

Wie es schon mehrere Vorposter ausdrückten, es ist doch völlig uninteressant ob Grasser Herrn Berner gekannt hat - so eine Persönlichkeit war Berner auch nicht, etwa einer von 300 FPÖler im Dunstkreis der FPÖ-Regierungsriege. Langsam werden die ständigen Pseudoanwürfe der österreichischen Presse schon fad und bewirken ein (un?)gesundes Mißtrauen gegenüber der österreichischen Journalistik.

Schon gelesen?

Der Kurier berichtet heute unter dem Titel:

Erratum BUWOG

dass keinerlei Gelder an Meischberger und Hochegger geflossen sind. Und dass dir BuWoG auch nicht Part der ÖIAG war.

Bin schon neugierig, wie's weiter geht.

Sollte dies alles nur eine Seifenblase - momentan wieder aktualisiert wegen der Wiener Wahlen - gewesen sein (wie es scheint), dann gehört diesen Ehrabschneidern, bis hin zu den Hintermännern der Prozess gemacht, aber ordentlich.

Re: Schon gelesen?

...weiters steht geschrieben, dass die ÖIAG bekanntgibt, dass sie, die ÖIAG keine provision an meischberger bezaht hat.
aber wie gesagt, dass ist alles bereits bekannt.
PS: jetzt sollten sie ja schön langsam für ihre postings das geld für einen urlaub zusammen haben. spannens ein paar wochen aus...

Re: Schon gelesen?

...der kurier berichtet gar nichts.
die ÖIAG lässt feststellen, dass die BUWOG nicht in ihrem eigentum stand. und somit die ÖIAG keinerlei erlöse aus dem BUWOG verkauf erhalten hat.
aber das alles war und ist hinlänglich bekannt...

Antworten Gast: Goodsecu
30.07.2010 13:04
0 0

Re: Schon gelesen? "Serro" So wie Sie sich mit..........

......Händen und Füssen in den letzten Wochen gegen die "Wahrheit" wehren und den juristischen Stillstand verteidigen, könnte man glauben sie hätten ein Verwandtschaftsverhältinss zu einer Zypriotischen Kontonummer? Oder Sie wollen nur sticheln?
Ps: wenn das etwas mit den Wahlen zu tun hat, dann war die Mutter Theresa die Chefin von Bin Laden!

Gast: in oesterrreich regiert eine
30.07.2010 02:16
3 1

POLITMAFIA!

und das ist keine Uebertreibung !

es wird geschmiert und bestochen, gefreunderlwirtschaftet postenschacher betrieben, vertuscht, gemobbt und geld auf die seite geschafft!!!!
und das alles wird von den parteiapparaten getragen, dort wird diese verhaltensweise an die jungen weitergegeben!
die politik hat die verantwortung! natuerlich muessen sich auch die wirtschaftstreibenden mit bestechungsversuchen (jajaj wir wissen alle, dass es da von der justuz gedeckte plumpe umgehungsmoeglichkeiten via consulting, etc gibt) zurueckhalten

wo bleibt der Aufstand der Buerger???

der ORF DOESELT ALLE EIN - wirklich scharfe worte ?? ja die waeren angebracht - doch fehlanzeige

Bundespraesident FISCHER - als der VOLKSVERTRETER - SCHWEIGEN - ja das IST ein Skandal


Gast: Kainedter
30.07.2010 01:04
2 0

das ist alles lächerlich......

.....hahahahahaha....hast sowas schon gehört Claudia....Nein,hahahahahahahahaha.....wir Zwei sind das beste Gespann, hahahahahahhahhha

Gast: Für Gerechtigkeit
30.07.2010 00:09
3 0

Wann endlich sitzen Grasser, Föttl, Meinl, Meischi etc.

im Häfn ? Wenn die eingesperrt sind, ist ein Freudentag für Österreich, denn dann gibt es wieder Gerechtigkeit. Doch ich habe meine Zweifel, unsere Justizministerin und die Justiz überhaupt messen mit zweierlei Maß

Antworten Gast: Gelernter Österreicher
30.07.2010 17:08
0 0

Re: Wann endlich sitzen Grasser, Föttl, Meinl, Meischi etc.

Warum prügeln alle auf Karl Heinz Grasser ein? Bis jetzt, konnte ihm doch niemand etwas Verbotenes oder Kriminelles in die Schuhe schieben. Mir scheint, die Neidgenossenschaft kann nicht schlafen, wenn sie nicht Gerüchte in die Medien bringt. Es ist furchtbar schäbig, einen unbescholtenen Menschen in den Dreck ziehen zu wollen.

Gast: Göstle
29.07.2010 21:23
0 0

Fehlt es an Anstand

dann braucht man halt Regeln.

Antworten Gast: FALSCH
30.07.2010 02:04
0 0

Re: Fehlt es an Anstand

ohne anstand geht es nicht!!

sie koennen nicht alles regeln!!!!

menschen wie grasser sind gift fuer demokratie und ein faires miteinander

Antworten Antworten Gast: Der Kern
30.07.2010 16:26
0 0

Re: Re: Fehlt es an Anstand

richtig, Herr oder Frau "FALSCH"
wir haben nämlich eh schon Regeln, aber die gelten nur für die "Unterbelichtete Bevölkerung" und wurden für "Parteiinterne" juristisch ausser Kraft gesetzt! Traurig aber Wahr!

Die roten Regenmacher

Die ganze Komödie kommt mir vor wie im Westen des vorvorigen Jahrhundert, wo Tagediebe und Strolche als Regenmacher von Dorf zu Dorf zogen und den Leuten verkündeten, dass schon bald der Regen kommt.

So auch mit Grasser: Immer wieder neue Meldungen in den Medien. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern - und Grassers Kartenhaus bricht zusammen ...

... und wieder ein Schlag ins Wasser. Da kommt ein Zeuge nach dem anderen, besonders jetzt vor der Wiener Wahl .... und außer Anschuldigungen - nichts gewesen ... und der nächste ... wieder ein Schlag ins Wasser.

Im wilden Westen wusten sie genau, was sie mit solchen Strolchen gemacht haben:

Sie haben sie geteert und gefiedert - und am Wagen durch die Ortschaften geführt.


Antworten Gast: Bandion o.R.grat
30.07.2010 17:52
0 0

Re: Die roten Regenmacher

Ich mag halt keine Korruption, egal von welcher Seite!
Ich gehöre auch zu denen die voller Neid zerfressen auf den besten aller besten Finanzminister mit dem Finger zeigen..........

Antworten Gast: hannibal
30.07.2010 05:46
0 2

Re: Die roten Regenmacher

ja, ja: die bösen Roten lassen die Justizministerin gewähren, wenn sie anhängige Gerichtsverfahren verschleppt, oder wie im Falle Grasser, Ermittlungen unterbindet.
Nehmen sie doch ihre Scheuklappen ab, dann werden sie erkennen, daß die Justiz von den politischen Seilschaften gegängelt wird. Das hat mit der Wiener - oder irgend einer anderen Wahl nun wirklich nichts zu tun!

Der Mensch auf dem Foto

wirkt sehr verschlagen und falsch. Er sieht aus wie der Computerexperte aus dem Film Jurassic Park I, der die Dino-DNS gestohlen hat und schließlich von Velociraptoren erledigt wurde.

4 2

Zum speiben

Das neoliberale System "Grasser, Freunderl und co" zeigt mit welcher Schamlosigkeit ein mit öffentlichen Geldern hochsubventioniertes und hochrangiges Sumper- und Strizzitum aus diversen Netzwerke(r)n Millionenbeträge ohne klare Leistungen einstreifte und salopp vergass diese zu versteuern.

Grasser stand und steht für ein fragwürdiges Leistungsdenken in dem jene die ihrer Arbeit mit Anstand nachgehen mit Gewissheit die Dummen sind.


es gilt nach wie vor

..die Grasservermutung...(damit nicht immer das Wort Unschuldsv....gebraucht wird)

Gast: gast
29.07.2010 16:31
2 1

bei all den vorwürfen

nicht seine rolle bei meinl vergessen

2 1

Liebe Presse

falls ihr ein aktuelleres Bild vom am Wochenende verstorbenen Aldi-Gründer Theodor Albrecht braucht, das kann ich euch besorgen.

Seit ich gelegentlich beim Hofer (Aldi Süd) einkaufe, war ich mit ihm natürlich auf Du und Du.

Mal ehrlich: Nichts gegen die personifizierte Unschuldsvermutung Grasser, aber mittlerweile nimmt das Züge einer Hexenjagd an. Weil Grasser von einer Tochterfirma eines Unternehmens eine Dienstleistung in Anspruch nahm, muss er automatisch einen Mitarbeiter der Mutterfirma gekannt haben? Ich hoffe die ganzen BAWAG-Konten Inhaber stehen jetzt nicht auch in Verdacht, persönliche Freunde vom Elsner zu sein...

Antworten Gast: schnürs enkel
29.07.2010 18:17
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Re: Bekanntschaften

es geht nicht darum, ob KHG willibald berner "gekannt" hat, sondern darum, was berner zu protokoll gegeben hat.

die schilderung eines vermutlich strafbaren tatbestandes setzt nicht voraus, dass KHG den ehemaligen kabinettchef gekannt haben muss !

KHG hat übrigens schon oft mit personen, die ihn belasten "nie etwas zu tun gehabt" ......

Willibald Berner...

...schaut aus wie eine schirche Frau, die wie ein schircher Mann aussieht!
Damit hat er natürlich keine Chance gegen unseren Edelgammler KHG!

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Ist das Alles?

"Berner war Pressesprecher bei Yline, dessen Tochterfirma Grassers Homepage gestaltete"

"wurde bekannt, dass der Vater von Karl-Heinz Grasser Aktien an FirstInEx gehalten hatte"

"Böhm forderte Grasser zur Offenlegung seines Depots auf"

"Ich habe meinen Aktienbesitz völlig transparent offengelegt und dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet"

Erschütternd. Und jetzt?
Das ganze erinnert mich an den Wetter-Kachelmann, dem sie mit aller Macht ans Leder wollten, und den sie heute freilassen mussten. Ausser Spesen nichts gewesen- seine Karriere dürfte allerdings ruiniert sein.

Ein Sauerei, wie man Leute durch blosse Anschuldigungen fertig machen kann.

lieber karl-heinz.

ich kann ja verstehen, dass DU dich nicht an alle personen erinnern kannst (oder können willst), denen du im zuge deiner tätigkeit als 'schönster leistungsträger der republik' begegnet bist.

aber wichtig ist doch, dass DIESE leute sich an dich erinnern können. und was du gesagt und getan hast!

 
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