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Zog Hochegger bei dubiosem Telekom-Aktiendeal Fäden?

01.02.2011 | 17:08 |   (DiePresse.com)

Dank eines Aktien-Deals kassierten die damaligen Telekom Austria-Manager 2004 rund neun Millionen Euro. Lobbyist Hochegger soll nachgeholfen haben.

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Der Lobbyist und Grasser-Intimus Peter Hochegger soll von der Telekom Austria Millionen dafür kassiert haben, dass er im Jahr 2004 dem Kurs der Telekom-Aktie durch einen größeren Kauf nach oben verholfen hat. Das berichtet der "Kurier" in seiner Mittwoch-Ausgabe.

Weil der Kurs der Aktie zwischen 20. und 26. Februar 2004 den Kurs von 11,70 Euro überschritt, kassierten das damalige Telekom-Führungsteam und weitere rund 100 Manager insgesamt neun Millionen Euro an Prämien. Bereits beim Börsegang der Telekom Austria im Jahr 2000 war im Rahmen eines Stock-Option-Programms die Auszahlung festgelegt worden, wenn der Aktienkurs in den betreffenden Tagen im Durchschnitt mindestens 11,70 Euro ausmachte.

Nun schreibt der "Kurier" davon, dass Hochegger diesen Kurssprung "durch einen großen Aktienkauf eingefädelt haben" soll.

"Geruch von Manipulation"

Der Anlegerschützer Wilhelm Rasinger hatte das Aktienprogramm schon damals kritisiert und davor gewarnt, dass "sehr leicht ein Geruch von Manipulation entstehen" könnte. Profitiert haben dem "Kurier" zufolge unter anderen die damaligen Telekom-Topmanager Heinz Sundt, Stefano Colombo, Rudolf Fischer und Boris Nemsic.

Der für die Auszahlung der Prämien notwendige Aktienkurs wurde am 26. Februar 2004 in den letzten Handelsminuten an der Börse mit 11,73 Euro erreicht, mit Hilfe einer Kauforder für mehr als 900.000 TA-Aktien im Wert von rund 10,7 Millionen Euro.

FMA kann Fall nicht neu aufrollen

Geordert hätte die Aktien die Wiener Euro-Invest-Bank, deren Auftraggeber aber trotz FMA-Ermittlungen geheim geblieben sei, heißt es in dem Bericht. Die Euro Invest musste damals lediglich ein paar Tausend Euro Strafe zahlen. Der Auftraggeber könnte Hochegger gewesen sein, so die Vermutung: Bei einer Hausdurchsuchung sei 2010 bei Hochegger eine Rechnung der Euro Invest über 170.000 Euro gefunden worden, offiziell für eine Studie über "Investitionsmöglichkeiten in Erneuerbare Energie".

Sollte der Deal so gelaufen sein, hätte es für die Telekom heute keine Konsequenzen mehr. Die FMA kann den Fall nicht neu aufrollen, weil sich, so der "Kurier", der Tatbestand "Marktmanipulation" im damaligen Börsegesetz - also nach der alten Rechtslage - auf das Verbreiten von kursrelevanten Gerüchten und Schein-Aktiengeschäfte beschränkte. Ob die Telekom Austria rechtliche Schritte gegen die Ex-Manager überlegt, wollte sie der Zeitung zufolge nicht kommentieren.

(APA)

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30 Kommentare
 
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Gast: maras
03.02.2011 05:54
0 0

ich hoffe..

er kommt so schnell als möglich in u-haft;

Gast: wieauchimmer
02.02.2011 13:44
0 0

unsere FMA

wie immer; bei den wirklich wichtigen sachen wieder mal nix gesehen/gewusst/gefunden/verstanden. aber hauptsache, wegen irgendwelcher da-hoc meldungen machens einen zirkus, wenn die zwei minuten zu spät erfolgt. liebe Staatsanwaltschaft: die FMA mag vielleicht keine handhabe mehr haben aber wenn der auftrag an hochegger von den begünstigten managern kam, dann besteht der verdacht auf gewerbsmäßigen schweren betrug und der wäre noch nicht verjährt!!!!

galli leo
02.02.2011 13:03
0 0

Ob die Telekom Austria rechtliche Schritte gegen die Ex-Manager überlegt...

wenn rechtliche schritte nicht (mehr) möglich sein sollten, kann es auch informell gehen:

hat sich nicht von diesen tollen managern der herr nemsic beworben um den job als ÖIAG chef?
ok, er ist es eh nicht geworden.
aber er hätte schon bei seiner bewerbung (für den fall dass sein agieren in obigen zusammenhang feststeht) ein öffentliches "nein, du bist auf grund deiner abzocker-vergangenheit für diesen job nicht geeignet!" hören sollen.

es ist zwar in gewisser hinsicht ein an-den-pranger-stellen.
aber wenn sonst nichts mehr gegen diese leute hilft....

Gast: Lumpazi
02.02.2011 12:55
0 0

Boris Nemsic, Heinz Sundt, Rudolf Fischer, Stefano Colombo


Auch alle supersauber ???




greentwig
02.02.2011 09:57
0 0

Pflichtverletzung

Wenn sich das damalige Management UNRECHTMÄSSIG Vermögen des Unternehmens angeeignet hat, ist es eigentlich PFLICHT des jetzigen Managements, diesen Verdacht anzuzeigen.
Alles andere ist eine aktienrechtliche Pflichtverletzung.
Es handelt sich ja um Geld der Aktionäre.

iffb
02.02.2011 00:48
0 1

telekom und konsorten

khg kann sogar unschuldig sein, nur war er vielleicht zu offen zu anderen. nun sollte er mal dazu stellung nehmen wie ihn die anderen damit zu geld kamen. die ganzen debatten gehen nur um khg und nicht was vielleicht die anderen um ihn zu geld machten. und der ex telekom boris..., warum ist der nimmer bei den russen. auch dort zu unfähig???

Antworten Gast: Moskauer Deutsche Zeitung
02.02.2011 02:15
0 0

Re: telekom und konsorten

Boris hat kurzfristig Know-how verkauft und sein Schwarzgeld angelegt.

Gast: breitliner
01.02.2011 23:50
0 0

meeeting??

Vielleicht dauert es nicht mehr lange, und auch in Wien gehen die Leute auf die Strasse, zu verdenken wäre es ihnen nicht,..

Gast: Bruno§
01.02.2011 23:49
0 0

"Auftraggeber aber trotz FMA-Ermittlungen geheim geblieben"

Die schlechte Arbeit der FMA wird immer wieder im Zusammenhang mit diversen Skandalen erwähnt. Wenn die Herren und Damen der FMA überfordert sind, sollen entweder diese ausgetauscht oder mit mehr Personal unterstützt werden.


cuibono
01.02.2011 22:05
1 0

Wenn sich die Euro-Invest-Bank eine strafbare Handlung zuschulde hat kommen lassen,

verstehe ich nicht, wie es möglich ist, den Auftraggeber geheim zu halten. Darüberhinaus sollte die 7-jährige Aufbewahrungsfrist erst am 26.2. abgelaufen sein. Falls sich die Ermittler beeilen (wollen), könnten sie durchaus noch fündig werden.

Gast: Heinz Maier
01.02.2011 22:03
3 0

Der Staatsanwalt kann schon noch etwas machen!

Immerhin haben die TA-Manager dem Kurier-Artikel zufolge 9 Millionen Euro - auf höchst intelligente Weise - "abgezweigt".
Also wenn das kein Delikt ist ...

PS: Der Wiener Börseplatz ist die reinste Kabarettnummer :-)))

Gast: Himmlischer Friede
01.02.2011 21:47
3 0

ALLES SUPERSAUBER !


und alles Steuergeld ...
P

Gast: wolfer
01.02.2011 21:31
0 0

der...

...der trabelsi clan lässt grüßen - die meistgehassten personen der schattenwirtschaft;

erst in haft werden solche personen üner ihre taten nachdenken ( siehe, AVW Wolfgang Auer-Welsbach)

Gast: Superman
01.02.2011 21:04
1 0

Unser Manager des Jahres!

Falls das wirklich stimmen sollte, dann war der Herr Boris Nemsic ähnlich ein Gauckler wie der andere Mann des Jahres, wie hiess der noch, Kojac.

Gast: Lucky Expatriat
01.02.2011 20:31
3 0

Business Made in Austria

So geht das in Oesterreich! Vom Boden- bis zum Neusiedlersee wird, ohne Genierer und zum Wissen aller, geschoben und betrogen was das Zeug haelt. Die sprichwoertliche Bananenrepublik trifft nur aus einem Grund nicht zu - in Oe gibt es keine Bananen.

Gast: gast
01.02.2011 20:28
1 0

wann wird endlich gegen schüssel ermittelt?


Antworten Zappelzapp
02.02.2011 02:31
1 0

Gleich nachdem gegen Gusenbauer

ermittelt wird. Geduld, Genosse.

Antworten Gast: Black SPY is sleeping
01.02.2011 21:25
0 0

Re: wann wird endlich gegen schüssel ermittelt?

Die Ermittlungen laufen, wir lassen ihm momentan nur ein wenig Leine.

Gast: SchwarzeDunstKreise
01.02.2011 19:49
2 0

"Geruch von Manipulation"

PR-Agentur Hochegger Com war spezialisiert auf Public Relations und Polit Lobbying-Strategien. Sie beriet große österreichische Unternehmen wie die Telekom Austria und die Immofinanz. Zudem war sie als Berater für den Porr-Konzern und die Österreichischen Bundesbahnen tätig und organisierte die 2,4 Millionen Euro teure "Roadshow" des damaligen österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser. 2007 gründete Hochegger zusammen mit Grasser die Kommunikationsagentur Valora Solutions Projektbegleitung GmbH.......

Gast: Kibietz
01.02.2011 19:48
1 0

Das Grasser Netzwerk

hatte wieder zugeschlagen,warum eigernes Geld nehmen wenn er doch einen kurzfristigen überaus großzügigen Bankkredit bekommt für eine "sichere Sache"? Warum geh ich eigentlich arbeiten? Als Ottonormalbürger wird sowiso nur verarscht von der Politik und das Grasser Netzwerk zeigt vor wie man es machen muß.

geronimo
01.02.2011 19:11
1 0

Untreue ist es ja trotzdem

- wenn die nicht ihr eigenes Geld für den Aktionkauf hergenommen haben, sondern das Geld jenes Unternehmens, welches sie leiteteten und damit diesem Unternehmen € 9 Mio kosteten.

Also warum sollte man da nichts mehr machen können?

Gast: h
01.02.2011 18:56
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himmlisch

Eine Studie über erneuerbare Energie. Die bekommen Sie beim Energienstitut in Vroarlbergzu einem Teil dieses Preises, und die ist garantiert vom Feinsten.

Vienna Insider Party

So wurde die Wiener Börse schon vor 20 Jahren genannt. Dass irgendjemand trotzdem noch bei uns anlegt ist eigentlich ein Wunder. Und dass diese Probleme unserem Staat offenbar am A*sch vorbeigehen ist eine Sache für sich. Deprimierend.

Gast: neimanns
01.02.2011 18:22
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reformen???

warum müssen wir uns so etwas bieten lassen?? worin besteht hier der unterschied zu den zuständen in korrupten gesellschaften in nordafrika, deren abkassierer nun durch den druck von der strasse hinwegefegt werden??
warum gehen wir nicht auch vor die büros dieser herrschaften, und holen uns das zurück, was sie letztenendes den kunden und staatsbürgern klauen????
wenn sich eine dekadente oberschicht ur wmehr bereichert auf kosten anderer, dann ist es an der zeit, dass die gesellschaft selber aktiv wird, wenn es die politik nicht mehr regeln kann oder will.

Antworten franz1
01.02.2011 19:25
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Re: reformen???

sehe ich genau so
wird auch kommen, denn die jungen werden die last zu spüren bekommen und dann hoffentlich reagieren.
wäre aber als überraschungscoup besser, damit das geld nicht in liechtenstein bleibt.

Gast: gast
01.02.2011 18:21
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natürlich hat schüssel von all dem nichts gewußt


 
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