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Österreich fast Ausgabenweltmeister

07.07.2011 | 18:11 |   (Die Presse)

Der heimische Schuldenberg stieg 2010 wieder kräftig an. Im EU-Vergleich steht das Land zwar noch gut da. Grund dafür ist jedoch die mit 44,4 Prozent fünfthöchste Abgabenquote.

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Wien/Jaz. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Gesundung der angeschlagenen Staatsfinanzen sind zur Zeit unerwartet gut. Von der Regierung wird dieses Zeitfenster bislang jedoch nicht ausreichend genützt. So könnte das Resümee von Bernhard Felderer, dem Vorsitzenden des heimischen Staatsschuldenausschusses, anlässlich der Präsentation des Berichts über das Jahr 2010 zusammengefasst werden.

Laut den Zahlen des Ausschusses sind die Staatsausgaben im Vorjahr mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent stärker gestiegen als die Einnahmen (plus 2,5 Prozent). „Wenn man den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre miteinander vergleicht, dann sind die Ausgaben jedes Jahr um einen Prozentpunkt stärker gewachsen als die Einnahmen. Da kann sich jeder vorstellen, was das über die Jahre für eine Auswirkung auf die Verschuldung des Landes hat“, sagt Felderer. In absoluten Zahlen betrug der heimische Schuldenberg im Vorjahr 205 Mrd. Euro – das entsprach 72,2 Prozent des BIP (siehe Grafik). Tendenz steigend.

Im EU-Vergleich liegt Österreich mit einem prognostizierten Budgetdefizit von 3,7 Prozent zwar im vorderen Drittel. Dies jedoch nur, da die Republik auch bei der Abgabenquote mit 44,4 Prozent zum Spitzenfeld gehört. „Österreich ist bei den Staatsausgaben schon nahe am Weltmeistertitel. Früher lagen zwischen uns und Schweden immer fünf bis sechs Prozentpunkte. Inzwischen sind es nur noch 1,7. Denn während hierzulande die Abgabenquote steigt, wird sie in Schweden sukzessive gesenkt“, so Felderer. Dennoch würde der Paradewohlfahrtsstaat durch seine bereits getätigten Reformen als eines der wenigen EU-Länder Überschüsse erzielen.

 

Strukturelles Defizit steigt an

Für den rasanten Anstieg der Staatsverschuldung in den vergangenen drei Jahren war nämlich nicht nur die Bekämpfung der Wirtschaftskrise mit Bankenhilfspaket oder staatlich geförderter Kurzarbeit schuld. Auch das strukturelle Defizit – also jenes, das auch ohne konjunkturelle Sondereffekte entsteht – stieg seit 2009 von 2,2 Prozent des BIP kräftig an und soll heuer 3,2 Prozent betragen. Verantwortlich dafür war vor allem die Steuerreform zu Jahresbeginn 2009, die zwar die Bürger entlastete, dem Staat jedoch ein noch größeres Loch ins Portemonnaie riss.

Felderer plädiert daher dafür, Geld, das der Staat aufgrund der guten Wirtschaftslage über seine Prognosen hinaus einnimmt, weder für neue Ausgaben noch für Steuersenkungen zu verwenden. „Die Konsolidierung der Staatsfinanzen muss in den nächsten Jahren absoluten Vorrang haben.“ Dies gelte vor allem für das schnell näherrückende Wahljahr 2013.

 

Reformen seit Jahren gefordert

Ebenfalls notwendig sei, dass die „politischen Entscheidungsträger“ im Rahmen einer „gemeinsamen Kraftanstrengung“ endlich die „seit Jahren bekannten“ Reformnotwendigkeiten bei Gesundheit, Pensionen oder dem Förderwesen angehen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die finanzielle Entwicklung der Bundesländer gerichtet werden. „Bei den Ländern sind die Ausgaben nämlich bereits lange vor Ausbruch der Krise rasant angestiegen“, sagt Felderer.

Zusätzlich sollte im Rahmen eines neuen Finanzausgleichs auch eine „Zusammenführung der Ausgaben- und Einnahmenverantwortung geschaffen werden. „Das heißt, die Länder sollten das Geld in gewissen Ausgabenbereichen – etwa der Wohnbauförderung – auch selbst per Steuern einheben.“ Ein Vorschlag, gegen den sich die Mehrheit der Bundesländer seit Jahren erfolgreich stemmt.

Ohne solche Reformen wäre eine Rückkehr zu den Maastricht-Vorgaben – eine Gesamtverschuldung unter 60 Prozent des BIP – kaum möglich. „Mit einem nominellen Wachstum von vier Prozent und einem jährlichen Budgetdefizit von zwei Prozent würde es bis 2041 dauern, bis wir wieder die 60-Prozent-Grenze erreichen“, so Felderer. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass es bis dahin keine weitere Krise gibt. „Und wenn die Finanzmärkte das Vertrauen verlieren, ist das kein Spiel, sondern eine ernste Sache, wie man zur Zeit bei Griechenland sieht.“

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.07.2011)

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30 Kommentare
 
1 2
Burgos
08.07.2011 10:52
4 0

Wurm

ist in dem gesamten staatlichen System mit seinen Steuern und Abgaben mit denen die Bürger traktiert werden. Aufgrund der hohen Steuerquote müsste der Schuldenstand gegen null tendieren, sondern dieser steigt immer höher. Langsam aber sicher treiben die Verantwortlichen das Land in die Schuldenfalle.
Die gesamte Politik wird auf Kosten des kleinen Steuerzahlers betrieben. Am Beispiel der Stadt Linz mit der Euro - Frankenzockerei, vorraussichtlicher Verlust 300 Mill. Euro gibt es nicht einmal politische Konsequenzen, ein Strafverfahren ist in weiter Ferne.
Die Polittrotteln in diesem Land feiern Kirtag!!

Gast: Bürger01
08.07.2011 10:49
0 0

Was wären unsere Politiker ohne

die ständig wachsende Wirtschaft ? sie wären längst bankrott ...... und keiner ist´s gewesen !

Gast: Bürger01
08.07.2011 10:49
1 0

Was wären unsere Politiker ohne

die ständig wachsende Wirtschaft ? sie wären längst bankrott ...... und keiner ist´s gewesen !

Gast: Sepp
08.07.2011 10:28
3 0

Naja

... die Regierung meint noch immer wir stehen super da ... Die Kombination von hohen Schulden und bereits völlig überzogener Stzeuerbelastung ist in Ö einzigartig (schlecht)! Faymann und Spindelegger sind offensichtlich nicht in der Lage auch nur einen Euro einzusparen. Die Regierung gehört abgewählt und der Staat braucht eine rasche Durchforstung welche Aufgaben ersatzlos gestrichen gehören bzw welche Subventionen sofort beendet werden können (zb subventionieren wir vier Wetterdienste). Faymann wird sagen sind ja nur ein paar Mio, mit denen werden wir das Budget nicht sanieren ... ich meine 5 Mio an 150 verschiedenen Stellen sind schon einiges. Faymann und Spindelegger werden Strache den Weg ebnen, der uns dann Kraft seiner Unfähigkeit den Rest geben wird so wie Haider Kärnten in die Pleite geführt hat. Im heuten Zeugnis kriegt die Regierung bei Reformbereitschaft eine 5, bei Bereitschaft beim eigenen Klientel auch mal was zu tun eine 5 und bei der Entscheidungsfähigkeit eine 5. Wichtige Entscheidungen wären überfällig, aber die REgierung steckt den Kopf in den Sand und beschäftigt sich mit Nebenthemen.

Re: Naja

(Fast) vollständig richtig, ich würde anhand der o.a. Grafik jedoch nicht meinen, wir wären "einzigartig".
Da drängen sich noch Frankreich, Dänemark und Belgien auf.
Interessant (einmal mehr): Als einziges jener verglichenen Länder, deren Abgabenquote höher ist als bei uns ist´s wiedermal Schweden, das damit einen echten Überschuss erwirtschaftet.

Ich würde ja wirklich nichts sagen, wenn *keiner* was Sinnvolles zusammenbringt. Aber vorgezeigt zu bekommen, wie´s gehen kann und nicht mal das ins Auge zu fassen ist ja wirklich schon fast jenseits grober Fahrlässigkeit.
Ihrer "Zeugnisverteilung" kann ich mich daher nur anschliessen...

Gast: einalterhut
08.07.2011 09:50
0 0

österreichs bürger u.asrbeitnehmer zahlen die meisten abgaben und steuern- aber bei kapitalvermögenssteuern ist österreich schlußlicht- dank der spö werden die reichen immer reicher und die arbeitnehmer ärmer.

wo bleiben die zugesagten reformen bei den finanz-und abgabensystemen, bei den luxuspensionen des ORF u. Nationalbank, wo sind die reformen bei den finanz- und vermögensteuern. vor alllem die unsoziale klientel politik der SPÖ hat sich negativ auf die arbeitende bevölkerung ausgewirkt. wo sind die versprochenen reformen bei den stiftungen u.subventionen für die agrarmillionäre. österreich ist nun traurigerweise eu spitze bei steuern auf arbeit u.gleichzeitig auch eu spitze bei den subventionen und förderungen für vermögende. Die kapitalvermögenssteuern sind in österreich beschämend gering. Dem gegenüber kommen viele arbeitnehmer gar nicht mehr über die runden. Bei der jugend spricht man in europa schon von einer verlorenen generation. der jugend gehört die zukunft reden viele experten, aber wie man in griechenland, spanien, portugal, irland aber auch in den skandinavischen ländern sehen kann, wird durch diese eu weite bankenmisere die zukunft einer ganzen generation kaputt gemacht. Auch nach 45 arbeitsjahren haben die bürger wohl genug geleistet u.sich die pension redlich verdient. wenn aber die Finanzmärkte so weiter machen können wie bisher, u.eine kleine vermögende oberschicht immer mehr von der arbeitenden gesellschaft absahnen u.kassieren kann, schaut die zukunft in den eu ländern sehr düster aus. Die öffentlichen Sparbudgets in den eu ländern treffen daher nicht von ungefähr wieder nur die arbeitende ASVG arbeitnehmer u. Mittelschicht sowie staatlichen asvg pensionen.

Antworten Gast: Kunterbunt
12.08.2011 14:30
0 0

Re: österreichs bürger u.asrbeitnehmer zahlen die meisten abgaben und steuern- aber bei kapitalvermögenssteuern ist österreich schlußlicht- dank der spö werden die reichen immer reicher und die arbeitnehmer ärmer.

Sie haben aber schon bemerkt, daß die SPÖ sich in einer Koalition mit der ÖVP befindet?
Diese ÖVP hat bis jetzt hauptsächlich bei Vermögenssteuern gemauert sie mauert haupsächlich in allen wichtigen Reformen die den Staat anbelangen... Schulreform, Abschaffung diverser Länderkompetenzen die endlich in Bundeshand gehörten. Die Liste könnte ewig weitergeführt werden. Man könnte meinen die ÖVP sei eine Maurerpartei. Wenn Sie aber meinen die SPÖ sei nach 2 gewonnenen Wahlen unfähig sich mal nicht von einer ÖVP dergestalt abzocken zu lassen gebe ich ihnen recht. Wenn man die masochistische Vorgangsweise der SPÖ beobachtet wie sie Vorschläge nicht durchbringen und diese nichtsnützigen Kompromisse als Erfolg verkaufen wollen muß man dieser Partei den Führungsanspruch zu 100% absprechen. Das führt leider zur Depperlpartie Strache und Co.

Gast: Spectator007
08.07.2011 08:33
0 2

Pense

Mah bitte, wann geht der Felderer endlich in die Pense?

pcherb
08.07.2011 08:01
2 1

Geld für Pleitestaaten ist aber scheinbar da, auch Haftungen übernehmen wir gerne!


Antworten Gast: Gumpfll
08.07.2011 10:59
0 1

Kärnten ist nunmal Teil Österreichs

da muss der Bund einspringen. Kostet uns zwar mehr als Griechenland (und zwar alleine die Bank) aber was solls. Zahlt eh nicht die Bundesregierung.

Antworten Antworten Gast: Aufdecker
08.07.2011 11:26
1 0

Beschwer dich beim Pröll (ÖVP)

der hat die marode Bank ZURÜCKGEKAUFT. Bis dahin lagen alle Haftungen bei Bayern. Immerhin gab es dafür einen neu kreirten Job bei Raiffeisen - auch als Dank für die Griechenlandhilfe.

Antworten Antworten Antworten Fritz
08.07.2011 16:51
0 0

Re: Beschwer dich beim Pröll (ÖVP)

Ein Aufdecker sind Sie sicher nicht!
Sonst koennten Sie nicht so einen Blodsinn schreiben, dass die haftungen in bayern geblieben waeren.

Die Haftungen liegen immer beim Buergen, egal wer der Eigentuemer der Bank ist!
Und waere nur ein Insolvenzverfahren ueber die Hypo EROEFFNET worden, waeren diese Haftungen SOFORT schlagend geworden und Karnten pleite!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Kunterbunt
12.08.2011 14:55
0 0

Re: Re: Beschwer dich beim Pröll (ÖVP)

Warum nicht Kärnten als leuchtendes Beispiel pleitegehen lassen... Kärnten hat gewählt.

Kloppe
08.07.2011 07:55
5 0

Verwaltungsreform?

Man könnte ausgabenseitig schon einiges reduzieren, die Heerscharen an Beamten reduzieren. Einfach gewisse administrative Tätigkeiten bedürfen keinen Beamtenstatus. Auch für Beamte sollte das Pensionssystem angeglichen werden. Wie kommt der Rest von Österreich dazu das zu finanzieren.

Lg

Antworten Gast: So schaut's aus
08.07.2011 10:41
1 1

Re: Verwaltungsreform?

Bezügl. der Angleichung des Pensionssystems sind die Länder säumig (v.a. das rote Wien fürchtet um Wählerstimmen seiner Stammklientel).

Auf Bundesebene bereits unter BK Schüssel vollzogen.

Antworten Antworten Gast: Hischtor
08.07.2011 11:02
3 0

Uij, da glaubt noch einer an die Lüge

von der Gleichstellung der Beamten im Pensionssytem unterm Wolfi. Dabei schauts in Wirklichkeit so aus mit der "Gleichstellung": Beamte erhalten 57 Prozent ihres Ruhegenusses vom Staat, bei den ASVG-Pensionisten macht der Zuschuss nur 21,5 Prozent aus.

Leitwolf
08.07.2011 04:30
2 0

Die Sache mit dem BIP

Vor allem wird das BIP durch "Zuschätzungen" nach oben getrieben, und das praktisch nach belieben.

Fällt ja irgendwie auf, dass die Griechen nur 33,5% Abgabenquote haben und dennoch ihre Steuern kaum erhöhen können. Wieso? Weil etwa die Ust. bereits bei 23% liegt, also die Abgabenlast tatsächlich bereits sehr hoch ist. Nur wird halt am Ende ganz gewaltig "Schattenwirtschaft" zugeschätzt (etwa 30% !), was das BIP erhöht und die Abgabelast senkt. Die Steuerbasis wird dadurch aber auch nicht größer.

Immerhin bessert sich so die Statistik. Ohne diese Zuschätzung läge nicht nur das BIP 30% niedriger, auch die Schuldenquote würde von 160% auf 230% steigen und die Abgabenquote von 33,5% auf 48%.

Da liegt des Pudels Kern.

Aus dem selben Grund brauchen wir Österreicher unsere Abgabenquote nicht mit den Skandinaviern zu vergleichen. Denen liegt das Zuschätzen nämlich weit weniger als uns. Tatsächlich dürfte Österreich mit Belgien ex-aequo an der Spitze liegen, knapp vor Frankreich.

Antworten persil 3.0
08.07.2011 08:51
0 1

Re: Die Sache mit dem BIP


Die Griechen haben die Ust. kürzlich auf 17% erhöht !!!

Nicht auf 23%, das wollen nur unsere Roten und Schwarzen bei uns !


Iason
08.07.2011 00:59
3 1

Es ist schon fast unverständlich,

wie der durchschnittliche Österreicher unter finanziellem und anderen Druck stehen dürfte, weil er trotz dieser enormen Abgabenquote noch immer bereits ist zu arbeiten oder sogar hart zu arbeiten. Das grenzt schon fast an Devotismus.


Re: Es ist schon fast unverständlich,

Dürfte daran liegen, dass die Grenze, ab wo sich´s nicht mehr "auszahlt" eine sehr persönliche ist.

Der Steuerzahler überschreitet die Grenze dann, wenn er (ausreichend) demotiviert worden ist = er sieht keine Relation zwischen Mehraufwand und Mehrwert mehr.

Könnte dadurch bekämpft werden, dass die Politik den erkennbaren Versuch unternimmt, die Bevölkerung von der Notwendigkeit einer *gemeinsamen* Anstrengung zu überzeugen. Tut sie aber nicht.

Mögliche Ursachen:
- Sie hat´s noch nicht kapiert.
- Sie will´s gar nicht, da die Mehrzahl der Wählerstimmen bereits jenseits der Grenze angekommen ist.

Gast: Idee
08.07.2011 00:42
1 0

Hätte da eine Idee

Es wär doch besser die pro Kopf Verschuldung anzugeben, denn da wäre dann ersichtlich das wir pro Kopf fast die doppelten Schulden als Griechenland haben.

Antworten iedo
08.07.2011 09:43
0 0

Re: Hätte da eine Idee

Was bringt das, der absolute Schuldenstand/Einwohner ist eine Kennzahl, die überhaupt nichts aussagt, wenn sie nicht im Vergleich zum BIP/Kopf steht. Nur dann kann man aussagen, wie schnell die Schulden abgetragen werden können!

Abgesehen davon dürfte die Aussage unwahr sein, wenn ich das so durchrechne (300Mrd./11Mio. - 200Mrd./8Mio.)

hw007
08.07.2011 00:21
0 0

BIP

man kann das BIP auch künstlich in die Höhe treiben. das geht sehr leicht mit Scheingeschäften. Was war die Leistung?

Antworten Iason
08.07.2011 01:00
0 0

Re: BIP

Das BIP hat ohnehin keine besondere Aussagekraft. Zwischenprodukte sind auch gar nicht enthalten, wenn ich mich nicht irre.

heri3
07.07.2011 20:37
1 0

ja,wir haben zu hohe abgaben für arbeit!

aber wir haben die niedrigsten abgaben für kapital.
darum wiedereinführung der erbschafts und schenkungssteuer,kräftige besteuerung für kapital, aktien, immobilien und grundbesitz ab 30000m2.

Antworten Iason
08.07.2011 01:09
1 0

Re: ja,wir haben zu hohe abgaben für arbeit!

Mein lieber Herr!
Wir haben mittlerweile auf fast ALLEN Kapitalerträgen Steuern drauf, und im internationalen Vergleich auch nicht zu knapp.

Vermögen, das vielleicht gar keinen Ertrag abwirft, an der Substanz zu besteuern ist nichts anderes als eine Enteignung. Aber sie haben vielleicht sogar recht. Dieses System wird in einer groß angelegten Enteignung enden.

Ich warne seit Jahren alle, die Kapital (Ersparnisse) besitzen.
Sachwerte halten, die man gut verstecken kann oder Kapital ins Ausland schaffen. Viele kaufen jetzt überteuert Immobilien. Doch die sind als Schutz komplett ungeeignet, denn die werden zuerst enteignet.

 
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