26.05.2012 21:48 | Meine Presse Merkliste 0

Sorger: „Der Staat hat zwei Jahre nichts getan“

04.10.2011 | 18:22 |   (Die Presse)

Der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, kritisiert mit ungewöhnlich scharfen Worte die Untätigkeit der Regierung. Österreich solle sich ein Beispiel an dem Vorbild Schweden nehmen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Eid. Veit Sorger trauert angesichts des drohenden Abschwungs den verpassten Gelegenheiten nach, den Staatshaushalt rechtzeitig in Ordnung zu bringen: „Anders als die Industrie hat die Regierung die beiden letzten Hochkonjunkturjahre nichts getan, um ihre Hausaufgaben zu machen und das Budget zu sanieren“, fand der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) am Dienstag ungewöhnlich scharfe Worte für die rot-schwarze Koalition.

Während die Unternehmen Programme zur Restrukturierung und für Kosteneinsparungen gefahren hätten und somit für drei Viertel des Aufschwungs verantwortlich seien, müsse man sich beim Staat fragen: „Wo war die Leistung?“, nahm Sorger Anleihen beim Lobbyisten Walter Meischberger. Dieser hatte in einem von der Staatsanwaltschaft Wien abgehörten Telefonat über seine Leistung für eine von ihm kassierte Provision räsoniert.

Schweden als Vorbild

Das geringe Wirtschaftswachstum reduziere die gerade jetzt notwendigen Steuereinnahmen, wodurch sich die Schuldenquote um 0,3Prozent und bis 2014/15 um jeweils 0,8Prozent erhöhen werde. „Wir sind dann bei einer Staatsverschuldung nahe 80Prozent, das ist ein Alarmsignal“, sagte Sorger im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Das positive Vorbild sei Schweden: Das Land habe sich zu einer Schuldenbremse verpflichtet und in den letzten fünf Jahren die Verschuldung von 70 auf 40Prozent reduziert – ohne dass es zu sozialen Unruhen gekommen wäre. Bis 2015 peilt Schweden an, die Verschuldung noch einmal auf unter 20Prozent zu drücken. „Wir hatten die bessere Ausgangssituation und stehen nun viel schlechter da.“ Für eine verfassungsrechtlich verankerte Schuldenbremse sprechen sich in einer neuen Umfrage des Managementclubs 77Prozent der Führungskräfte aus.

Der Abschwung werde für die Regierung der Lackmustest, sagte Sorger. „Es gibt nichts mehr zu verteilen, wir haben unser Pulver in der letzten Krise verschossen.“ Deshalb spricht sich der IV-Präsident gegen neue Konjunkturpakete und gegen neue und/oder höhere Steuern aus. Bevor der Staat nicht seine eigenen Restrukturierungsleistungen erbracht habe, sei die IV nicht bereit, Steuerkonzepte mitzutragen. Das gelte für alle Steuern – auch den von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in der „Presse am Sonntag“ gemachten Vorschlag einer zeitlich begrenzten Reichensteuer. Die IV lehnt auch eine auf den Euroraum beschränkte Finanztransaktionssteuer ab. Zumindest müssten die G20-Staaten eingebunden werden, andernfalls würde das zu Nachteilen führen, ergänzte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Er bezeichnete die Idee neuer Steuern als „frivol“, als „fantasielose Geldbeschaffungsaktion“.

Gegen neue Konjunkturhilfen hat sich am Dienstag vor dem zweiten „Wirtschaftsrat“ auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ausgesprochen. „Wir schaffen auch eine neue Krise ohne zusätzliche neue Staatshilfe“, betonte Sorger und verwies darauf, dass Branchen wie die Grundstoff-, die Baustoff- und die Papierindustrie massive Auftragsrückgänge verzeichneten. Einzig Kurzarbeit kann sich Sorger vorstellen. Auch Banken forderten seines Wissens nach nicht neues Staats-Partizipationskapital.

AMS-Geld für Stipendien

Sparpotenzial ortet der IV-Chef bei den „sinnlosen“ AMS-Schulungen. Angesichts der Prognose der Wirtschaftsforscher, dass sich die Arbeitslosigkeit selbst in der Flaute nur gering erhöhen dürfte, könnten 100Mio. Euro der für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stehenden 1,1Mrd. Euro abgezogen werden. Statt hektisch AMS-Programme zu finden, um die Gelder zweckgebunden auszugeben, sollte Geld für einen Innovationsfonds, Stipendienunterstützung, Begabtenförderung oder 20.000 Kinderbetreuungsplätze gesteckt werden. Rationalisierungspotenzial sieht die Industrie auch bei der Hacklerregelung, im Pensionssystem, bei den Beiträgen von Mitversicherten oder dem begünstigten Mehrwertsteuersatz bei Vier- oder Fünfsternehotels. Das lehnte die Hoteliervereinigung umgehend ab.

Auf einen Blick

Die Industriellenvereinigung ist mit der Konsolidierungsarbeit der Regierung unzufrieden. Man habe die letzten zwei Jahre Hochkonjunktur nicht genutzt, um Sanierungsschritte zu setzen. Präsident Veit Sorger lehnt neue und höhere Steuern vehement ab. Genauso wie er sich gegen neue Konjunkturpakete ausspricht. Die Industrie habe ihre Hausaufgaben gemacht und schaffe eine neue Krise allein, sagte er am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

67 Kommentare
 
1 2
Gast: smurfsgelb
11.10.2011 17:37
0 0

Spekulanten

Wann werden Bonusbanker wie Treichl oder Spekulanten wie Sorger endlich zur Verantwortung gezogen und zugunsten des Fiskus enteignet.

Gast: Bankenschreck
09.10.2011 01:43
0 0

15. Oktober

Der Staat hat 2 Jahre nichts getan, um Oligarchen wie Sorger in die Schranken zu weisen uns endlich eine effektive Reichensteuer einzuführen!

Wir sind die 99 % !

Gast: Volker Plass
06.10.2011 11:57
0 0

Irrtum!

Nicht »der Staat«, Herr Sorger, die von Ihnen finanzierten Regierungsparteien!

Gast: Rechnen lernen
05.10.2011 22:34
0 0

schuldenexplosion

Von 165 Mrd. Schulden in 2007
auf 214 Mrd (satte 49 Mrd € Schulden in nur 4 Jahren!) ---- schreibt Einer (wird wohl stimmen)
49 Mrd. €in 4 jahren
das sind umgerechnet : 12,2 Mrd /Jahr
da kann mann einer MILLION MENSCHEN einen Tausender geben.
Mit 1000 EURO / MONAT kann man schon leben!
eine Person
Viele Personen z B. Arbeitslose, Langzeitarbeitslose, Pensionisten, Mindestpensionisten, Studenten, Schüler, Kleinkinder, Lehrlinge, viele Teilzeit-Arbeiter
viele Arbeiter die schlecht verdienen, viele Selbsständige.----- alle haben 1000 Euro oder vlt. einiges weniger !!!

SIND NACH 2007 EINE MILLION Menschen dazugekommen die zu alimentieren waren?

Entweder sie ( Regierung, Beamtenschaft, Politiker),
können nicht wirtschaften oder sie können nicht mit unseren Geld umgehen oder haben keine Ahnung von ALLEM und überhaupt was können die ?

Antworten Gast: Roland der Denker
09.10.2011 09:23
0 0

Re: schuldenexplosion

Das BZÖ und die FPÖ haben immer gefordert der Wirtschaft muss geholfen werden. War es nicht BUcher der die Goschn aufgerissen hat und ständig gepredigt hat der Staat muss unterstützen!

Antworten Gast: Wolfsbergerin
05.10.2011 23:14
1 1

Re: schuldenexplosion

über 2,5 Mrd wurden von der FPÖ/FPK/BZÖ Haider´s - Stichwort HYPO - verursacht!

Freiheitlich und BZÖ können nicht wirtschaften!
Die Werbeplakate von BUCHER sind eine reine Gschichtldruckerpartie!

diabolo
05.10.2011 18:58
2 0

wird auch in den nächsten Jahren bis zur Wahl nichts passieren!


Gast: Reflector
05.10.2011 14:20
5 0

Nur zwei ???


0 0

Re: Nur zwei ???

die Rechnung ist ohne das Nichtstun unter Busenbauer erstellt, die 2,8 Regierungsjahre unter Faymann abgerundet auf 2. Damit wird es aber nicht weniger peinlich, oder ?

Gast: Zuckerbrot
05.10.2011 12:44
3 0

Freue mich über Kritik an AMS-"Schulungen"

Jeder, der damit zu tun hatte - Und das sind viele! - weiß, was für ein unglaublicher Humbug die irreführend "Schulungen", "Coachings" etc. genannten "Maßnahmen" des AMS sind. Das ganze Konzept der "aktiven Arbeitsmarktpolitik" ist von Anfang an ein Unsinn. Dennoch wird für diese systematische Menschenquälerei seit Jahrzehnten jährlich etwa eine Milliarde ausgegeben. Gehört gänzlich a b g e s c h a f f t ! Wobei viel Mitleid mit den zahlreichen an diesem Schwindel Verdienenden nicht angebracht ist: Besser mehr Arbeitslose als milliardenschwere zerstörerische "Arbeit", auf die - gelinde gesagt - niemand gespannt ist!

Antworten Gast: Rechthater
05.10.2011 17:24
1 0

Re: Freue mich über Kritik an AMS-"Schulungen"

Diese Schulungen dienen 1. vorwiegend einmal zur Beschäftigung ( und Job) der Lehrenden
2. um die Schulungsteilnehmer "auszugrausigen", damit diese jede, und auch wirklich jede Stelle annehmen.
3. Nun: einige Teilnehmer werden vielleicht etwas hochgeschult. Aber die vielen Monate an Zeit stehen wirklich in keiner Relation zum Lehrprogramm.
4 Manchen jungen Teilnehmer muß man aber erst Pünktlichkeit lernen. Die schwänzen dann aber sowies als erstes den Kurs.

Gast: GE
05.10.2011 11:12
3 5

Herr Selbstversorger meldet sich wieder einmal zu Wort.

Was hat denn der eigentlich in den letzten 2 Jahren getan ?

Gossert
05.10.2011 09:59
4 0

Man muss es wie die Schweizer machen

Zuerst kleine Gemeinden zusammenlegen und dann die Steuerhoheit vom Bund auf die Gemeinden übertragen.

Das schafft:

- lokale Infrastruktur
- einen gut entwickelten ländlichen Raum
- dezentrale Unabhängigkeit
- Schuldenkontrolle in der Entstehung


Antworten mongoose
05.10.2011 15:02
2 0

Re: Man muss es wie die Schweizer machen

Wen die Regierung nur halbwegs Hirn haette, wuerde man um einige mehr von den Schweizern kopieren, was dort gut funktioniert und das Land - pro Kopf - zum reichsten der Welt gemacht hat, ohne dass dort auf das Soziale Netz vergessen wurde.

- Starke Universitaeten
- Effektive Gesundheit (das beste System lt. OECD)
- Radikale Umsetzung des 3-Saeulenprinzips bei den Pensionen
- Steuerwettbewerb unter den Kantonen. Dafuer fuer diese auch viel Macht
- Direkte Demokratie. Diese Blockadespielchen, die sich die Regierung bei uns liefert, waeren dort nicht moeglich
- Gesunde Krankenkassen, weil man auf Versicherungspflicht und Wettbewerb setzt statt auf Pflichtversicherung
- Eine schlanke, funktionierende Staatsbahn, die mit einem Drittel der oesterr. Mitarbeiter auskommt und wo die Leute nicht mit 52 in Pension gehn. 50000 Schweizer besitzen eine Generalabbonement
- Niedrige Einkommensteuern, die zur Leistung annimieren und Pfusch unnoetig machen

Antworten Antworten Gossert
06.10.2011 07:46
1 0

Re: Re: Man muss es wie die Schweizer machen

Da gebe ich Ihnen 100% recht.

Vor allem ist die Schweiz eine direkte Demokratie mit starken weitgehend unabhängigen Gemeinden.

In Österreich hingegen wird alles zentralisiert. Kaum entsteht ein neues sinnvolles ländliches Projekt, so wird es mit politischem Druck dem nächstgelegenen Wasserkopf einverleibt.

Die Politik hierzuland (vorallem die der SPÖ) ist paranoid (an Verfolgungswahn leidend) . Deshalb versucht man jede noch so kleine Einheit von einer Zentrale aus (wie eine Krake) zu kontrollieren.

Dies führt mittlerweile dazu, dass sich Gemeinden überhaupt nicht mehr bewegen können.

Will etwa ein Bürgermeister eine öffentliche Toilette sanieren so muss er falls die die Rechnung > 5000 Euro ist den Betrag erst beim Land genehmigen lassen.

Das heisst aber auch, dass die Gemeinden nur teilweise für ihre Schulden verantwortlich sind. Da Spekulationen öffentlich (Gemeindebund...) gefördert wurden.

Das Land muss einen Teil seiner der Steuergelder nach einem Umlageschlüssel auf seine Gemeinden verteilen.

Hier werden Städte extrem bevorzugt (was sich nicht alein durch das mehr an Servicestellen... begründen lässt)

Förderungen ... gibts für OÖ. Gemeinden erst wenn ein zugewiesener (politischer) Förderverein errichtet wurde (der nur fleißig mitnascht und sonst fast nichts tut)


Antworten Antworten mongoose
05.10.2011 15:04
0 0

Re: Re: Man muss es wie die Schweizer machen

Erratum: 500 000 besitzen ein Generalabbo

enzo
05.10.2011 09:47
1 0

Der alte Kreisky Schmäh "Schweden "

Haben die korrupten österreichischen Politiker keine Eigenen Ideen ?
Die hätten schon vor 30 Jahren in die Wüste gehört.

Antworten mongoose
05.10.2011 14:56
1 0

Re: Der alte Kreisky Schmäh "Schweden "

Kreisky hat sich immer mit dem Schweder der 60er und 70er verglichen. Wir wissen alle, dass diese uebtriebene Sozialpolitik zum Fastabsturz gefuert hat. Die Schweden haben sich in den 90er radikal saniert und haben mit dem Kreiskyschweden nix mehr zu tun.

Unsere Sozis und sie offensichtlich auch verfallen immernoch dem Fehler sich mit dem alten Schweder zu vergleichen.

Gossert
05.10.2011 09:45
4 0

Ja

Dem stimme ich 100% zu.

Ein Unternehmer muss sich stetig gedanken machen wie er seine Firma möglichst wettbewerbstauglich macht. Für ihn sind Schulden nur dazu da sinnvolle Investitionen zu tätigen.

Die Regierung hingegen sult sich bloß in Popularismus, Haxellegerei und versorgt Freunde und Kinder mit tollen Jobs.

(Beispiel: Faymann's Sekretär wurde der neue Chef der Statistik Austria obwohl er als Volkswirt von Statistik kaum eine Ahnung hat)

Geld wird verprasst und Schulden werden gemacht als gäbe es kein morgen.

Wenn dann der Staat durch extreme Gehälter, Korruption und unfähige Menschen in Führungspositionen geplündert wird, dann
nimmt man trotz gefährlicher Verschuldung weiter Geld auf, um dem Wähler weiterhin eine heile Welt (und eine fähige Regierung) vorzugaukeln.

Solange bis alles zusammenbricht und immer die anderen Schuld haben.

PS: Die ÖVP sieht wenigstens die Notwendigkeit jetzt zu sparen.

Antworten Luzius
05.10.2011 15:04
2 0

Re: Ja PS: Die ÖVP sieht wenigstens die Notwendigkeit jetzt zu sparen.

ach ja ?
Und warum verwehrt sie sich weiterhin gegen Verwaltungsreformen, Beamtenabbau ect ?

BEIDE Krokos sind für diese Schulden und all die Steuererhöhungen und baldigen Sozialabbau, gemeinsam verantwortlich zu machen !!!

9 0

Kinder- / Enkelkinderausblünderungssystem !!!

Von 30 auf 104% Lohnnebenkosten in 40 Jahren, von 4 auf 20% MWST, jetzt Doppelte Anzahl an Einzahlern, von nahezu NULL auf 230 Mrd EURO Schulden, von NULL auf 300 000 Arbeitslose. Rechnet man mit dem Pensionsantrittsalter von 65 Jahren laut Verfassung (von der Gewerkschaft ausgehebelt !!) heben wir in Österreich mind. 15% Arbeitslosigkeit. Quo vadis Österreich ??

3 0

30% Steuern ab 250 000.- Franken.

7 % Mwst u. gleiche Sockelpension mit 65 Jahren für ALLE !!

Nebenbei 8 Pers. je 1000 EW imöff. Bereich, Österreich 22 !!

Allein das schweizer Steuersystem lässt erahnen, wieviel Mrd. UNNÜTZ u. in Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes (gilt nämlich auch in Richtung unserer Kinder) in Österreich für Verwaltung, Pensionen etc. verschwendet werden !!

Der erste Denkfehler der Pseudosozialisten aus SPÖVFP ist mehr Staat, mehr Umverteilung u. somit mehr Steuern !!

2 4

„Der Staat hat zwei Jahre nichts getan“

eine berechtigte aussage. doch aus dem mund sorgers??

zur erinnerung: dieser staat hat den von sorger vertretenen bei ausbruch der krise und danach massiv geholfen.
die wichtigsten punkte:
1. durch die bankenrettung wurden nicht nur diese unterstützt sondern auch die industrie (kein stop bei krediten, aufrechterhaltung des problemlosen zahlungsverkehrs).
2. durch vom staat finanzierte kurzarbeit ersparte sich die industrie die kündigung von nicht ausgelastetem personal und musste in den 2 jahren des aufschwungs nicht erst wieder neue leute suchen und qualifizieren - es war schon da.

war das keine höchst willkommene hilfe für die industrie?
daher muss auch an sorger im zusammenhang mit seinem vorwurf die frage gestellt werden:
"was hat die industrie in diesen 2 jahren getan, um dem staat diese teure unterstützung zu vergelten?"

jedoch habe ich eh verständnis für sorger. er ist der klassische interessenvertreter, vulgo lobbyist.
für diese ist es quasi berufliche verpflichtung, die rolle des pharisäers zu spielen (= "in vielen Ländern mit christlicher Tradition umgangssprachlich für den Selbstgerechten oder Heuchler"), auf den splitter im auge des anderen zu zeigen und den balken im eigenen zu ignorieren.

jedoch merke: wer mit 1 finger auf andere zeigt, zeigt dabei mit zumindest 3 anderen fingern auf sich selbst!

Gast: keineLuftmehr
05.10.2011 08:33
6 0

Mu? mir Luft machen, Herr Veit Sorger soll bei der Wahrheit bleiben

da sagte Herr Veit Sorger in der Zib2 am 4.10 (http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2/episodes/2991531-ZIB-2), 50 Prozent der Österreicher würden keine Steuern zahlen. Wenn sie die Einkommenssteuer meinen, haben sie Recht, aber zu sagen die zahlen keine Steuern finde ich eine Schweinerei, jeder Bettler muss wenn er sich etwas zum Essen kauft Steuern bezahlen (MwSt).

Antworten Luzius
05.10.2011 15:18
1 0

Re: Mu? mir Luft machen, Herr Veit Sorger soll bei der Wahrheit bleiben

dieser Sorger befürwortet ja auch weiterhin die GR-Hilfen .... !
ICh halte von dem ebensowenig wie er und auch ich, von dieser wahrlich, unfähigen Regierung !

Antworten Gossert
05.10.2011 09:49
1 1

Re: Mu? mir Luft machen, Herr Veit Sorger soll bei der Wahrheit bleiben

Da gebe ich Ihnen recht.

Wenn der Staat nicht dafür sorgt, dass die kleinen BürgerInnen ein anständiges Gehalt zum leben bekommen,

kann er von jener Schicht auch keine Steuern verlangen.

Oder wie soll eine Verkäuferin mit 1000 Euro Gage 33% Lohnsteuer zahlen??

Steuern sollen besonders die vom Staat begünstigten zahlen. Die Schicht mit tollen Kollektivverträgen und die gutverdienenden Angestellten im öff. Dienst.


 
1 2

Fokus Steiermark

Erstmals in Österreich

  • Sichern Sie sich jetzt die Jahresvorschau des renommierten Magazins "The Economist", erstmals mit Österreichschwerpunkt aus der Wirtschaftsredaktion der "Presse".

    Für "Presse"-Abonnenten statt 6,90 nur 4,90 Euro.