Telekom Austria: Pecik dementiert Verkaufsgespräche

Der Investor Ronny Pecik soll seine Anteile an der Telekom dem Unternehmen China Mobile angeboten haben.

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Ronny Pecik – (c) (Fabry Clemens)

Ronny Pecik, derzeit mit einem offiziellen Anteil von 20 Prozent Großaktionär bei der Telekom Austria, will sein Aktienpaket Marktgerüchten zufolge loswerden, schreibt das "WirtschaftsBlatt. Pecik hingegen wird nicht müde zu betonen, dass er beim heimischen Telekommunikationsriesen "langfristig investiert bleiben" will. Bei den angeblichen Verkaufsbemühungen sei zuletzt China Mobile abgesprungen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen "Insider". Den Chinesen sei die Bewertung des Unternehmens zu hoch gewesen. Pecik: "Es gab mit China Mobile nie ein Verkaufsgespräch."

Als weiteren, sogar "heißesten" Interessenten für besagtes Aktienpaket führt das "WirtschaftsBlatt" die norwegische Telenor ins Treffen, die derzeit aber mit Problemen auf dem indischen Markt zu kämpfen habe. In Indien sei der Telenor die Lizenz entzogen worden; Anfang 2013 sei eine Neuvergabe geplant, an der sich die Norweger wieder beteiligen könnten.

Risiko bei Telekom Austria

Am Markt wisse man, dass Pecik seine TA-Beteiligung "schnell weiterreichen möchte", da der Deal nicht ohne Risiko sei, schreibt die Zeitung weiters. Denn würde der Aktienkurs der Telekom Austria absacken, müsste der Investor wegen der Fremdfinanzierung Kapital nachschießen.

Pecik hat dem Bericht zufolge eine neue Gesellschaft namens ANNA Industriebeteiligung GmbH gegründet, die seiner Privatstiftung RPR gehört. Es gehe um "ein neues Projekt". Nähere Angaben seien noch nicht gemacht worden. Der Investor soll am oberösterreichischen Aluminiumkonzern AMAG interessiert sein.

Mehr Gehalt für Vorstände

Die beiden TA-Vorstände Hannes Ametsreiter und Hans Tschuden sollen - ungeachtet des tiefroten Geschäftsjahres 2011 mit einem Verlust von 253 Millionen Euro - um fast 27 Prozent mehr Gehalt bekommen. Grund dafür sei eine variable Gehaltskomponente im Jahr 2010, als noch ein Gewinn von 195,2 Millionen Euro erzielt wurde. Ametsreiters Entlohnung erhöhe sich demzufolge von 815000 auf rund 1,03 Millionen Euro, Tschudens Sold steige von 787000 auf 997000 Euro, berichtet das "WirtschaftsBlatt" und verweist dabei auf die Bilanz 2011, die demnächst vorliegt.

Möglicherweise geht Pecik selbst in den Aufsichtsrat der Telekom Austria: "Ich schließe nie etwas aus", sagte er laut Zeitung. Die nächste Hauptversammlung findet am 23. Mai statt.

 

(APA)

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