Spritpreis-Korridor: Verordnung in Begutachtung

03.05.2012 | 22:10 |   (DiePresse.com)

Bis zwei Tage vor einem Feiertag dürfen weiterhin die Zapfsäulenpreise erhöht werden. Den Tankstellenpächtern bleibt weiterhin viel Spielraum.

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Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat die Spritpreisverordnung ("Standesregeln für Tankstellenbetreiber") für einen fixen Preiskorridor rund um reiseintensive Zeiten in Begutachtung geschickt. Entgegen ersten Überlegungen von Mitterlehner wird der Preiskorridor allerdings nicht nach dem Durchschnittswert der zwei Wochen vor dem Reisewochenende festgesetzt, sondern jeder Tankstellenbetreiber kann ihn selbst kurz vor dem verlängerten Wochenende festlegen.

Konkret funktioniert dies an einem Donnerstag-Feiertag so: Bis Dienstag 12:00 Uhr kann der Pächter selbst bestimmen, wie viel er für den Liter Sprit will. Dann darf er bis Mittwochmittag senken, aber nicht mehr anheben. Bis Sonntag 24:00 Uhr muss er dann die Preise gleich halten, darf sie also weder senken noch erhöhen. Laut Mitterlehner-Sprecherin Waltraud Kaserer wären aber die Tankstellenpächter gut beraten, die Preise am Dienstag nicht zu hoch anzusetzen, da sie sonst weniger Geschäft machen.

Die Auswahl der betroffenen Wochenenden erfolgte auf Basis der in den vergangenen Jahren von den Autofahrerclubs stark kritisierten Anhebungen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Die Begutachtungsfrist endet am 25. Mai. Auslöser für den Vorstoß von Mitterlehner waren die Preissprünge rund um Ostern.

2012 soll die Verordnung an folgende Wochenenden und Feiertage gelten:

a) zu Fronleichnam von Mittwoch, dem 6. Juni 11.00 Uhr, bis Sonntag, dem 10. Juni 24.00 Uhr, und

b) an den ersten beiden Ferienreisewochenenden im Sommer von Donnerstag, dem 28. Juni 11.00 Uhr, bis Sonntag, dem 1. Juli 24.00 Uhr, und von Donnerstag, dem 5. Juli 11.00 Uhr, bis zum Sonntag, dem 8. Juli 24.00 Uhr.

Im Jahr 2013 gilt die Verordnung für folgende Tage:

a) zu Ostern von Donnerstag, dem 28. März 11.00 Uhr, bis Montag, dem 1. April 24.00 Uhr,

b) zu Christi Himmelfahrt von Mittwoch, dem 8. Mai 11.00 Uhr, bis Sonntag, dem 12. Mai 24.00 Uhr,

c) zu Pfingsten von Donnerstag, dem 16. Mai 11.00 Uhr, bis Montag, dem 20. Mai 24.00 Uhr, d) zu Fronleichnam von Mittwoch, dem 29. Mai 11.00 Uhr, bis Sonntag, dem 2. Juni 24.00 Uhr, und

e) an den ersten beiden Ferienreisewochenenden im Sommer von Donnerstag, dem 27. Juni 11.00 Uhr, bis Sonntag, dem 30. Juni 24.00 Uhr, und von Donnerstag, dem 4. Juli 11.00 Uhr, bis zum Sonntag, dem 7. Juli 24.00 Uhr.

(APA)

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36 Kommentare
 
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Dieser Minister ist

doch das dämlichste was die Österr. Vernichter -Partei jemals herausgebracht hat.

Dieser Traumtänzer soll sich um das wesentliche kümmern.
Aber spätestens nach der nächsten Wahl wird
diesem Herrn hören und sehen vergehn.

Amen.

nochmal:

wenn der politik die spritpreise zu hoch sind, dann soll sie in IHREM einflußgebiet handeln, bei den steuern. der rest geht sie nix an!

Gast: Antensteiner
04.05.2012 16:54
1

Wirtschaftswunderwuzzi

Mitterlehner braucht nachdem man den kleinen Mann Jahrelang abgezockt hat positive Schlagzeilen, um wieder an die Macht zu kommen um den kleinen Mann weiter abzocken zu können !

ausser dasd nun dei Tankstellen die höheren Preise früher sogar anbieten dürfen

wird sich an der Missäre für die Kunden absolut nichts ändern, dafür fliessen aber mehr Stuereinnahmen ins marode Budget.

Eine weitere "tolle" Leistung eines Ministers, der eigentlich die Bevölkerung vertreten sollte !

Gast: Guckst du
04.05.2012 11:22
1

Ich bin dafür, dass der Spritpreis pro Liter mit 0,750 € eingefroren wird, weil der PKW, LKW hauptsächlich für den Berufsverkehr herhalten muss.

Im Gegensatz dazu sollte Flugbenzin um das Fünffache teurer werden.
Es ist ein Hohn, dass man um schon 75 € (inkl. aller Gebühren!) z. B. von Wien nach Dublin fliegen kann, dass Zehntausende zum Vergnügen tausende Kilometer in der Gegend herumfliegen, wenn z. B. pro Flug Frankfurt-Teneriffa 20.000 Liter Kerosin verbrannt werden, überflüssige Treibstoffe einfach während des Fluges abgelassen werden usw. Ein Verbrechen an der Umwelt ist da, wenn man bedenkt, dass täglich weltweit an die 30.000 Flugbewegungen gemessen werden.

Antworten Gast: fugazi
04.05.2012 12:03
0

Re: Ich bin dafür, dass der Spritpreis pro Liter mit 0,750 € eingefroren wird, weil der PKW, LKW hauptsächlich für den Berufsverkehr herhalten muss.

sehr guter ansatzpunkt, da aber 50% aller autofahrten unter 5 km sind solls auch teurer werden, solange wir uns leisten können mit dem auto zigaretten zu holen gehts uns zu gut..

zb: ich fahre 50km in die arbeit, hab ein auto fahre aber mit dem bus und dem zug. ich muss 4 mal umsteigen und brauche 20min länger als mit dem auto.. viel zeit zum lesen und das monatsticket is 3mal so billig als der benzin..

Antworten Gast: Depp
04.05.2012 11:59
0

Re: Ich bin dafür, dass der Spritpreis pro Liter mit 0,750 € eingefroren wird, weil der PKW, LKW hauptsächlich für den Berufsverkehr herhalten muss.

Genau. Man sollte eine Mauer um die EU Zone bauen und nur noch das Radfahren erlauben. Wegen dem Co2 und so. Für Technokraten, EU Beamte und Politiker sind Flüge natürlich weiterhin erlaubt. Auch die Steuerbefreiung für EU Beamte bleibt erhalten. Narhallamarsch.

Gast: gasti
04.05.2012 11:18
3

Spritpreis-Korridor

sicher so ein erfolgsprojekt wie die rettungsgasse

Re: Spritpreis-Korridor

Es kommt immer dummer. So viel Fantasie musst mal haben. Ich Tip auf Herr/Frau Mag. oder gar Dr.

mitterlehner der theaterspieler!

wenn wir genau schauen dürfen die treibstoff kraken uns weiter abzocken!
aber das ist von einen schwarzen politiker zu erwarten!
die abkassierer werden geschont,die steuerzahler geschröpft!

Das alles überschattende Problem:

Wollen wir staatlich geregelte Preise? Wollen wir Marktwirtschaft? Können wir uns entscheiden? Zumindest Letzteres lässt sich mit einem klaren Jein beantworten.

Selbst hochrangigste Vertreter des ÖAMTC meinen, man brauche staatliche Regelung, "wenn der Markt nicht funktioniert". Und outen sich damit als erschütternd ahnungslos.
Angebot & Nachfrage. Und wenn die Leute 1,50 zahlen, werden 1,50 verlangt. Man wird auch 2,50 zahlen. Und 3,50.
Mein üblicher Vorschlag: Der ÖAMTC möge eigene Tankstellen eröffnen und den Sprit billiger abgeben. Man wäre überrascht, was das für den Spritpreis in der Umgebung bedeutet.

Re: Das alles überschattende Problem:

ganz genau so ist es, und jeder Bäcker, Metzger, ... würde genau so handeln.
Eine Preisregelung führt zu Knappheit und zum Pickerl ala 1974.
Endlich wieder ein Pickerl auf der Scheibe ;-)

Re: Das alles überschattende Problem:

ist, dass die OMV und der Staat sich an hohen Preisen gesundstossen, auch wenn dafür das tägliche Leben weiterhin ungerechtfertigt verteuert wird !

Ein Mittelrlehner hat auch gar kein Interesse daran die Absprachen abzuschaffen, oder gar wie im Mobilfunkbereich echten Wettbewerb zuzulassen ...... !

NICHT die verteufelten Scheichs oder die Pächter sind dafür verantwortlich das die Preise explodieren, sondern sehr stark auch die Politik welche ja weiterhin den Banken jeglichen Spielraum fürs Zocken erweitern lässt !

Antworten Antworten Gast: cdo
04.05.2012 13:01
2

Re: Re: Das alles überschattende Problem:

können sie mir bitte die >> scharfe << trennlinie zwischen "spekulation" und preisbildung erklären?

Antworten Gast: Kein Kommunist, aber wenn es so weiter geht sicher bald einer...
04.05.2012 11:28
0

Re: Das alles überschattende Problem:

Wenn "der Markt", wie Sie es nennen, die Produzenten, Händler, Spekulanten und andere Zocker also den Preis bestimmen, dann ist es hoch an der Zeit, dass dieser reguliert wird, weil das mit "Freier Marktwirtschaft" nichts mehr zu tun hat, sondern reine Ausbeutung der Massen bedeutet.

Re: Re: Das alles überschattende Problem:

SIE bestimmen den Preis, und sonst niemand!
wenn er ihnen zu hoch ist: weniger fahren oder sparsames Auto kaufen.

Re: Re: Das alles überschattende Problem:

haben sie sich schon einmal die tankrechnung angeschaut? dann sehen sie schnell, dass der preis nur zur hälfte von den bösen märkten bestimmt wird. die zweite hälfte bestimmt nämlich der staat. und wenn dem staat der spritpreis zu hoch ist, sollte er da eingreifen, wo er zuständig ist, bei den steuern nämlich.

Re: Re: Das alles überschattende Problem:

Ok, zumindest Sie haben die Frage für sich beantwortet.
Soll das nur für Sprit gelten?
Was erweckt in Ihnen den Eindruck, dass die Preisbildung an Tankstellen von jener für jedes andere Produkt abweicht?
Wenn Sie die Tankstellenpreise netto vergleichen, kommen Sie auf %-Abweichungen, wie bei jedem anderen Produkt auch. Teilweise auch weit über dem Schnitt.

Mein Punkt ist: Die Abstimmung über Preise darf in einer Marktwirtschaft niemals woanders stattfinden als an der Kassa. Wenn mir das Produkt zu teuer ist, kaufe ich´s nicht.
Die ewige Jammerei: "Ich muss ja, ich hab keine Alternative" führt nur zu einem: Der Verkäufer weiss, dass er diktieren kann. Schlechte Verhandlungsposition.

Anmerkung: Ich muss auch 3 KFZ erhalten. Aber wenn ich sehe, wie ineffizient die Leute durch die Gegend gurken denke ich mir schon öfter: Der Sprit muss wohl noch viel mehr kosten...

Re: Re: Re: Das alles überschattende Problem:

ganz genau!
Statt vom Staat die Regelung zu fordern, also den Kommunismus, sollte das Volk Alternativen einfordern. Z.b. Verbesserung des öffentlichen Verkehr, oder noch besser Strukturen welche weniger Verkehr notwendig machen. Aber nein, was tun die Jammera, sie fordern eine Reduzierung dieser Alternativen.
Dummheit soll Blechen, ganz meine Meinung!

Genial!

"Jeder Tankstellenbetreiber kann ihn selbst kurz vor dem verlängerten Wochenende festlegen."

Was soll das, bitte, bringen? Denn gilt der Super-Sonder-Reisepreis eben nicht nur für das lange Wochenende, sondern schon ab Mittwoch. Genestreich. Da hätte man's auch gleich sein lassen können.

Re: Genial!

was soll das bringen? Wählerstimmen, was sonst?

Gast: snugs
04.05.2012 09:47
3

Juhu!!

Das riecht nach Preisabsprache, denn zur Vorsicht werden die Preise schon früher gehoben.

Re: Juhu!!

wenn ich von der Nachbartankstelle den Preis nachstelle, kann man kaum von Absprachen reden

Gast: Brummer
04.05.2012 08:51
3

Wie immer: Ausgenauswischerei,

keine echte Lösung, auf Kosten der Konsumenten wird weitergewurstelt!

und WAS ist der Unterschied wenn ich schon VORHER die Preise bewusst angehoben habe? Schon wieder ein perfektes Beispiel über die verkehrte Welt der Österreicher. Der ständige Versuch ALLE(S) zu regeln und regulieren aber über die MÖSt. wird doch kein einziges Wort verloren, ganz im Gegenteil, wer DIE hinterfrägt gilt gleich als Landesverräter und Ja... WOANDERS ist Benzin viiiiiiiiiel teurer als in Österreich, und ja... WOANDERS ist Sprit viiiiiiiiiiiiel billiger als in Österreich, und bitte die Milchmädchen Rechnungen und Logik der Politik(er) nicht vergessen: "Uns geht's gut... weil ICH es EUCH so befehle!!!"


dann müssen wir wahrscheinlich die ganze Woche erhöhte Preise bezahlen!


 
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