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Frank Stronach krempelt die Ärmel wieder auf

18.11.2011 | 18:34 |   (Die Presse)

Der austro-kanadische Milliardär Frank Stronach propagiert die "geistige Revolution" in Österreich: Für den Reformdialog mit Universitäten spendiert er jede Menge Geld. Und ein "Thinktank" ist auch schon gegründet.

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Er hat so etwas wie eine magische Anziehungskraft: Donnerstagabend, im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien. Der Austro-Kanadier Frank Stronach hält einen Vortrag. Der 430 Quadratmeter große Saal ist bis zum letzten Platz gefüllt.

Er hat Zeit: Frank Stronach hat sich schon lange aus dem operativen Geschäft des von ihm gegründeten Kfz-Zulieferers Magna zurückgezogen.

Er hat Geld – und das nicht zu knapp: Frank Stronach ist Milliardär. Nicht zuletzt deshalb, weil er auch im vergangenen Jahr die Kontrolle über den Konzern verkauft hat.

Anziehungskraft, Zeit, Geld. Was macht man damit? Was macht Frank Stronach damit? Zunächst macht sich der 79-Jährige einmal so seine Gedanken: „Ich mache mir sehr große Sorgen“, sagt er im Gespräch mit der „Presse“. „Sorgen um die Weltwirtschaft, um Europa und vor allem um Österreich.“ Und: „Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich bei der Lösung der Probleme behilflich sein könnte.“

Und da ist ihm doch glatt etwas eingefallen. Er will in Österreich eine „geistige Revolution“ ausrufen, wie er sagt. Sprich: Er will politisch etwas bewegen. Stronach: „Wir brauchen die Hoffnung, dass es andere Strukturen geben kann.“

Eine neue politische Partei, wie viele mutmaßen? Das wird's eher nicht werden, wiewohl Stronach lange Zeit mit der Idee geliebäugelt hat. „So wie die Regierungen bisher gemanagt haben, geht das nicht weiter“, sagt er, „das führt uns in den Abgrund. Aber die Politiker können offenbar nicht anders, weil sie in den bestehenden Strukturen gefesselt sind.“

Trotzdem – vorerst keine eigene Partei: In den vergangenen Monaten hat er mit etlichen prominenten und politisch versierten Wirtschaftstreibenden des Landes Gespräche geführt. Der wortgewaltige Notenbank-Präsident Claus Raidl war einer von ihnen, der Präsident des ÖVP-nahen Management Clubs und frühere steirische ÖVP-Landesrat Herbert Paierl ebenso. Karl Sevelda, einst Mitbegründer des Liberalen Forums und Vorstand der Raiffeisen Bank International, wird in dem Zusammenhang auch genannt. Sie haben dem Milliardär allesamt von der Gründung einer eigenen Partei abgeraten – wegen mangelnder Erfolgsaussichten. Jetzt stellt sich Stronach also auf den Standpunkt: „Wenn es in Österreich zu einer neuen Partei kommt, die kultiviert ist und mehr Demokratie verspricht, dann werde ich sie unterstützen.“ Von sich aus will er da keine Initiative ergreifen.

Was nicht bedeutet, dass er nicht anderweitig ausgesprochen umtriebig wäre. Und spendabel. Frank Stronach hat in den vergangenen Monaten in Österreich einiges auf die Beine gestellt. Sein politisches Engagement nimmt schön langsam Gestalt an.

Dazu setzt er zunächst „bei den jungen Leuten“ an. Stronach: „Ich will ihnen sagen: Denkt nach, überzeugt andere, nehmt eure Zukunft in die Hand.“

Was es freilich nicht zum Nulltarif gibt: An der Uni Graz hat er kürzlich die „Frank Stronach Forschungsgruppe für gesellschaftliche Fragen“ ins Leben gerufen, auf der TU Wien detto, demnächst folgt die Wiener Wirtschaftsuniversität. Sie alle bekommen 100.000 Euro pro Jahr (vorerst auf zwei Jahre fixiert). Das Ziel der Übung: „Ich werde an den Universitäten drei- bis viermal im Jahr Vorträge halten und mich Diskussionen stellen.“ Frei nach dem Motto: „Ich stelle mich zur Verfügung. Befragt mich.“

Und das ist ihm 25.000 Euro pro Vortrag wert? Mitnichten. Im Zuge der Diskussionsabende werden an den Universitäten Arbeitsgruppen entstehen, die Modelle für diverse wirtschaftspolitische Anliegen Stronachs entwerfen sollen. So weit jedenfalls der Plan.

Die Saat ist jedenfalls ausgebracht: Am Mittwoch hielt Stronach einen Vortrag an der Uni Graz zum Thema „Wohlstand schaffen und gerecht verteilen“. Am Donnerstag war das Thema an der TU Wien „Flat Tax und Schuldenabbau“.

Doch weil ein Frank Stronach immer gerne auf Nummer sicher geht, soll natürlich nicht bloß bei den Universitäten angesetzt werden. Er ist gerade dabei, einen größer angelegten, schlagkräftigen „Thinktank“ ins Leben zu rufen. Der soll nach US-Vorbild professionell aufgebaut werden und Reformideen weitläufig vermarkten. Am Online-Auftritt des „Thinktank“, den Stronach lieber als „Do-Tank“ bezeichnet, wird gerade emsig gearbeitet.

Für den „Thinktank“ hat der Unternehmer vor wenigen Wochen das „Institut für sozioökonomische Gerechtigkeit“ gegründet und als Verein eintragen lassen. Dort sollen alle möglichen Personen „andocken“, die in dem Land wirtschafts- und gesellschaftspolitisch etwas weiterbringen wollen, die reformorientiert sind. Wer das sein könnte, will Stronach noch nicht sagen: Es habe zwar schon ein paar Treffen gegeben, noch sei es aber zu früh, Namen zu nennen.

Fix ist hingegen, wie „Die Presse“ in Erfahrung bringen konnte, die Geschäftsführung des „Thinktanks“. Den Part übernimmt Barbara Kolm-Lamprechter, Generalsekretärin des Hayek-Institutes – ein Wirtschaftsforum, das marktwirtschaftliche Lösungen entwickelt. Benannt nach dem österreichischen Nationalökonomen und liberalen Denker Friedrich August von Hayek.

Mit den Postulaten des Frank Stronach wird Kolm-Lamprechter jedenfalls locker mit können: Der Austro-Kanadier steht für einen Abbau der Staatsschulden, für ein möglichst simples und leistungsorientiertes Steuersystem, für einen radikalen Abbau von Bürokratie. Und vermutlich wird sie auch kein Problem damit haben, dass Stronach dann und wann den Euro als „Missgeburt“ bezeichnet – wie zuletzt bei seinem Vortrag am Mittwochabend an der Uni Graz. „Die Währungsunion ist ein großer Fehler“, sagte Stronach dort. „Der Euro wird sich in ein bis zwei Jahren von selbst eliminieren.“

Bis es so weit ist, kommen aber noch jede Menge Euro aus der Privatschatulle des Frank Stronach: Insidern zufolge wird der Thinktank etwa zwei bis drei Millionen Euro pro Jahr kosten. Und die Finanzierung einer allenfalls daraus entstehenden Partei? Stronachs Weggefährten erzählen, dass er an die 20 Millionen Euro für so ein Projekt für sich budgetiert habe.

Er selbst will sich offiziell auf keine Beträge festlegen. „Geld ist genügend da“, sagt er bloß. Lächelnder Nachsatz: „Etliche Millionen.“

Zur Person

Frank Stronach wurde 1932 in Kleinsemmering bei Weiz geboren. Nach einer Lehre als Werkzeugmacher wanderte er 1954 nach Kanada aus, wo er den Kfz-Zulieferer Magna International gründete. Heute ist Magna ein Konzern mit über 24 Mrd. Dollar Umsatz und 74.000 Mitarbeitern. 2010 hat Stronach die Kontrolle des Konzerns abgegeben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2011)

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31 Kommentare
 
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Gast: Martin Neumann
23.03.2012 12:21
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Werde Stronach unterstützen.

Stronach ist genau dass, was das "veraltete, korrupte Parteiensystem" in Österreich benötigt. Nämliche eine radikale Ausmistung von Altlasten.
Wie üblich wird man in Österreich durch Jammern und Schlechtmachen versuchen Ihn daran zu hindern. Vor allem das SPÖ/ÖVP-System wird sich wehren wo es geht. Doch auch alle anderen Pateien profitieren vom System und haben nur bedingt einen Willen zur radikalen Ändernung. Ich werde Stronach unterstützen wo es geht. Er bringt den wahren Unternehmergeist ins Spiel. Etwas was es so noch nie in Österreich gegeben hat weil der Staat under der Last der Beamten (nicht die kleinen Leute an den Schaltern, sondern die Ponzen dahinter) und Politiker und deren Freunde erdrückt wird. Gewerkschaften und andere Vereine, alles zumeist politisch eingefärbte Handlanger der Parteien. Man denke da nur an die Gewerkschaft und deren Skandale mit Gelder (BAWAG etc...) Aber die Leute lernen es nicht. Und warum lernen sie es nicht. Weil sie bereits in den Schulen (die erste Stufe der Gleichrichtung der Gedanken) zur Unselbständigkeit gedrillt werden. Ein falsches Sozialsystem drängt die Leute in eine Hilflosigkeit gegenüber Beamte und macht Politiker und Profiteure von diesem System reich.

Stronach ist unsere letzte Rettung. Nicht weil er vielleicht der Beste Mann ist. Das ist unwichtig, sondern weil er der einzige ist, der nicht vom System abhängig ist und außerhalb des Systems agieren kann.

Gast: Sylvia Demmer
28.12.2011 21:38
0 0

Ich finde es phänomenal...

... wie im Vorfeld schon bereits eine gute Idee negativ zerpflückt wird. Einfach tun und nicht nur reden. Da packt jemand eine Problematik an und will weiterhelfen, Anstatt "Energie" zu verwenden, alles "schlecht" zu reden, lieber Energie zum "Mitentwickeln" und "Ideen einbringen" verwenden. Würde unserer Wirtschaft viel besser weiterhelfen. Die besten Wünsche zu einem guten Gelingen.

Gast: Maastricht-Partei
20.11.2011 17:00
0 0

Nur wenn ich mehr ausgebe, bekomme ich mehr!

Lieber Frank, ich bin arbeitslos und aus der Uni hat man mich schon mal rausgeworfen, weil ich ncht bezahlt habe.
Die Wiener Mindestsicherung kann ich nicht in Anspruch nehmen, weil ich ein Sparbuch miit 3.800,-- Euro besitze. Ohne Mindestsicherung gibt es in Wien aber keine Beihilfen, weil ich den Richtsatz für Ausgleichszulagen (744,--) unterschreite.
Nur wenn ich mehr ausgebe (wie alle meine Nachbarn), bekomme ich mehr Geld!
Die SPÖ will aber nicht sparen! Und die Grünen wollen keine Nulllohnrunde bei Beamten!
Welcome back in Österreich, Frank!


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Lieber Frank,

ich gründe auch eine Partei.

Darf ich meine Konto Nr. bekannt geben?
Ich meine, ein oder zwei Mio. werden Dir doch gar nicht auffallen.

Bin auch seit Jahren ein großer Anhänger des Hayek-Institutes.

Gast: Don Quichote
19.11.2011 17:51
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Auweh

Stronach will mit den Unis etwas auf die Beine stellen. Da kann er sein Geld gleich in die Donau werfen. Der Ausschuß, der seit etlichen Jahren in den Unis produziert wird, hätte ihm eigentlich genug Warnung sein sollen.

Gast: Gast4711
19.11.2011 15:01
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Österreich braucht dringend eine neue Partei

Wir haben in Österreich zwar 5 Parteien, aber keine einzige ist so wie ich mir das vorstelle. Meine Wunschpartei wäre ein Querschnitt an Werten und Schwerpunkten aller anderen 5 Parteien. Jede der 5 Parteien hat positive Aspekte, sogar die Grünen. Genau das fehlt, eine Partei die diese positiven Aspekte der anderen 5 Parteien sammelt.

Antworten Gast: nestbeschmutzer
20.11.2011 17:22
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Re: Österreich braucht dringend eine neue Partei

Vergessen sie's; eierlegende Wollmilchsäue gibt es nicht! Sie werden sich schon auf eine Ideologie beschränken müssen....
Und im Übrigen: Jeder will das dann doch "ein bisschen anders", oder?

Re: Österreich braucht dringend eine neue Partei

Österreich braucht Leute in der Politik welche wirtschaftlichen Verstand haben und wissen wie man Geld erwirtschaftet nicht wie man es verwirtschaftet.Wenn man bedenkt dass im Parlament 125 Beamte und 17 Bauern sowie 41 Freiberufler sitzen dann kann man ganz klar erkennen warum es keine Reformen geben kann.Wir brauchen keine Berufspolitiker welche in erster Linie sich selbst vertreten,sondern Menschen welche versuchen die Wünsche der Bürger zu erfüllen.Vielleicht ein paar Idealisten denen es nicht ums Abkassieren geht sondern dem Volk dienen wollen.Siehe:www.ehrenamtliche.at

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Re: Re: Österreich braucht dringend eine neue Partei


Ich bin auch Ihrer Ansicht.
Es sollte ausschließlich ehrenamtliche Politiker geben.

Denn was bei den Geldgierigen herauskommt, wissen wir jetzt bereits.

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Re: Re: Österreich braucht dringend eine neue Partei


Ich bin auch Ihrer Ansicht.
Es sollte ausschließlich ehrenamtliche Politiker geben.

Denn was bei den Geldgierigen herauskommt, wissen wir jetzt bereits.

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Re: Re: Österreich braucht dringend eine neue Partei


Ich bin auch Ihrer Ansicht.
Es sollte ausschließlich ehrenamtliche Politiker geben.

Denn was bei den Geldgierigen hrauskommt, wissen wir jetzt bereits.

Gast: =EHM=
19.11.2011 14:00
0 4

Frankie Boy, der leibhaftig geworde Onkel DAgobert, der glaubt mit Geld Macht, Meinung und die Welt kaufen zu können.

In Österreich produziert er allerding viel heiße Luft und noch mehr Flopps.

Man kann es ihm nicht verdenken.

Für Stronach sind halt alle Probleme dieselbe Ebene wie die nach der Titanlegierung im Getriebe BetaX für Drehmoment Zeta - da muß es doch eine Lösung geben?

Schade ums Geld, um jeden einzelnen Cent. Vergeudet, das kann man jetzt schon mit Gewißheit sagen. Ein Mäzen muß die Dinge besser erfaßt haben, als seine Klienten, sonst ist alles "für die Würscht", ja im Gegenteil: dann wird auch noch das Falsche gefördert, und er löst aus, was er verhindern will. Denn Zerstörung geht um drei mal schneller, als etwas aufzubauen. Ein Mäzen muß deshalb im Grunde die Lösung kennen, zumindest im Abstrakten, um bewerten zu können. Nur die Ausführung kann man verantwortlich unterstützen. Der Rest ist groteskes Neureichengetue.

Aber irgendwie ist diese Tragik fast schon sympathisch, weil sie so kindlich ist. Er ist halt so, der Onkel Stronach.

Gast: international_
19.11.2011 12:35
6 0

vielleicht wirds was

um gegen die etablierten parteien bestehen zu können braucht man auch viel geld, denn neue parteien können nicht auf die staatliche parteienfinanzierung zurückgreifen um bekannt zu werden.
vielleicht bekommt österreich doch einmal eine partei in der logisches denken vor pfründesicherung kommt.

Gast: UKW
19.11.2011 11:45
14 1

Frankie ist mir 100 mal lieber als 100.000 Gewerkschaftsbonzen und lieber als 200.000 Arbeiterkammerbonzen

In Österreich werden solche Leute leider lieber beneidet als bewundert.

Gast: b754
19.11.2011 11:28
2 16

der glaubt er kann alle kaufen

geh zurück nach kanada

Re: der glaubt er kann alle kaufen

Wer sagt etwas von kaufen? Nur weil er selbständiges Denken unterstützt ist's ja nichts schlechtes. Oder ist genau das Dein Problem? Bist auch einer von denen die sich nicht der Mühe des selbständigen Denkens aussetzen wollen?

Nachdem ja die ganzen Parteiakademien offenbar selbständiges Denken streng verbieten (schau mal die Postings da an) ist das sicherlich ein erfrischender Ansatz.

Antworten Antworten Gast: b754
19.11.2011 13:54
0 5

Re: Re: der glaubt er kann alle kaufen

das letzte was der will sind leute die selbstständig denken ein heuchler wie er im buche steht was der braucht sind willige arbeitssklaven

Antworten Antworten Antworten Gast: Martin_S
19.11.2011 15:26
3 0

Re: Re: Re: der glaubt er kann alle kaufen

Das hast jetzt aber brav abgelesen, das Manuskript der SP-Akademie... sehr brav, kriegst ein Zuckerl!

2 11

der redet von gerecht verteilen

wirklich das reinste kaspertheater in diesem land.

soll er doch anfangen mit dem gerecht verteilen, er hat ja genug.

Antworten Gast: Köszegi
21.11.2011 15:21
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Re: der redet von gerecht verteilen

Lieber dadada, Sie haben offenbar nix verstanden, ausser Geldverteilen an den populus. "Er hat genug ?" Ja, das hat er sich als einsam tüchtiger Unternehmer und Arbeitsplatzschöpfer verdient. Sie klingen wie eine bestimmte Art von Gewerkschaftsfunktionären. Es ist deprimierend. Stirbt diese sozialistische Primitivität nie aus ?

Antworten Gast: Köszegi
21.11.2011 15:20
0 0

Re: der redet von gerecht verteilen

Lieber dadada, Sie haben offenbar nix verstanden, ausser Geldverteilen an den populus. "Er hat genug ?" Ja, das hat er sich als einsam tüchtiger Unternehmer und Arbeitsplatzschöpfer verdient. Sie klingen wie eine bestimmte Art von Gewerkschaftsfunktionären. Es ist deprimierend. Stirbt diese sozialistische Primitivität nie aus ?

Re: der redet von gerecht verteilen

So Unrecht haben Sie nicht. "Ungerecht" ist Erfolg halt immer nur bei den anderen, nie bei einem selber. Selber hat man alles, jeden Groschen, verdient, hart verdient ...

Wobei ich persönlich letzterer Ansicht zuneige, sage ich auch. Gerade deshalb aber meine ich: wer vom allgemeinen Verteilen redet, muß wirklich bei sich selber anfangen.

Gast: Machmuss Verschiebnix
19.11.2011 06:22
2 2

Gott sei's gedankt - endlich der richtige Mann zum trouble-shooten !

Wenn's Frank Stonach nicht schafft - wer dann ?

Re: Gott sei's gedankt - endlich der richtige Mann zum trouble-shooten !

Gott schütze uns vor Leuten, die durch ihr Geld, ihre Macht, viel auslösen und bewirken können - aber denen der Horizont fehlt, an den richtigen Stellen zu wirken.

Die rationalistische Naivität, mit der Stronach die Problemlösungskraft der "Wissenschaft" (etc.) zu bewerten scheint, stärkt in mir ehrlich gesagt die Befürchtung, daß er vieles noch schlimmer machen wird.

Antworten Antworten Gast: köszegi
22.11.2011 17:33
0 0

Re: Re: Gott sei's gedankt - endlich der richtige Mann zum trouble-shooten !

Selbst, wenn man Stronach Naivität vorwerfen könnte, sollte seine Affinität zu den Wissenschaften schon deshalb respektiert werden, weil es in Österreich zuviel "Kultur" und viel zu wenig Wissen-
schaftsinteresse gibt. Was soll er denn falsch machen, solange er die richten Wissenschafter unterstützt ? Ich traue ihm das zu, bei allem, was er schon richtig getan hat. Lieber Beantworter, zügeln Sie ihre Grillparzerschen Befürchtungen. Es ist Zeit, dass der Österreicher endlich ein bissel frischer und mutiger denkt, anstatt jegliche Initiative mit
depressiver Ablehnung abzuwürgen. Stronach hat dort Karriere gemacht, wo man nicht ständig zweifelt und fürchtet.

 
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