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Supermarkt: Die Banker waren's! Tatsächlich?

26.11.2011 | 18:03 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Ohne die Finanzkrise gäbe es keine Staatsschuldenkrise:eine Behauptung, die ziemlich plausibel klingt. Und trotzdem nicht stimmt.

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Zum Glück gibt es in diesen Tagen voll der hochkomplexen Sachverhalte noch ein paar Dinge, die so richtig schön einfach sind. Erklärungsmuster zum Beispiel. Österreich, so ist neuerdings aus der von den Ratingagenturen schwer gestressten Politik zu vernehmen, sei zwar wirklich ein bisschen sanierungsbedürftig. Das aber nur, weil der in Wirtschaftskreisen lange lächerlich gemachte Staat vor Kurzem den Banken zu Hilfe eilen musste, um die Leuchttürme des modernen Kapitalismus mit milliardenschweren Stützungen vor ihrem Niedergang zu bewahren. Hätte es also die von der Finanzbranche ausgelöste Wirtschaftskrise nicht gegeben, wäre alles in Butter, und niemand müsste sich in Europa heute vor überschießenden Staatsschulden und einem Zerfall der Währungsunion fürchten.

Gekommen ist es, wie alle Welt weiß, leider ganz anders. Deshalb wird den Reichen des Landes demnächst ein kleiner Solidarbeitrag abverlangt, schließlich waren sie es ja auch, die von der kostspieligen Rettung der Banken zulasten der Steuerzahler am meisten profitierten, wie die Sozialisten aller Parteien täglich trommeln.

Bevor das Land mit der beinahe höchsten Steuerquote weltweit (44Prozent des BIPs) einmal mehr an den Einnahmen dreht, wäre wohl die Frage zu klären, welchen Anteil die öffentlichen Bankenhilfen an den explodierenden Staatsschulden tatsächlich haben. Einen überraschend kleinen. So hält Österreich bei einer Verschuldung von rund 215Milliarden Euro oder 72,4Prozent der Wirtschaftsleistung. Wie einem Bericht des Staatsschuldenausschusses zu entnehmen ist, erhöhte die Bankenrettung den Schuldenstand der Republik um rund drei Prozentpunkte.


ÖBB und Bauern lassen grüßen. Größter Posten ist mit 5,8Milliarden Euro das Partizipationskapital. Geld, das der Staat den Banken geliehen hat. Wird es von den Instituten zurückgezahlt, drückt das die Staatsverschuldung automatisch nach unten. Im schlimmsten Fall könnte die Republik auch um die volle Summe umfallen. 5,8Milliarden sind eine Menge Holz. Diese Summe reicht allerdings nicht aus, um den Subventionsdurst von ÖBB und Landwirten zu stillen – und das Jahr für Jahr.

Die AK würde an dieser Stelle daran erinnern, nicht auf die Kosten der Konjunkturpakete zu vergessen. Sie mussten schließlich auch nur wegen der von den Banken ausgelösten Finanzkrise geschnürt werden. Ein nicht ganz unschlüssiges Argument, womit weitere drei Prozentpunkte der angeschwollenen Schuldenquote gefunden wären. Größter Einzelposten in den Konjunkturpaketen ist allerdings die Steuerentlastung aus dem Jahr 2009, die nur schwer den Banken umzuhängen wäre. Womit zwei Drittel der Kosten abzuziehen wären. In Summe stünde die Republik Österreich ohne die Aufwände für Bankenrettung und Konjunkturpakete heute also nicht bei einer Schuldenquote von knapp 72 – sondern bei 68Prozent des BIPs.

Womit offensichtlich wird, was für Nichtpolitiker nicht zu übersehen ist. Aufgetürmt wurde der österreichische Schuldenberg von einer seit Jahrzehnten beharrlich durchgezogenen Budgetpolitik, die vor allem einmal darauf ausgerichtet ist, konsequent mehr auszugeben als einzunehmen – insbesondere in Zeiten guter Konjunktur. Dürfte sich Österreich 2012 wider Erwarten über einen Boom freuen, fiele mangels saniertem Staatshaushalt noch immer ein Defizit von drei Prozent des BIPs an– neun Mrd. Euro in „echtem“ Geld.

Dasselbe Bild zeigt sich übrigens auf europäischer Ebene, so wir einer von der Bank Austria erstellten Studie trauen dürfen. Und das dürfen wir. Studienautor Stefan Bruckbauer hat sich keine Zahlen zurechtgebogen, sondern die aktualisierten Daten von Eurostat, EU-Kommission und OECD zusammengetragen. Ergebnis: Laut Eurostat sind die Staatsschulden im Euroraum zwischen 1999 und 2010 um 3329Milliarden Euro angewachsen. 70Prozent dieses Zuwachses sind einzig und allein dem budgetären Schlendrian der Eurostaaten geschuldet. Damit sind jene Abgänge gemeint, die auch bei konjunkturellem Kaiserwetter angefallen waren („strukturelle Defizite“).

Der Stabilitätspakt wurde in dieser Zeit in der Eurozone 56 Mal gebrochen– zwölfmal von Griechenland, achtmal von Italien, sechsmal von Deutschland und immerhin dreimal von Österreich. Mit 493Milliarden Euro gehen 14Prozent des Schuldenwachstums auf das Konto der Banken-„Bailouts“. Dafür erhielten die Staaten allerdings Vermögenswerte in Höhe von 440Milliarden Euro, auch wenn diese nicht gerechnet werden, weil laut Maastricht Assets nicht schuldenreduzierend wirken.
Von Tätern und Opfern. Nun wird niemand ernsthaft bestreiten wollen, dass die Vertreter der Banken in Sachen Finanzkrise keinen Schutz verdienen – sie sind zweifelsfrei auf der Täterseite zu finden. Sie haben Millionen von Kunden Produkte aufgeschwatzt, deren Inhalt nicht einmal die Verkäufer selbst verstanden haben. Zudem zögerten die Täter nicht, ein paar Wimpernschläge nach dem Platzen der Immobilienblase dreist in die Opferrolle zu schlüpfen – und sich tatsächlich von der steuerzahlenden Allgemeinheit rausboxen zu lassen. Während die Aktionäre der an den Rand des Ruins gewirtschafteten Finanzhäuser vom Untergang ihres (schlecht verwalteten) Eigentums verschont blieben und mit Buchverlusten davongekommen waren – eine marktwirtschaftliche Lösung sähe freilich gänzlich anders aus.

Das alles wird aber dadurch nicht besser, dass sich nun auch noch der Staat als bemitleidenswertes Opfer beklagt. Das gilt vor allem für den österreichischen, der die Staatsschulden seit 1990 nahezu verdreifacht hat. Den Banken ist in diesem Zusammenhang allerdings eines vorzuwerfen: Dass sie die Schuldensause bereitwillig mit Krediten finanzierten.



franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.11.2011)

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68 Kommentare
 
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TheDalien
30.11.2011 00:05
0 1

Die "Erklärungen"

der Journalisten werde immer abartiger...

das glaubt doch keiner mehr...

Gast: Besucherin
28.11.2011 12:40
3 1

Selbst...

selbst das dümmste dummerchen versteht, dass die "höchste abgabenquote" allein für die steuern auf ARBEIT zutrifft. daher wird seit langem von vielen seiten eine steuerhöhung für das gering bis GAR NICHT versteuerte einkommen auf KAPITALGEWINN (sprich zinsen = einkommen ohne arbeit) gefordert. die banken selbst zahlen übrigens auch sehr wenig steuern, von 44% ist da keinerlei rede.
wie die presse selbst schrieb, zahlen einige banken zb KEINE ertragssteuer. das erklär bitte mal wer einem klein- oder mittelbetrieb...

Antworten Iason
28.11.2011 20:38
0 0

Re: Selbst...

Als KMU zahle ich sogar KöSt (Mindestkörperschaftssteuer), wenn ich Verlust mache!

Die Welt ist eben nicht fair. Schon gar nicht bei den Steuern.

Antworten Gast: zensuriert doch mal wen anderen
28.11.2011 14:03
2 2

Re: Selbst...

klar, anstatt steuern auf arbeit zu senken erhöhen wir einfach die steuern auf vermögen. auch so kann man steuersymetrie herstellen. das ist steuergerchtigkeit auf sozialisisch. NEIN DANKE!

Antworten Gast: Pänker
28.11.2011 13:28
0 0

Re: Selbst...

Kapitalgewinne werden mit 25 Prozent versteuert, nicht wahr? Und Banken zahlen für ihre Gewinne dort Steuern, wo sie anfallen.

greentwig
28.11.2011 12:02
1 1

Liebe Zinssystem-Basher

Ich möchte dem ewigen Geschimpfe auf des böse Zins-Zinseszins-System folgendes entgegenhalten:
An der gegenwärtigen Schuldenkrise ist nicht irgendein Marktversagen schuld, die Neoliberalen - was immer das auch ist - und das Finanzsystem bedarf auch keiner neuen "Regulierung".
Schuld sind politische Einflußnahmen auf vormals gesunde Märkte über 20 Jahre, zumindest sein Jimmy Carter, die zu künstliche Liquiditätsschwemmen geführt haben, zu Überinvestition und ergo zu Überschuldung. Punkt


Antworten TheDalien
30.11.2011 00:15
0 0

Re: Liebe Zinssystem-Basher

Jajajaja...

Deswegen sitzen auch so viele Ex-Banker auf politischen Positionen und Politiker bekommen Bankposten zugeschanzt.

Geld war nur Illusion.
Ein spiritueller Test der das Fähige und Unfähige trennen sollte, das Tier und das höhere Wesen.
Denn umso mehr Geld jemand hat, umso unfähiger wird er (der Mensch) denn er kann ja jede Fähigkeit kaufen.
Der Apfel der Erbsünde der Korruption ist jetzt vollkommen aufgegessen (absorbiert) worden.
Das Tier getrennt.
Es folgt die Zeit der Ernte.


Antworten Gast: Albert Bartlett
28.11.2011 13:08
0 0

Zins-Zinseszins-System...

'Der größte Mangel der menschlichen Gattung ist unsere Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen.'

Antworten Antworten Iason
28.11.2011 20:46
0 0

Re: Zins-Zinseszins-System...

Die Zinsen sind nur für jene erfunden worden, die heute auf Kosten der Kinder gut leben wollen.

Keine Schulden machen -- keine Zinsen.

Gast: ich auch
28.11.2011 10:00
1 0

"das Land mit der beinahe höchsten Steuerquote weltweit (44Prozent des BIPs)"

Schnell wird vergessen, woher die Steuergelder vornehmlich kommen: aus der Lohnsteuer und der Mehrwertsteuer.
Hier zahlen die - vorwiegend geringverdienenden - Gehaltsempfänger sogar doppelt.
Wäre es nicht an der Zeit, dass jene, die daran verdienen, dass sie am Personal sparen, auch was abgeben? Vor allem Konzerne und jene Großunternehmen, die nicht nur 3 sondern Hunderte von Mitarbeitern in den Burnout treiben, was dem Staatshaushalt - aber sicher nicht den Profiteuren dieses Wirtschaftssystems - weitere Kosten verursacht.
Vielleicht ist es gut, wenn dieses Finanzsystem sich selbst richtet.

Antworten Gast: Zen Su Riert
28.11.2011 14:07
1 1

nix verstanden

au ja, ich bin dafür, sämtliches anlagevermögen von unternehmen mit einer 50%igen vermögenssteuer zu belegen. dann müssen wir nur noch diese vermaledeiten unternehmen und damit die arbeitsplätze daran hindern, ins ausland abzuwandern. ach ich vergass, in der sozialistischen welt brauchts ja für arbeitsplätze keine unternehmen. die arbeitsplätze stellt ja der staat zu verfügung. dann ist ja alles in butter.

0 0

Waren's die Banken?

"Den Banken ist in diesem Zusammenhang allerdings eines vorzuwerfen: Dass sie die Schuldensause bereitwillig mit Krediten finanzierten".

Das kann man wirklich nur unterstreichen! Jede Bank hat ein Länderlimit (auch für Griechenland), das mindestens einmal pro Jahr überprüft und von den Gremien abgesegnet wird. In der Gremienvorlage werden Stärken/Schwächen/Risken des Landes, aus ökonomischer und politischer Sicht, dargestellt. Es wird argumentiert, warum das Länderlimit aufrecht erhalten bleiben bzw. sogar erhöht werden soll. Es wäre interessant, einmal diese Gremienvorlagen ab ca. 2005 zu sehen. Mit Sicherheit haben die Volkswirte jeder Bank darauf hingewiesen, dass sich Griechenland in Richtung Schuldenschlamassel bewegt.

Ohne die Verantwortung des Schuldnerlandes schmälern zu wollen: bevor ein cleverer Schuldner sich überschulden kann, muss erst einmal ein dummer Banker Kredite vergeben.


bevor ein cleverer Schuldner sich überschulden kann, muss erst einmal ein dummer Banker Kredite vergeben

Ich denke nicht, dass die Banken "dumm" handeln oder das in den letzten Jahren getan haben.
Eine Banklizenz ist die Lizenz zum Gelddrucken. Man leihe sich Geld zu 1,25% von der EZB und kaufe damit Anleihen zu z.B. 4%
Die Differenz wird automatisch von der Wirtschaftsleistung des betreffenden Landes abgesaugt. Und wenn er ausgeblutet ist (u.a. weil er so blöd war, sich auf strukturelle Dauerverschuldung einzulassen), findet sich ein anderer Steuerzahler. Stichwort Bail-Out.
Dieses System auzunutzen mag unmoralisch oder sonstwas sein. "Dumm" ist es nicht.

Stellen wir uns mal nur als Beispiel den EZB-General und den BK vor. Wer zieht hier wohl wen über den Tisch?

Antworten Antworten Milchleber
28.11.2011 19:38
0 0

Re: bevor ein cleverer Schuldner sich überschulden kann, muss erst einmal ein dummer Banker Kredite vergeben

aber es ist von der Gesellschaft dumm, so ein System bestehen zu lassen und sich freiwillig in die Knechtschaft zu begeben.

Na ja,

Auch wenn Schellhorn im Grundsatz natürlich völlig recht hat, bin ich mir nicht so sicher, ob mir nicht die Assets, die einem Großteil der ÖBB- und ASFINAG-Schulden gegenüberstehen, nämlich Sachwerte, die über 50-100 Jahren abzuschreiben sind, lieber sind, als die Assets, die dem Partizipationskapital an den Banken gegenüberstehen. Die könnten nämlich auch morgen schon abzuschreiben sein, wenn man so die Wirtschaftsnachrichten verfolgt.

Lupus.67
28.11.2011 00:12
0 0

wer will schon

die wahrheit hören?
aber schön langsam wird immer mehr publik WIE sich banken und politiker ins gemeinsame bett gelegt haben....zu ungunsten der bevölkerung.
man braucht nur atv schauen, z.B. "kapitalismud, eine liebesgeschichte". die verhältnisse sind eigentlich 1 zu 1 auf europa umlegbar......da kann raiffeisen und co leute wie den schellhorn zahlen so viel sie wollen. "das blöde volk" hat heute internet und gott sei dank noch ein paar unabhängig reporter

Stachel
27.11.2011 19:32
2 0

Es ist schwer, kein Fan von Schellhorn zu sein!

ER macht der " PresseF" Ehre, weil er, wie ich meine, Fakten richtig interpretiert und Propaganda entlarvt.

Gast: gäst
27.11.2011 16:05
3 1

letztenendes

bleibts dabei: Schellhorn will allen Ernstes die Staatsschuldenkrise als unabhängig von der Bankenkrise darstellen.
Die Schulden der Staaten sind auf der ganzen Welt gewachsen und Schellhorn weiss auch sicherlich selbst: Hätte es diese Staatsschuld nicht gegeben, man hätte sie erfinden müssen. Die Vermögen waren von dieser Investitionsmöglichkeit genauso abhängig wie umgekehrt die Staatsbudgets bei ständig sinkender Besteuerung, ständig steigender Profitabilität und ständig sinkender Lohnquote.

Antworten Gast: Pänker
28.11.2011 13:31
0 0

Re: letztenendes

Unabhänig von der Bankenkrise hätte ich nicht rausgelesen. 3 Prozentpunkte der auf 73 Prozent gestiegenen Staatsschulden gehen auf Konto der von den Banken (mit)ausgelösten Finanzkrise, wenn ich das richtig verstanden habe. Nicht erwähnt wurde, dass die Politik mit ihren Eingriffen (Clinton Act, Niedrigzinspolitik unter Bush nach 09/11) mit von der Partie war.

Antworten Stachel
27.11.2011 19:33
0 1

Sie sind offenbar informations- und faktenresistent!


Antworten Antworten Lupus.67
28.11.2011 00:14
0 0

Re: Sie sind offenbar informations- und faktenresistent!

sogar die amis erkennen schön langsam, dass die bankster unter bush einen staatsstreich ohne waffen siegreich durchgeführt haben. aber um das zu erkennen muss man halt über den suppenteller hinausschauen.

Thonet H.
27.11.2011 14:43
3 1

Es ist der Klüngel zwischen Politik, Banken und Wirtschaft,

den man durchbrechen muss.

Gegen die Staatsdiktatur, für Freiheit in Verantwortung.
Bewegung "Die weiße Rose".

Der Autor des Artikel hat sich nicht mit den Grundlagen beschäftigt.

Den Ursachen der Krise kommt man auf die Spur, wenn man sich folgende Fragen stellt:
Wie wird Geld geschaffen? Und zu welchen Bedingungen?
Die Ursache liegt tatsächlich in unserem Geldsystem (und derzeit untrennbar damit verbunden: unserem Bankensystem).

http://www.banken-volksbegehren.at/geld-und-geldsystem/wie-wird-geld-geschaffen

Verschuldung erfolgt übrigens nicht freiwillig:
http://www.youtube.com/watch?v=juQc0rLdB-E

Antworten Iason
28.11.2011 09:22
1 0

Re: Der Autor des Artikel hat sich nicht mit den Grundlagen beschäftigt.

Richtig,
Zentralbanken, Fiat-Money, Teilreserve-Bankensystem, Einlagensicherung.

All das führt zu dem unsoliden Geld- und Kreditsystem, das wir haben.

Das ist die Ursache allen Übels, an dem die Politiker, Banker und Lobbyisten maßgeblich beteiligt sind, um das Volk aus der Freiheit und Selbstverantwortung in die "Sklaverei" zu drängen.

mises.org

Gast: Österreicher in Frankfurt/Main
27.11.2011 10:22
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schöner Artikel

Herr Schellhorn,
...wie die Sozialisten aller Parteien trommeln...

Wie schon Hayek in "der Weg zur Knechtschaft" schrieb: "...an die Sozialisten in allen Parteien..."

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Politiker werden, dann würden sie vertehen, wo die Ursache der Krise liegt: Nicht im Versagen der Marktwirtschaft sondern im Versagen des Staates.

Antworten Milchleber
27.11.2011 19:14
1 0

Re: schöner Artikel

und dass sich die Kapitalisten immer mit dem bösen Sozialstaat ins Bett legen, das stört Sie als neo-kons natürlich überhaupt nicht?

Wer profitiert denn von einer Staatsverschuldung? Menschen, die Kapital haben, welches sie dem Staat leihen können (also Vermögende). Banken, die vom Staat Zinsen kassieren (also von den Steuerzahlern), Bauunternehmen, die ihre eigenen MA ausbeuten, aber von den Staatsaufträgen Millionen cashen, dank Verbandelung auch plötzlich viel höhere Kosten geltend machen können (Skylink, AKH, Koralmtunnel etc.).

Ich behaupte, ein schönes Stück der Staatsverschuldung geht nicht in den Sozialstaat, sondern deutlich zugunsten des Kapitals (siehe auch 25 % Kest statt 33 % vor Grasser).

Nicht der Sozialstaat, sondern die Verquickung von Politik und Wirtschaft erscheint mir als Kernproblem. Und wenn die Unternehmensgewinne stetig steigen, während die Einkommen stagnieren, dann ist etwas faul, und das fällt uns langfristig allen auf den Kopf, wenn 1% alles, und 99% nichts besitzen.

 
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