Flüssigerdgas soll klimaschädliches Schweröl ablösen

Ab 2020 ist nur noch schwefelarmer Treibstoff auf den Weltmeeren erlaubt.

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AFP (KIRILL KUDRYAVTSEV)

Wegen verschärfter Umweltvorschriften dürfen Schiffe von 2020 an nur noch mit schwefelarmem Treibstoff auf den Weltmeeren fahren. Für Nord- und Ostsee gilt bereits jetzt ein noch strengerer Grenzwert von höchstens 0,1 Prozent Schwefel. Damit ist ein Ende des heute noch üblichen Schwerölbetriebs absehbar.

Vor allem Containerschiffe verbrennen dieses Öl, das besonders viele Schadstoffe wie Schwefel, Stickoxide und CO2 freisetzt. Aber auch viele Kreuzfahrtschiffe fahren mit dem Treibstoff, der als extrem klimafeindlich gilt. Rußpartikelfilter und Abgaswaschanlagen greifen nach Einschätzung von Umweltschützern zu kurz.

Als derzeit schadstoffärmster fossiler Brennstoff für die Schifffahrt gilt "Liquefied Natural Gas" (LNG). Das Erdgas wird auf minus 162 Grad Celsius gekühlt und damit verflüssigt. Dadurch kann es in großen Mengen auf Tankern transportiert werden.

Mit Flüssigerdgas werden Stick- und Kohlendioxid in den Abgasen der Schiffe deutlich verringert und auch im Vergleich zu herkömmlichem Marinediesel noch einmal erheblich gesenkt. Der Ausstoß von Schwefeloxiden und Rußpartikeln wird ganz vermieden. Allerdings sind die Investitionskosten für ein Schiff mit einem zusätzlichen LNG-Motor um 20 bis 30 Prozent höher als für einen herkömmlichen Schiffsantrieb.

(APA/dpa)

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