„Grüne“ Start-Ups und etablierte Unternehmen: eine fruchtbare Verbindung

Neue Ideen können sich durch gezielte Förderung noch besser entwickeln. Von Kooperationen zwischen jungen Start-Ups und etablierten Unternehmen profitieren beide Seiten gleichermaßen.

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(c) andreas scheiblecker

Als führender Konzern in der Energie- und Automationstechnik unterstützt ABB in Österreich beispielsweise den Start-Up Wettbewerb „greenstart“. Innovative, nachhaltige Technologien und Dienstleistungen, die zur CO2-Einsparung beitragen, erhalten in diesem Programm gezielte Unterstützung bei der Markteinführung.

 

Österreichs Start-Up-Szene ist in Bewegung: Im Jahr 2016 gab es über 29.000 Unternehmens-Neugründungen in Österreich, das entspricht einer Steigerung von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil „grüner“ Geschäftsideen unter den Start-Ups ist im Wachsen. Diese Signale gehen in die richtige Richtung, denn im Umgang mit unserer Umwelt besteht dringender Handlungsbedarf: Nachhaltige Geschäftsideen können einen wichtigen Beitrag leisten, um den Rohstoffverbrauch und die CO2-Emissionen zu senken.

Immer mehr Konzerne fördern Start-Ups gezielt. Finanzielle Unterstützung in der Gründungsphase ist dabei nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen etablierte Unternehmen junge Visionäre fördern: Start-Ups können auch von Know-How und dem Zugang zu professionellen Netzwerken profitieren. Umgekehrt erhalten große Unternehmen durch die Zusammenarbeit wichtige Impulse für die eigene Weiterentwicklung. Damit die Kooperationen zwischen „Groß“ und „Klein“ gut funktionierten, braucht es eine Partnerschaft auf Augenhöhe.


ABB fördert nachhaltige Technologien

Schon lange hat beispielsweise ABB das große Potential von Start-Ups erkannt, weshalb der internationale Konzern vor fünf Jahren mit ABB Technology Ventures (ATV) eine strategische Risikokapitalgesellschaft gründete, die in vielversprechende Industrietechnologien und in Energieunternehmen investiert. So unterstützt das Unternehmen auch gezielt Gründerinnen und Gründer im Bereich nachhaltiger und ressourcenschonender Technologien.
„Auch ABB hat als Start-Up begonnen - nämlich im Jahr 1892, als der junge Ingenieur Charles E.L. Brown gemeinsam mit Walter Boveri ein Unternehmen gründete, dessen erster Auftrag die Erzeugung von Generatoren für ein Wasserkraftwerk in der Schweiz war. Heute ist ABB ein globaler Technologieführer mit 135.000 Mitarbeitenden und Niederlassungen in über 100 Ländern.“, erklärt Thomas Makrandreou, Leiter der Unternehmenskommunikation von ABB in Österreich, das Interesse des Konzerns an der GründerInnenszene.


greenstart: Business-Ideen für die Energiewende

2016 war ABB Sponsor der Initiative „greenstart“. Das Start-Up-Programm des Klima- und Energiefonds fördert „grüne“ Geschäftsideen. Innovative, nachhaltige Technologien und Dienstleistungen, die zur CO2-Einsparung beitragen, erhalten bei greenstart gezielte Unterstützung bei der Markteinführung.
„Die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität, die bei greenstart im Vordergrund stehen, sind auch zentrale Geschäftsfelder der ABB AG. Wir arbeiten eng mit unseren Kunden in den Bereichen Energieversorgung, Industrie sowie Transport und Infrastruktur zusammen, um Themen wie Automatisierung und Digitalisierung gemeinsam mit unseren Kunden voranzutreiben. Natürlich ist es für uns spannend zu sehen, welche Technologien und Geschäftsmodelle junge Unternehmen forcieren, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen – und wer weiß, vielleicht könnten sich mit dem einen oder anderen Start-Up gemeinsame Projekte ergeben“, so Makrandreou.


Die Welt bewegen ohne die Erde zu verbrauchen?

Im Bereich der Elektromobilität ist ABB beispielsweise europaweiter Marktführer bei Schnelladeinfrastruktur. In der Zeit einer Kaffeepause können Elektroautos an ABB-Schnelladestationen geladen werden.
Als Technologiepartner des Projekts Solar Impulse, bei dem 2016 das erste ausschließlich durch Solarkraft betriebene Flugzeug eine gesamte Weltumrundung abgeschlossen hat, zeigte ABB, dass die Welt bewegt werden kann, ohne die Erde zu verbrauchen. So stellten ABB-Techniker z.B. die maximale Energiegewinnung der Solarzellen, unabhängig von der jeweiligen Wetterlage, sicher.

„Indem wir dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen, möchten wir gemeinsam mit Solar Impulse Bewusstsein für saubere Technologien schaffen und die Menschen zu deren Nutzung anregen“, beschreibt Ing. Franz Chalupecky, CEO der ABB AG in Österreich, die Partnerschaft. „Neue Geschäftsmodelle, wie sie durch greenstart gefördert werden, können gemeinsam mit technologischen Innovationen zur Lösung der drängenden Fragen rund um nachhaltiges und CO2-sparendes Wirtschaften beitragen.“

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