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Inflation: "Ein Preis, den wir für Europa zahlen müssen"

15.09.2012 | 15:17 |   (DiePresse.com)

Das neue Führungsduo der Deutschen Bank rechnet mit einer Inflation in Europa. Das sei der Preis für die "essenzielle" Euro-Rettung.

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Die Europäer müssen sich wegen der Euro-Rettung nach Überzeugung des neuen Führungsduos der Deutschen Bank auf Inflation einstellen. "Das ist ein Preis, den wir für Europa werden zahlen müssen", sagte Anshu Jain der "Welt am Sonntag". Langfristig werde sich dies aber lohnen. Jains Kollege Jürgen Fitschen sagte in dem Interview mit der Doppelspitze der Bank: "Es ist essenziell, dass der Euro gerettet wird." Jain sagte, die Rettung Europas sei sicherlich mit hohen Kosten verbunden. "Und ich habe eine große Sympathie für die Kritiker der Rettungspolitik." Denn die Konsequenz werde "schlussendlich Inflation sein".

Unbegrenzte Anleihekäufe

Die Europäische Zentralbank (EZB) will Euro-Krisenländern mit dem unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen unter die Arme greifen. Mit dem Programm, das an strenge Bedingungen geknüpft ist, könnte die Zinslast für angeschlagene Euro-Schwergewichte wie Spanien und Italien gedrückt werden. Faktisch würden die Anleihenkäufe durch die Notenpresse finanziert. Kritiker befürchten dadurch eine übermäßige Geldversorgung, die längerfristig die Inflation anheizen könnte. Eine ausufernde Teuerung würde vor allem Sparer treffen, die über nur geringe Sachvermögen verfügen. Im Gegenzug würden Schulden, also auch die Schuldenlast der Staaten, durch eine höhere Inflation schneller entwertet. Erst am Donnerstag hatte die US-Notenbank Fed angekündigt, so lange Milliarden in die US-Wirtschaft pumpen, bis sich der Jobmarkt erholt hat. Auch deswegen sehen Ökonomen eine wachsende Inflationsgefahr.

Inflationsrate bei 2,6 Prozent

Die Inflationsrate in der Eurozone lag im August bei 2,6 Prozent. Damit verstärkte sich der Preisauftrieb. Der Anstieg war vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen. Die Teuerung im Euroraum entfernt sich damit vom Zielwert der EZB, die eine Rate von knapp zwei Prozent anstrebt. Im Deutschland kletterte die Jahresteuerung im August von 1,7 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent.

Deutsche Bank-Co-Chef Fitschen stellte sich ausdrücklich hinter die angekündigten Anleihekäufe der EZB und damit gegen die Vorbehalte der Deutschen Bundesbank. "Es ist gut, dass die Europäische Zentralbank handelt", sagte er der Zeitung. Auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts sei ein gutes Signal gewesen.

Positiveres Image für Deutsche Bank

Jain und Fitschen stehen seit Juni als Nachfolger des langjährigen Vorstandschefs Josef Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank. Erst am Dienstag hatten sie ihre Strategie erläutert. Die neue Führung will Deutschlands größte Bank mit einem milliardenschweren Sparprogramm fit für die Zukunft machen. Außerdem will das Duo der Bank ein positiveres Image verschaffen. Ein Wandel der Unternehmenskultur sei "unerlässlich".

Auch bei den - gerade in Krisenzeiten umstrittenen - Bonuszahlungen für das Topmanagement will die Bank auf die Bremse: Vorgesehen sei eine Einmalzahlung nach fünf Jahren anstelle gestaffelter Auszahlungen über drei Jahre hinweg. Fitschen hatte gesagt: "Kollegen, die nur zur Deutschen Bank wollen, um reich zu werden, gehören nicht dazu."

(APA/dpa)

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88 Kommentare
 
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Inflation ist ein muß

Um die Schulden der Staaten zu bezahlen ,Steuererhöhungen würden eventuell Unruhen bringen also holt sich der Staat indirekt über die Inflation die nötigen mehr Einnahmen.
Wer dagegen ankämpfen möchte müßte sofort alle Geldanlagen welche reine Papierform haben auflösen und in Sachwerte gehen.
Aber der Durchschnitts Bürger lässt sich ja willig von den Meldungen der Medien einlollen.
Jeder lebt in dem Staat den er selber durch sein Wahlverhalten ermöglicht.

Wenn man diese Aussage zuende denkt...

Ich bin seit geraumer Zeit der Ansicht, dass die offizielle Inflationsrate mit der gefühlten Geldentwertung schon lange nicht mehr Schritt hält. Wahrscheinlich hat es in Friedenszeiten noch nie eine größere Entwertung von Erspartem gegeben.
Welches Denken in den Köpfen der Leute damit ausgelöst wird (Sparsamkeit lohnt sich nicht, Schulden machen wird belohnt etc.) und welche Auswirkungen dies zeitigt, macht mir Angst.

noch ein Nachgedanke:

Wurde nicht die massiv erhöhte Parteienförderung in A ebenfalls inflationsgesichert ? Ist schon sehr bequem, wenn man nicht dazu angehalten ist, wirtschaften zu müssen.
Nach meiner bescheidenen Meinung wäre es wesentlich vernünftiger, eine negative Inflationsklausel einzubauen, d.h. sobald die Ibnflation außerhalb eines Korridors von z.B 3% liegt, wird die Parteienförderung um den überschiessenden Beitrag gekürzt.
Ich weiss, dass dies allerdings so wahrscheinlich ist, wie bei einem Hund eine Knackwurstsammlung zu finden.

Antworten Gast: Halbwissen
16.09.2012 20:48
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Re: Wenn man diese Aussage zuende denkt...

Haben Sie keine Angst und nehmen Sie einen Kredit zum investieren auf !

Aber ACHTUNG, Sie haben dabei im Gegensatz zu den Beziehungskindern das volle Verlustrisiko.
Am besten ist es immer mit fremden Geld zu spekulieren.

Gast: Hutbürger
16.09.2012 20:15
2 0

"Ein Preis, den wir für Europa zahlen müssen"

Ich, für mein Teil, habe NIE VORGEHABT, EUROPA ZU KAUFEN!"

Gast: fi ha
16.09.2012 19:46
0 0

man glaubt ja nicht daß es noch dümmer geht

aber das geht bei denen anscheinend immer ...

Gast: Liberty Force
16.09.2012 19:05
2 0

"Der Euro wird genauso hart sein wie die D-Mark!"


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Re: "Der Euro wird genauso hart sein wie die D-Mark!"

Eher wie der Pimmel eines 110 jährigen.

Gast: Jagdflieger Nowotny
16.09.2012 19:00
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Der Andreas Treichl und der Nikolaus Lauda sind in letzter Zeit so verdächtig ruhig.


Gast: Es reicht.
16.09.2012 15:51
4 0

Gerade entdeckt.


http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/762973/Portugal-muss-drei-Banken-mit-66-Mrd-Euro-stuetzen?from=simarchiv

Das heißt, die Banken müssen nur deshalb "gerettet" werden, weil die EU einfach die Vorschriften verändert hat?
EU ändert Vorschrift = Bank schreit: Hilfe! = Bürger blechen?

Man hat das Gefühl, inmitten von Großkriminalität gelandet zu sein.

Re: Gerade entdeckt.

Nur als Ergänzung zu Ihrem Beitrag:http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/13/eu-van-rompuy-will-nationale-staatshaushalte-aufloesen/
In der EU herrscht anscheinend Narrenfreiheit.

Katastrophe

Es wird "nicht nur" die Inflation sein.... es wird noch viel schlimmer kommen:

http://www.youtube.com/watch?v=99Q_Va8WFaA

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Re: Katastrophe

Leider hat er gute Argumente ,es zeigt aber eines das ,dass Volk genauso dumm ist wie in den Jahren 1929.
Heute ist es noch leichter da mittels Medien TV ,Zeitungen, Gratisgazetten, die Leute eingelullt werden und an der Realität vorbeileben.

Anwerfen der Geldpresse und Aufkäufe von giftigen Papieren führt logischerweise zu Inflation

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/484683_Bedrohliche-Unwetterfront-ueber-Oesterreichs-Finanzen-gesichtet.html

Antworten Gast: 676767
16.09.2012 14:51
0 1

NNNEEEIIINNN !!!!: Anwerfen der Geldpresse und Aufkäufe von giftigen Papieren führt logischerweise zu Inflation

Die Statten können weiter Schulden machen. Das ist der Schaden.

Aber so lange niemand desswegen mehr Lohn verlangt (und bekommt) wird niemand Preise erhöhen können (sonst macht der Wettbewerber das Geschäft) und daher gibt es weiter fast) keine Inflation!

einfach zum Nachdenken!

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
16.09.2012 16:05
0 0

Re: NNNEEEIIINNN !!!!: Anwerfen der Geldpresse und Aufkäufe von giftigen Papieren führt logischerweise zu Inflation

Sind Sie weltfremd ?

Wenn mehr Geld vorhanden ist, dann wird es sich jemand einstecken. Und dieser wird es mit vollen Händen ausgeben. Ausserdem wissen die Verkäufer mit Quasimonopolen wer Geld hat und auch wie er zu diesem gekommen ist.

Gast: europaja-eurolobbysnein
16.09.2012 11:36
7 0

operation bankereuro mit steuergeldern gerettet! - patient "europas völker" bankrott! europas völker,arbeitnehmer, familien u.pensionisten sind die opfer dieser geld- u. spekulantenelitenpolitik.


Gast: Bankopfer
16.09.2012 10:28
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Spare in der Zeit-dann hast du in der Not

mit diesem Spruch bin ich großgeworden.

Eine einzige Vera........ung. Mit der kommenden und unausweichlichen Hyperinflation werden Schuldner belohnt und Papiergeldsparer abgezockt. Da schützen auch Sachwerte wie Haus und Hof nicht, diese wird man via Steuern masslos verteuern. Siehe Griechenland (Poolsteuer).
Ich habe schon 50% in Gold wie Silber angelegt, fehlt natürlich der Wirtschaft, aber wie sagt da einer: Ich habe nichts zu verschenken!

Antworten Gast: Halbwissen
16.09.2012 16:48
3 0

Re: Spare in der Zeit-dann hast du in der Not

Fehlt das Geld das Sie in Gold gesteckt haben wirklich der Wirtschaft ?

Es ist ja nicht weg, sondern es hat der Goldhändler der es jetzt ausgeben kann.


Re: Spare in der Zeit-dann hast du in der Not

Naja, heute muss man wohl sagen:

Spare in der Not, denn dann hast du Zeit!

Wer heute Bares auf der Seite hat, wird der Verlierer der nahen Zukunft sein.

Antworten Gast: Bärenfalle...
16.09.2012 13:03
7 0

Re: Spare in der Zeit-dann hast du in der Not

Da kann ich für die Schuldner nur hoffen dass ihre Einkommen schneller steigen als die Inflation der Lebenshaltungskosten damit sie ihre Schulden auch bedienen können.

Entschuldung per Inflation funktionierte historisch betrachtet noch nie für uns Kleinbürger.

Wir sind immer nur verarmt.

Am Beispiel Griechenland sieht man schön:

Lieber lassen die Politiker die eigene Bevölkerung verhungern als das sie ihren Bankerfreunden nicht die Schulden bedienen.

Eines ist klar:
Ich werde mich nicht wie mein Großvater darum prügeln einen Tag lang für die Kommune für ein paar Netsch Schnee schaufeln zu dürfen damit die Kinder wieder 1,2 Tage was zu beißen haben.


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Re: Spare in der Zeit-dann hast du in der Not

Richtig, neben inflationsschutz wird steuerschutz immer aktueller. Denn der verschwenderstaat wird immer dreister mit seinen forderungen werden. Datenauswertung von ebay transaktionen und verhaftung wegen 'finanzterrorismus' (promotion von alternativen edelmetallwaehrungen) gibt es uebrigens in den usaschon, also aufgepasst.

Gast: Schluss mit Casino
16.09.2012 09:02
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Bankendiktatur


Das wäre alles nicht notwendig. Souveräne Staaten sollten ihr Geld selber schöpfen. Abschaffen der Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken.

http://www.monetative.org/?page_id=61

In Deutschland haben sich die Banken bisher selber kontrolliert, Schäuble möchte das gerade abschaffen.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/0,2828,854121,00.html

Das derzeitige Geschäftsmodell der Banken ist ein Witz. Man muss sich fragen, ob der Gesetzgeber so doof ist, oder mit den Banken gemeinsame Sache macht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Banking-Theorie

Mit bemerkenswerter Offenheit wird auch zugegeben, dass seit Jahrzehnten auf Basis von "moral hazard" gezockt wurde

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1290370/Hemetsberger_Keine-Bank-ist-ihren-Buchwert-wert?from=suche.intern.portal


der einzige weg sich davor zu schuetzen ist sein kapital in gold & silber umzuschichten

das kann nicht gedruckt werden und bei gutem versteck auch nicht konfisziert werden

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Re: der einzige weg sich davor zu schuetzen ist sein kapital in gold & silber umzuschichten

Da haben Sie aber leider ein Mittel vergessen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldverbot
selbt bei Grundstücken ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Enteignung möglich das einzige sichere ist der Sterbetag .

Antworten Gast: Halbwissen
16.09.2012 09:01
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Re: der einzige weg sich davor zu schuetzen ist sein kapital in gold & silber umzuschichten

Oder man legt es zum Vermögen der herrschenden gesetzgebenden Superreichen !


 
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