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EZB: Hohes Risiko mit Bankanleihen

08.01.2012 | 19:10 |   (Die Presse)

Die Europäische Zentralbank hat nicht nur Anleihen von Staaten in dreistelliger Milliardenhöhe gekauft, sondern auch von Banken. Als Sicherheit boten diese Staatsgarantien.

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[Athen/ag./red.] Die finanziellen Risiken der Europäischen Zentralbank (EZB) sind noch höher als bisher angenommen. Wie schon bekannt hat das Institut Staatsanleihen von Krisenstaaten in Höhe von 212 Mrd. Euro gekauft und so versucht, die Aufschläge, die Staaten wie Griechenland, Italien oder Spanien für Anleihen bezahlen müssen, gering zu halten.
Doch über die Finanzierung von Banken hat die EZB den Staaten noch deutlich mehr Geld zukommen lassen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf mehrere nicht namentlich genannte Notenbanker. Banken in Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Irland haben nämlich staatsgarantierte Anleihen im Wert von 209 Mrd. Euro aufgelegt. Einen Gutteil davon dürfte die EZB aufgekauft haben.

Die Banken dürften diese Darlehen auch zum Kauf von Staatsanleihen verwendet haben. Damit könnte die EZB noch mehr Staatsanleihen-Risiko tragen als bisher angenommen. Denn sollte eines der Krisenländer pleitegehen, wären die Ausfälle für die Notenbank entsprechend höher. Das Volumen der Bankanleihen, die die EZB kauft, wird nicht veröffentlicht. Das Institut lehnte auch eine Stellungnahme ab.

Viele Italien-Papiere platziert

Ursprünglich waren die staatlichen Garantien dazu gedacht, den Banken zu ermöglichen, sich bei privaten Gläubigern (etwa anderen Banken) zu verschulden. Doch seit der Interbankenmarkt schwächelt, benutzen sie die Garantien als Sicherheit bei der EZB. Vor allem Italiens Banken haben das Mittel der staatlich garantierten Anleihen kürzlich verstärkt angewendet: Seit 20. Dezember haben sie solche Anleihen im Wert von fast 50 Mrd. Euro aufgelegt.

„Staatsanleihen sind gar nicht das zentrale Risiko der EZB“, zitierte die Zeitung Jörg Rocholl, den kommissarischen Präsidenten der Wirtschaftshochschule ESMT in Berlin. „Größere Gefahren lauern in den Sicherheiten, die die EZB als Pfand annimmt.“
Der neue EZB-Chef Mario Draghi hat kürzlich der Forderung einiger Staaten, die Käufe von Staatsanleihen zu intensivieren, eine Absage erteilt. In Deutschland, das diesen Anleihenkäufen eher kritisch gegenübersteht, gibt es Befürchtungen, die EZB könnte künftig den Druck auf die Staatengemeinschaft erhöhen, die Staatspapiere über den Rettungsfonds ESM zu kaufen.

Ärger in Deutschland

„Das ist zwar weniger schlimm, als wenn die EZB kauft, aber schlimm genug, weil Deutschland auch damit zu einem Gläubiger der Südländer wird“, sagte Hans-Werner Sinn, der Chef des Münchner Ifo-Instituts, zum „Spiegel“. „Wir sitzen so oder so in der Falle.“ Sinn kritisierte auch den mangelnden deutschen Einfluss in der Notenbank. „All die schönen Sprüche, dass die EZB nach dem Modell der Bundesbank funktionieren würde und Deutschland als größtes Land eine Sonderrolle behalte, erweisen sich als Schall und Rauch.“ Dass der Posten des Chefvolkswirts nicht mit einem Deutschen besetzt worden sei, verdeutliche dies.

Wie berichtet hat sich das Direktorium der EZB für den Belgier Peter Praet als Chefvolkswirt entschieden. Deutschland hatte sich für Jörg Asmussen, den Ex-Staatssekretär von Finanzminister Wolfgang Schäuble, eingesetzt. Frankreich favorisierte den Sozialdemokraten Benoît Cœuré.

Geldpolitik gelockert

Praets Vorgänger, der Deutsche Jürgen Stark, galt als geldpolitischer „Falke“, der sich für niedrige Inflationsraten und eine restriktive Geldpolitik einsetzte. Weil er mit den massiven Anleihenkäufen der EZB nicht einverstanden war, trat er zurück.

Auch in einem anderen Punkt schlug die EZB einen lockereren geldpolitischen Kurs ein: Sie senkte den Leitzinssatz wieder auf das Krisenniveau von einem Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2012)

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42 Kommentare
 
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Gast: gut informiert
09.01.2012 19:32
0 0

Schadenfreude der USA

der Teufel in den USA freut sich schon ueber das bevorstehende Debakel in Europa.

Gast: Analyst 829
09.01.2012 14:32
0 1

Konsum mit klügerer Geldpolitik ankurbeln

Wenn es keine Zeitungsente ist, dass die EZB direkt Anleihen kauft und nicht etwa diese - wie es vermutlich in Wahrheit ist - zum Hälftewert vom Börsenkurs akzeptiert, wenn ZUSÄTZLICH Banken dafür garantieren, ist es ein echter Skandal und blanke Dummheit, die sich bei der EZB breit macht.

Der Markt braucht jetzt Sicherheiten und gleichzeitig muss der Konsum angekurbelt werden. Um dies zu erreichen muss man sicherere Euro ZINSENLOS gegen den Hälftewert von Immobilien ausgeben, wenn damit Staatsanleihen gekauft werden.

Damit schlagt man mehrere Fliegen mit einer Klappe gleichzeitig!

1. Bekommen Staaten Abnehmer für Anleihen zu besseren Konditionen

2. Sinken die Mieten, da die Vermieter sowieso über die Anleihen verdienen

3. Durch die niedrigeren Mieten (der Gewinn für die Vermieter bleibt gleich, da sie über die Anleihen die niedrigeren Mieteinnahmen ausgleichen) wird der Konsum angekurbelt, da die Leute mehr Geld im Sack haben - man muss laut FPÖler Karl Schwab immer darauf schauen, dass die Leute genug Geld im Sack haben, damit sie sich etwas leisten können; was Rot-Grün in Wien tut ist absolut falsch, da es Kaufkraft entzieht

4. Auch die Gewinne der EZB steigen, da internationale Anleger Reserven lieber in sicheren Währungen halten als in US-Dollar, aber auch der Euro unterliegt Inflation, die bei verstärkter Reservehaltung im Euro bei der EZB als Gewinn bleibt

5. Importware aus dem Nichteuroraum zahlt sich selbst, über die Reservehaltung in Euro!

Gast: Ferris Bueller
09.01.2012 00:28
2 1

Och, das macht alles nichts

Der Euro ist nämlich total alternativlos.
Stirbt der Euro, stirbt Doischelan, äh ganz Europa.
Ja, das hat die Fr. Merkel uns gesagt.

Antworten Gast: sadfsdf
09.01.2012 14:58
0 0

Re: Och, das macht alles nichts

Und es kommt Krieg, weil der war vorher ja auch dauernd. Und nochwas: Nicht die EZB kauft Ramsch, sondern die Steuerzahler der Euroländer.

Gast: MönchMaier
08.01.2012 20:50
0 0

Kapital is Mus

Der Herr Stark ist nicht einfach nur so gegangen. Am besten packt man die von der EZB aufgekauften Stütz-Papiere mit in den Rettungsfond (wird wohl auch so passieren müssen, wenn das ganze dann am Ende mal verabschiedet ist - meines Wissens war dazu in BRD eh noch ein Verfahren am BVerfG offen, oder?).

Der größte Witz ist ja, dass die Philharmoniker 1 Unze Silbermünze mit Prägung EUR 1,50 daher kommt. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht, wenn man die Ausgabe- und Rücknahmekurse so anschaut! Da will scheints eher niemand, dass diese Münze gekauft wird oder als echte Zahlungsmittel zur Konkurrenz der EURO Billigmünzen wird - sind alle sonst vom Material weniger Wert als draufsteht.

Antworten Gast: Bärenfalle...
09.01.2012 06:22
1 0

Re: Kapital is Mus

Wenn die EZB so weiterdruckt dürfens das Komma in der 1,50 Prägung bald wegradieren ;)

Und ich persönlich finde den Philharmoniker als Anlagemünze genial.

Leistbar und der Wert steht eindeutig lesbar drauf:

"1 Unze Feinsilber"

Ansonsten würde ich das (Euro)-Münzgeld nicht unterschätzen, erfahrungsgemäß wurde dieses bei Währungsreformen meistens mit dem Nennwert umgetauscht da es logistisch schwierig ist so viele neue Münzen auf einen Schlag in Umlauf zu bringen wogegen Papiergeld immer sofort und mit drastischem Abschlag umzutauschen war.

Kleine Anekdote:
Die Krone wurde 1924 mit 10000:1 in Schilling konvertiert.
Ein 20 Kronen Geldschein war dann nur mehr 0,2 Groschen wert.
Die 20 Kronen Goldmünze wird heute mit 230 Euro gehandelt ;)

Und dies obwohl wir in der Zwischenzeit Schilling-Reichsmark-Schilling-Euro und 2 verlorene Weltkriege hatten.


0 1

ist ja alles nur Verschwörung

Wer heute noch grössere Summen auf dem Bankkonto liegen hat soll sich nicht beschweren wenn alles futsch ist.

Warnhinweise nun auch in der Systempresse....

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ist ja alles nur Verschwörung

Wer heute noch grössere Summen auf dem Bankkonto liegen hat soll sich nicht beschweren wenn alles futsch ist.

Warnhinweise nun auch in der Systempresse....

Gast: Kibietz
08.01.2012 12:48
1 3

Hört die frohe Botschaft!

Das ende des Kapitalismusses und des Bankensystem ist nah!!

Antworten J. E.
08.01.2012 23:20
1 0

Re: Hört die frohe Botschaft!

Worin hier der Kapitalismus ist, wenn rein politisch motivierte Geldvernichtungsaktionen gestartet werden, müssen Sie mir erklären.

Antworten Gast: Bärenfalle...
08.01.2012 14:06
8 0

Re: Hört die frohe Botschaft!

Dem folgt aber nicht der (offensichtlich erwünschte) Sozialismus in dem einen die Grillhenderln fürs Nixtun ins Maul fliegen sondern der Sozialdarwinismus.

Sozusagen die Zeit in der das angesammelte und überschüssige gesellschaftliche Fett abgehungert wird.

Die letzten Dekaden wurde doch sprichwörtlich die Zukunft verfressen, was anderes ist das Vorziehen von Konsum mittels Schulden (Schulden = in der Zukunft zu erbringende Leistung) nämlich nicht.

Die frohe Botschaft ist also keine, es wird nix zu verteilen geben.


0 0

Re: Re: Hört die frohe Botschaft!

Die Vorstellungen und Theorien des Sozialdarwinismus sind ein (sozio-ideologisches) Produkt des 19. Jh.; sonst haben Sie aber vollkommen Recht.

Gast: starr
08.01.2012 10:02
0 5

bbingoo

also die Gr sind um einiges wichtiger als Ö. für europa.
das ist die außengrenze.also nicht so viel schimpfen.vor allem was trägt ös. in gesamten für eu oder sichercheit der europea . so gut wie garnichts.


Antworten Gast: Kibietz
08.01.2012 12:49
3 2

Re: bbingoo

Österreich braucht weder Griechenland (ausser als billiges Urlaubsland) noch die EU. Vor der EU waren wir besser dran.

Antworten Antworten hw007
08.01.2012 20:12
0 0

Re: Re: bbingoo

und warum?

Antworten Antworten Antworten Sochard
09.01.2012 06:21
0 0

Re: Re: Re: bbingoo

Mehr als 50% unserer Exporte gehen in den EU Raum, was beweist, dass wir die EU nie benötigt haben sondern von ihr abhängig sind!

Aber was solls, diese Poster stehen auch solchen Argumenten ignorant gegenüber ...

Gast: TA
08.01.2012 09:27
5 0

Schiefe Ebene

Um eine Krisensituation zu verstehen, sollten Ziele, Motive und Möglichkeiten aller Beteiligten betrachtet werden. In der Euro-Schuldenkrise lassen sich so drei konträre Interessengruppen erkennen: 1. Gläubiger, 2. Schuldner, und nicht zu vergessen, 3. Schnäppchenjäger, die im Falle einer Pleite mit echtem Geld vor Ort sein werden, um sich am europäischen Konkursvermögen zu bedienen.
Die Gläubiger haben fraglos am meisten zu verlieren, während sie zugleich nur über sehr beschränkte Einflussnahme verfügen.
Für die Schuldner würde der Zusammenbruch hingegen eine Möglichkeit der Entschuldung bieten. Im Chaos des Neuanfangs müssten nämlich Forderungen und Verbindlichkeiten großteils gestrichen werden, so wie das bei früheren Staatspleiten auch immer geschehen ist. Die Schuldner verfügen über ein erhebliches Drohpotential bis hin zum kompletten Zahlungsausfall, den Portugals Politiker deswegen auch als „Atombombe gegen Deutschland“ (und alle Gläubiger) bezeichnen.
Die Schnäppchenjäger wiederum warten das bittere Ende ab, um billig an Vermögen zu kommen. Wo sie den Absturz beschleunigen können, werden sie dies auch tun. Ob es dabei europäische Opfer gibt, ist für diese Gruppe ganz ohne Belang.
Wir sind Zeugen und zugleich meist auch Opfer einer Angelegenheit, die besser als Währungs-KRIEG bezeichnet werden sollte.

breznkarli
08.01.2012 01:31
1 0

Die Angst vor der Kettenreaktion

In fast allen europäischen Staaten stecken mehrere Dynamit Stangen. Immer öfter fängt an unterschiedlichen Orten eine Zündschnur zu brennen.

Die Zündschnüre werden mit immer erheblicheren Aufwand gelöscht. Aber das Dynamit bleibt.

Kleine Sprengstoff Pakete werden dabei leicht übersehen. Und das ist Ungarn. Das kleine Land könnte das AAA Land Österreich sprengen.

Hatten wir das nicht schon einmal?

Antworten Sochard
09.01.2012 06:25
0 0

Re: Die Angst vor der Kettenreaktion

Ungarn als "klein" einzustufen ist schon gewagt. Wie hat man die ERSTE geschmäht, als diese die Kredite im Osten Ende letztes Jahres abgeschrieben hat, bin schon gespannt wie die RAIKA das heben wird ...

celsius
07.01.2012 23:59
6 0

Targetforderungen

Ehrlich, so ganz verstehe ich das alles nicht.
Die PIIGS drucken Geld und gehen damit auf Einkaufstour, vor allem in Deutschland, bekommen also für das Luftgeld reale Werte.
Wieso ist Deutschland so blöde und verkauft den Griechen & Co. noch etwas ?
Warum liefert D. das erlöste Geld als Einlage bei der EZB ab ?
Warum kauft D. für die Milliarden nicht im Gegenzug ganze Inseln in Griechenland oder Südtirol ?

Wenn der Euro krachen geht, dann sind reale Werte (DAX-Unternehmen, Immobilien, Güter) in fremden Händen und Deutschland sitzt auf wertlosen EURO oder nicht mehr einlösbaren Forderungen.
Ich versteh die Merkel nicht.

Antworten Sochard
09.01.2012 06:34
1 1

Re: Targetforderungen

Fast 8% des BIPs der BRD basiert auf Exporten in den €-Raum, ohne dem das deutsche Budget aus dem Ruder laufen würde!

Der Witz daran ist, dass diese Exporte einer der Hauptgründe für die Schieflage im €-Raum ist und weshalb die Merkle so freihzügig in den Rettungsschirm investiert.

PS., als Zuliefer der deutschen Industrie Nr. 1 lebt auch Österreich von deren Exportüberschüssen, deshalb sind die österreichischen Gegenstimmen zum €-Rettungsschirm nur zum Lachen ;-)

Antworten Antworten klaus h
09.01.2012 12:00
0 0

Re: Re: Targetforderungen

Das sehe ich auch als Hauptursache der Probleme. Damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben müssen die produzierten Güter exportiert werden, da die Deutschen ja längst nicht soviel verbrauchen, wie sie herstellen. Und wenn die importierenden Länder nicht zahlen können, weil sie selber nicht genug erwirtschaften, dann bekommen sie diese Waren eben auf Pump, im Extremfall wie Griechenland solange, bis diese pleite sind. Bezahlt hat Griechenland diese Güter im Umfang der noch offenen Verbindlichkeit nie, die Importe standen immer als Verbindlichkeit in der Bilanz.

Wenn also jetzt Finanzinstitute Abschreibungen auf griechische Anleihen vornehmen, dann bezahlen diese letztendlich damit auch für die damals exportierten Güter.

Antworten klaus h
08.01.2012 13:28
6 0

Re: Targetforderungen

Deshalb, weil die PIGS-Wirtschaften nichts zu verkaufen haben. Die griechischen Inseln stehen nun einmal nicht zum Verkauf, und auch sonst werden dort nur Produkte hergestellt, die weniger Absatz finden, weil nicht konkurrenzfähig, als Produkte, die sich die Menschen dort kaufen wollen, und mit dem von den dortigen Zentralbanken hergestellten Geld auch kaufen können.
Warum das funktioniert? Weil auch PIGS-EURO Euro und somit gültiges Zahlungsmittel sind.

Hier offenbart sich auch das Problem. Es gibt keine Regel, die die nationalen Zentralbanken dazu zwingt, regelmäßig ihre negativen Salden mit richtige Produkten (z.B. Gold oder ähnlich Werthaltiges) auszugleichen. Das ist ihm EURO-System nicht vorgesehen, es genügt eine Verbindlichkeit, also ein Versprechen für die Zukunft abzugeben. Irgendwann, und das ist jetzt der Fall, glaubt man diesen Versprechen aber nicht mehr, weil die Verbindlichkeiten zu hoch geworden sind, und nun????

Antworten Antworten Sochard
09.01.2012 06:47
2 0

Re: Re: Targetforderungen

Ja, da Zentralbanken keine Schulden machen können, müssen sie auch nichts ausgleichen.

Grundsätzlich lebt das Kreditsystem auf der Basis des Vertrauens. Da aber z.B. Länder wie Österreich oder Deutschland nur wegen des überdimensionalen Exportes halbwegs gut dastehen, werden wir unter den Vorzeichen der einbrechenden Weltwirtschaft und somit dem schrumpfen des Exportmarktes ebenfalls extreme Schwirigkeiten bekommen.

Antworten Antworten Antworten klaus h
09.01.2012 11:46
0 0

"...da Zentralbanken keine Schulden machen können..."n

Wie kommen sie auf diese Idee?

Was denken sie, wie ein Leistungsbilanzdefizit zwischen einzelnen Ländern der Eurozone ausgeglichen wird?
Bezahlt werden muss ja, und die Differenz steht als Guthaben oder Verbindlichkeit bei der EZB als Clearingstelle für die nationalen Zentralbanken der Eurozone. Und eine Verbindlichkeit sind Schulden, da sind wir uns ja wohl einig.

Die österreichische Notenbank hat übrigens (per Oktober 2011) rund 30 Mrd. Schulden bei der EZB, entstanden aus dem kumulierten Leistungsbilanzdefizit der vergangenen Jahre.

Antworten Gast: Demokierkratie
08.01.2012 11:01
1 1

Die Merkel kann man auch nicht verstehen,...

wenn man rationale Maßstäbe ansetzt. Sie ist ja die "Mutter der Nation". Es ist ihre Funktion, uns zu bemuttern. Uns einzulullen, ab und zu ein Schlaflied zu singen, wenn wir anfangen zu schreien.

 
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