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Griechen droht Notstand bei Medikamenten-Versorgung

20.05.2012 | 09:37 |   (DiePresse.com)

Kliniken schulden Pharmafirmen 1,2 Mrd. Euro, Apotheken warten auf Geld von Krankenkassen und fast alle Medikamente müssen importieren werden.

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Die Pharmaindustrie bereitet eine Notversorgung der Griechen mit Medikamenten vor, sollte das Land die Euro-Zone verlassen und in Zahlungsnot geraten. Branchenkreisen zufolge werden die Pläne vorangetrieben, seit für Mitte Juni Neuwahlen angekündigt wurden. Die Hersteller nehmen sich demnach das Vorgehen nach der Pleite Argentiniens 2002 zum Vorbild, als die Industrie eine Zeit lang ohne Bezahlung weiter Medikamente lieferte. Vor allem Konzerne mit Zentralen in Europa stehen unter Druck, eine Katastrophe im Gesundheitssektor zu verhindern, sollte Griechenland wegen einer massiven Abwertung einer eigenen Währung Importe nicht bezahlen können. "Es gibt eine moralische Pflicht, die Versorgung fortzusetzen", sagte Simon Friend, der sich bei den Wirtschaftsberatern von PricewaterhouseCoopers auf die Pharmabranche konzentriert. "Griechenland ist kein großer Markt, die meisten Pharmaunternehmen können sich das also leisten."

Die Branche wolle für den Fall des Falles einen Plan haben, der sich kurzfristig umsetzen lasse und einige Monate lang die Versorgung mit den wichtigsten Mitteln überbrücke, sagte eine Person, die mit den Vorbereitungen vertraut ist. Der europäische Pharmaverband bestätigte Gespräche über die Lage in Griechenland, wollte aber keine Einzelheiten nennen. "Wir sind natürlich wachsam und reden mit Leuten darüber", sagte Verbandschef Richard Bergstrom. "Wir halten sehr engen Kontakt mit der Europäischen Kommission sowie der griechischen Task Force, und wir beobachten die Entwicklung." Die Europäische Union hat unter Führung des Deutschen Horst Reichenbach eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das Euro-Land bei der Umsetzung seines Sparprogramms unterstützt.

Griechenland hängt von Importen ab

Der Mittelmeer-Staat importiert so gut wie alle Medikamente, die er braucht, und hängt sehr stark von Markenarzneien ab. Da das griechische Gesundheitssystem bisher nur in geringem Umfang mit Nachahmerprodukten (Generika) arbeitet, kommt das Land auf relativ hohe medizinische Kosten pro Kopf. Dem griechischen Pharmaverband zufolge schulden die heimischen Kliniken den Herstellern inzwischen rund 1,2 Milliarden Euro. Deswegen verlangen Konzerne wie Novo Nordisk aus Dänemark - weltweit der größte Lieferant von Insulin - inzwischen eine sofortige Bezahlung ihrer Mittel. Andere wie die britische GlaxoSmithKline geben nach wie vor Zeit zur Begleichung der Rechnungen. Der Schweizer Roche-Konzern hat seine Abrechnungspolitik zum Teil verschärft, macht aber Ausnahmen für Medikamente gegen Aids oder für Patienten, die Organtransplantationen hinter sich haben.

Griechenland hat zuletzt wiederholt versucht, Preissenkungen für Medikamente durchzusetzen. Die billigeren Mittel wurden dann aber von Großhändlern in andere europäische Staaten vertrieben, wo sie mehr Geld dafür erhielten. Daraufhin hat die Regierung Exportbeschränkungen erlassen.

Faktisch herrscht bereits Notstand

Faktisch herrscht bereits ein Notstand in der Versorgung mit Medikamenten: Viele Patienten erhalten nach Beobachtung einer Ärzteorganisation ihre verschriebenen Mittel nicht mehr. Ein Grund dafür sei der Geldmangel der Apotheken, die lange auf die Zahlungen der öffentlichen Krankenkassen warten müssten, sagt Apostolos Veizis von Ärzte ohne Grenzen. Zudem können demnach viele Bürger nicht mehr für ihren gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an den Kosten von zehn bis 25 Prozent aufkommen. "Die Zahl der Patienten, die einen Zugang zur Versorgung haben, hat massiv nachgelassen - wegen der Wirtschaftskrise", sagt Veizis.

(Ag.)

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127 Kommentare
 
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Griechen droht Notstand bei Medikamenten-Versorgung

gestern abend "im Zentrum" sehr gut von 2 dort Geborenen erklärt, soll man doch die armen Griechen auch verstehen welche es bisher nie anders gewohnt waren nicht viel tun zu müssen, dafür aber sehr schön leben konnten und woll(t)en !?

Weitere Geduld und Geld wurde eingefordert, nur wie lange noch, darüber gab es keine Meinung ..... weil man muss doch auch deren Kulturerbe beachten ?!

mediterane Lebensweise

Ich dachte die Mittelmeerkoste wäre so gesund (Olivenöl, Wein, ...) dass sie ohnehin kaum Medikamente bräuchten. Auch Herzinfarkt dürfte nicht so oft vorkommen als in den stressigeren nördlicheren EU Ländern.

wir können stolz auf uns sein

Die ach so ehrenhaften, konservativen Verteidiger des 'christlichen Abendlandes' bezeugen hier wieder einmal vorbildlich was es heißt ein wahrer Christ zu sein.
Wer einen Fehler macht, der hat gefälligst ins Gras zu beißen, aber zu Vorsicht ziehen wir ihm mit der Schaufel besser noch kräftig eins über den Hinterkopf.
Das ist gelebte Solidarität und Mitmenschlichkeit.


Gast: Reflector
21.05.2012 08:38
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Watch and learn!


Wer nun meint Griechen bashing betreiben zu müssen, so wie es einige Gruppen in Griechenland gegen Deutsche machen, sollte sich einmal überlegen wem dieser Zwist dienen könnte.

Teile (Trenne) und herrsche.

Dass in GR teilweise irrwitzige Zustände herrschten und einige davon profitierten, ist eigentlich gar nicht das Entscheidende.

Das gleiche Schema läuft auch hierzulande, vielleicht nicht ganz so offen und extrem aber dennoch, es gibt die wenigen grossen und die vielen kleineren Gewinner dieses Kreditgeld finanzierten Schuldensystems.

Auch wenn sich die kleinen Gewinner oftmals gar nicht bewusst sind, dass sie davon profitieren.

Denn würden nicht so viele Bürokraten in warme Sessel furzen können, müssten diese produktiv arbeiten und da kämen dann einige ganz schnell drauf, dass es gar nicht so einfach ist aus dem pöhsen freien Markt, der geschickt zu Gunsten Großer überreguliert wurde, eine entsprechende Summe für seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Also, viel wichtiger ist die dahinter stehende Lobby aus Finanzinstituten mit angehängten Politikerabteilungen nicht aus dem Focus zu verlieren.

Diese ist es, die schon seit Jahrhunderten mit Menschen 'spielt', diese Kriege veranstalten lässt und daran genausogut verdient wie beim Aufbau danach.

Und ähnliche Zustände, möglicherweise in etwas abgewandelter Form, wie in GR werden auch zu uns kommen, auch wenn es dzt. noch wenige glauben wollen.

Wohlfahrtstaat bedeutet eben nicht Wohlstandsstaat.

logischer Schluss:

Die Verarmung der breiten Massen und der Versorungsnotstand ist ein typisches Ergbnis der Sozialdemokratisierung der Gesellschaft.

Sozialisten (in allen Parteien) greifen gierig in den Topf, bis er leer ist!

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Lt einem ZDF-Bericht

ist in der griechischen Verfassung verankert, dass die superreichen Reder keine Steuern zu zahlen brauchen....!

Mein Mitgefühl hält sich immer mehr in Grenzen!!!

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1634150/Dokumentation-Die-Griechenland-Luege#/beitrag/video/1634150/Dokumentation-Die-Griechenland-Luege

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Re: Lt einem ZDF-Bericht

das ist auch ohne solche Berichte längst bekannt wie auch, dass das Beamtensystem in GR ganz besonders auf imeense Kosten ohne Leistung aufgebaut weiterhin am Leben erhalten werden will: sehr ähnlich zu unserem übrigens !

Zudem flüchten ja auch angeblich sozialistische ehemalige Finanzminister mit ihrer Firma vor der Steuer ins billigste Ausland ..... !

Unser Land ähnelt Gr mehr als viele noch glauben, unterscheidet uns allerdings noch in einer besseren WIrtschaft und Produktion !

Antworten Gast: Gesichtschirurg
20.05.2012 21:39
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Re: Lt einem ZDF-Bericht

Danke für den wichtigen Link.

Ein der wichtigen Kernaussagen:

Den damals Verantwortlichen war die Lage in Griechenland bekannt!

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Re: Re: Lt einem ZDF-Bericht

JA - es war ihnen bekannt, dass sie ein korruptes überschuldetes Land in die EU aufnehmen.

Konsequenzen für diejenigen - gar keine.....

Antworten Gast: Halbwissen
20.05.2012 21:04
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Re: Lt einem ZDF-Bericht

Superreiche zahlen auf der ganzen Welt keine Steuern, wenn sie nicht wollen !


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Re: Re: Lt einem ZDF-Bericht

...und das steht, wie in Griechenland, in deren jeweiliger Verfassung?!

Gast: L.W.
20.05.2012 19:41
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Solane in Kifisia (Stadteil im NO Athens) ...

... eine Krügel Bier € 6,50 kostet (Stand 04/2008) hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Und die Bars waren immer voll.

Gast: strelnikov
20.05.2012 19:09
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Rezeptgebühr

Ich habe keine Lust, den Griechen die Medikamente über eine höhrere Rezeptgebühr in Österreich zu zahlen. Das Problem ist den Griechen schon seit Jahren bewusst, nur haben sie nie etwas dagegen unternommen, so wie sie auch sonst keine Probleme lösen. Man muss das Volk schlicht und ergreifend im Stich lassen, dann werden sie umdenken und irgendwann wieder auf eigene Beine kommen.

Antworten Gast: Konservativer
20.05.2012 22:03
4 0

Re: Rezeptgebühr

Genau richtig. Die sollen mit ihren Problemen alleingelassen werden. Es reicht.

Gast: Konservativer
20.05.2012 19:07
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Kein Mitleid. Boykott eiskalt durchziehen, Totalembargo verhängen!

Was wir brauchen, ist ein Exempel, damit einige andere EU-Staaten einen heilsamen Schrecken bekommen und sehen, dass sie ganz schnell ganz alt aussehen, wenn sie glauben, dass die EU ein Sozialtopf ist, aus dem man sich beliebig bedienen kann.

Griechenland ist ein Fass ohne Boden, und die linksextremen Parteien verkünden mit starkem Rückhalt in der Bevölkerung, dass sie nicht ans Sparen denken und schamlos weiterhin in den Geldtopf der EU greifen werden. Für alle Zukunft.

Mein Mitgefühl ist mittlerweile in den negativen Bereich gerutscht und als ich sah, wie die Griechen zum "Dank" auch noch deutsche Flaggen verbrannten und deutsche Touristen mit Gewalt bedrohten, muss ich ganz ehrlich sagen:

Ich bin dafür, Griechenland mit maximaler Härte kollabieren zu lassen und diesen Kollaps noch zusätzlich durch Totalembargos zu beschleunigen! Und dann sofortigen Rauswurf aus der EU!

Re: Kein Mitleid. Boykott eiskalt durchziehen, Totalembargo verhängen!

Sag... worum gehts eigentlich in der Welt? Um Gewinnmaximierung? Volle Härte für Leut', die nichts dafür können? Richtig: die Regierung ist für diesen Zustand verantwortlich!

Alle krepieren lassen um ein Exempel zu statuieren... du bist eh schon längst tot, wenn du so denkst.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
20.05.2012 22:02
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Re: Re: Kein Mitleid. Boykott eiskalt durchziehen, Totalembargo verhängen!

"Sag... worum gehts eigentlich in der Welt? Um Gewinnmaximierung? "

Fast. Es geht mir um Verlustminimierung.

"Volle Härte für Leut', die nichts dafür können? Richtig: die Regierung ist für diesen Zustand verantwortlich!"

Wer wählt die Regierung? Mitgehangen, mitgefangen. Die Trennung Regierung-Volk wird immer nur dann angewandt, wenn es gerade passend erscheint.

"Alle krepieren lassen"

Eine Frechheit, mir das Wort im Mund so umzudrehen. Schämen sollten Sie sich für ihre linkische Art.

Und wir sind nicht per "Du". Wohl nicht erzogen worden?

Wer wählt die Regierung? Mitgehangen, mitgefangen.

Korrekt. Wann darf mit der Überweisung Ihres Anteils an den Schulden von Bund, Land, Gemeinde sowie ausgegliederter Unternehmen gerechnet werden? Sie wissen, über welche Summe wir da reden?

Ich verstehe ja durchaus, dass Sie nicht weiterhin für GR-Schulden garantieren wollen.Will ich auch nicht (und zwar, weil schon unsere jeseits von Gut und Böse liegen). Aber Ihre Medizin für GR hätte Effekte in Spanien, Portugal, Italien. Man sollte die Anzahl von Leuten, die nichts zu verlieren haben, nicht zu groß werden lassen. Wissen wir aber schon aus der Geschichte.

Deshalb braucht´s wohl einen (ja - auch teuren) Übergang für GR. D.h. zurück zur eigenen Währung, dazu Wirtschaftshilfe.

Antworten Gast: vor dem arlberg
20.05.2012 19:34
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Re: Kein Mitleid. Boykott eiskalt durchziehen, Totalembargo verhängen!

Danke für Ihren Kommentar. Entspricht Vollinhaltlich meiner Meinung und dazu stehe ich.

Antworten Gast: Bärenfalle...
20.05.2012 19:26
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Re: Kein Mitleid. Boykott eiskalt durchziehen, Totalembargo verhängen!

So ist es, ein klares Exempel und abschreckendes Beispiel für den Rest der PIIGS muss auf den Tisch.

Weil einen Kollaps von Griechenland kann sich Europa leisten, Spanien und Italien nicht.


Gast: UKW
20.05.2012 18:53
4 0

Die große Kolchose EU steuert auf den Abgrund zu

Es kam wie es kommen musste mit der größten je dagewesen Transferunion.

Produziert Griechenland eigentlich sonst noch irgendwas - außer Olivenöl, heiße Luft und Beamte?

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Re: Die große Kolchose EU steuert auf den Abgrund zu

Olivenöl find ich geiler und wichtiger als Panzer und Tretmienen.

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Re: Die große Kolchose EU steuert auf den Abgrund zu

vor Jahrzenten haben sie noch tonnenweise Tomaten ins Meer geschmissen, um an Förderungen zu kommen.
Die EU hat zugelassen, dass sie smit gefälschten Bilanzen die Mitgliedschaft erwerben konnten - offen gesagt, ich habe die Nase sehr voll, auch von dieser EU.

Gast: Klaus
20.05.2012 18:51
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aha

Bei 1,2 Mrd. Euro offenen Rechnungen ist man also noch nicht in Zahlungsnot?

Gast: advo
20.05.2012 18:31
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Fass ohne Boden

Leider sieht es für GR nicht günstig aus. Die EU lässt das Land hängen will nur sparen, obwohl dies die Binnennachfrage nachhaltig schädigt. Für meinen Teil kann ich mich über die hochgradig unfähgie Wirtschaftspolitik, insbesondere die Aufnahme gewisser Lände in die Währungsunion, nur wundern! Diese Politiker plündern ständig unsere Geldbörsen und produzieren nur Krisen zu Lasten der Bevölkerung.
Dafür gibt keinen Pinsch, sondern eine minus Zehn!
Wie lange soll sich die EU-Bevölkerung diese Politik noch gefallen lassen?

Gast: gjzu
20.05.2012 18:19
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dfgt

gibt es in diesem land irgendetwas das funktioniert.
dritte welt niveau und es wird auf ewige zeit durchgefüttert werden müssen von den so undankbaren und unbeliebten deutschen usw die dafür später in rente gehen und generika bekommen. und eine nicht existierende wirtschaft kann man nicht ankurbeln.

 
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