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Die Ladehemmung der Europäer

31.03.2009 | 18:35 |  WOLFGANG BÖHM UND REGINA PÖLL (Die Presse)

Nationale Interessen und die Furcht vor neuen Vertrags-Anpassungen lähmen die EU im Kampf gegen die Ursachen der Wirtschaftskrise.

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Wenn US-Präsident Barack Obama am Donnerstag am Konferenztisch der G20 in London Platz nimmt, werden ihm zwar die Vertreter von vier EU-Staaten, die EU-Präsidentschaft und der Präsident der Europäischen Zentralbank gegenübersitzen. Eine klare gemeinsame Linie wird der zahlenmäßig starke Auftritt der Europäer dem Amerikaner aber nicht vermitteln können. Weil die Interessen der Europäer zu unterschiedlich sind und sie durch einen unvollständigen Rechtsrahmen der EU gehemmt sind, bleibt ihnen bloß eine Nebenrolle beim Weltfinanzgipfel, bei dem sie eigenen Angaben zufolge gern den Ton im Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise angeben würden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso gab am Dienstag ehrgeizige Ziele vor: Die G20-Staaten sollten die steuerpolitischen Anreize weltweit koordinieren helfen; die Reform der Finanzmärkte müsse vorangetrieben werden, um das Vertrauen zwischen Banken und bei den Verbrauchern wiederherzustellen; es brauche eine globale Aufsicht über die Finanzinstitute; der Handel müsse weltweit angekurbelt, Protektionismus hingegen verhindert werden; und der Klimawandel müsse bekämpft werden. Das ist eine lange Liste an allgemeinen Wünschen. Doch bei der konkreten Umsetzung klaffen selbst unter den EU-Staaten die Positionen weit auseinander.

 

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Europa ist sich nicht einmal in Grundzügen einig, wie die Wirtschaftskrise bekämpft werden sollte. Die britische Regierung unter Gordon Brown setzt ebenso wie die neue US-Regierung auf eine rasche Ankurbelung der Wirtschaft über zusätzliche staatliche Investitionen und Garantien. Eine Reform des Finanzmarkts hält die Allianz zwischen Washington und London zwar für wichtig, doch nicht für vorrangig. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will hingegen ebenso wie die meisten anderen europäischen Staats- und Regierungschefs die Staatshaushalte nicht ausufern lassen. Sie verlangt rasche Reformen zur Kontrolle der Finanz- und Geldmärkte, um die Ursachen, nicht bloß die Folgen der Wirtschaftskrise zu beseitigen. Ähnlich ist die Linie des Chefs der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Er versuchte noch diese Woche zu hohe Erwartungen der USA an die Konjunkturprogramme der Europäer zu bremsen: Beim G20-Treffen in London solle nicht darüber gesprochen werden, welches Land mehr für die Ankurbelung der Wirtschaft tun müsse. Die Diskussion müsse sich auf den Aufbau einer neuen Finanzarchitektur konzentrieren.

 

Angst vor Vertragsänderungen

Doch gerade hier haben die Europäer ein rechtliches Hemmnis, um in Zukunft gezielter gegen internationale Spekulanten und unsaubere Wertpapiere vorzugehen. Sie sind nicht in der Lage, über den Rahmen des derzeitigen EU-Vertrags hinaus Institutionen zu schaffen. Die notwendige Vertragsänderung, die etwa für eine zentrale Aufsichtsbehörde notwendig wäre, ist politisch – siehe das Ratifizierungsdesaster des Lissabon-Vertrags – unrealistisch. Eine zentrale Finanzaufsicht, die grenzüberschreitend auch mit den USA zusammenarbeitet, muss deshalb in weite Ferne rücken.

„Natürlich bräuchten wir eigentlich mehr Europa bei der Aufsicht“, so ein Brüsseler Finanzexperte. Die nationalen Aufsichten seien nicht objektiv, würden ihre eigenen Geldinstitute bevorzugen.

Der vom ehemaligen französischen Notenbankchef Jacques de Larosiére verfasste Bericht für die EU-Kommission reizt aus, was ohne Vertragsänderung gerade noch möglich wäre: ein koordinierendes Gremium bei der Europäischen Zentralbank, das den europäischen Finanzmarkt gemeinsam mit den nationalen Aufsichtsbehörden kontrollieren soll. Von einer effizienten Aufsicht eines mittlerweile globalen Finanzmarkts wäre so ein Gremium freilich weit entfernt.

Hinter den Kulissen fürchten die Verantwortlichen in Brüssel deshalb bereits das Scheitern der Gespräche in London. „Kommt es dort nur zu Scheinbeschlüssen, wäre die Optik fatal“, heißt es. „Der Gipfel kann und muss Neues bewirken“, appelliert Kommissionschef Barroso am Dienstag an die europäischen Teilnehmer in London, um gleich wieder auf den Boden Realität zurückzufinden: „Es wird noch mehr solcher G20-Gipfel brauchen, denn es kann keine Wunderlösung vom 2. April geben.“

Im Grunde, so auch die Analyse der EU-Kommission, müsste jedes Finanzprodukt – auch jeder Hedgefonds – künftig kontrolliert werden. Es müssten neue Eigenkapitalregeln für die Banken eingeführt werden, die nicht prozyklisch wirken, also den Abschwung verstärken. Und es müsste eine rasche Lösung für die faulen Wertpapiere geben. Luxemburgs Regierungschef Juncker gestand dieser Tage allerdings ein, dass es auch in diesem Punkt noch keine gemeinsame Linie der EU-Staaten gebe. „Dies ist aber die entscheidende Bedingung dafür, dass die Kreditvergabe im Bankensektor wieder in Gang kommt.“

 

Lange interne Verhandlungen

Weil die Europäische Union nicht so rasch agieren kann wie ein Nationalstaat, werden all die internen Verhandlungen zur Bereinigung der Probleme auf dem Finanzmarkt wohl noch Monate, vielleicht sogar Jahre dauern. Zu viele nationale Interessen behindern erneut schnelle Reformen. Das Fatale daran ist, dass Europa wegen dieser internen Trägheit auch bei seiner internationalen Mitgestaltung die Hände gebunden sind.

MITGLIEDER DER G20

Nordamerika: Vereinigte Staaten, Kanada, Mexiko

Südamerika: Brasilien, Argentinien

Europa: Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Europäische Union, Russland, Türkei

Afrika: Südafrika

Asien: China, Indien, Japan, Südkorea, Indonesien, Saudiarabien

Australien

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.04.2009)

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208 Kommentare
 
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Gast: frau lehmann
14.04.2009 16:16
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ich vermisse...

vatikan, us & british virgin islands, bermuda, bahamas, trinidad, usw.

österreich sollte gegenüber der oecd etwas selbstbewusster auftreten. diese organisation ist dienstleister für ihre mitglieder, auch für die kleineren.


Antworten sanjuan
14.04.2009 19:22
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Wohl wahr!

genau so!

Als Deutscher verwende ich das bekannte AU-Schimpfwort zunehmend gern für bestimmte Reichsführer wie den Bundesoberfinanzpiefke.

Silvanus
03.04.2009 20:14
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Glauben diese Schwachköpfe

wirklich, dass die Systemkrise vorbei ist, die Leute sind leicht zu beeindrucken (nur ein paar Grinser in die Kamera genügen offensichtlich)

Gast: Gast
03.04.2009 20:10
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Die Oasen sind nicht das Problem, das Problem ist die Konkursverweigerung

Immer die lieben Experten: Die Magie des weißen Kittels und die organisierte Massenverblödung gehören mittlerweile zusammen:

Die Geldbranche reagiert ständig mit den bekannten Tricks: Das PROBLEM, das wir haben, DARF nicht simpel und verständlich auf den Punkt und ins öffentliche Bewußtsein gebracht werden. Sondern es wird ein Gestrüpp von Fachanalysen um jeden Satz aufgebaut und so lange jede Wortbedeutung verdreht, bis man den Faden verliert und sagt: das ist mir zu kompliziert.

Es ist lustig, aber derzeit findet in den Internetmedien ein Kampf: GESUNDER MENSCHENverstand gegen die Verschleierungs- Verkomplizierungstricks der Bankerkaste statt.

Die Sache ist dabei ganz einfach: Welcher überschuldete Unternehmer schluckt seinen Gläubiger nicht, wenn er die Chance dazu hat? Und nimmt bei ihm Kredite auf um ihn DAMIT weiter durchzufüttern?
KEINER. Aber der Staat macht sowas. Man muß fragen, wer fordert sowas?

Gast: sparefro
03.04.2009 20:01
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Verar****en können wir uns selber,

Mr. Brown, Mr. Obama und Herrsteinbrück!!

Groß gegen Steueroasen zu Felde zu ziehen und die eigenen Refugien Delaware (US) bzw. die Kanalinseln auf die weiße Liste zu setzen ist eine Chuzpe.
Dann schaffen wir halt in Vorarlberg (ist nahe an der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland) unser eigenes Delaware und lassen uns ebenfalls auf die weiße Liste setzen.

Verar**en können wir uns wirklich selber.

Gast: markus Trullus
03.04.2009 17:29
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unglaublich

I glaub ich traaam! Da sind die schwersten Steuersünder nicht dabei wie Jersey und Guernsey??? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Warum hat keiner Mumm in den Knochen, der Londoner Geldpackage mal die "Wadln fire zrichten"? Unglaublich! Diese Oasen setzen hunderte Milliarden steuerfrei um, nur weil London die Hand drauf hat???? die auf der Insel werden mir immer unsympatischer. Schmeist sie endlich aus der EU raus!!!!

Antworten Gast: spectator
03.04.2009 18:13
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Re: unglaublich

Die Liste ist noch länger: Delaware, Isle of Man,etc.
Nach dem Groll auf die Banken kommt der Groll auf die Amis mit ihrem kapitalistischsten Präsidenten seit Ronald Reagan.
Hier gibt die USA die Befehle aus und alle folgen ihr. Dieses Land ist schon lange keine Demokratie sondern ein lobbyistisches Gebilde der Hochfinanz.
Basel II wurde uns auch von den Amis aufs Gesicht gedrückt, nur selber haben sie sich nicht dran gehalten. Ich glaube man muß langsam richtig enttäuscht und angekotzt von diesen Typen sein.

Gast: buer
03.04.2009 16:07
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Bilanz des G-20-Treffens

Jeder lobt jeden! Dabei braucht man gar keine neue Wirtschaftsordnung! Die „soziale Marktwirtschaft“ mit staatlichen - eventuell globalen - Kontrollmechanismen würde reichen! Man muss nur den "alten" J.M. Keynes richtig anwenden: In guten Zeiten sparen, in schlechten Zeiten Geld ausgeben (eventuell auch Schulden machen!), in guten Zeiten die Schulden zurückzahlen, also wieder sparen...und so weiter! Außerdem müsste man das gesamte Börsen- und Spekulationswesen verbieten, weil dahinter keine realen Leistungen oder Werte stehen, sondern weil alles nur auf "manipulierten Papier- und Fantasiegeschäften" basiert! Das hören die Banken und Börsen sicherlich nicht gerne - aber meiner Meinung nach - sind die Spekulationen wie wirtschaftliche „Terroranschläge“ und müssten ähnlich vehement bekämpft werden, wie die politischen Terroristen.

Antworten my2cent
03.04.2009 17:01
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Re: Bilanz des G-20-Treffens

und was sollen wir machen wenn wir in den guten zeiten nicht gespart haben und daher in den schlechten zeiten nicht länger kreditwürdig ist?


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Glücklicherweise war der

grüne Klima-Wahn kein Thema.

Noah von der Arche am Berg der Freude

nomane
03.04.2009 15:04
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Es ist schon richtig...

Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncke ist ein Halunke. Für jede Situation hat er einen Spruch bereit...
Er sagt nur nicht, dass das Reichtum in seinem Land auf Diebstahl basiert...

Antworten nomane
03.04.2009 19:01
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Re: Es ist schon richtig...

Nein, ich meine RTL nicht.
Ich meine die Gelder der Mafiabosse, Droganhandler, Menschenschmugler und der Zuhalter...

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Re: Re: Es ist schon richtig...

also doch RTL... :)

Die Mafia hat eigne Banken und ist in Österreich längt auch der OGH, der ja durch rote und schwarze Bonzen besetzt wird. Fehlurteile liefert der OGH je nach Wunsch der SPÖVP-Bonzen.

Nicht nur bei Ortstafeln, wo nie klar ist wie ein Slowene definiert ist, wird willkürlich entschieden. Ist beispielsweise ein Japaner, der über Slowenen nach Kärnten einwandert ein Slowene? Laut OGH offensichtlich schon, aber das das vertrottelt ist, sieht wohl jeder ein und daher MUSS ein gesetzestreuer Landeshauptmann man solche Fehlurteile ignorieren. Doch das ist nur möglich, wenn die Gewaltenteilung funktioniert und nicht ein SPÖVP-Bonze in der Position ist Fehlurteile des OGH umsetzen zu können.

Anderes Beispiel: Banken betrogen Kunden (Jörg Haider klagte in Strassburg) in Österreich um MINDESTENS 7,5 Mrd. Euro! Sparer bekamen zu wenig Zinsen, Kreditkunden zahlten zu viel. Urteil sagenhaft: 50.000 Strafe und Beute darf zu mindestens 40 % behalten werden! Das ist mafios!

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Re: Es ist schon richtig...

Sie meinen RTL beraubt Europäer ihrer geistigen Fähigkeiten. Da muss ich ihnen Recht geben.

Allerdings muss man eben dazusagen, dass Luxemburg den Europäern die Freiheit im Rundfunk geschenkt hat. Hätte Luxemburg das Rundfunkmonopol Deutschlands nicht Schritt für Schritt angenagt, hätte es bis ins Internetzeitalter gedauert, bis das Rundfunkmonopol indirekt aufgelöst worden wäre. Monopol im Rundfunk und Fernsehen bedeutet aber eigentlich eine Verarmung des Geistes. Nur weil RTL ein tiefer linker Proletensender ist, der auf Quote um jeden Preis setzt, kann man nicht Luxemburg Raub vorwerfen.

Schade, dass sich kein besserer Sender gefunden hat, der das Risiko auf sich genommen hat. Aber weil Luxemburg eben das Monopol aufgebrochen hat entstanden im kriselnden Stahlland viele neue hochwertige Arbeitsplätze im Medienbereich. DAS machte Luxemburg reich! Arbeitsplätze wären auch in Österr. entstanden, doch die SPÖVP beharrte am Monopol und verhinderte neue hochwertige Arbeitsplätze!

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Geld für Strohfeuer gesucht!

Beim Kampf gegen Steueroasen geht es in Wahrheit nur darum Konkurrenten auszuschalten und Gelder aus sogenannten Steueroasen abzuziehen, es vom jeweiligen Besitzer via Steuern zu rauben und anschließend sinnlos zu verprassen. Das darf der Demokrat Obama natürlich nicht sagen, sonst ist das Munition für die Republikaner. Aber es ist eben so. Der Kampf gegen Steueroasen verstärkt sogar in Wahrheit die Rezession, da Geld kurzfristig für die Aufrechterhaltung eines unhaltbaren Zustands verschwendet wird. Nachher ist es weg und kommt nicht wieder, nur auch die Steueroasen fallen noch als Nachfrager weg und die natürlichen Zinsen steigen, da es kein billiges Geld mehr für Investitionen aus Steueroasen gibt!

Wenn das Strohfeuer abgebrannt ist, kommt die Inflation. Das ist auch der Grund, warum Aktienkurse steigen. Fonds schichten in Aktien um, da sie Angst haben, dass US-Staatsanleihen noch mehr verlieren, da sie von der Inflation gefressen werden. AGs hingegen bestehen aus Gütern!

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verstehe

Steueroasen sind für uns alle das Beste, was uns auch nur einfallen könnte. Demnach ist es empfohlen, alle Einkommen in Oasen zu verschieben und den österreichischen Sozial- und Wohlfahrtsstaat zu liquidieren. Was dann noch bleibt, ist die prassende Moral einer selbstgefälligen Geldaristokratie und das Gesetz des Rücksichtslosen.

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Sie haben leider nichts verstanden

Der Sozialstaat wird durch Überfremdung zerstört, durch Steueroasen wird er nur in seine Schranken gewiesen!

Übertrieben hohe Steuern, die im Endeffekt den Leistungswillen bzw. die Leistungsbereitschaft schwächen und damit indirekt den Sozialstaat erst recht zerstören - siehe Zusammenbruch des Ostblocks, wo eben das persönliche Optimum beim volkswirtschaftlichen Minimum lag (je weniger Tische z. B. ein Tischler bei garantierten Lohn produzierte, desto HÖHER sein PERSÖNLICHER Nutzen, denn Freizeit (Nichtstun während der Arbeitszeit) hat einen rechnerischen Nutzenwert von € 5 p. h.) - müssen vermieden werden und hierbei helfen sehr wohl Steuerparadiese, die auch in anderen Staaten den Steuerdruck nach unten erhöhen.

Ein Sozialstaat lebt vom Mehrwertnutzen "Heimat". Heimat hat einen positiven Wert. Steuern sind ein negativer Wert. Je höher der Wert Heimat, desto mehr Steuern können genommen werden OHNE, dass die echten Bringer ins niedriger besteuerte Ausland gehen!

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Re: Sie haben leider nichts verstanden

Wenn Sie meinen ... - Leistungserfolg und hohe Steuern bedingen einander leider. Nur in einem aufwendig strukturierten, also teuren Gemeinwesen werden Sie mit ihrem ganzen Fleiß und Ehrgeiz auch Ernte einfahren. Oder versuchen Sie zur Abwechslung einmal in einem verwahrlosten Gemeinwesen Reichtum zu schäffeln. Wer also ein hohes Einkommen erzielt, tut das nicht alleine, sondern im Rahmen eines dafür günstigen Umfelds, dem er dafür Abgaben schuldet. Wer nun aber sein Einkommen in Steueroasen verschiebt, nützt zwar weiterhin ganz ungeniert das exklusive Umfeld für seinen Erfolg, verweigert diesem aber zugleich seinen Anteil an dem letztlich gemeinschaftlich erwirtschafteten (nur scheinbar individuellen) Erfolg. Ein asoziales Verhalten, das schlußendlich alles gefährdet, also zerstörerisch und überdies betrügerisch ist. Steueroasen sind purer u. destruktiver Egoismus und Betrug am Gemeinwesen, welches den Erfolg des Einzelnen erst ermöglicht. Auch schön gefärbter Egoismus bleibt Kotze!

Antworten Antworten Antworten Kito
03.04.2009 16:49
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Re: Sie haben leider nichts verstanden

Richtig.

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jersey?

das jersey einen höheren steuerrechtlichen standard als österreich haben soll ist so grotesk dass es schon fast wieder witzig ist. und vom weithin bekannten steuerschlupfloch singapur hört man auch nix...

Gast: gast
03.04.2009 14:25
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Ja mei ..

Also wenn Guernsey und Jersey nicht auf der Liste stehen, warum machen wir es dann nicht genauso wie die .. Geht doch offenbar nicht darum was ist, sondern dass man halt irgendwelche Paragraphen so formuliert hat, dass sich die Länder die das Sagen haben, selbst ins Fleisch schneiden, wenn sie das als Steueroase bezeichnen ..
Also lasst uns doch nicht gegen, sondern mit den Wölfen heulen .. Sagen wir halt meinetwegen TRUST zur STIFTUNG, ist doch eh schon wurscht und alles auf englisch -)-)

Gast: orange
03.04.2009 13:10
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Weltordnung..

Le Figaro, London Times etc.. alle weisen auf einen neuen Weltorder hin.. the USA hat nicht erreicht was es wollte als President Obama sagete .. "The meeting was OK.. " wird in der Zukunft die Weltmacht verschoben werden?? Time will telll..

Gast: ausländer
03.04.2009 13:06
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was stimmt hier nicht??? ;)

Das war angesichts der Vorgeplänkel mehr, als selbst Optimisten erwartet hatten.

Firemage
03.04.2009 13:05
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ich hoffe es findet sich bald jemand

der berlusconi und sarkozy das grinsen aus der visage wischt.

Hafner
03.04.2009 09:21
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Ich hoffe, Sarkozy hat die Lektion gelernt ...

... nicht den Engländern und USAmerikanern reinkriechen, sondern in der Achse Paris-Berlin arbeiten. Dann kommt was raus und er hat seine Erfolgserlebnisse, ohne die er offensichtlich nicht leben kann.

Hafner
03.04.2009 09:20
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Kann jemand dem Herrn Brown mitteilen ...

... dass die Kanalinseln zu seinem Einflußbereich gehören?
"Wer sich gegen eine Offenlegung verwehrt, dem drohen „Sanktionen“, wie der britische Finanzstaatssekretär Stephen Timms erklärte."
Irgendwie habe ich den Eindruck, die Politiker halten uns (Volk) wirklich für Volltrottel - wie es sich zeigt wohl zu Recht.

 
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