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Die Rückkehr der finanziellen Massenvernichtungswaffe

30.06.2009 | 17:09 |   (DiePresse.com)

Sie gelten als ein Auslöser der weltweiten Finanzkrise: Credit Default Swaps. Nun erleben sie eine unerwartete Wiederauferstehung. Mit ihrer Hilfe wird auf die Verschuldung von Staaten gewettet.

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Weltweit verschulden sich die Staaten, um mit Konjunkturpaketen die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Das hat unter Investoren auch die Nachfrage nach Instrumenten zur Absicherung gesteigert. Diese boomen regelrecht. "Das Interesse an Kreditausfallderivaten auf entwickelte Staaten ist seit der zweiten Hälfte 2008 dramatisch gestiegen", sagt Creditresearch-Experte Dave Klein laut "Financial Times Deutschland".

Credit Default Swaps (CDS) sind Kreditderivate zum Handeln von Ausfallsrisiken - z.B. von Krediten oder auch Anleihen. Eine Vertragspartei tätigt regelmäßig Zahlungen an die Gegenpartei. Dafür erhält sie von dieser das Versprechen einer Auszahlung, wenn eine Anleihe ausfällt. Der CDS ähnelt also einer Kreditversicherung.

Wetten auf Verschuldung von Staaten

Ein Credit Default Swap ist ein "Over-the-Counter"-Instrument. Das bedeutet, dass es nicht öffentlich an der Börse gehandelt wird wie etwa eine Aktie. Es ist also eine private Vereinbarung zwischen zwei beliebigen Personen. Doch die Kontrakte werden auch für gezielte Spekulationen verwendet. Dann wird aus der Absicherung eine Wette. Wenn also jemand im Verdacht steht, seinen Zahlungen nicht mehr nachzukommen, so kann mit Hilfe eines CDS darauf gewettet wird, dass genau das eintritt.

Bislang standen vor allem Unternehmen im Fokus der Spekulanten. Länder und Staaten machen mit 1,6 Billionen Dollar bislang nur einen relativ geringen Teil des 25 Billionen Dollar schweren CDS-Markts aus. Doch die Bedeutung der Länder-CDS wächst laut "Financial Times Deutschland" ständig. So kommen nun auch die ersten CDS-Indizes auf den Markt. Der Finanzservice-Anbieter Markit will vier Länder-CDS-Indizes anbieten. Mit den Indizes soll es Investoren ermöglicht werden, Risiken in bestimmten Regionen besser abzusichern, sagt Stephan Flagel, Indexentwickler bei Markit. Zudem könne die Kreditwürdigkeit von Regionen besser mit anderen Kreditrisiken verglichen werden.

"Instrumente der Zerstörung"

Doch es gibt auch prominente warnende Stimmen. Viele betrachten den nahezu unregulierten CDS-Markt als ein Risiko für das ganze Finanzsystem. Zudem müssen Investoren kaum Sicherheiten hinterlegen. US-Investor George Soros hat daher ein Verbot der Kreditderivate gefordert. Sie seien "Instrumente der Zerstörung", sagte der Multimilliardär vor zwei Wochen: "Je mehr ich über sie gehört habe, desto mehr bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass sie wahrhaft giftig sind. Der Handel mit ihnen sollte verboten werden." Und auch Investoren-Legende Warren Buffett hat Credit Default Swaps in einem jährlichen Bericht an die Aktionäre seiner Firma Berkshire Hathaway sogar als "finanzielle Massenvernichtungswaffen" bezeichnet.

(phu)

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19 Kommentare
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Habe ich etwas überlesen?


Wird jemand GEZWUNGEN solche CDS zu zeichnen?

Sind die bösen Amis, J*den, Finanzhaie, Bankster... befugt mittels vorgehaltener MP die armen Kunden zur Unterschrift zu nötigen?

Das Problem ist nicht die Rasierklinge selbst, diese erfüllt einen Zweck, das Problem ist der sorglose Umgang damit. Und der basiert auf Freiwilligkeit!

Faktum Est
01.07.2009 14:20
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Ich kann in diesen Geschäften beim schlechtesten Willen nichts Unmoralisches entdecken.

Noch einmal: worum geht es?
Angenommen ich besäße (z.B. österreicheiche) Staatsanleihen im Nominale von EUR 100Mio. - und ich bewerte das Risiko, daß der österreichische Staat im heurigen Jahr zahlungsunfähig wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%.
Nun findet sich jemand (z.B. eine Versicherung, eine Bank (die europäische Zentralbank?) oder ein Staat) und bietet mir eine Versicherung gegen das Ausfallsrisiko gegen eine Pränie von 2% an und da mir z. Zt. andere Anlaqeformen noch unsicherer erscheinen, steige ich auf den Deal ein.
In der Praxis bedeutet das, daß ich von den 4,5% die mir der österreichische Staat an Zinsen bezahlt, zuerst die KEST und dann auch noch die Versicherungsprämie abziehen muß - wonach dann halt kaum mehr als die Abgeltung der Inflationsrate übrigbleiben wird.
Soweit, so gut.
Die gravierenden Folgen eines solchen Systems treffen allerdings den (österreichischen) Staat: da nun plötzlich das Rating des Staates bei Ausgabe jeder Anleihe unmittelbar hinterfragt werden wird, werden die Anleihenzeichner nicht mehr nur 4,5% sondern Zinssatz + Versicherungsprämie verlangen! Die Kreditaufnahme wird daher für schwer vrschuldete Staaten (z.B. Österreich) wesentlich teurer werden!

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Re: Ich kann in diesen Geschäften beim schlechtesten Willen nichts Unmoralisches entdecken.

Kein Wunder warum sich da die Amis aufregen - Die USA is schwer veschuldet und verdient niemals das Tripple A Rating, dass sie immer noch innehat!

Gast: Zündler
01.07.2009 13:56
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die Lunte brennt schon wieder

Offenbar hat man den weltbekannten Pyromanen wieder eine Lieferung Streichhölzer gebracht.

Für das Publikum wird ein alter Mann 150 Jahre in den Knast gesteckt und die anderen laufen frei herum.

Man muß mindestens 150.000 dieser Gauner einsperren, bevor Ruhe ist.

Und das Beste: irgendwelchte Trotteln kaufen das Zeug schon wieder! Ich kann mir denken, mit wessen Geld...

Thonet H.
01.07.2009 11:30
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Das Casino

geht weiter bis zum bitteren Ende, von dem vor allem die Armen in dieser Welt betroffen sind. Ich hoffe auch die westliche Welt wird genug abkriegen, damit endlich mit der Umkehr begonnen wird. Leider sind unsere Politiker kaum dafür zu gebrauchen, weil sie ja dieses System mit verursacht haben und davon kräftig profitieren und mit ihnen alle Lobbygruppen, die im Parlament noch die Mehrheit haben. Wehe wenn der Ruf nach einem starken Mann seine Entsprechung finden wird.

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Re: Das Casino

alternative: The Venus Project ;)
Is aber nur ein futuristisches Konzept, klingt aber vernünftig wenn auch unrealistisch

Gast: denkmalwieder
01.07.2009 10:59
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geld macht¿s möglich....

wertpapiere und derivathandel und wie das noch alles heissen mag.....finger weg...die dritte welt blutet dafür..... wir, die tollen industrialisierten nationen (mittlerweile eh auch alle fast total pleite) schicken dann noch obendrein sog. beschützer dahin ......leute..wer soll das bezahlen..wo bitte ist das soziale gewissen der industrialisierten supermächte...leute aufgewacht..das hatten wir doch schon mal..nur nicht ganz so global..........na also:geld macht¿s möglich.....

Gast: Gast
01.07.2009 09:44
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Soros ein Reinheitsapostel?

Wenn Georges den Heiligen spielt, dann wird es bestimmt gefaehrlich und ist groesstes Misstrauen angebracht.

Antworten Gast: ?? Soros
01.07.2009 12:36
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Re: Soros ein Reinheitsapostel?

Ich bin kein Reinheitsapostel?
Wer sagt denn sowas?
Laut Gorbatschow stinkt ja Geld nicht! Also: Ich führe nur "saubere" Geldgeschäfte und Spekulationen aus, sowie eben "das System" es vorsieht ...
Aber was genau, darf ich Ihnen nicht verraten... (Meine noble Kundschaft muss ich diskret behandeln und deren Bankgeheimnis wird weiterhin gelten). Nur ein kleiner Hinweis: Ich verschiebe seit vielen Jahren das Vermögen ganzer Länder und Bevölkerungen zugunsten der Klientele, der "City of London Corporation & Co.", wo meine wahren Auftraggeber sitzen, damit weltweit die Demokratie und die Menschenrechte siegen!!!! -
Wenn das kein nobles Ziel ist!!!?? - Schlussendlich heiligt der Zweck die Mittel... Oder etwa nicht ?? ;)
(Tja, ich stehe eben in der Pflicht, habe ich doch leider, leider in der Nazizeit als Jude mit "denen" kollaborieren müssen, um meinen Kopf und Kragen zu retten. Damals habe ich gelernt mich "dem System" anzupassen. Und gelernt bleibt gelernt. Auch wenn "das System" heute etwas anders aussieht).

freeman
01.07.2009 06:45
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Nicht die Papiere waren schuld,

sondern diejenigen, die sie ohne genauere Information ins Portfolio genommen haben.

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Re: Nicht die Papiere waren schuld,

so ist es!
Es hat IMMER giftige Papiere gegeben.
Doch noch NIE zuvor haben soviele diesen Müll einfach so gekauft !!!

Faktum Est
30.06.2009 22:10
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Klar, daß jetzt alle schreien!

Am Markt würden sich nämlich sehr rasch - je nach Wahrscheinlichkeit, daß ein bestimmter Staat zahlungsunfähig wird - bestimmte Prämiensätze ergeben - und gegen das Ausfallsrisiko mancher Staaten könnte man sich wahrscheinlich bald gar nicht mehr absichern, da niemand mehr bereit sein wird, das Risiko zu übernehmen.
Zuerst hat man auf die Ratingagenturen geschimpft, weil sie nicht streng genug bewertet haben - aber halt: ein paar Agenturen sind relativ leicht durch politischen Druck auf Kurs gebracht, Ergo ungefährlich - wenn nun aber das Risiko von Staaten wie der Wert von Aktien frei am Markt bestimmt wird, dann ist der Geist aus der Flasche! Mit politischem Druck könnte man keine Anleihen mehr placieren, wenn die Institutionellen Anleger ihren Eigentümern Rechenschaft darüber ablegen müssen, warum man staatliche Giftpapiere gekauft hat. Der Teufel scheut das Weihwasser!

Antworten Gast: MS Deutschland
01.07.2009 10:39
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Das Volumen darf nicht wieder vergessen werden!

Sicherlich wird es schwieriger für Staaten den Markt via Ratingagenten zu manipulieren, aber andererseits eröffnen sich gerade für doch kapitalstarke Staaten enorme Manipulationsmöglichkeiten - zumindest für einige weitere Jahre bis der Markt noch schlimmer als 2008 zusammenbricht.

So lange nur immer auf den Börsenkurs selbt, die Spitze also geschaut wird und nicht darauf geachtet wird, wie der Unterbau (ask und bid) aussieht und alles zum Börsenkurs bewertet ist die Katastrophe vorprogrammiert.

Wir hatten das Problem ja schon bei Übernahmen. Da wurden Aktien anfänglich um $ 10 gekauft und der Kurs bis zum Erreichen der 50 % Marke auf $ 100 getrieben, dann wurde die Firma übernommen und die ersten 20 % billig gekaufter Aktien gleich auf 100 bewertet und man hatte den herrlichen Synagieeffekt dank Übernahme.

Dass 100 % der Aktien der übernommenen Firma gerade mal um vielleicht durchschnittlich $ 7 verkaufbar sind, zeigte sich erst im Zuge des Zusammenbruchs des Marktes.

Hätte man vorgeschrieben, dass bei der Bewertung Bid und Ask berücksichtigt werden müssen (je mehr angeboten wird, desto niedriger der Preis) hätten Firmenübernahmen automatisch mit enormen Eigenkapital unterlegt werden müssen und die Blase wäre nie so groß geworden, da der Unterbau stimmen hätte müssen.

Verfährt man nun bei Staatsanleihen prinzipiell genauso wie bei Firmenübernahmebewertungen und berücksichtigt wieder nicht das Volumen, das ins Rutschen kommen kann, dann gute Nacht.

Gast: picard
30.06.2009 22:00
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und es geht wieder los...

all die schönen beteuerungen und es geht immer noch munter weiter...

antikarl
30.06.2009 19:19
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Und noch immer gibt es keine Transparenz

hier agieren Fonds, Banken und andere als Versicherungsgeber. Es sollte zumindest eine Meldepflicht ab einer gewissen Größenordnung geben. Sonst bleibt nur mehr der generelle Rat: Investieren Sie nicht in einen Fonds, weil Sie nicht wissen, was er tut.

Antworten Gast: MS Deutschland
01.07.2009 10:26
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Re: Und noch immer gibt es keine Transparenz

Es gibt einen viel einfacheren Grund, warum man nicht in Fonds eigenes Geld anlegen sollte. Jeder Fonds enthält alte Papiere und kauft mit frischem Geld neue. Die alten würden zum Einstiegszeitpunkt gar nicht mehr gekauft werden, sind aber eben schon im Fonds. Klüger ist es daher gleich das Papier zu kaufen, dass der Fonds mit frischem Geld - nach Abzug von enormen Managementgebühren - kaufen würde.

Aktienfonds machen also überhaupt keinen Sinn. Immobilienfonds hingegen sind natürlich für jene sinnvoll, die sich unmöglich auf Grund zu gerinem Kapital selbst ein Grundstück oder Haus kaufen können. Vor allem sind Immobilienfonds interessant, wenn sie monopolartige Immobilien halten. So gesehen ist aber der Verbundkonzern auch nichts anderes als ein Immobilienfonds und der ist aber eine Aktiengesellschaft mit Aktien und die kann man relativ günstig (ich meine jetzt von den Kursaufschlägen bzw. Abschlägen her) kaufen. Man kann also selbst wenn man in Immobilien gehen will und kein Geld für ganze Häuser hat, Immobilienfonds meiden.

Antworten Antworten Gast: markus trullus
02.07.2009 12:22
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Re: Re: Und noch immer gibt es keine Transparenz

Weiß nicht, wo sie anlegen; aber eine seriöse Bank oder Finanzinstitut stellt bei ernsthaftem Interesse durchaus eine Fondaufstellung mit der Performance der letzten Jahre aus. Und beraten dabei auch vernünftig. Natürlich gibt es auch "Abzockerinstitute", aber die kennen Insider sowieso... Also ist dort auch Transparenz gegeben. Nur: Wissen und kümmern drum muss man sich schon selbst...

Antworten Antworten Antworten Gast: MS Deutschland
02.07.2009 14:44
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Re: Re: Re: Und noch immer gibt es keine Transparenz

Sie sind anscheinend fehlberaten worden und hatten aber unheimliches Glück. Denn im Kleingedruckten steht ja, dass Gewinne aus vorhergegangenen Jahren KEINEN Aufschluss ergeben, ob es in Folgejahren gleichartigte Gewinne gibt. Selbst Verluste sind nicht auszuschließen.

Nehmen sie mal die Performance von Immoaktien her, sie stiegen jahrelang, doch plötzlich brachen sie ein.

Eine der wichtigsten Grundregeln bei Anlagen besagt: "Traue KEINEN Analysten!"

Ich sagte schon vor mehr als 2 Jahren das Ende der Bankpalastbanken vorher und habe natürlich persönlich durch Leerverkäufe und Puts gut verdient, aber ich habe auch ein Gespräch in einer Bank zufällig mitgehört, wo eine Kundin Erste Bank Aktien (Kurs damals um die € 45 und nicht c 45) verkaufen wollte. Die Beraterin redete so lange auf ihr Opfer ein, bis diese nicht verkaufte und höchstwahrscheinlich gigantische Verluste einfuhr, wenn sie nicht am nächsten Tag doch entgegen der Beratung verkaufte.

Bankberater beraten nicht objektiv, sondern haben von Oben vorgegeben was sie verkaufen sollen. Auch das Behalten von Aktien, die im Kurs einbrechen werden, wird empfohlen, weil z. B. die Bank vorher selbst ihre entsprechenden Bestände noch verkaufen will bevor der Kurs total einbricht. Es gibt noch tausende andere Gründe, warum Banken systematisch falsch beraten.

Seien sie gewarnt. Sie müssen mir nicht glauben. Banken zocken vor allem (um nicht zu sagen betrügen) AD-Kunden (Bankenjargon für alt und dumm) gerne ab!

Antworten Antworten Antworten Gast: Egalus
02.07.2009 14:30
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Re: Re: Re: Und noch immer gibt es keine Transparenz

Seriös ?:
Die Performance ist immer ohne Abzug von Steuern dargestellt.
Versuchen Sie einmal folgendes:
Suchen Sie einen beliebigen thesaurierenden Fonds heraus und schauen Sie sich die 10-Jahres-Performance lt. Bank an.
Dank besorgen Sie sich den Kurs des Fonds vor 10 Jahren und den aktuellen Kurs. Wenn Sie da die Performance daraus ausrechnen ist das fast immer ein krasser Unterschied zu den Angaben der Findsgesellschaften.

Geworben wird aber mit den theoretischen Werten, die für die allermeisten Anleger nicht relevant sind.

Das ist für mich schon nicht sehr seriös.

Wenn man dann noch die Depotgebühren und Transaktionskosten berücksichtigt, dann sind z.B. Rentenfonds selten besser als ein ganz normales Sparbuch, bei dem man ein bisschen verhandelt.