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Gold: Die eiserne Reserve

27.06.2012 | 12:17 |  von Nikolaus Jilich (Die Presse)

Man muss Gold und Silber nicht lieben, um die Metalle zu besitzen. Aber es wäre leichtsinnig, sie zu ignorieren.

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Goldfans lieben diese Geschichte: Im alten Rom, erzählen sie, konnte man sich eine gute Tunika und Sandalen für eine Unze Gold kaufen. Heute bekäme man für dieselbe Menge einen guten Anzug und Lederschuhe. Gold kostet derzeit rund 1250 bis 1300 Euro die Unze – so weit stimmt die Rechnung. Die Erhaltung der Kaufkraft – vor allem in Zeiten übermäßiger Inflation: Darum geht es beim Gold. Und Silber? Das ist das Metall für Wagemutige.

Edelmetalle unterscheiden sich dramatisch von allen anderen Investments. Vor allem in ihrer einfachsten Form: Münzen und Barren. Freilich, man kann in Exchange Traded Funds (ETF) investieren, Zertifikate, Futures, Options und zig andere Formen von „Papiergold“ – aber mit diesen Vehikeln ist man bloß den Goldpreisbewegungen ausgesetzt. Sie eignen sich als Spekulationsobjekt, nicht aber als Investment. Aktien von Goldminen sind zwar eine Option, aber fast nur für Profis interessant. Dem gemeinen Sparer bleiben Münzen und Barren - und das ist gut so. Denn nur in physischer Form bringt ein Edelmetallinvestment all die Vorteile, die man sich davon verspricht: Inflationsschutz ohne Gegenparteirisiko - pures Eigentum eben.

Goldpreis. Viel zu viel Aufmerksamkeit der Medien und Anleger wird auf den Goldpreis verschwendet. Denn auch
wenn der mittlerweile elf Jahre anhaltende Bullenmarkt im Gold ein beeindruckendes Bild abwirft - wichtig ist höchstens der Trend, nicht der absolute Preis. Auch wenn manche das glauben: Gold und Silber sind keine Investments für Menschen, die schnell in Panik geraten.
Und auch, wenn die „Lehrmeinung" heute eine andere ist: Gold ist nicht hochspekulativ, sondern das konservativste
Investment überhaupt. Solange der Anleger es nicht übertreibt. Freilich sollte niemand sein ganzes Geld in Gold oder Silber halten – außer man geht von einem totalen Zusammenbruch des Währungssystems aus. Wer aber gar keine Edelmetalle in physischer Form hält, ist schlicht leichtsinnig.

Ja, Gold und Silber müssen gelagert werden: im Heimtresor, im Banksafe oder irgendwo vergraben. Aber wenn dieses Dilemma einmal gelöst ist, bieten die Edelmetalle ihrem Besitzer eine Versicherung gegen die Kapriolen der Märkte und Politiker. Sie bilden die eiserne Reserve. Gold als Sparvehikel zur langfristigen Erhaltung der Kaufkraft, Silber als Kleingeld und Chance auf Zugewinne.

Bei beiden Metallen darf man sich nicht fragen, wo der Preis steht. Man muss sich fragen: Wie viel Metall bekomme ich heute für mein Geld? Und wie viele „Waren“ bekomme ich für mein Gold? Ist es nicht interessant, dass der Ölpreis in Gold gemessen am Sinken ist? Das liegt an der von den Gelddruckprogrammen der Zentralbanken provozierten Inflation, die derzeit über den Globus schwappt. Wenn Bankberater oder Fernsehansager behaupten, Gold sei derzeit „sehr teuer“, darf man diese allgegenwärtige Inflation nicht vergessen. Gold ist quasi die Konstante in einem Meer an Papierwährungen, die derzeit von den zuständigen Zentralbanken „um die Wette“ gedruckt werden. Ziel dieses auch als „Währungskrieg“ bezeichneten Wettbewerbs ist die Abwertung der Schulden durch Inflaation. Aber auch zur Rettung von Banken oder ganzen Staaten wird derzeit viel frisches Geld gescha¦ en, das seinen Weg irgendwann in „echte Werte“ wie Gold oder andere Rohstoffe findet.

Blase? Von einer „Goldblase“, wie sie manche herbeizureden versuchen, sind wir jedenfalls noch weit entfernt. Dass Gold immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerät – inzwischen gibt es sogar Goldautomaten –, ist aber ein Hinweis darauf, dass die Maniephase bald losgehen könnte. Faustregel: Wenn der Taxifahrer das „todsichere“ Goldinvestment empfiehlt, muss man sich Gedanken über einen Ausstieg machen – zumindest, wenn man aus seinem Goldinvestment in Euro oder Dollar nominierte Profite schlagen will. Wann der Höhepunkt der Preisbildung zu erwarten ist, weiß freilich niemand. Noch sind die Fundamentaldaten für einen weiteren Anstieg der Edelmetallpreise intakt.

Es hilft ein Blick in die Vergangenheit: Der letzte Goldhöchststand wurde 1980 mit 850 Dollar pro Unze erreicht. Wenn dieser bloß egalisiert werden sollte, müsste Gold inflationsbereinigt auf 2300 Dollar steigen. Verwendet man zur Inflationsberechnung jene ursprüngliche Methode, die in den USA in den 1990ern abgeschafft wurde, müsste Gold sogar in die Gegend von 8000 Dollar steigen. Manche Ökonomen stellen die von den Zentralbanken gehaltene Menge an Gold einfach der Papiergeldmenge gegenüber und kommen auf so astronomische Goldpreisprognosen wie ­­55.000 Euro pro Unze. In jedem Fall ist der aktuelle Bullenmarkt stärker und größer als jener der 1970er Jahre. Damals waren die Menschen in Russland und Asien vom Goldmarkt faktisch ausgeschlossen. Heute leben dort mehr als zwei Milliarden neue potenzielle Goldkäufer.

Risken. Wen jetzt die Gier packt, der sollte sich beruhigen. Natürlich gibt es Risken – vor allem für kurzfristig orientierte Anleger. Der Goldpreis ist heute nicht vom physischen Markt abhängig, er wird vielmehr von den „Papiergold“-Produkten gesteuert, die an den Rohsto¦ börsen gehandelt werden. Manche Experten gehen davon aus, dass die daran beteiligten Banken den Goldpreis fast beliebig festsetzen können. Andere weisen auf den großen physischen Bedarf hin, der steigt, sobald der Preis sinkt. Denn Gold ist keineswegs nur für Kleinanleger interessant. Die Zentralbanken (vor allem in Asien) kaufen, was sie bekommen können. Aber immer in überschaubaren Mengen, damit der kleine Goldmarkt nicht außer Kontrolle gerät. Das erklärt, warum der Preis langsam, aber stetig weitersteigt.

Keinesfalls sollten Anleger auf die „offiziellen“ Zahlen über das vorhandene Investmentgold hereinfallen. Die Geschichte, dass nur rund 160.000 Tonnen Gold weltweit existieren, wird zwar immer wieder wiederholt, ist aber schlicht und einfach unglaubwürdig. Gold wird von den Menschen seit Jahrtausenden als Geld verwendet. Es war die Grundlage für Reiche, die Jahrhunderte überdauerten, und Grund für unzählige Kriege und Intrigen. Niemand kann ernsthaft behaupten zu wissen, wie viel Gold es gibt.

Schätzungen gehen von 160.000 bis 2,5 Millionen Tonnen aus. Und auch wenn der zweite Wert allzu abenteuerlich anmutet: Es gibt eher mehr Gold auf der Welt als offiziell angenommen. Aber die Frage nach der tatsächlich vorhandenen Goldmenge ist letztlich sekundär, weil es unwahrscheinlich ist, dass der Goldmarkt plötzlich mit Metall gefluutet wird. Eher mit Fälschungen. Zuletzt sind Barren mit Wolframkern aufgetaucht. Aber Kleinanleger können sich davor schützen, indem sie kleine Münzen und Barren kaufen, die nur sehr selten gefälscht werden. Und dann ist da noch Silber.

Im Grunde gilt beim „kleinen Bruder“ des Goldes dieselbe Regel: Niemand weiß genau, wie viel Silber vorhanden ist. Silber wurde schon vor Gold „entmonetisiert“ – also von seiner Rolle als Geld offiziell entbunden. Auch wenn bis 1973 noch Schilling-Münzen aus Silber geprägt wurden. Was Silber heute spannend macht, ist die Nachfrage aus der Industrie.

Denn während die Anwendungen für Silber steigen (kaum ein Elektronikprodukt – vom Handy bis zur Solarzelle – kommt ohne Silber aus), fallen die Lagerbestände. Heißt: Seit dem Zweiten Weltkrieg wird jedes Jahr mehr Silber verbraucht als gefördert. Und weil es bisher so billig war, wird Silber auch kaum recycelt. Der Großteil des industriell verbrauchten Silbers verschwindet so nach und nach vom Markt. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass es heute weniger Silber als Gold auf der Welt gibt. Stimmt das, müsste Silber langfristig sogar teurer als Gold werden.

Aber selbst wenn das nie passiert, hat Silber noch einiges an Aufholarbeit zu leisten. Anders als Gold hat Silber noch nicht einmal den Höchststand von 1980 (50 Dollar pro Unze) erreicht – und auch wenn der Silberkurs nach einer scharfen Korrektur vor rund einem halben Jahr derzeit nicht sehr attraktiv aussieht, bleiben die Fundamentaldaten überzeugend: Langfristig liegt die Gold-Silber- Ratio bei 1:15­. Man bekommt also 15­ Unzen Silber für eine Unze Gold. Aktuell liegt diese Ratio aber bei 1:55.

Die meisten Edelmetallexperten gehen davon aus, dass Silber in den kommenden Jahren schnellere Wertzuwächse sehen wird als Gold und sich die Ratio in Richtung des über die Jahrhunderte stabilen Mittelwerts bewegen wird.

Silbernachfrage. Positiv für Silber ist die Tatsache, dass Zentralbanken kein Silber besitzen und deswegen den Preis nicht beeinflussen können. Negativ ist die Möglichkeit eines Wirtschaftseinbruchs und ein damit einhergehender Rückgang bei der Silbernachfrage. Wie der Goldpreis ist auch der Silberpreis heute in erster Linie von „Papiersilber“-Produkten abhängig, die an den Börsen gehandelt werden. Deswegen gilt auch hier: Nur physisches Silber ist wahres Silber. Und auch beim Silber muss man das Lagerungsproblem lösen. Mehr noch als beim Gold, weil Silber eine geringere Wertdichte hat – der gleiche Eurobetrag in Silber also viel mehr Platz benötigt als in Gold.

Am Ende muss jeder Investor wissen: Es gab wohl seit Jahrzehnten kein besseres Umfeld für Edelmetalle. Die Wirtschaft taumelt, die Währungen werden in‹ ationiert und selbst die Wiedereinführung einer Art von Goldstandard im Währungssystem kann nicht ausgeschlossen werden. Aber Gold und Silber können immer nur Teil einer Strategie sein, egal, wovon man ausgeht. Sowohl Optimisten als auch Apokalyptiker sollten die Metalle ihrem Portfolio beimischen. Denn auch künftig werden die beiden Edelmetalle das sein, was sie schon immer waren – eine eiserne Reserve.

Gold hat als Element das Symbol „Au“. Das Metall wird von den Menschen seit Jahrtausenden als Geld eingesetzt und hat aufgrund seiner Eigenschaften die Krise bisher gut überstanden: Der Goldpreis steigt seit 2001 ohne große Unterbrechungen. Silber („Ar“) wird von manchen Experten in Zukunft noch größere Kursanstiege vorausgesagt.

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17 Kommentare

der papiermarkt wird in sich zusammenbrechen mit dem platzen der derivat-blase

das einzige was zaehlt wieviel unzen man physisch hat, um diese bei bedarf dann wieder in unterbewertete immo's, aktien oder wasauchimmer umzutauschen

Gast: anderswo
28.06.2012 01:31
0 0

10suhr?

why?

Gast: anderswo
27.06.2012 23:19
0 0

Gold - Mythos


Was die Goldhändler nicht sagen:

http://g-o.de/wissen-aktuell-10629-2009-10-09.html

In der Antike wurde Gold mit getrockneten Fliegenpilzen aufgewogen, in machen Gegenden auch mit Salz, etc.

Mit verbesserten Produktionsmethoden ändert sich auch der Wert, und letztlich bekommt man, für was immer, nur so viel, wie jemand anderer zu zahlen bereit ist.

Gold kann man auch auflösen, in Königswasser

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigswasser

Zitat
Als während des Zweiten Weltkriegs deutsche Truppen im April 1940 die dänische Hauptstadt Kopenhagen besetzten, hat der im Labor von Niels Bohr arbeitende ungarische Chemiker George de Hevesy die goldenen Nobelpreis-Medaillen der deutschen Physiker Max von Laue und James Franck in Königswasser aufgelöst, um so den Zugriff durch die Nazis zu verhindern. Von Laue und Franck waren in Opposition zum Nationalsozialismus in Deutschland und hatten deshalb ihre Medaillen Niels Bohr anvertraut, um so eine Konfiszierung in Deutschland zu verhindern; die Hitlerregierung verbot allen Deutschen das Annehmen oder Tragen des Nobelpreises, nachdem der Nazigegner Carl von Ossietzky im Jahr 1935 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Nach Kriegsende extrahierte de Hevesy das im Königswasser „versteckte“ Gold und übergab es der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die daraus neue Medaillen herstellte und wieder an von Laue und Franck übergab.[4]

Gast: Hans im Glück
27.06.2012 20:19
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Super Zusammenfassung!!!

Besser hätte ich es auch nicht machen können.

Nur eines ist nicht ganz deutlich herausgekommen:

Mit dem Sparbuch, dem Bausparer und den Lebensversicherungen verlieren alle an Kaufkraft.

Daher:
Verträge kündigen, Geld abheben und anonym Edelmetalle kaufen.

Gast: Argentum
27.06.2012 18:03
1 0

Arg

Geschätzter Herr Jilich,

das Zeichen für Silber im Periodensystem ist Ag nicht Ar.


Gast: maxifant
27.06.2012 18:02
0 0

Symbol für Silber ist Ag

Ansonsten schöner Überblick - bliebe noch zu erwähnen, dass die industrielle Nachfrage nach Silber preisunelastisch ist - soll heißen: auch bei stark steigendem Silberpreis hat dies keine Auswirkungen auf den Preis des Silber enthaltenden Endproduktes, weil nur sehr wenig Silber pro Produkt benötigt wird, daher hat ein steigender Silberpreis keine dämpfenden Auswirkungen auf die Nachfrage - diese bleibt unabhängig vom Silberpreis gleich hoch.
Neben der konstant hohen industriellen NAchfrage hat sich die Nachfrage von Investoren in den letzten Jahren aber deutlich erhöht - irgendwann wird das zu empfindlichen Engpässen führen.

Gast: Judas II
27.06.2012 16:13
0 1

zum Thema

1980 trieben die Brüder Hunt den Silberpreis auf 50 Dollar je Feinunze. Dann platzte eine der größte Rohstoffblasen der Wirtschaftsgeschichte.
Anfang der 1970er Jahre kauften die Hunts 200.000 Unzen Silber. Als sich der Preis binnen drei Jahren auf drei Dollar je Feinunze verdoppelte, rochen sie Lunte. 1974 hielten die Brüder bereits 55 Millionen Unzen Silber. Das entsprach damals laut "Süddeutscher Zeitung" in etwa acht Prozent der gesamten Weltvorräte. Der Silberpreis stieg auf sechs Dollar.
Ungewöhnlich war vor allem eines: Die Brüder ließen sich das Silber physisch ausliefern. Ihre Angst: Der Staat könnte das Silber konfiszieren. Also brachten sie es außer Landes: Vor allem in die Schweiz. Ein großer Teil der Weltvorräte lagerte - auf diverse Tresore verteilt - in Zürich
Die Chicagoer Terminbörse änderte daraufhin ihre Regeln. Kein Einzel-Investor durfte mehr als drei Millionen Silber-Konktrakte halten
Als der Silberpreis Anfang 1980 auf über 50 Dollar kletterte, zog die New Yorker Rohstoffbörse die Notbremse. Der Kauf von Silber in größeren Mengen wurde verboten. Nur noch der Verkauf war erlaubt. Viele Anleger stiegen entnervt aus dem Silbermarkt aus. Die Folge: Bis Mitte März 1980 fiel der Silberpreis auf rund 21 Dollar. Daran konnten auch die Durchhalteparolen von Nelson Hunt nichts mehr ändern, der davon sprach, der Silberpreis werde bald auf bis zu 300 Dollar steigen.

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Re: zum Thema

2011 stieg der Silberpreis wieder auf fast 50 $.

2012 (demnächst), könnte er auch wieder auf 21 $ fallen.

Die Merkel macht es diese Mal möglich, indem sie eine Deflation heraufbeschwört.

Antworten Gast: Bänkster
27.06.2012 17:08
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Re: zum Thema

seit damals wurden SÄMTLICHE staatliche Silberreserven von den Zentralbanken verkauft.

Oberirdisches Silber ist daher weit seltener geworden als oberirdisches Gold.

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Gut geschrieben

Ergänzungen:
Die Investmentnachfrage nach Gold - das ist die einizg relevante Nachfrage - steigt mit dem Preis!

Gold ist wie eine Währung zu sehen.
Interessant ist, wieviel Unzen Gold man besitzt, nicht wie viele Euros oder Dollars. Rechnen Sie stets ihr Vermögen in Unzen Gold um und sie sehen wohin es sich real entwickelt. Vermutlich in den letzten 12 Jahren deutlich abwärts !?
Silber ist vielleicht in einem inflationären Umfeld das Metall mit mehr Potenzial, aber eben auch mit mehr Risiko, wie man jetzt in der Korrektur wieder bemerkt.

Das chemische Symbol für Silber ist Ag (Argentum).
Das ist außerdem keine "eiserne" Reserve, sondern eine Edelmetallerne.

Gast: Bänkster
27.06.2012 12:53
5 0

Gut recherchiert !

Ich bin positiv überrascht über diesen Artikel.

Die Hauptantriebsfeder und die besten Argumente für Gold sind aber:

1) negative Realzinsen: die Inflation ist seit Jahren höher als die Zinsen bei der Bank (dank EZB-Unterstützung mit Niedrigzinsen für die Banken und PIGS).

> Geld auf der Bank wird also langsam aber sicher durch die Inflation und durch die Niedrigzinsen ENTWERTET. Im besten Fall ! Im weniger guten Fall, steigt selbst die offizielle Inflation auf 4-6 % (sowwiel wie in den Jahren 2005-2008 und 2010-11 wohl auch der tatsächliche Kaufkraftverlust betrug)

2) Gold wird (selbst, wenn man davon ausgeht, dass es global nur 160.000 t Gold gibt) maximal mit weniger als 2 % inflationiert (2000 t globale jährliche Förderung). Wenn man vom oberen Ende von 2,5 Mio t Gold ausgeht > dann beträgt die Goldinflation sogar weniger als 0,1 % pro Jahr.

>>> Gold kann im Gegensatz zu Papier(oder Chiral)geld nicht beliebig vermehrt werden. Im Zeiten von zunehmender Verschuldung haben Politiker seit 2000 Jahren immer das gleiche verhalten gezeigt: Inflation.

Und das ist und wird auch diesesmal nicht anders sein. Die alternative ist der DEFLATIONÄRE TOD und ein Totalreset des Systems - mit einem unbekannten "Danach".

Gast: oir0498ut90e0
27.06.2012 12:47
1 7

GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Der Preis von 1.500 Dollar ist nur durch - teilweise künstliche - Unterschiede im Umfang von Angebot und Nachfrage zu erklären.

Wenn in einigen Jahren neue Bergwerke viel mehr um 500 bis 800 USD fördern werden, sinkt der preis automatisch auf rund 800 ab.

Wer heute für Gold redet, will seines um 2.000 verkaufen, da er bei 1.900 gekauft hat und derzeit Verlust machen würde!

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Re: GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Da frage ich mich, warum die Goldminenaktien seit ca. 2006 in einem Abwärts-/ Seitwärtstrend sind, wenn sie doch angeblich so enorm viel Gewinn machen.

Die Förderkosten steigen sehr rasch an, natürlich auch wegen schlechtem Management, aber vor allem wegen steigenden Rohstoff- und Energiekosten. Zusätzlich kommen in der Branche stark steigende Löhne und Steuern hinzu. Dann haben Sie auch noch das politische Risiko,...

Die Exploration wird immer schwieriger und teurer, sodass viele große Minen kaum mehr ihre Reserven und Ressourcen ersetzen können oder nur mehr zu hohen Preisen.


Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
27.06.2012 23:42
1 0

Re: Re: GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Schon mal was von naked short selling was gehört?

Ich vermute, dass die Minenaktien und andere Aktien vollgestopft sind mit Aktien die es gar nicht geben darf.

So kann man leicht Aktien unten halten oder in die Tiefe treiben.

Es gibt für jedes Wertpapier eine Sammelverwahrung. Jedes Wertpapier hat eine Wertpapierkennummer genannt auch ISIN. ABER, die einzelnen Stücke haben keine Seriennummer. Man kann nicht feststellen was die Gesamtzahl der Stück einer Aktienart ist.

Anders ausgedrückt: So wie die Banken gewohnt sind Geld aus dem Nichts zu schaffen, haben sie auch Aktien aus dem Nichts geschaffen.

Aus diesem Grund ist der Wertpapiermarkt ein "Minenfeld".

Antworten Gast: Aber geh
27.06.2012 13:27
3 0

Re: GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Ein 500 Euro-Schein wird um 0,5 Cent gedruckt. Warum sollte man € 500 für ein 0,5 Cent Banknotenpapierl (oder Aktienpapierl) bezahlen, wenn man dafür echtes schweres, wertvolles Gold bekommt?

Re: GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Der ist gut, ich könnt mich wegschmeissen über derart ahnungslose Kommentare wie deine...!
Was ist dein Beweggrund, willst du Leute verarschen oder weißt du's einfach nicht besser?

Antworten Gast: Bänkster
27.06.2012 13:01
4 0

Re: GOLD IST für 300 bis 500 USD zu fördern

Deine "ANALYSE" ist leider unzutreffend.

Um neues, zusätzliches Gold zu fördern, kommt es nicht auf jenes Gold an, welches noch billigst aus dem Berg zu holen ist (kaum noch vorhanden), sondern auf die GRENZKOSTEN. Und die liegen schon bei 1000 USD - nach oben offen.

DAHER völlig falsch: "Wenn in einigen Jahren neue Bergwerke viel mehr um 500 bis 800 USD fördern werden".....

Neue Goldminen sind weit teurer. Du darfts nicht nur die reinen "Produktionkosten" rechnen, sondern die TOTAL-IN Kosten. Dazu gehören auch die Kosten für die jahrelangen Borhungen, Finden und Erschließen neuer Goldminen.

Und auch trotz jahrelangem Bullenmarkt und (vermeintlich) "hoher" Preise, fällt die Goldförderung in Südafrika und Australien... In China steigt sie - aber dort steigt noch stärker die Nachfrage:

http://www.goldseiten.de/artikel/141965--Australiens-Goldproduktion-in-Q1-abermals-ruecklaeufig.html

Jeder muss sich selbst fragen: lieber PAPIER-Geld, welches beliebig vermehrt werden kann (und auch wird) + Banken & Staatsrisiko - oder lieber GOLD = echtes Geld, welches nicht beliebig vermehrt werden kann und welches auch kein Counterpartrisiko hat - da kann pleite gehen wer will - eine Unze bleibt eine Unze.

Hobbyökonom