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Sarrazin: "Aufhören mit der Retterei"

04.07.2012 | 18:12 |  NIKOLAUS JILCH (Die Presse)

Sarrazin will eine Rückkehr zum Euro, wie er einmal war. Ohne Rettungsschirme, Transferunion und EZB-Notfallspolitik. Politiker hätten von Währungspolitik so viel Ahnung wie vom Arzneimittelrecht: „Gar keine.“

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Die Presse: Herr Sarrazin, vertrauen Sie persönlich dem Euro als Währung?

Thilo Sarrazin: Die Währung ist das kleinste Problem am Euro. Das mag paradox klingen. Wir haben keine Inflationswährung. Der Euro erfüllt alle Zahlungsfunktionen wunderbar. Das Problem ist nicht die Währung. Das Problem ist, was eine gemeinsame Währung für Staaten bedeutet, die sich nicht so verhalten, als ob wir eine gemeinsame Währung hätten. Und dies hat uns Zug um Zug in eine Situation gebracht, die wir nie wollten. Den Deutschen und Österreichern wurde versichert, es gäbe keine gemeinsame Haftung für Staatsschulden und kein Inflationsrisiko. Alles das ist nachweislich falsch.

 

Sie waren heute auch im Parlament in Wien, wo der ESM beschlossen wurde. Führt dieser „permanente Rettungsschirm“ in die Transferunion?

Ja, wir lösen das No-Bail-out-Prinzip (Verbot, Schulden anderer Staaten zu übernehmen, Anm.) formell durch ein Bail-out-Prinzip ab. Das heißt, wir drehen die Bedingungen der Währungsunion um 180 Grad.

 

Ist das gefährlich für den Euro?

Das ist erst mal gefährlich für die beiteiligten Länder. Und zwar für die Länder, die Begünstigte eines Bail-outs sind, weil ihre politischen Eliten noch weniger Anlass haben, kontroverse Entscheidungen zu treffen. Und gefährlich für die Länder auf der gebenden Seite, weil immer mehr Verpflichtungen aufgenommen werden. Für den Euro besteht so langfristig die Gefahr von mehr Inflation. Aber das gefährdet die Währung nicht. Der Euro als Währung hält so lange, wie die beteiligten Staaten an ihm festhalten wollen. Und dadurch, dass wir eine Haftungsunion machen, wird der Euro natürlich stabilisiert.

 

Langfristig oder kurzfristig?

Solange wir bei einer Haftungsunion bleiben, in der die Märkte die komfortable Sicherheit haben, dass der deutsche Steuerzahler am Ende für alle Schulden in der Währungsunion aufkommt. Und das beruhigt die Märkte. Das führt aber auch zu mehr Inflation und zu Wohlstands-transfers von Nord nach Süd. Und es bremst im Norden und Süden gleichermaßen das Wachstum.

 

Was wäre denn die Alternative?

Die Alternative ist: aufhören mit der Retterei. Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland haben alle Instrumente, die aus ihnen mittelfristig Länder wie Deutschland oder Österreich machen, in ihrer eigenen Verfügung. Die ganze Retterei dient nur dazu, die Lücken zu schließen, die dadurch aufgerissen werden, dass diese Länder intern nicht die nötigen finanzpolitischen Entscheidungen und Reformen hinkriegen. Faktisch ist der ESM ein Missbrauch, um südeuropäischen Konsum mit nordeuropäischen Ressourcen zu finanzieren. Das ist der Kern des ESM.

 

Was kaum gut gehen kann, oder?

Da muss man vorsichtig sein. Politik hat die Möglichkeit, an einer falschen Grundausrichtung über lange Zeit festzuhalten. Sonst hätte ja der Kommunismus nicht 70 Jahre lang bestanden. Wenn Sie jetzt mit irgendeinem Anti-Kommunisten im Jahre 1921 über Lenins Politik geredet hätten, dann hätte der gesagt: Das geht nicht lange gut. Es ging auch nicht gut – aber es dauerte eben 60 schlechte Jahre, bis es aufhörte. Man kann etwas Schlechtes ganz lange fortsetzen, da darf man sich keine Illusionen machen.

 

Befürchten Sie, dass wir uns in Europa auf einem Weg in Richtung Sozialismus befinden?

Wir befinden uns auf einem Weg, wo wir die dezentrale Initiative durch ein Übermaß an falsch verstandenem Zentralismus ersticken. Wir rauben doch den Deutschen und Österreichern die Früchte ihres Erfolges. Wer soll sich da noch anstrengen?

 

Sie sagen, Griechenland soll aus dem Euro austreten?

Ich meine, wenn Griechenland die vereinbarten Reformen nicht umsetzt, dann sollten wir die Zahlungen einstellen. Und wenn ich griechischer Finanzminister wäre, hätte ich schon vor zwei Jahren den Staatsbankrott erklärt und alle Zahlungen einseitig eingestellt. Und dann wird eine Forderung sein, dass man wieder die eigene Währung einführt.

 

Wie beurteilen Sie die Arbeit der EZB in der Krise?

Die EZB hat in den ersten Jahren unter dem deutschen Chef-Volkswirt Ottmar Issing eine Fortsetzung der Bundesbankpolitik mit anderen Mitteln verfolgt, das ist vorbei. Die Südländer haben in der EZB voll die Macht übernommen, das gilt für das Direktorium und den Rat.

 

Wie sieht der ideale Euro für Sie aus?

Der ideale Euro braucht eine Notenbankpolitik, die sich ausschließlich auf die Preisstabilität konzentriert, die für positive Realzinsen sorgt, damit Sparen angeregt wird. Und sie braucht eine Politik der Staaten, die auf strikter finanzieller Nichteinmischung aufbaut. Das heißt eine Politik, die letztlich alle Staaten bei ihren Entscheidungen über Einnahmen und Ausgaben auf ihre eigenen finanziellen Ressourcen verweist. Also eine striktes No-Bail-out-Prinzip.

 

Aber die Politiker erzählen der Bevölkerung genau das Gegenteil.

Die Politiker haben – und das ist kein Vorwurf – von der Währungspolitik ungefähr genauso viel Ahnung wie vom Arzneimittelrecht: nämlich keine.

 

Glauben Sie, dass der Euro in zehn Jahren noch existieren wird, und wenn ja, wird er den Dollar als Leitwährung abgelöst haben?

Es gibt eine 20- bis 25-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Euro in zehn Jahren nicht mehr existiert. Wenn es eine Leitwährung gibt, wird der chinesische Yuan sein, weder der Dollar, noch der Euro.

Zur Person

Thilo Sarrazin (67) war Beamter im deutschen Finanzministerium, Berliner Finanzsenator (SPD) und von 2009 bis 2010 bei der Bundesbank. Nach dem Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ kehrt er mit „Europa braucht den Euro nicht“ (DVA) zu seinem Kernthema zurück. Sarrazin war auf Einladung des Hayek-Instituts in Wien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.07.2012)

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139 Kommentare
 
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Wer mehr exportiert, muss auch mehr finanzieren.

Sarrazin schlägt vor: „Aufhören mit der Retterei“. Aber er vergisst zu sagen, dass sich dann auch die Exporte Deutschlands aufhören. Deutschland hat bisher einen jährlichen Exportüberschuss von ca. € 160 Milliarden! Das ist ein Zuwachs seiner Forderungen. Die Zinsen kommen noch drauf. Deutschland möchte weiterexportieren, aber die anderen sollen endlich ihre Schulden zahlen. Womit denn bitte?

Antworten Gast: Lukas
08.07.2012 14:35
0 0

Re: Wer mehr exportiert, muss auch mehr finanzieren.

welchen Sinn macht es in bankrotte Länder exportieren zu wollen, die die Waren ohndies nicht zahlen können. Wir werden zur Kenntnis nehmen müssen, daß Wirtschaftswachstum um jeden Preis nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Auch ein Wohlfahrtsstaat auf Pump ist ein Wirtschaftsverbrechen der verlogenen Politik!

Im Sumpf des Verderbens

Wenn Griechenland aus der Eurozone verdrängt wird, dauert es nicht lange bis auch Spanien und Italien folgen werden. Aber verfügen diese gerade über große Volkswirtschaften, die die übrigen Euro-Länder gegebenfalls mit in ein tiefes Loch reißen könnten. Hätten wir nicht Deutschland und Frankreich als treibende Kräfte, bin ich mir sicher, dass das jetztige Europa nicht mehr lange bestehen würde. Ob das nun positiv oder negativ enden würde, kann man ohnehin nicht voraussagen.
So biete ich wie die meisten, auch keine konstruktiven Lösungsvorschläge, sondern vielmehr (hoffentlich) berechtigte Zweifel.

Gast: Imperialist
05.07.2012 22:59
3 0

tolle Idee

Schulden anhäufen und sie von anderen begleichen lassen - ein tolles Stabilisierungskonzept. Auch wenn es sich dabei um die Stabilisierung des Untergangs handelt.

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Re: tolle Idee

Dieses Konzept ist in Wirklichkeit uralt.
Raub- und Sklavewirtschaftliche Modelle kennen es siet Jahrtausenden!
Andere Völker unterwerfen und tributplichtig machen!


Gast: Affffe
05.07.2012 14:06
20 0

Die Geister die ich rief.......

Ich hoffe wirklich, dass unsere Politiker ein paar Szenarien durchgerechnet haben, bevor sie diese Zusage für die gemeinsame Bürgschaft befürwortet haben.

So wie es derzeit aussieht, werden einige Staaten, wie Österreich, so lange zahlen, bis sie weniger haben, als jene Staaten, die jetzt was bekommen. Das ganze Geld wird dann weg sein, nur leider wird dann auch kein anderes Land mehr so liquide sein, dass wir auch noch gerettet werden könnten.


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Faymann und durchrechnen, hahaha


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Re: Die Geister die ich rief.......

Oder der Norden wird als Melkkuh am Leben gehalten ...

8 0

Re: Die Geister die ich rief.......

Dafür wird der Gouverneursrat des ESM schon sorgen!
Das Werkzeug dazu: Wer bei Geldanforderungen nicht binnen einer Woche zahlt, verliert das Stimmrecht!
Wird eine spannende Sache, ob der ESM jemals eine Geldforderung an Griechenland stellen wird. Wer will mitraten, wer zuletzt als Gouverneur übrigbleibt!

Gast: Deutschlander
05.07.2012 13:58
26 1

Sehr geehrter Herr Dr. Sarrazin.

Sie, und all die anderen Warner und Fachleute, können reden bis Ihnen der Mund fusslig wird. Die Schutzgelderpresser wissen es ist nur noch eine Frage der Zeit.
Munter wird gestohlen, gelogen und betrogen als ob es keine Morgen gäbe. Und das ist wohl auch richtig...
Unseren Kindern wird von diesen Paraisten die Lebensgrundlage und Zukunft gestohlen!!

Antworten Gast: E.T.
08.07.2012 13:01
0 0

Re: Sehr geehrter Herr Dr. Sarrazin.

Es stimmt schon, dass man - wie Sarrazin - keine andere Meinung vertreten darf, als die von der Mehrheit oder zumindest, die, die uns Politiker und die bezahlten Meinungsforschungsinstitute vorgaukeln, was unsere Meinung sein soll.
Nicht einverstanden bin ich, mit der Ansicht, die auch Ihr Statement wiedergibt, wir verspielen die Zukunft unserer Kinder - vielmehr verspielen wir unsere eigene Zukunft. Denn nur, wenn es uns gut geht, dann hinterlassen wir den nächsten Generationen auch was. Also es geht um unsere eigene Zukunft.

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Gelogen und Betrogen

Ein sehr guter Artikel hier:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/04/juristische-analyse-enttarnt-esm-vertrag-als-taeuschung-der-steuerzahler/

Dieser Vertrag ist sogar noch schlimmer als bereits bekannt.

"Über lange Zeit" kann es nicht gehen!

Der Kommunismus zeigt deutlich, dass man mit "einer falschen Grundausrichtung" nur dann lange überleben kann, wenn man sich finanzpolitisch von der übrigen Welt hermetisch abschließt.

Abgesehen davon, dass die EU-Politiker das gar nicht begreifen, würden sie es auch niemals wollen.

Ständig noch größere "Rettungsschirme" auf Schuldenbasis müssen aber, wenn Geld auf dem freien Markt aufgenommen werden muss, schon nach wenigen Jahren zu hohen, nicht mehr leistbaren Zinsen für EU-Staatspapiere führen und damit dieser hartnäckig verfolgten Schuldenpolitik ein Ende setzen.

Offen ist nur, ob die EU dann "solidarisch" als Ganzes in Not und Elend versinken will oder ob jeder nach dem Prinzip "es rette sich, wer kann" seine Chancen nützen wird, was der EU ein jähes Ende bereiten würde!

Re: "Über lange Zeit" kann es nicht gehen!

Ich verstehe Hrn. S. anders. Z.B. die von Ihnen genannten "nicht leistbaren Zinsen".
Was ist "nicht leistbar"? Kommt drauf an, wer zahlt. Wir können´s nicht, also verpfänden wir grade die Leistungsfähigkeit unserer Nachkommen. Das kann man eine ganze Zeit lang so machen. Die EZB erfindet Geld und wir stellen uns eben auf höhere Inflation ein.

Ich persönlich würde mit normalem Hausverstand ja auch meinen, dass eine Bank, die sich schon 1% Zinsen nicht mehr leisten kann, so fertig ist, dass niemals in Betracht gezogen werden könnte, diese mit bei anderen Banken geliehenen Mitteln am Tropf zu halten.
Passiert aber. Und das Konzept lässt sich schon recht lang fortführen, die Zahlen werden mit der Zeit wie man sieht nur größer.

Re: Re: "Über lange Zeit" kann es nicht gehen!

Hier geht es aber nicht um Bankzinsen, sondern um den Zinssatz, den Staaten beim Schuldenmachen zahlen müssen.

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass für 10-jährige Staatspapiere ein Zinssatz von mehr als 6 Prozent nicht mehr leistbar ist. Diese Grenze ist zwar nicht unverrückbar, aber sehr weit darüber kann kein Staat gehen.

"sie braucht eine Politik der Staaten, die auf strikter finanzieller Nichteinmischung aufbaut"

Das seh' ich nicht so. Länder mit einer gemeinsamen Währung - so dachte ich immer - müssten ökonomisch auf gleicher Augenhöhe sein. Nur so funktioniere es. Und wenn ein Land diese Standards verweigert, wie Griechenland, müsste das andere "betrogene" Land sehr wohl Instrumente zur Hand haben, also sich einmischen können.

Gast: pour le merite
05.07.2012 11:49
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Gestern wurde der Republik Österreich ein Schaden zugefügt,

der nicht annähernd mehr bezifferbar ist.

Und je unverschämter unsere roten und schwarzen Politmarionetten der Brüsseler Freimaurerdiktatoren der eigenen Bevölkerung ins Gesicht spucken,
desto lauter gröhlen die Grünen und klatschen begeistert Beifall...

Wenn das nicht pervers ist, was dann?


Re: Gestern wurde der Republik Österreich ein Schaden zugefügt,

Was für Freimaurerdiktatoren? Was haben denn Sie für eine Paranoia?

Gast: bergziege
05.07.2012 11:32
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Sarazzins Argumente haben etwas auf sich

Wie kann man Staaten bedingungslos vertrauen und helfen, wenn man weiß, dass für die Aufnahme in die Eurozone wissentlich völlig falsche Angaben gemacht wurden? Ob der Eurorettungsschirm die richtige Methode ist, sei dahingestellt. Wichtig wäre absolute Transparenz einzufordern. Was jetzt passieren könnte ist, dass im Extremfall viel Geld ohne den gewünschen Erfolg unwiederbringlich verlorengeht. Die Idee der Hilfe ist gut. Aber nicht so. Griechenland, Spanien und Portugal müssen dazu veranlasst werden, sich um die Steuermoral vieler Bürger zu kümmern und sämtliche Ursachen, die dem Staat nicht notwendige Defizite bringen, aufzuspüren. Das bedeuted keineswegs die Bevölkerung auszuhungern. Italien scheint mit Monti auf einem ganz guten Weg zu sein. Was dort genau unter die Lupe genommen werden muss, sind die Aktivitäten der großen Mafiaorganisationen, die für die Wirtschaft des Landes Gift bedeuten. Dass der Süden auf Kosten des Nordens recht gut lebt, wie Sarazzin meint, ist nicht von der Hand zu weisen.

Re: Sarazzins Argumente haben etwas auf sich

Dass Griechenland nur wegen "falscher Angaben" den Euro bekommen hat, ist ein Märchen! Jeder Wirtschaftsforscher sieht doch sofort, ob die gemeldeten Daten stimmen können oder nicht. Wie in einer gewöhnlichen Bilanz muss es auch hier zu jeder Buchung eine entsprechende Gegenbuchung geben, nur wenn da auf soll und Haben plausible Zahlen stehen, sind soclche Meldungen glaubwürdig.

Es ist naheliegend. dass die Eurokraten in ihrem Wahn, eine neue Weltwährung zu schaffen, die Griechen dazu angestiftet haben, falsche Zahlen, die man dem dummen Volk präsentieren kann, zu liefern!

Das wirkliche Problem ist, dass "der Kern des ESM" den Politikern, die schon bisher nur durch populistische, aber wirtschaftlich verhängnisvolle Wahlversprechungen zur Macht gekommen sind, die Möglichkeit gibt, an ihrer Politik nichts zu ändern und damit andere Staaten, deren Politiker nicht so verantwortungslos waren, mit in den Abgrund zu reißen!


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Re: Re: Sarazzins Argumente haben etwas auf sich

Wenn JPMorgan und Goldman Sachs dieses Märchen bestätigen, dann wird es sehr schwierig werden zu beweisen, daß es unwahr ist.

Das Timing ist ein Hund

Ja, wir werden eine Schuldenunion.
Ja, die Staaten werden nicht Überschüsse erreichen, sondern weiter Schulden machen.
Ja, es wird eine Hyperinflation/Währungsreform eintreten.

Aber wann genau???? Ich denke auch dass das Gewurstel noch Jahre gehen kann, vielleicht aber auch nur Wochen...

"Befürchten Sie, dass wir uns in Europa auf einem Weg in Richtung Sozialismus befinden?"


der ganze paranoide schwachsinn des interviewers kommt in dieser frage zum ausdruck. echt stark!

Re: "Befürchten Sie, dass wir uns in Europa auf einem Weg in Richtung Sozialismus befinden?"

Das dürfen Sie nicht so wörtlich nehmen. Unser BK hat gestern seinen Teil beigetragen, unser Bildungsbudget an Pleitebanken zu überweisen.
In Zeiten wie diesen ist es völlig unerheblich, welche Worte man für irgendwelche Glaubensrichtungen erfindet.

find' ich überhaupt nicht

Paranoia ist Angst vor etwas, das gar nicht da ist. Aber ein total sozialisiertes Europa ist nicht nur wahrscheinlich, sondern wir sind schon mitten drinnen.

 
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Hobbyökonom