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Eichengreen: "Ökonomen-Brief bestärkt Irrglauben"

10.07.2012 | 11:14 |   (DiePresse.com)

US-Volkswirt Barry Eichengreen kritisiert den umstrittenen offenen Brief von rund 170 deutschen Top-Ökonomen. Indes springen erste Unterzeichner ab.

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Nun hat der Streit der deutschen Top-Ökonomen auch die USA erreicht. "Der Brief ist reich an hitziger Rhetorik und arm an sachlichen Details", kritisiert US-Ökonom und Währungsexperte Barry Eichengreen in der "Financial Times Deutschland" (FTD) den offenen Brief von ifo-Chef Hans-Werner Sinn und mittlerweile rund 200 Gleichgesinnten. Diese hatten öffentlichkeitswirksam vor dem Weg der EU in eine Bankenunion gewarnt, da diese eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Euro-Systems bedeute (siehe "Top-Ökonomen warnen"). Daraufhin hatten bereits namhafte deutsche Ökonomen widersprochen. Sie sprachen von "schlimmster Stammtisch-Ökonomie" und formulierten eine Gegen-Position.

"Der Brief bestärkt die deutsche Öffentlichkeit in dem Irrglauben, dass man den Euro behalten, aber zugleich alles in Richtung Bankenunion verneinen kann. So etwas trägt nicht dazu bei, die Krise zu lösen", sagt Eichengreen.

"Brief ist offen fremdenfeindlich"

Zuletzt hatte sich auch der deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert eingemischt und den Wirtschaftsexperten seines Landes ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, wie "DiePresse.com" berichtete. Die Ökonomen hätten sich in der Krise nicht als hilfreich erwiesen, sagte er am Wochenende.

Eichengreen ist nicht der einzige internationale Kritiker. "Ich halte den Aufruf für zu simpel, unklar und ideologisch", zitiert die "FTD" den Harvard-Ökonomen Alberto Alesina. "Dieser Text zeigt kein Verständnis davon, was eine Bankenkrise ist - als ob sie 2008 und in den früheren Krisen geschlafen hätten", urteilt dem Blatt zufolge auch der Schweizer Ökonom Charles Wyplosz. Er hält den Text sogar für offen fremdenfeindlich. Und auch US-Ökonom Dani Rodrik hält den Brief für einen Fehler: "Es würde zum Kollaps des Euro führen, wenn man dem Rat dieser Ökonomen folgen würde".

Hans-Werner Sinn und das Portemonnaie

Gleichzeitig haben die Ökonomen, die den Aufruf starteten, ihren Kritikern geantwortet. "Wir weisen die Anschuldigungen, die Öffentlichkeit sei in unserem Aufruf falsch informiert worden, entschieden zurück", schreibt ifo-Chef Sinn in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er hält fest: "Wir sehen nicht, wie man den Missbrauch des Restrukturierungsfonds und der Einlagensicherung für die Vergemeinschaftung der Abschreibungsverluste verhindern könnte, wenn diese Instrumente erst einmal eingerichtet sind und dann auch rückwirkend für Verluste angewandt werden, die vor der gemeinsamen Regulierung entstanden sind."

Und Sinn legt nach: "Der Ablauf ist immer der gleiche: Erst werden wir mit dem Placebo der politischen Schranken und Verhaltensmaßregeln bewogen, das Portemonnaie zu zücken, und wenn das Portemonnaie erst einmal auf dem Tisch liegt, werden wir bedrängt, auf die politischen Schranken zu verzichten. Das Spiel hat sich mittlerweile so häufig wiederholt, dass wir nicht verstehen, woher die deutsche Regierung und einige unserer Kollegen die Hoffnung nehmen, dieses Mal könnte alles anders sein."

Erste Unterzeichner springen ab

Indes berichtet die "FTD" davon, dass die ersten der rund 200 Unterzeichner des offenen Briefes abspringen. Neun von ihnen sollen bereits einen Aufruf unterzeichnet haben, der eine Bankenunion als unverzichtbar bezeichnet.

(Red.)

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143 Kommentare
 
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Gast: Bänkster
11.07.2012 20:58
2 0

Die Wahrehit tut weh !

nur damit läßt sich die wütende Reaktion von Schäuble und Co sowies von staatsnahen Volkswirten auf die von SINN & Co verfasste und unterschriebene Stellungnahme zum völlig irren ESM erklären.

Jüngste Änderungen des ESM:

1) EU (= wir alle) sollen von nun an auch (spanische) Banken finanzieren - ohne dass der spanische Staat für die Schulden seiner Banken haftet.

2) ESM (wir alle) verzichten zu Gunsten der internationalen Investoren auf den bevorzugte Gläubigerschutz.

3) ESM soll zukünftig Staatsanleihen kaufen (=Hilfe leisten) auch ohne dass eine Trojika Reformen und Sanierungsschritte überwacht.

3 MAL WAHNSINN ist das ! Mitzi Fekter könnte JETZT dazu mal Stellung nehmen - sonst ist sie nicht so redefaul.

ESM, schrankenlose Verpflichtung der Geldgeber

Ein uraltes Wirtschafts- und Rechtsprinzip, nämlich "wer zahlt, schafft an" wird mit dem ESM ins Gegenteil verkehrt. Die Nehmerländer werden über kurz oder lang die Geberländer zahlenmäßig übertreffen und dann "demokratisch" ihre Mehrheit dazu einsetzen, die Geberländer zu weiteren Zahlungen in vertraglich unbegrenzter Höhe zu verpflichten.
Solch ein Vertrag wäre im normalen Geschäftsverkehr als "gegen die guten Sitten" zu qualifizieren. Ich verstehe das Motiv unserer politischen Führung nicht, dieser Zeitbombe zuzustimmen.

Prof. Barry Eichengreen irrt gewaltig

Volltext 7 Punkte Kommentar FTD

1) “Euro steht und fällt ..."

a) Der Euro ist ein Kunstprodukt, aus Furcht vor einer starken DM

b) Es verhindert Kursanpassungen über nationale Währungen, je nach Wirtschaft

c) Prof. Eichengreen, nennen Sie nur EINEN ökonomisch sinnvollen Grund für den EUR!

2) „...USA eine zentralisierte Aufsicht, ,...“

Prof. Eichengreen, Sie versuchen zu suggerieren, der Dollar wäre wegen Aufsicht etc. relativ stabil
Die Wahrheit:
Ölproduzierende Länder wurden durch die USA genötigt, den Dollar als Zahlungsmittel zu fördern.

„Das Ende des Petro-Dollar? Indien will iranisches Erdöl mit Gold bezahlen“ youtube.com/watch?v=anf7DCsdI5I

So wie die USA den Einfluss in diesen Ländern verlieren, wird der Dollar international bedeutungslos. Über den dann folgenden Zusammenbruch des Dollars könnte nationale STAATLICHE Währungen folgen.


3) „Deutschland … die Ressourcen aufbringen kann, um den Euro zu retten“

12 Billionen Schulden?
Bankrott für Deutschland!

0 1

man soll ja nicht von

Äusserlichkeiten auf den Menschen schliessen aber ich finde Sinns Bart macht Ihn nicht unbedingt glaubwürdiger. Sorry aber welcher normale Mensch trägt sowas heute nocht??

Gast: Webranth
11.07.2012 12:21
3 0

Horn vs. Sinn

Horn ist sich offensichtlich nicht des Risikos von Bürgschaften bei dem momentanen Zustand einiger €-Länder bewußt. Eine Haftung und der folgende Bankrott ist bei der Entwicklung der Verschuldung von Frankreich, Italien, Spanien und auch Deutschlands höchst wahrscheinlich. Ein geringer Einbruch des Exportes von Deutschland wäre das sofortige Ende. Es ist nicht nachzuvollziehen, wie sich einige Experten der Politik anbiedern (wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe). Die herumgeisternde Idee für einer Verringerung von Schulden durch Inflation bezeichne ich als pervers.

Gast: Kinimod
11.07.2012 10:31
1 0

Headlines versus Content ..?

Die Überschriften der Absätze sollten schon zum Inhalt passen liebe diepresse.com

Jeder der die südliche Mentalität auch nur ansatzweise kennt...

... weiß, dass es sich bei einem für einen Nordländer hieb-und-stichfesten Vertrag bei den Südländern nur um eine unverbindliche Empfehlung handelt.

Wie würde mit so einem Geschäftspartner/n wohl in der freien Wirtschaft umgegangen?!

Fool me once shame on you, fool me twice shame on me!

aus dem hintergrund melden sich dann immer

irgendwelche krugmanns, eichengreens, soros, roubinis und die sind nie für die 'nordländer' - wieso ?

Gast: Hubertus
11.07.2012 09:33
4 0

Eichengreen?

Wer ist das? Was macht ihn so prominent, daß er gegen 200 deutsche Wirtschaftswissenschaftler aufgewogen wird? Man kann schon sagen, daß die bezahlten Mietlinge der Euroapologeten aus ihren Löchern kriechen. Und die bezahlten Sprachrohre der Wall Street und Londoner City. Wo war denn Herr Eichengreen als die USA die Subprime Krise verursachten. Warum hat den der damalige Fin. Minister Paulson ( ein Goldman Sachs Mann wie Monti, Draghi und Papademos) mit einem ungleich kleineren Betrag nicht Lehman Brothers (einem Konkurrenten von Goldman Sachs) nicht gerettet und die Weltfinanzkrise von 2008 verhindert? Warum soll jetzt plötzlich der Norden der Eurozone alle retten? Die Faulen(Pension erst mit 67,das sollen die Deutschen und Österreicher machen, für Franzosen und Italiener ist das unzumutbar), die Verschwender (Italien, Frankreich etc) Trickser und Zahlenfälscher und notorischen Nichterfüller von Zusagen( die Griechen), die laxen Bankenregulierer (Irland und Spanien mit seiner Immobilienkrise) etc. Ich halte Herrn Sarrazin für ungleich kompetenter als alle Eichengreens und Stiglitze, Geithners und wie die Clowns alle heißen,der USA zusammen.

Es handelt sich nicht um einen Streit über Tatsachen

Das Streitthema ist nur der Umgang damit: Wie viel Risiko sollen die Nordstaaten auf sich nehmen um die Südstaaten im Euro und solvent zu halten?
Geht es nach EU-Fans, sollte das Risiko komplett aufgeteilt werden (Eurobonds).
Geht es nach den Gegnern, sollte nach dem Vertrag von Maastricht vorgegangen werden. Und der verbietet gegenseitige Haftung schwarz auf weiß.

Gast: Na und?
11.07.2012 07:11
8 0

Sinn spricht es halt offen an:

Wie Hr. Sinn feststellt, wird der BRD und Ö etwas versprochen. Wir sollen brennen, dafür geloben die Schuldnerländer Einsparungen.

Nur sind diese Versprechungen zu 99 % Lügen bzw. gibt es keine Zwangsmittel.

Wie oft haben zB alleine die Griechen gelogen?!

Daher NEIN zur EU, zu irgendwelchen Rettungsschirmen oder Bankenrettungen!

Antworten Gast: Holzauge sei wachsam
11.07.2012 10:16
2 1

Re: Sinn spricht es halt offen an:

Wehe, wenn "unsere" Banken im Osten zusammenbrechen. Dann sind nämlich Sie der Erste, der nach EU-Hilfe schreit.

Dass es hier auch um einen Währungskrieg geht - EU vs. US/GB - ist Ihnen aber schon auch bewusst. Dass die EU womöglich zu stark werden könnte, sieht man in Übersee gar nicht gerne.

Hört endlich mit dieser einseitigen Euro-Krise auf. Ja, es gibt Probleme, aber die Schulden in US oder GB sind zigmal höher. Warum wird darüber nicht gesprochen???

Cui bono?

Lasst Euch doch nicht so blenden, ihr Einfaltspinsel!

Antworten Antworten Gast: Hansi Hüpfer
11.07.2012 10:53
0 0

Re: Re: Sinn spricht es halt offen an:

Das Leben muss doch schön sein, wenn man so ahnungslos, wie du von realen Welt, dahinlebt.
Schreibt dir's auf:

Die € Schulden sind ca 15 mal höher als die der USA.


Antworten Antworten Antworten Gast: Holzauge sei wachsam
11.07.2012 12:36
0 0

Re: Re: Re: Sinn spricht es halt offen an:

Ahnungsloser, Du!

Die Schulden der USA steigen exorbitant und liegen bei 16,639 Billionen US-Dollar (Quelle: International Monetary Fund).

In Europa sind wir um viele Billionen darunter. Zum Vergleich: Portugal hat Staatsschulden von EUR 126 Mrd (Quelle: BMF BRD).

Die pro Kopf-Verschuldung der Amis ist mehr als doppelt so hoch wie jene der Europäer.

Woher nehmen Sie ihre geistigen Ergüsse? Aus der Kronen Zeitung? Offensichtlich.

Oder sind Sie, wenn Herr Sinn, ein Kaffeesudleser?

hans werner ist der einzige, der noch bei sinnen ist

hws 4 president

Antworten Gast: ziviler Bertl Braun
11.07.2012 10:19
0 3

Re: hans werner ist der einzige, der noch bei sinnen ist

Bist Du es, Hans Werner?

Dieser Mann hat ausschließlich D-Interessen im Auge. Europa und der EURO sind ihm gänzlich blunzn.

Ich empfehle mehr Weitblick. Die sogenannte "Euro-Krise" und vor allem Griechenland sind ein Lärcherlfurz gegen die US-Schuldenkrise oder die exorbitant schlechten Haushaltsdefizite, die GB und US Jahr um Jahr erzeugen.

Will das keiner von Euch sehen? Das gibts ja nicht.

Immer diese Scheuklappen.

Re: Re: hans werner ist der einzige, der noch bei sinnen ist

kann ihre argumentation nicht nachvollziehen

8 0

Guter Artikel

Danke für diesen gut recherchierten Artikel, liebe Presse Redaktion.

Mich überzeugt die Argumentation der Gruppe Sinn & Co mehr: es stimmt, dass durch diese ganze Helferei der wirtschaftliche Druck (Reform oder Pleite) ersetzt wird durch politisch-rechtlichen Druck (wir leihen Geld aber dafür bitte bitte reformieren, wies im Vertrag steht). Es stimmt auch, dass dieser politisch-rechtliche Druck in der Vergangenheit nichts gebracht hat. Wenn's ums Geld geht, wird europäisches Recht gedehnt wie ein Gummiband. Und glaubt wirklich irgend jemand dass Spanien, Italien oder Frankreich sich einer Troika unterwerfen? Das kann man mit Griechenland machen, weil klein. Aber sicher nicht mit den Großen.

Was mich noch überzeugt: Die panische Reaktion der Politik, dieser ständige künstliche Zeitdruck, der Nachdenken verhindert und die extremistische Rhetorik der 'Retter': entweder wir retten Staaten, Banken, etc, oder der Euro ist futsch. Noch keiner hat diese Annahmen auch nur irgendwie begründet. Und wenn jemand das diskutieren will kommt sofort: der versteht das nicht, der ist gefährlich, zu langsam, etc.. Das sind alles Argumente von Menschen, die sachlich nicht argumentieren können oder wollen.

Meine Meinung: die politische Klasse geht einen bereits eingeschlagenen Weg weiter und traut sich nicht einzugestehen, dass es der falsche ist und dass er sachlich nicht mehr begründet werden kann. Daher muss er mit allen rhetorischen Mitteln verteidigt werden,

Die Wahrheit ist, die Wall Street gibt die Marschrichtung vor

und die Politik hüben und drüben kuscht !

Gast: Tante Jolesch
10.07.2012 23:52
2 0

Gott behüt uns vor Experten

Wahrscheinlich findet der Professor die meisten Länder um die es hier geht nicht einmal auf der Landkarte, aber er weiß wie die Probleme in Europa zu lösen sind.

Bernd Niquet: Die Romantik der Finanzmärkte, S. 58:

Ökonom ist die Bezeichnung für diejenigen Menschen unserer Gesellschaft, die mit dem Thema Geld am wenigsten anfangen können. Die Ökonomen glauben vielmehr an einen ganz anderen Gott, an den Gott des Realen, des Nicht-Geldlichen. Und dieser Gott verweigert ihnen das Geld. Er sagt: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Und folglich spielt in allen ökonomischen Modellen das Geld keine Rolle. Hier ist Geld nicht knapp, hier ist es mithin völlig egal, ob wir uns ein einer Geldwirtschaft befinden oder ob wir Naturalien gegeneinander tauschen. Alles funktioniert in dieser Welt völlig identisch, ob nun Geld existiert oder nicht.

Antworten Gast: chrematistikus
10.07.2012 22:16
1 1

Absolut richtig!


Denn Ökonomie ist die natürliche Erwerbskunst zur Herstellung von Gütern. Während die Anhäufung von Schätzen (Geld) von Aristoteles als die widernatürliche Erwerbskunst der Chrematistik bezeichnet wird.

Daher verwenden auch Ökonomen bei ihren mathematischen Modellen (logistische) Funktionen des natürlichen Wachstums und in der Mathematik werden die von den chrematistischen Exponentialfunktionen geschnitten.

Bumms und fertig ist die Finanzkrise.

Und wenn genug Finanzvermögen abgeschrieben ist, dann geht ein neuer Zyklus von vorne los.

Ohne Abschreibung tümpelt man 20 oder 30 Jahre dahin wie Japan!

Re: Absolut richtig!

besser ohne wind dahintümpeln als im sturm untergehen - danke nein für diese eu.

Und recht haben Sie

wir haben doch nun schon 5 Länder unter dem Rettungsschirm und der nächste macht gerade Anstalten ITALIEN

Hier auf deutsch zu lesen was heute Italiens Zeitungen berichten :

http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Braucht-Italien-doch-EU-Gelder

Damit hat Monti eröffnet warum er den spaniern die Stange gehalten hat.

Und nun wird der ESM dann nachträglich noch eine Bankenlizens bekommen, weil sonst Italien nicht zu halten wäre, und kann dann unbeschränkt Geld drucken. Inflation-EU hurra wir kommen.

Re: Und recht haben Sie

Slowenien kommt bald und Frankreich mit Francois Hollande muss auch noch kommen! In zwei Jahren kommt dann Östereich, doch wie immer zu spät, denn dann sind alle diese Fonds leer und Österreich erlebt nochmals eine totale Währungskrise wie nach dem ersten Weltkrieg!

Wie soll denn das funktionieren?

Zitat: "... die Refinanzierung der Banken von der Solvenz nationaler Staaten abzukoppeln, .... Dazu soll nun der ESM einspringen".

Die Solvenz nationaler Staaten ist von deren Kreditaufnahmen und Haftungen abhängig. Sie nehmen aber Kredite zur Einzahlung in den ESM auf, und übernehmen gleichzeitig die Rückzahlungshaftungen für weitere Geldaufnahmen des ESM. Der ESM gibt dieses Geld dann den Banken weiter.

Und das nennt der Mann "Geld für die Banken von den Staaten abkoppeln"?

Wie man's auch dreht und wendet, die Realisierung der schönen Münchhausen-Geschichte, wonach sich der Mann an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen hat, wird auch auf dem Finanzsektor eher nicht gelingen. Wie märchenhaft die Geschichten (Absichten) auch klingen mögen.

 
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Hobbyökonom