Gewichtsangaben: Ryanair soll geschummelt haben

19.12.2012 | 08:14 |   (DiePresse.com)

Der Billigflieger soll beim Startgewicht falsche Angaben gemacht und dadurch Gebühren gespart haben. Der Schaden könnte bis zu 50 Mio. Euro betragen.

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Gegen die irische Fluglinie Ryanair werden einem Bericht zufolge Vorwürfe fehlerhafter Gewichtsangaben erhoben, wodurch die Airline massenhaft Gebühren gespart haben könnte. Wie die Zeitung "Die Welt" in ihrer Mittwochsausgabe berichtete, werfen der Luftraumüberwacher Eurocontrol sowie die nationalen Luftfahrtämter der EU-Staaten Ryanair vor, je Flugzeug ein maximales Start- und Landegewicht von 67 Tonnen angegeben zu haben. Wie aus Dokumenten der irischen Behörden hervorgehe, hätten die Maschinen aber ein maximales Abfluggewicht von 75 Tonnen.

Kontrollen an mehreren deutschen Flughäfen hätten nun ergeben, dass die von Ryanair genannten 67 Tonnen Abfluggewicht ständig überschritten worden seien, berichtete die "Welt". Da die Airline aber ein niedrigeres Maximalgewicht angegeben habe, habe sie auch zu geringe Gebühren bezahlt.

Schadenssumme von bis zu 50 Millionen Euro

Der Zeitung zufolge entgingen allein der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf diese Weise in diesem Jahr 370.000 Euro. Zusammen mit den Forderungen von Eurocontrol und den der übrigen EU-Luftfahrtbehörden handle es sich um eine jährliche Gesamtsumme von rund 50 Millionen Euro.

Ein Sprecher der DFS sagte der Zeitung, derzeit prüften Hausjuristen die Vorgänge. Sollte sich dabei der Tatbestand der fortgesetzten Gebührenhinterziehung durch Ryanair erhärten, werde die DFS rechtliche Schritte gegen die Airline einleiten, sagte er der "Welt". Ryanair selbst wollte sich demnach nicht zu den Vorwürfen äußern.

(APA/AFP)

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11 Kommentare

Spiel mit der Sicherheit?

Spielt der smarte Multimillionär Michael O’Leary mit der Sicherheit, um Geld zu sparen? Wundern würde es mich nicht, wenn man die Meldungen der letzten Monate über seine Airline verfolgt.

Da helfen nur strenge Kontrollen und strengste Strafen - Sicherheit beim Fliegen ist oberstes Gebot.

Schummeln

die richtige Bezeichnung ist wohl Betrug.

Schummeln

die richtige Bezeichnung ist wohl Betrug.

Lyinair

einfach umbenennen.

sehr schön...

wenn Ryanair in Schweigen verfällt, dann hat bisher jedesmal der Vorwurf gestimmt. So wohl auch in diesem Fall.

das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

für die wiener grüninnen: parkplatzgebühr nach fahrzeuggewicht... brutto ;-)

Re: das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

Warum nicht? Ich bin zwar kein Grüner, finde diese Idee aber reizvoll. Aus dem Gewicht lässt sich größtenteils auch der Parkraumbedarf ableiten. Wie oft steht man vor doppelt belegten Parkplätzen durch Suffs und vor allem von Kleintransportern, Wohnmobilen und Pick up jeglicher Variante. Drei Größenklassen würden völlig ausreichen. 0 - 999 kg, 1.000 bis 1.750 kg, und alles darüber. Wobei der Aufschlag von Klasse 1 zu Klasse drei durchauch 100% betragen könnte. Dies sollte auch bei den Preisen und der Ausstellung von Dauerparkberechtigungen Einfluss haben. Wie gesagt, Ihre Idee macht durchaus Sinn!

Re: Re: das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

Sie haben wohl noch nie was von Gleichberechtigung gehört ? Nach Ihrer Logik müssten dann große oder übergewichtige Menschen im Geschäft für Kleidung auch mehr bezahlen, da XL mehr Stoff benötigt als S.

Re: Re: Re: das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

Das ist bereits so.

Re: Re: Re: das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

wer mehr brauch soll mehr zahlen, im Flugzeug, bei der Kleidung und auch beim Parken ...

was sonst !

was hat das mit Gleichberechtigung zu tun ?

Re: Re: Re: Re: das wär doch eine neue parkraumbewirtschaftungsidee

weil große Menschen nix dafür können, dass sie groß sind. wieso sollten große autos mehr fürs parken bezahlen? mit welchem recht verlangen städte überhaupt geld für parkplätze? abzocke pur

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