Spitzenrating für Finnland, Niederlande und Luxemburg

Standard & Poor's bestätigte die Bestnote "AAA" und hob den Ausblick für Finnland und Luxemburg von "negativ" auf "stabil" an.

Schließen
(c) Dapd (Oliver Lang)

Die Ratingagentur Standard & Poor's droht Finnland und Luxemburg keine Herabstufung ihr Kreditwürdigkeit an. Der Ausblick für das Rating wurde für beide Euroländer von "negativ" auf "stabil" angehoben, teilte S&P am Montag in London mit. Die Bestnote "AAA" wurde bestätigt. Die Niederlande dürften zwar auch ihre Bestnote behalten. Es bleibt jedoch der negative Ausblick.

Die Risiken für die finnische Kreditwürdigkeit durch die Euro-Schuldenkrise sind laut S&P unter Kontrolle. Dies dürfte auch im Jahr 2013 so bleiben. Die Regierung sei einer soliden Wirtschafts- und Fiskalpolitik verpflichtet. Die finnische Wirtschaft dürfte mittelfristig jährlich um über ein Prozent wachsen. Das Haushaltsdefizit im Jahr 2012 wird laut S&P mit 2,2 Prozent niedriger ausgefallen sein als von S&P erwartet. Die Sparanstrengungen der finnischen Regierung dürften laut S&P zu einem Rückgang des Defizits auf 1,3 Prozent im Jahr 2015 führen.

Die Anhebung des Ausblicks für das Rating Luxemburgs begründete S&P mit der wohlhabenden Wirtschaft und dem bedeutsamen Außenhandelsüberschuss. Auch für Luxemburg dürften die Risiken aus der Eurokrise unter Kontrolle sein. Der wichtige Finanzsektor sei stabil genug um eine stärkere Finanzmarktregulierung zu verkraften.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Niederlande sieht S&P hingegen skeptischer. Man sehe die Gefahr eines stärkeren Rückgangs der Binnennachfrage und eine Verschlechterung des außenwirtschaftlichen Umfeldes. Dies könnte auch den niederländischen Finanzsektor belasten.

Neben den drei Ländern hat unter den Euroländern nur noch Deutschland die Bestnote bei S&P. Die Ratingagentur äußerte sich am Montag bisher jedoch nicht zu Deutschland, dessen Rating damit weiter einen negativen Ausblick hat.

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Spitzenrating für Finnland, Niederlande und Luxemburg

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen