Für Gold wird es spannend

Die Notierung des Edelmetalls rutscht gefährlich in die Nähe einer Unterstützung.

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Fuer Gold wird spannend
(c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)

Wer Gold nicht für Katastrophenzeiten in kleinen Stücken im Garten vergraben hat, sondern als Anlageinstrument hält, dem sei in nächster Zeit eine intensivere Befassung mit dem Goldmarkt empfohlen. Der Preis des Edelmetalls sinkt nämlich beharrlich und kommt wieder einmal in die Gegend einer gefährlichen Schwelle: Seit dem Herbst 2011 läuft die Notierung im Wesentlichen seitwärts, wobei die Spanne nach oben bei rund 1800 Dollar einen starken „Deckel“ aufweist und der untere Rand durch eine charttechnische Unterstützung definiert ist, die bei etwas über 1520 Dollar liegt.

Diese Unterstützung hat bisher gehalten. Sollte sie durch den derzeitigen Rutsch, der die Notierung in der vergangenen Tagen schon deutlich unter 1600 Dollar geführt hat, nachhaltig gebrochen werden, dann wird die Lage ungemütlich. Der Grund: Großanleger (und deren automatische Handelsprogramme) setzen stark auf charttechnische Markierungen. Unter derart markanten Unterstützungen liegen normalerweise also eine ganze Menge Stopp-Orders zur Absicherung von Positionen.

Werden die „getriggert“, dann kommt kurzfristig großer Verkaufsdruck auf. Der Preis kann dann sehr schnell in die Gegend von 1300 oder gar 1200 Dollar „abrauschen“. Es könnte also sinnvoll sein, aufgelaufene Gewinne erst einmal ins Trockene zu bringen und sich dann von der Seitenlinie aus anzuschauen, wie weit es nach unten geht. Überstürzen muss man aber nichts: Noch ist die Unterstützung nicht verletzt. Alarmzeichen gibt es aber: In den USA haben Goldanleger in den vergangenen Wochen mehr als eine Mrd. Dollar aus Gold-ETFs abgezogen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2013)

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