26.05.2012 19:43 | Meine Presse Merkliste 0

Währungsexperte: „Wir steuern auf eine gewaltige Währungsreform zu“

25.02.2010 | 18:32 |  VON JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Der deutsche Währungsexperte Thorsten Polleit prophezeit ein Ende des ungedeckten Papiergeldsystems und eine Rückkehr zum Goldstandard. Geldbesitzer würden große Teile ihrer Vermögen verlieren.

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„Die Presse“: Herr Polleit, Sie referieren hier in Wien über die „Suche nach einer neuen Geldordnung“. Taugt die alte nicht mehr?

Thorsten Polleit:Man muss sagen, dass die derzeitige Erschütterung der Finanzmärkte dramatisch ist. Und es stellt sich die Frage, was der Grund für diese Erschütterung ist. Man hört, dass der Kapitalismus versagt hat, dass Investoren und Sparer gierig waren, dass Finanzprodukte nicht hielten, was sie versprochen haben. Ein wichtiger Aspekt wird aber immer noch ausgeblendet: die Rolle des Geldes beziehungsweise des Geldsystems.

 

Das Geld ist an der Krise schuld?

Polleit: Wir haben weltweit ein staatlich monopolisiertes Geldsystem, bei dem Geld durch Kreditvergabe in Umlauf gebracht wird. Kredit erhöht also die Geldmenge. Das führt systematisch zu Störungen in der gesamtwirtschaftlichen Produktion und zu diesen Konjunkturzyklen. Wenn im Zyklus der Abschwung kommt, wird mit noch mehr Krediten gegengesteuert, was zu weltweiten Geldüberflutungen führt. Wenn wir diese Zyklen loswerden wollen, müssen wir darüber nachdenken, das Geld in seiner bisherigen Form zu reformieren.

 

Wie soll das geschehen?

Polleit: Gute Frage. Ich habe mir sagen lassen, dass die Münze Österreich derzeit mit Vollauslastung Goldmünzen produziert. Wenn Sie die Nachfrage nach Gold und Silber ansehen, bemerken Sie, dass die freien Marktkräfte gerade dabei sind, eine Veränderung unseres Geldsystems herbeizuführen.

 

Wenn Sie damit den Goldstandard ansprechen: Den hatten wir ja schon. Und trotzdem gab es Krisen und Konjunkturzyklen.

Polleit:Es ist ja auch zu Zeiten des Goldstandards (die in Umlauf gebrachte Geldmenge ist an vorhandene Goldreserven gebunden, Anm.) gegen dessen Prinzipien verstoßen worden. Indem man etwa den Banken erlaubt hat, mehr Geld zu emittieren, als sie an Goldvorräten hatten. Das hat natürlich zu konjunkturellen Schäden geführt. Die Währungsgeschichte ist eine durchaus leidvolle.

 

So schlecht sind wir aber auch nach der Abschaffung des Goldstandards nicht gefahren.

Polleit: Man sollte da nicht voreilig sein: Das ungedeckte Papiergeldsystem haben wir erst seit den 70er-Jahren. Das ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Das Papiergeldsystem präsentiert sich seither jedenfalls völlig entfesselt. Milton Friedman hat es als „einzigartig“ bezeichnet, dass man eine richtige Währung durch uneinlösbares Papiergeld ersetzt. Es wäre also alles andere als absonderlich, wenn wir in den nächsten Jahren wieder zur währungshistorischen Normalität zurückkehrten. Das hieße Gold oder Silber als Verankerung der Währung. Die Chinesen haben auch einen Rohstoffkorb vorgeschlagen.

 

Das hieße aber auch, dass wir auf eine gewaltige Währungsreform zusteuern.

Polleit: Ja, so ist es. Derzeit versuchen die Notenbanken verzweifelt, eine Kontraktion des Systems – also Deflation – zu verhindern. Das geschieht, indem Geld aus dem Nichts geschaffen wird. So etwas wird wohl in Inflation münden. Die Probleme werden durch Ausweitung der Geldmenge aber nicht aus der Welt geschafft. Deutschland muss jährlich 400 Milliarden Euro Staatskredite umfinanzieren und zusätzlich die Neuverschuldung tragen. Es dürfte unmöglich sein, in einer sich entfaltenden Inflation diese Schulden zu bedienen. Das Problem ist die Ausweitung der Geldmenge. Dollar, Yen und Euro sind ja nicht durch Ersparnisse gedeckt.

 

Das auf Dollarscheine gedruckte „Zahlen Sie dem Inhaber dieses Scheins einen Dollar“ ist also ein leeres, nicht einlösbares Versprechen der Notenbank Fed?

Polleit: Genau. Und es wäre besser, sie würden „In Gold We Trust“ statt „In God We Trust“ auf die Scheine drucken.

 

Nur: Wie schafft man den Übergang zu einem anderen Währungssystem, ohne dass totales Chaos ausbricht?

Polleit: Bei den gewaltigen Problemen, die das Papiergeld verursacht, werden wir, wie schon gesagt, zur währungshistorischen Normalität zurückkommen müssen. Wie dieses Szenario genau aussieht, kann ich auch nicht vorhersagen. Wir können aber damit rechnen, dass der Tauschwert des heutigen Geldes stark zurückgehen wird.

 

Also ein sehr großer Vermögensverlust für Geldbesitzer, wie wir ihn bei vergangenen Währungsreformen ja schon gesehen haben.

Polleit: Ja, wenn wir zur währungshistorischen Normalität zurückkehren, ist das so.

 

Wann rechnen Sie denn mit dieser Rückkehr, schon bald?

Polleit: Die Maßnahmen, die jetzt von Notenbanken und Regierungen auf den Weg gebracht wurden, haben schon eine gewisse Kraft. Es wird also nicht sofort passieren. Aber noch einmal: Das Problem ist mit der Geldflutung nicht aus der Welt geschafft. Die Vorgänge an den Metallmärkten sind dafür ein guter Indikator. Es gibt offenbar immer mehr Privatanleger, die zumindest Teile ihrer Vermögen so anlegen, wie man das schon immer getan hat: im ultimativen Zahlungsmittel Gold.

 

Dagegen spricht aber, dass der Goldpreis real weit unter seinem Höchststand liegt.

Polleit:Es stimmt, wir sind von der Spitze der 80er-Jahre noch weg. Aber schauen Sie einmal, wann der jetzige kräftige Preisanstieg begonnen hat: In den Jahren 2000/2001, als die Notenbanken die Geldschleusen aufgemacht haben.

Sie plädieren auch dafür, das staatliche Geldmonopol abzuschaffen, wie soll denn das funktionieren?

Polleit: In einer Übergangszeit könnte man erst einmal konkurrierende Währungen zulassen. Etwa Gold und Silber als Zahlungsmittel. Das würde disziplinierend wirken. Danach sollte man die Geldmengen an Gold binden. Aber wie immer das geschieht: Es ist mit einer starken Entwertung des Papiergelds verbunden.

 

Wenn Sie sich die Schuldenentwicklung in Südeuropa, aber auch in Großbritannien anschauen – haben Sie den Eindruck, dass das noch unter Kontrolle ist?

Polleit: Hier zeigt sich, dass soeben die letzte Vertrauenssäule des Geldsystems angegriffen wird, der Staatskredit. Es besteht die Gefahr – und viele Ökonomen befürworten das sogar –, dass diese Schulden mit frisch gedrucktem Geld bezahlt werden. Das erfüllt mich mit gewissen Sorgen. Da sind wir nämlich wieder beim Thema Verlust des Tauschwerts des Geldes, also Inflation.

 

Die Notenbanken sagen aber, dass sie die hohe Liquidität locker wieder aus dem Markt bekommen und so Inflation vermeiden können.

Polleit: Wenn das ernst gemeint ist, würde es bedeuten, dass viele in den Notenbanken das Wesen des Geldes nicht mehr verstehen. Geld, mit dem etwa Bilanzlöcher bei Banken gestopft werden, kann man nicht zurückholen. Sonst stehen wir wieder am Anfang (der Krise, weil den Banken das Eigenkapital fehlt, Anm).

 

Wo ist die Lage eigentlich schlimmer, in Europa oder in den USA?

Polleit: Mir macht der Euroraum die größeren Sorgen, weil hier der Bankensektor in Relation zum Volkseinkommen zu groß geworden ist. Im Euroraum macht die kumulierte Bankenbilanzsumme 360 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. In den USA sind es 90 Prozent. Die Finanzmärkte haben in letzter Zeit zu stark auf Amerika geschaut und zu wenig auf Europa. Jetzt dreht sich der Wind, weshalb ja auch der Dollar einen Aufwärtstrend bekommen hat. Allerdings sollte man das nicht zu sehr auf Regionen festmachen. Weltweit sind alle Währungen nach der gleichen Blaupause konstruiert, wir haben also überall die gleichen Probleme.

 

Und ein nichtstaatliches Geldsystem im Goldstandard löst die?

Polleit: Es wäre natürlich nicht die perfekte Welt. Aber in einem freien Marktsystem, in dem sich beispielsweise Banken nicht auf das Sicherheitsversprechen des Staates verlassen können, wäre vieles nicht passiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.02.2010)

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57 Kommentare
 
1 2
Gast: Uomini
01.11.2011 23:02
0 0

Die untergegangene Reichsmark war bereits Papiergeld

Und hatte für internationale Verstimmungen gesorgt. England verlangte, zum Goldstandard zurückzukehren. Inwieweit das zum Weltkrieg führte, wurde nie genauer beleuchtet.

Gast: Oberskeptiker
08.10.2011 13:38
0 0

Trojanisches Pferd ?

Bitte kurz nachdenken - Warum wohl propagiert der Chefvolkswirt der Rotschild-Bank Barclays schon seit geraumer Zeit den Goldstandard, ohne dass ihn seine Vorgesetzten zurückpfeifen?
Eventuell, weil Rothschild insgeheim auf einen Goldstandard bereits vorbereitet ist?
Dem Bankensystem ist es doch letztlich völlig egal, auf welcher Deckungsbasis (Papier, Gold, Muscheln..) Kredite vergeben werden - Hauptsache, sie verdienen daran.

De Goldvorräte der Welt sind

ca. 6 Billionen Euro wert. Das Welt GDP ist ca. 45 Billionen jährlich. Ws sagt uns das?

Gast: Febobo
16.09.2011 19:47
0 0

Österreichische Banken stehen angeblich kurz vor dem Kollaps

Auf Wirtschaftsblogs macht das Gerücht die Runde, dass die österreichische Bankenlandschaft auf viel wackligeren Beinen steht, als bisher angenommen. Liebe Medien, als Leser erwarte ich mir, dass der Sache nachgegangen wird:

http://www.zerohedge.com/news/guest-post-shtf-austria-soon

mondblitz
15.09.2011 18:22
2 0

warum dieses video

fast überall gelöscht wurde, wird auch klar, deshalb hier: kopp online vom 19.5. russia today

Antworten Anubis
16.09.2011 11:49
1 1

Re: warum dieses video

kopp online, die lustige Seite für rechte möchtegern Verschwörungstheoretiker

mondblitz
15.09.2011 16:22
1 1

war gadafis golddinar

der grund des libyenkrieges? (rote pille)

Antworten Gast: Bärenfalle...
15.09.2011 17:35
1 0

Re: war gadafis golddinar

Erinnert sich noch wer an eine der ersten Aktionen der "Rebellen" ?

Die Gründung einer Zentralbank .. und zwar schon im März.

http://www.ntclibya.org/english/meeting-on-19-march-2011/

Nach dem Sieg der Rebellen verbleiben folgende Länder ohne "richtige" Zentralbank:

Kuba, Nordkorea, Iran

Tja, auch der Libyen muss sich nun mittels Staatsverschuldung sein Geld bei privaten Banken "leihen" denn nur diese dürfen es (in beliebiger Menge) generieren.

Bedient werden die Schulden mittels Schröpfung der Bürger durch Steuern, globale Sklavenhaltung sozusagen, nun auch in Libyen.

Und selbst wenn die Bürger schlau genug sind der Verschuldung aus dem Weg zu gehen, die Politiker sind es nicht und machen diese im Namen der Bürger.

Auch so ein Zufall.

Lösungsmöglichkeit: Alle assets im Besitz kreditschöpfender Institute enteignen .. sehr wahrscheinlich wurden diese mit "NULL" realer Leistung "gekauft"


Ameeon
23.07.2010 08:52
0 0

Interessanter E

Für alle die gerade, wie ich, darüber nachdenken wie effektiv ein Goldstandard wäre:

Greenspan, Alan (1966): Gold and Economic Freedom, in: Capitalism: The Unknown Ideal.

http://www.usagold.com/gildedopinion/greenspan.html
" target="_blank">http://www.usagold.com/gildedopinion/greenspan.html


Deutsche Übersetzungen gibts auch, finde ich aber gerade nicht.

Antworten Ameeon
23.07.2010 09:00
0 0

Re: Interessanter E

Gerade gefunden, die deutsche Übersetzung dazu:

www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=96

Gast: eieiei
23.07.2010 08:29
3 0

Zum Geld

Wer nach allem was passiert ist, den Regierungen, oder einer Bank noch vertraut, der wird sein letztes Hemd Geld verlieren!

Nautilus53
22.07.2010 17:33
0 0

lieber Alfred

Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber das Thema aktueller denn je.

Das Buch "Weg der Hoffnung" ist wirklich äußerst interressant, vor allem glaube ich, das einzige welches in Romanform die Probleme des Systems aufarbeitet, und dem einzigen möglichen Ende zuführt.

Bei amazon gibts dazu einige Interessante Rezzessioen.

http://www.amazon.de/Weg-Hoffnung-Stefan-Mitterbuchner/dp/3940868523/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1279778013&sr=8-1

.................
zitiere Alfred
Projekt 13
Re: Wenn das passiert
Glaub mir, so eine Geschichte wie im Weg der Hoffnung ist zwar ganz nett, aber für ein Projekt 13 wie es in dem Buch beschrieben steht, ist es noch zu früh! So weit sind die Menschen noch nicht!
...........
Aber es ist zumindest ein Ansatz!
Eine Währungsreform steht uns ganz sicher ins Haus, die Frage ist wohl nur der Wechselkurs!
Und was für ein Papier danach kommt!

...................................

Gast: VWL Student
22.07.2010 13:16
2 0

und die Kaufkraft

Der Herr Polleit scheint zu vergessen, dass die Sicherung der Kaufkraft einer Währung zunächst nicht durch das umlaufende Zahlungsmittel oder der systemischen Verankerung gewährleistet ist, sondern allein durch den langfristen Produktivitätsfortschritt. Denn egal in welchem System wir uns befinden, ist der Realkaufpreis (aufzubringende Arbeitsstunden, um das Gut zu erwerben) der Waren immer in Abhängigkeit von dem realen Arbeitsaufwand, um diese Güter zu produzieren, von staatlichen und kartellartigen Manipulationen mal abgesehen. Soll also ein Finanzsystem zum allgemeinen Wohlstand tatsächlich beitragen, so muss es diesen technischen Fortschirtt fördern, ansonsten wird es immer zu Massenarmut kommen, ob das Geld nun "stabil" ist oder weich. Das spielt keine Rolle.

Antworten Gast: webmax
15.09.2011 20:44
0 0

Re: und die Kaufkraft - wirklich?

Das - oft gehörte und nie bewiesene - Argument, es würden Antriebskräfte für Innovation/ Produktivitätsfortschritt fehlen, zu beweisen, wird auch Ihnen nicht möglich sein!
Im Gegenteil würde ein Goldstandard mit einer jährlichen Geldquellensteuer auf Bar- und Giralgeld (= Zinsverbot) genügend Anreiz bewirken, steuerfrei zu investieren. Und zwar bedarfsgerecht, nicht aufgebläht - soviel ist sicher. Es hülfe auch, Kriege zu verhindern, weil das Geld dafür nicht mehr so leicht verfügbar wäre.

HansKolpak
31.05.2010 00:38
0 0

Haircut: Unsere Eliten haben die passenden Schafe zum Scheren

Um blöken zu können, muß man optimalerweise ein Schaf sein. Menschen wie Tiere lassen sich optimal ausbeuten, wenn es gelingt, sie rationell zu verwalten und abhängig zu halten. Das Umerziehen ist eine Frage von Jahrzehnten. Bei den meisten Menschen klappt das auch ganz gut. Die anderen sind halt Spinner und Durchgeknallte. Nur die Marionettenspieler, die blicken noch durch.

Deshalb scheitern alle Versuche, eine Gemeinde vom finanziellen Tropf des Bundes abzunabeln. Um jegliche Ausbruchsversuche im Keim zu ersticken, wurde die Doktrin vom Schuldenmachen etabliert und Banken wurden autorisiert, Geld aus dem NICHTS zu erschaffen, um den Kreditbedarf zu decken. Selbst das Papiergeld ist nicht mehr gedeckt und der Handel mit Wertpapieren ist auch nicht mehr, was er einmal war.

In den letzten 200 Jahren ist also Manches auf den Weg gebracht worden, was heute eine wachsende Anzahl an Erdbewohnern in Leid und Unglück hält.

Gast: Aristoteles
26.04.2010 17:39
1 0

Gold ist keine Lösung

Polleit erkennt zwar, dass das Problem im Geldsystem liegt, verkennt aber, dass die gewünschte Golddeckung bei der letzten Weltwirtschaftskrise erst die Deflation so richtig in Gang brachte.

Prinzipiell ist unser Geldsystem instabil. Werden die Zinserträge nicht vollständig wieder in Umlauf gebracht, so kommt es früher oder später zur Geldknappheit und damit zur Deflation. Folglich müssen Zinserträge wieder in den Geldkreislauf zurückgeführt werden. Das geht entweder, indem sie vollständig konsumiert werden, oder indem sie als Kredite die Banken verlassen. Die erste Möglichkeit scheidet aus, weil die Besitzer grosser Geldguthaben ihre Zinserträge nicht vollständig konsumieren. Die Folge ist, dass die Geldguthaben exponentiell anwachsen. Wegen des dafür aufzubringenden Zinses müssen die Banken die Kredite ausweiten. Exponentielles Wachstum von Guthaben und Schulden gleichermaßen ist damit systeminhärent. Wo Schulden sind, sind gleich große Guthaben. Was soll hier das Gold bringen? Würde die Kreditvergabe durch verpflichtende Goldreserven begrenzt, so wäre die Deflation Programm. Im Übrigen dürfte den Goldfetischisten doch klar sein, dass eine wachsende Menschheit auch einen wachsenden Zahlungsmittelbedarf bedingt. Da sich Gold nicht beliebig vermehren läßt, kann eine deckung überhaupt nicht aufrechterhalten werden., es sei denn, der Goldpreis würde quasi als Programm ständig steigen. Das wäre das Paradies für Spekulanten.

Antworten Gast: goroblake
06.10.2010 10:49
1 0

Re: Gold ist keine Lösung

zu aristoteles :
zinsen...? weg damit...
wie im islam..
nur beteiligung am gewinn
.
.

Antworten Antworten Gast: Zinsfuß
15.09.2011 21:39
0 0

Re: Re: Gold ist keine Lösung

Wenn man keine Zinsen erhält, verleiht man auch kein Geld. Am Risiko will sich kein Geldgeber beteiligen.

Was weg muss, sind nicht die Zinsen. Aber auf den Zinseszins könnte man ohne Schaden verzichten.

Antworten Gast: Rothschild`s Erben
22.07.2010 12:48
1 0

Re: Gold ist keine Lösung

Aristotheles war ein Philosoph. Aufgrund Ihrer oberflächlichen Betrachtungsweise kann man sicher sein,dass Sie es nicht sind.
Ihr Einwand,auch unter einer Golddeckung gab es Krisen hat Herr Polleit schon beantwortet(eben dieser Standart wurde ja vorher verlassen). Für
sozialistische Traumtänzer,welche keinen Zusammenhang zwischen Wertschöpfung und Geldmenge erkennen können ist eine Papierwährung(=Falschgeld)Voraussetzung.So wie jeder Betrug,wird auch der Sozialismus jämmerlich enden.
Hoffendlich bevor das Land entgültig ruiniert ist!

Antworten Antworten Anubis
16.09.2011 11:53
0 0

Re: Re: Gold ist keine Lösung

Mit erhobenem Zeigefinger Vorposter kritisieren, Aristoteles nicht richtig schreiben können, und dann selbst Behauptungen aufstellen, die an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten sind, BRAVO!

Antworten Gast: Spiritus
07.06.2010 21:18
0 0

Re: Gold ist keine Lösung

Stimme Ihnen vollinhaltlich zu!

Gast: R.Greiler
22.03.2010 15:56
0 0

NEIN zum Versklavungsversuch mit privater Geldschöpfung

Ach, das Sprachrohr des britischen Großkapitals will uns die Privatisierung der Währung aufschwatzen und Gold teuer verkaufen?.

Ganz dasselbe soll also in EU passieren wie in den USA 1913, mit der Einführung der privaten FED, die das Land mit rücksichtslosem Gelddrucken in den Abgrund geführt hat.

Die Geldschöpung in der Hand der privaten Banker wäre die ultimative Versklavung der freien Wirtschaft. Sie könnten jeden Marktteilnehmer, der ihnen nicht gefällt, mit Kreditverweigerung aus dem Marktgeschehen ausschließen und jeden Mißbrauch machen.

Die bisherigen Wirtschaftskrisen durch ungehemmtes Kreditvergeben und Zinsenkassieren und die dadurch ausgelösten Inflationen der letzten 100 Jahre reichen uns!
Bis obenhin!

Wir müssen das Gegenteil tun, was Polleit suggeriert.
Wir müssen uns von der Versklavung durch die privaten Geldherren emanzipieren und die Geldmenge auf stabile gesetzliche Kontrolle stellen. Wir müssen die Geldschöpfung verstaatlichen und 100% Vollgeld einführen.
Wir müssen eine 4. Macht im Staate, eine Monetative gründen, die die Geldmenge kontrolliert.
Bei Vollgeld fallen 2 Drittel aller Staatsschulden weg.
Und dann Steuern runter und Betriebe befreien.
Die Banken müssen in Konkurs gehen wenn sie pleite sind, es darf keine Rettung mehr geben, indem sich der Steuerzahler für sie verschuldet, der freie Markt DARF nicht weiter zerstört werden, indem er Monopole erlaubt, die die Folgen ihrer eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit nicht tragen müssen.

Antworten Gast: kritikus
16.09.2011 22:03
0 0

Re: NEIN zum Versklavungsversuch mit privater Geldschöpfung

vollkommen richtig!
die narrenfreiheit für die banken ist katastrophal danebengegangen,
wenn man den banken erlaubt, jedem windhund massenhaft neues kreditgeld nachzuschmeissen, kollabiert das system irgendwann und die sparer fordern in scharen ihr geld zurück

es kommt (vor allem in einer krise) verdammt stark darauf an, was die sparer, genau genommen die eigentümer von geld, vermögenswerten und forderungen (etwa staatsanleihen und somit geldrückzahlungsforderungen) wollen, konkret tun und entscheiden in bezug auf die in deren eigentum stehenden werte!
man kann auf dauer keine erfolgreiche wirtschaftspolitik gegen die sparer machen!
eine wirtschaftspolitik, die die sparer allzu schlecht behandelt, ist auf dauer die falsche entscheidung!

Und der Hund passt schön brav auf die Wurst auf, gell?

Silvio Gesells "Freigeld"- welches eigentlich Zwangsgeld heißen müsste- ist der selbe Stuß wie Fiat Money. Zwar wird es von der "Monetative" als Guthaben ausgegeben, wodurch das leidige Zinsproblem entfällt. Aber es ist genauso obrigkeitsstaatlich und diktatorisch, weil es Wohl und Wehe der Gesellschaft in die Hände von Beamten und damit der Politik legt. Kommen Sie mir bitte nicht mit der Behauptung, Behörden seien "unabhängig"- wir erleben derzeit das Gegenteil in der Rechtssprechung!

Wir brauchen wieder ehrliches Geld. Im Klartext: Das Geld muss dem Einfluss der Politiker und Ideologen konsequent entzogen sein. Es muss auf jeden Fall in der Menge begrenzt bleiben, nur so lässt sich die Hochfinanz bändigen. Was liegt da also näher als ein Metall, das an sich selten ist und nicht von Politikern/Banken/Behörden auf Befehl vermehrt werden kann?

Die Metallwährung Gold/Silber hat Jahrtausende lang prima funktioniert- Probleme gab es nur, wenn die Obrigkeit wieder mal mehr ausgeben wollte als die Wirtschaft vertrug und sie deshalb das Geld nach Reinheit und Gewicht verfälschte.

Nach dem kommenden Crash werden die Menschen staatlichen Versprechungen, gleich welcher Art, nicht mehr trauen und das Echtgeld Gold und Silber wieder entdecken.

Gast: Alfred
02.03.2010 08:01
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Projekt 13

zitat Meister ...
Re: Wenn das passiert
Glaub mir, so eine Geschichte wie im Weg der Hoffnung ist zwar ganz nett, aber für ein Projekt 13 wie es in dem Buch beschrieben steht, ist es noch zu früh! So weit sind die Menschen noch nicht!
...........
Aber es ist zumindest ein Ansatz!
Eine Währungsreform steht uns ganz sicher ins Haus, die Frage ist wohl nur der Wechselkurs!
Und was für ein Papier danach kommt!

Gast: Macanudo
01.03.2010 11:27
0 0

Dollar-Note

Es wundert mich doch sehr,daß dem hochwer-
tigen Herrn Polleit folgendes nicht bekannt ist:
Bereits seit den 1970er Jahren auf der Ein-Dollar-
note der Satz "In Gold we trust" in "God we
trust" geändert wurde.
In der Hoffnung,daß sein Beitrag von mehr Sub-
stanz getragen ist,verbleibe ich ....
MfG Macanudo

 
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