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Bewerbung abgelehnt: Eigene "Rasse Ostdeutsche"?

09.04.2010 | 09:13 |   (DiePresse.com)

Eine Buchhalterin fand bei ihrer Bewerbungs-Absage die Vermerke "Ossi" und "DDR". Sie klagt nun wegen Diskriminierung aufgrund ihrer ethnischen Herkunft. Gerichte müssen klären, ob "Ossis" eine "Rasse" sind.

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Gabriela S. bewarb sich im Sommer 2009 erfolglos um eine Stelle als Buchhalterin. Die Firma retournierte ihre Bewerbungsunterlagen, wo Gabriela bei ihrem Lebenslauf die Anmerkung "(-) Ossi" und "DDR" fand. Nun klagt sie die Firma wegen "Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft", wie das Nachrichtenportal "morgenweb" berichtet.

Die "Rasse" der Ostdeutschen?

Demnach sieht sie Bürger der ehemaligen DDR als eigene Ethnie. Ihr Anwalt, Wolfgang Nau, untermauert das: Denn in Ostdeutschland hätten sich eigene Wortbildungen und Sitten gebildet, die in Westdeutschland fremd wären. Genau das muss das Arbeitsgericht Stuttgart nun klären. "Der Begriff ,ethnische Herkunft' ist weder in der ursprünglichen europäischen Richtlinie noch im daraus abgeleiteten deutschen Gesetz genau definiert", zitiert morgenweb Heiko Habbe, Rechtsanwalt und Fachmann für Antidiskriminierungsrecht.

Arbeitgeber: Noch andere Gründe

Der Fensterbauer, bei dem sich Gabriela S. beworben hatte, will die geforderten drei Monatsgehälter jedenfalls nicht zahlen. Denn es habe noch andere Gründe für die Absage gegeben. Er räumt aber einen Fehler ein: Die interne Notiz hätte nicht das Haus verlassen dürfen.

 

 

(Red. )

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16 Kommentare
Gast: anti wessi
27.02.2011 16:31
0 0

wessis raus

ihr wessis seit hier (osten) nicht wilkommen !

Gast: Siggi40
11.04.2010 16:02
0 0

Ob die Ostdeutschen eine eigene Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen sind ...

Teil II
Obwohl 1996 unser bestes Geschäftsjahr war, haben wir alle Firmen in Sachsen geschlossen und alle Arbeiter entlassen. Immer mehr Straftaten wurden gegen unsere Firmen, unsere Häuser, unsere Fahrzeuge und gegen uns selbst verübt - mit logistischer Unterstützung der Grünuniformierten. Unser Leben war uns lieber.
„Rüberkommen und groß abkassieren, mit solchen machen wir hier kurzen Prozess“, war noch eine harmlose Drohung. Und wenn man von DDR-lern angefallen wurde und sich verteidigte, wurde man noch wegen Körperverletzung verurteilt. Herr Endrias vom Verein gegen rechte Gewalt trifft dem Nagel auf den Kopf: „Die meisten Übergriffe kommen nicht von Skinheads, sondern von scheinbar „ganz normalen“ Menschen.
Im Sommer 2005 haben couragierte Dresdner Bürger im Elbtal riesige Plakate aufgestellt mit den Namen all der Ausländer darauf, die seit der Wende in der DDR ermordet wurden.
Eine Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen – jenseits der Zivilisation , mit nur ganz wenig Ausnahmen.

Antworten Gast: unglaublich
14.04.2010 23:10
0 0

Re: Ob die Ostdeutschen eine eigene Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen sind ...

[quote]...Eine Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen – jenseits der Zivilisation , mit nur ganz wenig Ausnahmen.[/quote]

Das ist ja unglaublich dieser Schlusssatz. Arroganter geht es nicht mehr. Wie hoch ist die Mauer im Kopf? Es ist natürlich einfacher negatives zu verbreiten, statt die guten Seiten zu sehen und darüber zu berichten. Es gibt drüben wie hüben solche und solche. Das was hier angeführt wird, kann auch auf Westdeutsche bezogen werden.

Und im übrigen, sind wir alle so auf die Welt gekommen wie Gott uns geschaffen hat und haben das Gleiche in die Windel gemacht. Die einen in Pampers, die anderen ökologisch fortschrittlich in Baumwollwindeln.

Gast: Siggi40
11.04.2010 16:00
0 0

Ob die Ostdeutschen eine eigene Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen sind ...

Teil 1
... kann man m.M. nach nur beurteilen, wenn man sich in Ostdeutschland ein paar Jahre aufgehalten hat. Durch Zufallstreffer kann man schlecht Rückschlüsse auf die Mehrheit ziehen.
Ein typisches Problem der Deutschen Einheit ist, dass die wenigsten verstanden haben, dass eine Demokratie Rechte und Pflichten hat. Nach der Wende haben viele für sich selbst die Rechte nach Gutdünken festgelegt und von Pflichten wollte man schon gar nichts wissen. Von einem Wessi lässt man sich nichts sagen – mit überzeugendem Resultat.
Ein Zitat aus meiner Homepage: Dumm geboren, nichts dazugelernt und immer in gleicher Gesellschaft.
Dieser erbärmliche Neid und Hass auf Westbürger, sogar noch 20 Jahre nach der Wende - vielleicht eine Erklärung dafür. Eine geistige Wende hat immer noch nicht stattgefunden, nur eine D-Mark/Euro Wende.
Die Jugendlichen sind dafür ein gutes Beispiel. Die meisten wissen doch nicht mal, wie man das Wort Demokratie, Anstand und Toleranz buchstabiert. Aber woher sollen sie es auch wissen?
Bereits vor 10 Jahren dokumentierte „WISO“ von einem Betrieb in Brandenburg, der einen Azubi als Zerspanungsmechaniker suchte. Das Arbeits- und Sozialamt schickte über 100 Bewerber vorbei. Doch kein einziger erfüllte die Mindestanforderungen. Aber auch das wäre nicht das Problem. Das liegt viel tiefer.

Gast: ASVG-Sklave
09.04.2010 19:53
0 0

Rasse ist nicht das einzige Diskriminierungskriterium

12.Zusatzprotokoll zur EMRK: (Seit 1.April 2005 in Kraft):

"Der Genuss eines jeden gesetzlich niedergelegten Rechtes ist ohne Diskriminierung insbe­sondere wegen des Ge­schlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der poli­tischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt O*D*E*R --- E*I*N*E*S --- S*O*N*S*T*I*G*E*N---S*T*A*T*U*S --zu gewährleisten".

Ein unmissverständlicher Gesetzestext! Welch Idioten geben sich als Juristen aus, die diese Aussage nicht verstehen und erst "deuten" müssen?? Deutsche Sprache, scheinbar schwere Sprache.

Schickt sie auf die Türkenakademie.

Gast: Zarewitsch
09.04.2010 16:59
0 0

Ossi ist keine Rasse, sondern eine Charakterbeschreibung


LvMises
09.04.2010 15:08
1 0

www.mises.org

die frage ist aequivalent mit sind tiroler eine eigene rasse. oder ist 'die mittelschicht' eine eigene rasse, oder sind eislutscher-liebhaber eine eigene rasse.

das wird 435 beamte fuer ein paar jahr beschaeftigen.

und die rasse der 'mittelschicht' wird bezahlen.

mfg

Es sind interessanterweise immer ...

... diejenigen Gruppen, die einen hohen Leistungsverweigereranteil haben, die aufbrüllen.

Antworten Gast: gast
09.04.2010 13:44
2 0

Re: Es sind interessanterweise immer ...

hinweis: leute aus ostdeutschland kommen in großer anzahl nach österreich und verrichten arbeiten, welche österreicherInnen nicht annehmen, bzw. sich für diese nicht bewerben.

Antworten Piwoli
09.04.2010 11:08
1 0

Re: Es sind interessanterweise immer ...

Und welche Gruppe stellt die Einzelperson Gabriela dar? *Kopfschüttel*

Antworten Antworten Gast: gast
09.04.2010 13:04
0 1

Re: Re: Es sind interessanterweise immer ...

Ostdeutsche?
Haben sie den Artikel überhaupt gelesen?

Antworten Antworten Antworten Piwoli
09.04.2010 13:20
2 0

Re: Re: Re: Es sind interessanterweise immer ...

Klar, Sie auch? Es handelt sich um die Einzelklage einer Person gegen ein ganz bestimmtes Unternehmen.

Wo soll da also eine Gruppe sein, die heult?

Und da es sich um eine Bewerbungsabsage handelt, gehe ich mal davon aus, dass die Klägerin auch arbeiten wollte. Also isses wohl auch nix mit Leistungsverweigerung.

daPeda
09.04.2010 10:01
0 0

Wortlaut?

Heißt es nicht "aufgrund von Herkunft, Rasse, Religion, ..."?

d.h. Herkunft kann sich auf alles beziehen. Wenn ein Wiener in Tirol mit dem Vermerk "Wiener!" abgelehnt wird, ist das ebenso diskriminierend.

Antworten Gast: gast
09.04.2010 13:51
0 1

Re: Wortlaut?

traurig, dass einen das gesetz zum lügen zwingt.

jeder arbeitgeber (auch private haushalte) wählt neben der fachlichen komponente auch über die menschliche, also subjektive seine zukünftigen arbeitnehmer aus. und das ist auch gut so.
da man dies nicht angeben darf muss irgend ein ablehnungsgrund gefunden werden.

Antworten Piwoli
09.04.2010 10:25
1 0

Re: Wortlaut?

Grundlegend richtig, soferne sich "Wiener" dabei auf die Wahrnehmung der dort lebenden Bevölkerung und ihrer Mentalität bezieht. Anders sieht es aus, wenn mit dieser Notiz lediglich auf die räumliche Distanz Bezug genommen wurde.

Antworten Antworten daPeda
09.04.2010 10:31
0 0

Re: Re: Wortlaut?

Distanzbezug: Das stimmt natürlich auch.