Pünktlich zum Gipfel wird Irland herabgestuft

17.12.2010 | 18:45 |   (Die Presse)

Bereits zum vierten Mal dieses Jahr setzte es unmittelbar vor einem EU-Spitzentreffen schlechte Noten für die Kreditwürdigkeit von Euroländern. Die Agentur Moody's bewertet Irland nun fünf Stufen schlechter.

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Wien/Gre/Ag. „Baa 1“ lautet die neue Bewertung, die die amerikanische Ratingagentur Moody's dem trudelnden Irland und seiner Kreditwürdigkeit am Freitag ausstellte. Diese Note liegt fünf Stufen unter der bisherigen Bewertung und nur noch zwei Stufen über dem sogenannten „Ramsch-Status“ (Synonym für hoch spekulativ). Für Irland bedeutet das künftig höhere Risikoaufschläge und damit eine teurere Refinanzierung der Staatsschulden. Der irische Premierminister Brian Cowen zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht – besonders über die Entscheidung der Agentur, den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ zu setzen.

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Die irischen Finanzprobleme werden allerdings in den nächsten drei Jahren von einem 85 Mrd. Euro schweren Rettungspaket abgefedert, das von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) geschnürt wurde. Der IWF gab am Freitag seinen Anteil in Höhe von 22,5 Mrd. Euro frei: Der Kredit soll Irland die nötige Zeit geben, um „das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen und das Land bei der finanziellen Stabilisierung unterstützen“, so IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn.

 

Agenturen setzen EU unter Druck

Die Ratingagentur Moody's droht Irland trotzdem mit weiteren Abwertungen, falls das Land nicht bald seine Schuldenentwicklung unter Kontrolle bringt. Auch den anderen Euro-Krisenstaaten Spanien und Griechenland wurden „aus Sorge über das Schuldenniveau“ weitere Herabstufungen angedroht. Und das passiert während des EU-Gipfels zum „Europäischen Stabilitätsmechanismus“ („Die Presse“ berichtete).

Schon während des laufenden Jahres setzten die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's sowie Fitch (mit Standorten in New York und London, der Eigentümer sitzt in Paris) die EU-Spitze unter Druck – gewollt oder nicht. Bereits im Februar drohte Moody's einen Tag vor einem EU-Sondergipfel zur griechischen Krise mit weiteren Herabstufungen der griechischen Bonität. Drei Mal wurde am Vortag eines Gipfels eine Abstufung bekanntgegeben, ein weiteres Mal fand die Abstufung immerhin zwölf Tage vor dem Treffen statt. Bloß bei einem einzigen Gipfel Mitte September hielten sich die Ratingagenturen zurück. Dieser war allerdings ohnehin vom Roma-Streit zwischen dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und der EU-Kommission überschattet.

Um diesen ungewollten Zwischenrufen der Ratingagenturen zu entgehen, regten in der Vergangenheit sowohl die deutsche Kanzlerin Angela Merkel als auch Sarkozy die Gründung einer „europäischen“ Agentur an. Bundeskanzler Werner Faymann äußerte sich im Juni zustimmend: Es käme ihm so vor, als ob sich vor jedem EU-Gipfel Ratingagenturen oder „Spekulanten“ einmischten. Deshalb hielte er die Schaffung einer europäischen Ratingagentur für notwendig.

Diese könnte zu einer Steigerung der Objektivität und zu größerer Unabhängigkeit von den etablierten (amerikanischen) Agenturen führen, die in den letzten Jahren immer wieder mit negativen Schlagzeilen im Rampenlicht standen.

 

Drei Agenturen kontrollieren den Markt

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Ländern, Banken und anderen Unternehmen mit eigenen Notensystemen. Standard & Poor's und Fitch verwenden Skalen von AAA (Bestnote) bis D (Zahlungsunfähigkeit). Das von Moody's verwendete Schema ist etwas komplizierter (siehe auch nebenstehende Grafik). Diese Ratings müssen im Normalfall bestellt und von der geprüften Organisation oder dem bewerteten Land bezahlt werden, was die Agenturen anfällig für Kritik macht. Ihr Ruf wurde unter anderem im September 2008 angekratzt, als sie der Investmentbank Lehman Brothers bis kurz vor ihrem Zusammenbruch die höchste Bonität attestierten.

Die bereits genannten Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's teilen sich 80 Prozent des Marktes, nimmt man Fitch dazu, kommen sie schon auf 95 Prozent. Kleine Anbieter haben kaum eine Chance, eine kritische Größe zu erreichen, um vom Markt wahrgenommen zu werden. Einzig eine europäische Agentur könnte den Markt aufwirbeln.

Wie die Ratings zustande kommen, ist Betriebsgeheimnis. Ein Problem wird jedoch am Fall Lehman Brothers deutlich: Die Ratings stellen ein Zeugnis zu einem bestimmten Zeitpunkt dar, und dieses Rating gilt bis zur nächsten Überprüfung. Und die Häufigkeit dieser Überprüfungen ist nicht zuletzt eine kostspielige Angelegenheit.
APA, Moody's

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2010)

 
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27 Kommentare
 
12
Gast: Thinker
18.12.2010 12:39
0

Pünktlich zum Gipfel

Der Gipfel kann froh sein. Wenigstens hat er pünktlich die letzten Informationen und braucht die Kreditwürdigkeit Irlands nicht über den Daumen peilen. Hoffentlich richtet sich der Gipfel auch danach.

Walter2
18.12.2010 12:23
0

Nein,

die Herabstufung Irlands bedeutet eher mehr Profit ohne Risiko für die kreditgebenden Banken. Denn sie kasiseren von Irland weit höhere Zinsen für neue Staatsanleihen, sind aber durch den EU-Rettungsschirm gegen tatsächlichen Zahlungsausfall abgesichert, alle anderen, bürgenden Staaten (und deren Bürger) haben ja eine Sippenhaftung für einen tatsächlichen Zahlungsausfall abgegeben.

D.h. so lange ein paar andere Staaten noch zahlen könnten und können, dreht sich dieses Karussel weiter. Warum sich dieses, von den Politikern gelobte "Modell" jedoch von anderen, kritisierten Blasen (ausgenommen die Art der Abwicklung) unterscheiden soll, kann ich leider nicht erkennen.

Antworten Peter123
18.12.2010 18:25
0

Z.B. Hypo Real Estate - ein anderes Beispiel des schmutzigen Spiels

Sehr wahrscheinlich wurde die Hypo Real Estate Bank in Deutschand (von den deutschen Banken) nur zu dem Zweck gegründet um Unmengen fauler Kredite des deutschen Bankwesens in dieser abzulagern. Als die Bank dann hochging rief Angelika Merkel einen Bankenrettungsgipfel ein. Keine Bank wollte auch nur einen EUR beitragen - erst als die deutsche Bundesregierung die Garantie abgab für die Kredite (und die Zinsen) zu haften, waren die Banken plötzlich zur Stelle. Na klar - 100 Prozent abgesichertes Geschäft und alle faulen Kredite auf Kosten der Steuerzahler loszuwerden ist eben ein prima Deal!
Nicht anders ist dies nun mit dem Rating für Irland. Desto schlechter das Rating, desto höhere Zinsen können verlangt werden - und die noch dazu abgesichert durch die EU. Ein Spitzengeschäft für die Banken!

Gast: Bärenfalle...
18.12.2010 11:17
3

Der Markt hat immer recht.

So wie es der UdSSR nicht gelungen ist den Marktkräften zu widerstehen so wird es der EUSSR als Nachfolgeveranstaltung ebenfalls nicht gelingen.

Wir müssen den Ratingagenturen dankbar sein dass aufgrund ihres Druckes die undemokratische Stamokapveranstaltung EU zerschlagen wird.

Wieder einmal muß die Vorzeigedemokratie USA ihre Kräfte zur Rettung der notorisch demokratieunfähigen Europäer aufwenden.


Austriak
18.12.2010 09:14
0

Drei Agenturen kontrollieren den Markt

und die sind gekauft von meinen "Freund" Rockefeller und seinen Handlangern bez. von diesen Installiert.

Das ist der Wunsch der Bilderberger (Rockefeller).


Gast: AlterKämpfer
18.12.2010 08:10
0

Rating

Dieses Kaffeesudlesen einfach totschweigen!

Anubis
18.12.2010 08:02
1

Es ist absolut pervers...

...drei amerikanische Rating Argenturen stufen die Kreditwürdigkeit europäischer Staaten praktisch nach Belieben herab, während die Bonität der USA nach diesen Kriterien schon längst Ramsch Status haben müsste. Wie geht das dass 100% parteiische Handlanger der amerikanischen Wirtschaft einen derart froßen Einfluss in Europa haben?

Antworten Peter123
18.12.2010 11:29
1

USA domestic credit debt - 353% des GDP

Wenn die Gundlach-Presentation stimmt, dann wäre die USA das höchst verschuldete Land der gesamten westlichen Welt (in % des GDP). Bisher wurde dieser "Titel" meist Japan zugeschrieben mit >=200% des GDP Verschuldung (davon allerdings rund 90% Inlandsschulden). Wegen der relativ geringen Auslandsverschuldung ist Japan deshalb derzeit nicht im Fokus - allerdings wurde auch dieses Land in der ersten Jahreshälfte von Moody's AAA zu Aa2 herabgestuft.

Auf welcher Ratuing-Stufe müßte dann bei ehrlicher Betrachtung die USA liegen?


Antworten Antworten Peter123
18.12.2010 11:31
0

Korrektur

Korrektur: Anstatt "der westlichen Welt" sollte es heißen "der westlichen Industriestaaten"

Antworten Antworten Antworten Walter2
18.12.2010 12:30
0

Re: Korrektur

Also her mit europäischen Ratingagenturen unter der Leitung einiger, abgehalfteter Altpolitiker?

Oder glaubt irgendjemand, dass eine solche sich tatsächlich dem Einfluß der Politik entziehen könnte.

Und selbst wenn sich auch die US-Agenturen sich solchem einfluß nicht tatsächlich entziehen können bzw. wollen, denen traut das aber offensichtlich die Mehrheit trotzdem zu.

Oder sagen wir es anders, die "Sebstreinigungskräfte" der USA sind, auch zum Bedauern der EU-Bürger, noch immer etwas höher einzustufen als hier. Was aber andererseits keine große Kunst ist, den hierzulande sind sie eher bei Null angesiedelt.


PERSIL
18.12.2010 07:54
3

Ein niedriger Euro


schadet den USA !

Ein hoher Euro nutzt den USA weil dadurch die US-Exporte erleichtert werden.

Warum wird dann behauptet, die Herabstufung wäre von den USA bezahlt ?

Das wäre doch kontraproduktiv !

Tatsächlich ist die EU und der Euro für den Niedergang der europäischen Mitgliedsländer verantwortlich !


Gast: oekonom .
18.12.2010 07:24
0

Der wahre Skandal heisst "Moody's"


Die jämmerlichen Ratingagenturen ...

Ihre Bewertungen richten sich nach den Honoraren der Großzocker.

Lehman war zwei Wochen vor der Pleite AAA geratet.

Antworten Walter2
19.12.2010 13:03
0

Re: Der wahre Skandal heisst

Das wahre PROBLEM sind die TATSÄCHLICHEN SCHULDEN! Von Staaten, Banken, ...

Wie man damit umgeht ist dann das sekundäre Problem.

Und erst danach folgt eine Bewertung der Schuldenmacher, wobei hier den "Moodys" ja die offiziellen Eigenbewertungen der EU-Politik gegenüber stehen.
Und es bleibt jeden umbenommen, der einen oder anderen Seite zu Glauben, denn hauptsächlich um den Glauben (von Kreditgebern) geht es dabei.

Gast: HJB
18.12.2010 00:37
2

endlich kapieren die Politiker, dass das Euroland ein Pfusch ist

. . . Brüssels 'pork barrel' für ausrangierte Politiker sollte zusperren
Europas Wissenschaftler und Wissenschaften müssten den gemeinsamen Markt Schritt für Schritt einen, den Landespolitikern vorgeben, Einkommen, Steuern und was auch immer abzustimmen
der Finanzmarkt muss sich von der globalen Spekulation abschotten,
damit müssten die Banken in ihre Landesgrenzen verwiesen werden
Schluss mit Brüssels Illusion eines multikulturellen Superstaates

nur ein "Paneuropa", eine EWG vom Atlantik zum Pazifik" kann sich künftig mit den aufstrebenden Märkten behaupten
doch unabdingbar bleibt die wirtschaftliche Integration der Union

Gast: Türkische EU-Contra Inisiative
17.12.2010 21:28
2

EU? Nein Danke! Wir haben eine bessere Zukunft vor!


Antworten Anubis
18.12.2010 08:04
0

Re: EU? Nein Danke! Wir haben eine bessere Zukunft vor!

Stimmt, wozu. Ein guter Teil von Menschen aus der Türkei lebt und arbeitet in der Eu. In verschiedenen Ländern halt....

Antworten Gast: Ja zu Europa !!!
18.12.2010 07:21
0

Re: EU? Nein Danke! Wir haben eine bessere Zukunft vor!

Ach, welche Zukunft sollte besser sein?


Gast: Leider EU-Bürger
17.12.2010 21:26
2

Zuerst Griechenland, jetzt Irland, morgen werden die anderen an der Reihe. Am besten sollten die Ratingagenturen den ganzen Bündnis herabstufen. Denn früher oder spaeter kommen sowieso alle daran.


Peter123
17.12.2010 19:51
0

War da heuer nicht schon ein Moody's Skandal?

Wieso glauben noch immer alle an die Rating Agenturen. Nur weil es nichts besseres gibt? Gerade Moody's war in Bestechungsvorwürfe (Lehmann brothers) verwickelt und sollte nun ganz still sein.
Konsequenz sollte sein: Hinhören aber nicht zu ernst nehmen.

Antworten Helmut Magnana
17.12.2010 22:31
1

Re: War da heuer nicht schon ein Moody's Skandal?

Merkwürdig ist das natürlich schon: Kaum werden seitens der EU immer größere "Rettungsschirme" über immer mehr Mitgliedsländer gespannt; schon sehen diese sich von offenbar unfehlbar-allmächtigen Agenturen "herunter geratet"; fast bis zum "Ramsch"-Status, wie jetzt die Iren. Uzw. nicht TROTZ des Rettungsschirmes, sondern WEGEN ihn! Begündung: Je höher die Garantie durch Brüssel, desto schlimmer steht es offenbar mit dem betreffenden Land. Also sind solche Garantien dem zufolge im hohen Maße kontraproduktiv. Weil sie die Lage noch schlechter machen, als sie eh schon ist!

Antworten Antworten Paco
18.12.2010 09:17
0

Re: Re: War da heuer nicht schon ein Moody's Skandal?


Noch ein Skandal:

Toxische Papiere falsch bewertet

S&P erwägt, neu verpackte Hypothekenanleihen herabzustufen. Experten befürchten eine erneute Destabilisierung des Finanzsystems.

Die Ratingagentur Standard & Poor's erwägt bei 1 196 Wertpapieren auf Basis von US-Wohnbauhypotheken eine Herabstufung. Man habe die Anleihen aufgrund der Strukturierung der Zahlungen auf die Papiere "nicht korrekt analysiert", teilten die Bonitätswächter mit. [...]

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/new-york-toxische-papiere-falsch-bewertet;2714872

Michi_Austria
17.12.2010 19:13
0

Gut für den Export - werden Irrinnen und Irren nun Meisterinnen des Exportes

Bequem ist die Ausgangslage: Während Österreich noch Neue Bürgerinnen für die Produktion und Absicherung der Wirtschaft von Gütern sucht, können andere Länder bereits mit voller Kraft exportieren.

Während die machtlose, faule und gierige Opposition bereits aus den Schlagzeilen verschwunden ist, beweist Werner Faymann einmal mehr, dass er der Feuerwehrmann Europas ist. Er gilt als Experte und Retter Europas.

Während unelitäre Expertinnen und Experten mit ihrem umfassendes Fachwissen am Ende sind, ist Werner Faymann mit der mächtigsten Frau Europa Du auf Du.

Gemeinsam retten Sie uns Bürgerinnen und Bürger. Umfragen beweisen: Damit ist er weiterhin unsere Nr. 1! Immer mehr Neue und altbewährte Bürgerinnen und Bürger sind über seine Fachkompetenz verblüft:

"Ich dachte immer nur die ÖVP kennt sich gut in Wirtschaftsbelangen aus - jetzt sieht ganz Österreich, dass Werner Faymann damit die ÖVP in den Schatten stellt", so eine Neue Bürgerin wo selbst die "alten" Österreicher noch vieles lernen können.

Antworten Anubis
18.12.2010 08:08
0

Re: Gut für den Export - werden Irrinnen und Irren nun Meisterinnen des Exportes

Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen, odre geht es bei Ihnen nur um die Absonderung von SPÖ-PR Botschaften. Im zweiteren Falle würde ich an Ihrer Stelle etwas subtiler vorgehen, denn derart einfältig ist das wohl kontraproduktiv...

fellini-nc
17.12.2010 19:06
0

Haben die Iren

die guten ratingbrueder nicht rechtzeitig bestochen?
Gibt es fuer Frankreich vielleicht deshalb keine so schlechten Ratings weil da eventuell die Legion auf einen dieskreten Hausbesuch vorbeischauen koennte.

Helios
17.12.2010 19:00
0

Insider wußten,dass es einen großen Angriff auf den Euro geben wird

Es wäre wirklich gut,den Angriff ernst zu nehmen

 
12

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