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Erste Revolten wegen hoher Lebensmittelpreise

07.01.2011 | 18:31 |  JEANNINE HIERLÄNDER (Die Presse)

Die durchschnittlichen Preise für Nahrungsmittel übersteigen bereits das Niveau des Rekordjahres 2008. Wegen der Dürren und Überschwemmungen ist in näherer Zukunft keine Entspannung in Sicht.

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Wien. Im Frühjahr 2008 erlebte die Welt, in wie große Rage der Hunger Menschen versetzen kann: In Haiti, im Senegal, in Ägypten, Mexiko, Mauretanien und Usbekistan – allerorts trugen zornige Bürger ihre Wut auf die Straße. Die Preise für Weizen, Reis, Mais und Milch waren in manchen Gegenden um bis zu hundert Prozent angestiegen, 20 Prozent waren der Normalfall. Und wie immer bekamen den Preisauftrieb die Ärmsten der Armen am meisten zu spüren.

Heute, fast drei Jahre später, bietet sich ein ähnliches Bild – zumindest, was die Preise betrifft: Laut der Welternährungsorganisation FAO haben die Nahrungsmittelpreise im Dezember einen Höchststand erreicht und lagen im Durchschnitt schon über dem Niveau von 2008.

Die Getreidepreise sind zwar noch niedriger als in den Jahren besagter Nahrungsmittelkrise, Zucker und Fleisch haben aber bereits den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990 erreicht. In Indien war im Vorjahr ein Anstieg der Lebensmittelpreise von 18 Prozent zu verzeichnen. Überhaupt ist der Anstieg in Asien besonders stark, so die FAO: In Vietnam etwa war Reis im November doppelt so teuer wie noch wenige Monate zuvor.

Die UNO warnt angesichts des Teuerungsschubs bereits vor Unruhen. „Je länger wir die hohen Preise sehen, desto höher ist das Risiko, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen wegen nicht mehr bezahlbarer Nahrungsmittel kommt“, sagte FAO-Ökonom Abdolreza Abbassian zur Nachrichtenagentur Dow Jones.

Eine Entspannung der Preisentwicklung ist nicht in Sicht. So hat etwa Russland, einer der größten Weizenexporteure der Welt, im Herbst ein mindestens einjähriges Exportverbot verhängt. Die anhaltende Dürre und die verheerenden Waldbrände hatten einen großen Teil der russischen Ernte vernichtet, der folgende Exportstopp sorgte für einen Anstieg der Weltmarktpreise. Ungünstige Wetterbedingungen hatten auch Produktionsausfälle in Kanada, der Europäischen Union und der Ukraine und damit eine weitere Verknappung des Angebots zur Folge.

Zu einer weiteren Verknappung werden die Überschwemmungen im Nordosten Australiens führen: Australien, neben Brasilien und Thailand einer der größten Zuckerexporteure der Welt, wird seine Zuckerausfuhren wegen des Hochwassers um ein Viertel senken. Auch bei Weizen gehört das Land zu den Hauptexporteuren. Ein großer Teil des hochwertigen Weizens, der normalerweise zu Brot verarbeitet wird, kann wegen des hochwasserbedingten Qualitätsverlustes nun nur noch als Futtermittel verwendet werden.

 

Dauerhaft hohe Preise erwartet

Aber nicht nur Dürren und Überschwemmungen heizen die Preisrallye auf dem Lebensmittelmarkt an. Die steigende Nachfrage, bedingt durch Wachstum der Weltbevölkerung, leistet ebenso ihren Beitrag wie der Wohlstandszuwachs in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit wachsendem Pro-Kopf-Einkommen steigt auch die Nachfrage nach Lebensmitteln, insbesondere hochwertigen wie Fleisch. Und während die Preise für Lebensmittel nach der Hausse des Jahres 2008 mit der Wirtschaftskrise zurückgingen, werden sie nun dauerhaft hoch bleiben, schätzen Experten. Die durchschnittlichen Preise für Fleisch (Schweinefleisch ausgenommen) werden in den zehn Jahren bis 2019 über dem Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2006 liegen, schätzen die OECD und die FAO in ihrem jüngsten Agrarausblick. Im Schnitt sollen die Preise für Agrarprodukte von 2010 bis 2019 inflationsbereinigt über jenen der Jahre 1997 bis 2006 liegen, wenn auch unter dem Niveau von 2007 und 2008. Getreide werde um bis zu 40 Prozent teurer sein.

Für die Preisexplosion des Jahres 2008 werden oft Spekulanten an den Börsen verantwortlich gemacht – die OECD ist da anderer Meinung: Als die Preise Mitte 2008 wieder fielen, seien Spekulanten ebenso groß im Geschäft gewesen wie während des Anstiegs.

Algerien

 

Ein Steinhagel ergoss sich über die Polizisten in dunkelblauer Kampfuniform in Al-Harrach. Algiers Stadtviertel war nicht der einzige Ort, an dem algerische Jugendliche in den vergangenen Tagen ihren Zorn über die angestiegenen Lebensmittelpreise entluden. In mehreren Teilen der Hauptstadt und in anderen Städten kam es zu Ausschreitungen.

Rund 40 mit Säbeln bewaffnete Jugendliche stürmten das wohlhabende Viertel El Biar und beschädigten Geschäfte. Sie plünderten ein Restaurant und raubten ein Schmuckgeschäft aus. Schließlich umzingelten Sicherheitskräfte die Plünderer.

Hohe Lebensmittelpreise und hohe Jugendarbeitslosigkeit: Das ergibt eine explosive Mischung in dem nordafrikanischen Land mit seinen 34 Millionen Einwohnern. Nach Angaben der algerischen Gewerkschaft der Händler und Handwerker kletterten die Lebenshaltungskosten zuletzt um 20 bis 30 Prozent in die Höhe. Die Kosten für Zucker und Öl sind mit Anfang Jänner besonders stark gestiegen: Zahlte man für ein Kilogramm Zucker vor ein paar Monaten noch 70 Dinar (0,27 Dollar), hat sich der Preis nun auf 150 Dinar mehr als verdoppelt.

Der Protest der Jugendlichen richtet sich zunehmend gegen das Regime von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. In dem Maghrebstaat, der als Opec-Mitglied und wichtiger Öl- und Gasexporteur von den hohen Rohstoffpreisen profitiert, sind mehr als 20 Prozent der Jungen arbeitslos; Wohnraum ist teuer. Dass nun selbst aus Grundnahrungsmitteln Luxusgüter zu werden drohen, macht viele ratlos – und zornig. som

Indien

 

Können Zwiebeln Regierungen stürzen? In Indien, wo so gut wie jedes Gericht auf Zwiebelbasis gekocht wird, ist das unter Umständen möglich. Hohe Zwiebelpreise trugen in der Vergangenheit zum Sturz von Landesregierungen bei. Die Verdoppelung des Preises veranlasste die Zentralregierung in Neu-Delhi kürzlich, ein komplettes Exportverbot für das Gemüse zu verhängen.

Indien leidet derzeit enorm unter dem Preisanstieg von Grundnahrungsmitteln. Schon die fünfte Woche in Folge verteuerten sich Nahrungsmittel – laut Welternährungsorganisation sind die Preise damit so hoch wie nie zuvor. Grund für den jüngsten Teuerungsschub: schwere Regenfälle – und, wie manche sagen, Misswirtschaft. In der Vergangenheit führten hohe Lebensmittelpreise schon zu Straßenprotesten, etwas, das die in Korruptionsskandale verwickelte Kongress-Partei von Premier Manmohan Singh derzeit gar nicht gebrauchen kann.

Die Notlage auf dem Subkontinent führt indes zu ungewöhnlichen Vermittlungsversuchen: Die Regierung in Neu-Delhi versucht derzeit, den Erzfeind Pakistan zu überreden, wieder Zwiebeln zu exportieren. Pakistan leidet selbst noch immer unter den Folgen der Flutkatastrophe vom Sommer 2010; gerade hat Islamabad eine drohende Regierungskrise wegen einer (nun widerrufenen) Erhöhung der Benzinpreise abgewendet. Pakistan hatte die Zwiebelexporte nach Indien über den Landweg Anfang Jänner eingestellt. „Wir hoffen, dass der Druck auf Zwiebeln in unserem Land nachlässt“, sagte Indiens Außenminister S. M. Krishna in Neu-Delhi. som

Argentinien

 

Es ist ein trockener, heißer Sommer in Argentinien. Gute Nachrichten für die Millionen, die gerade an der Küste urlauben. Und noch bessere für die Fleischhauer. Denn zu den Ferien gehört „Asado“, der Grillexzess, bei dem stets mehrere Kilo Fleisch, Würste und Innereien auf dem Rost landen. Doch das ist längst kein günstiges Vergnügen mehr. 2010 sind die Preise für Rindfleisch um etwa 100 Prozent gestiegen, was in dem Land, das so viel Fleisch vertilgt wie kein anderes, ein sattes Loch in die Haushaltskasse reißt. „Allein das Fleisch“, sagt Marina del Poggetto von der Beratungsfima Bein, „repräsentiert etwa vier Prozent der gesamten Inflation 2010“. Und diese schätzt die Ökonomin auf 24 Prozent.

Offiziell steigen die Preise freilich jährlich nur um neun Prozent, seitdem Handelsstaatssekretär Guillermo Moreno 2007 das Statistikamt übernahm. Mit Exportverboten und verordneten Höchstpreisen hat dieser Mann bewirkt, dass viele Viehzüchter ihr Land nun an Soja-Konzerne verpachten.

Seit 2007 sind die Viehbestände um über 20 Prozent gesunken. Nun explodieren die Preise – und ziehen andere Nahrungsmittel mit. Geflügelzüchter hoben im Kielwasser der Rindfleisch-Hausse ihre Margen an, der Preis von Hühnerfleisch stieg 2010 um 65 Prozent. Nachdem die Gewerkschaften 2010 Lohnsteigerungen von bis zu 30 Prozent durchbrachten, gab es wenig Proteste gegen die höheren Preise. Für 2011 sind ähnliche Zuwächse zu erwarten. Sonst muss Präsidentin Kirchner um ihre Wiederwahl im Oktober bangen. Das wird die Inflation weiter antreiben. a.f.

China

 

Nichts fürchtet die chinesische Führung mehr als die Unzufriedenheit ihrer Bürger. Die steigenden Lebensmittelpreise und die drohende Inflation sind daher schon seit geraumer Zeit ein Politikum für Peking. Und sie stehen unter genauer Beobachtung – ähnlich wie in Indonesien, den Philippinen, Vietnam oder Indien. Als in den vergangenen Wochen Händler und Konsumenten auf den Märkten die hohen Preise von Gemüse, Fleisch und Getreide zusehends beklagten, kündigte man in Peking einen Aktionsplan an.

Pekings Credo lautet Kontrolle. Der Staat hat die Preiskontrollen für Nahrungsmittel intensiviert. Selbst Supermarktketten müssen mitmachen und die Preise für Grundnahrungsmittel einfrieren. Das Land hat – ähnlich wie Indien – Mais, Weizen und Reis aus eigenen Reserven auf den Markt geworfen, um das Angebot zu erhöhen und die Preise zu drücken. Zudem forderten die Behörden die Banken auf, die landwirtschaftliche Produktion durch Finanzhilfen zu unterstützen. Längerfristig plant Peking eine Erhöhung der Agrarsubventionen und will die Entwicklung genetisch modifizierter Pflanzen vorantreiben, um die Importabhängigkeit bei Getreide zu verringern.

Ein mildes Lächeln dürfte den Pekinger Planern der Vorschlag des indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono entlocken, der wegen der Explosion des Chilipreises die Bevölkerung aufrief, die scharfen Früchte selbst zu pflanzen. Die Angst vor Spannungen treibt aber auch Yudhoyono an: Indonesiens Diktator Suharto musste 1998 nach Hungerunruhen abtreten. som

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2011)

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13 Kommentare
Gast: Grüne Welle
08.01.2011 12:40
1 0

Eurpäische Verschwendung

Der Mensch hat weltweit den Bedarf von ca. 320 kg Weizen. Nur die Europäer erlauben sich jährlich 300- 350 kg Lebensmittel in den Müll zu werfen! Es muss ja 2 Minuten vor Ladenschluss die Semmel und das Brot im Regal liegen!

Der Flächenabzug für die Biospritproduktion, ob für Bioethanol (Weizen/Mais/Rübe) oder Biodiesel (Rapsöl) haben noch keinen generellen Einfluss genommen genommen.

Außerdem sind die tatsächlichen Rohstoffanteile im Lebensmittel nur in kleinen Ausmaß vorhanden. So ist derzeitig trotz eines höheren Weizenpreises der 2 % igen Mehlanteil im Semmel mit einen Ladenpreis von 32 CT€ mit einen Rohstoffwertanteil von 0,6 CT€ aus Getreide drin!!!!

Gast: Wörter
08.01.2011 10:28
5 0

Biosprit?

Ganze Landstriche Europas werden "verbrannt"statt essbares anzubauen.Flächen die nicht angebaut werden, werden subventioniert.

Wer ist der Preistreiber???

Wem dient das????

Wer kommt als Sieger aus der Wirtschftskrise heraus???

Könnte sein Deutschland/Frankreich???

der graf
08.01.2011 03:20
3 2

Das ist erst der Anfang meine Herrschaften

Was uns die int. Hochfinanz mit Ihren Puppet Masters im Hintergrund alles eingebrockt haben wird immer deutlicher. Nur eine frage der zeit bis überall auf der Welt Ausschreitungen sind denn eines ist klar, die Rohstoffpreise gehen weiter hinauf, Krise oder nicht.

Antworten ADAXL
08.01.2011 08:05
2 4

Re: Das ist erst der Anfang meine Herrschaften

Hör' bloss auf mit der Hochfinanz. Das Problem sind vor allem sinnlos überbevölkerte Staaten wie Algerien und Indien, die auch in den besten Zeiten ihr Volk kaum ernähren können. Wenn die Wirtschaft auch nur leicht einbricht, gibt es sofort Engpässe.

Antworten Antworten AM
08.01.2011 16:48
1 0

Re: Re: Das ist erst der Anfang meine Herrschaften

die von Ihnen angesprochene Überbevölkerung ist eine Folge der Armut und nicht dessen Auslöser. Wo es keine Pensionen und keine staatlichen Sozialdienste gibt ist die einzige Altersversicherung die Familie.

10 Kinder kosten übrigens immernoch um einige Größerordnungen weniger als die Staatsschulden, rechnete man diese pro Kopf.

Und jeder Staat ist verschuldet.

Also wem schulden alle Staaten so viel Geld?

......

Bingo, den Reichen - also der Hochfinanz.

Anders gesagt: Wir alle geben u.U. ein Drittel(!!) von unserem Einkommen her, damit Schulden, die wir nicht gemacht haben an Leute die wir nicht kennen bezahlt werden!!!
Diese Schulden werden aber nicht weniger, nein. Wir zahlen nur Teile der Zinseszinsen, die eigentlichen Schulden werden sekündlich mehr!

Der Kapitalismus, welch ein Segen...

Antworten Antworten der graf
08.01.2011 16:09
1 0

Re: Re: Das ist erst der Anfang meine Herrschaften

bitte nur sprechen wenn man was versteht von der materie. commodity futures werden immer mehr zum asset class der grossen fonds. was glauben sie warum das Erdöl vor kurzem auf $150/barrel war? das war rein spekulativ getrieben. alle wollten ihre geld in was 'echtes' anlegen. und das kommt wieder.

Antworten Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
08.01.2011 16:52
1 0

Re: Re: Re: Das ist erst der Anfang meine Herrschaften

Eben.
Wir haben das Preisniveau einer globalen Hochkonjunktur verbunden mit einer kräftigen globalen Rezession (s. HARPEX, BDI usw..).

Tja, noch schlechtere Vorzeichen wie 2008 nur mit einer lahmenden Wirtschaft im Hintergrund und erneut machen die Großanleger die selben Fehler wie damals.

Mit leichtem Geld (aus FED und EZB) die unverzichtbaren Rohstoffe hochdrücken in der Hoffnung die eigene Haut mittels den hoffentlich zu realisierenden Gewinnen zu retten.

Dies ging 2008 schon schief und kostete vielen Institutionen (Lehmann, Bear Stearns, ..) die Existenz und hat gleichzeitig die Realwirtschaft abgewürgt.

Die wahre Wirtschaftskrise beginnt erst wenn diese Rohstoffbubble platzt und die margin calls kommen, denn die Realwirtschaft kann die Preise nicht mehr auf die ausgeplünderten Verbraucher umlegen.


Antworten Antworten Gast: gast
08.01.2011 13:30
1 0

Saatgut meine Herrschaften

...war, ist und wird immer die wichtigste Resource bleiben.

Hat absolut nichts mit Überbevölkerung oder Hochfinanz zu tun. Aufgrund von aufgezwungenen Deals mit Saatgutlieferanten werden dort einfach Felder nicht bestellt weil sie es sich nimmer leisten können.

Siehe auch (spoardische) Berichte über Suizid von indischen Bauern vor 1-2 Jahren.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast9818
08.01.2011 20:21
1 0

Re: Saatgut meine Herrschaften

Die wahre Krise kommt, wenn Chinas Blase platzt. Ich weiß, dass die Bären das schon seit x Jahren voraussagen - die Vorzeichen sind jetzt aber sehr deutlich zu sehen. Selbst die Bullen (Morgan Stanley) räumen ein, dass es die Blase gibt, sie spielen aber das Risiko genauso herunter, wie sie es schon 2007 getan haben. Alles halb so wild - this time it's different. It's China. China gets it.

Ja, das ist es in der Tat.

Es ist die größte Fehlallokation von Kapital, die es jemals in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte gegeben hat.

Man merkt, dass die Sache jetzt rasant an Fahrt gewinnt, nachdem die Börse so schwach notierte im letzten Jahr.

Außer China besiegt die Mathematik. Aber wer 60 % seines GDP in die Bauwirtschaft steckt, wer sinnlos Hochhäuser hochzieht, die niemand jahrelang bewohnt, wer mehrstöckige Musterhochhäuser baut, wer Brücken abreißt, die erst seit 5 Jahren stehen, um sie wieder neu aufzubauen, wer ne Stadt für 1 Mio Einwohner baut, in der dann Jahre niemand wohnt, der verdient es nicht anders.

Der EXPORT hat so dünne Profitmargen, dass der Staat oft beischießen muss - das Lohnniveau ist jetzt schon zu hoch - gemessen an Bangladesch, Kambodscha, Vietnam - es geht halt noch billiger. Die Staatlichen Unternehmen haben die Banken über's Ohr gehauen. Die Bilanzen sind vorne bis hinten getürkt - es ist gigantisch.

Das ist der epische Tsunami, der sich bedrohlich auftürmt und wir alle spielen am Strand, während die Welle die Sonne verdunkelt...

Gast: Löser
08.01.2011 02:33
1 4

daran sind Organisationen wie Fairtrade schuld - wenn man den Kaffan zu viel zahlt explodieren nona die Preise


Antworten Gast: Adrian A.
08.01.2011 14:25
1 1

Re: daran sind Organisationen wie Fairtrade schuld - wenn man den Kaffan zu viel zahlt explodieren nona die Preise

Das Deppenposting des Tages.

Antworten Gast: Freund des Politikers
08.01.2011 13:55
0 1

Re: daran sind Organisationen wie Fairtrade schuld - wenn man den Kaffan zu viel zahlt explodieren nona die Preise

Der Trick bei Frairtrade ist mittlerweile, dass der Konsument für dumm gehalten wir, man mit den Mehrerlös ein Verwaltungssystem undurchschaubar aufbaut, welches Unmengen an Geld verschlingt und letztendlich an
Ur- Produzenten kein Geld mehr ankommt. Aber man verkauft gleichzeitig dem Konsumenten eine Geschichte der
100 % igen Rückverfolgbarkeit. Lassen wir sie in den Glauben sitzen!!!

Gast: Dr. Gold
07.01.2011 23:03
1 0

Ein Glück ...

... dass die EZB die Nahrungsmittel so wie die Energie aus dem Kernwarenkorb nahm, damit hat man sich vollends vom oben beschriebenen welweitem Trend entkoppeln können und die Kernpreisssteigerung bei 1% halten können.

Zumindest rechnerisch ein Erfolg.