Analyse: Angst vor dem griechischen Infarkt

22.04.2011 | 18:14 |  von Matthias Auer (Die Presse)

Europa streitet über die richtige Medizin für den griechischen Patienten. Die Angst vor den Folgen Infarkts wächst. Doch ob die Umschuldung schockartig oder heimlich kommt: Bezahlen wird sie der Steuerzahler.

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Wien. Während die Investoren auf den Infarkt des griechischen Patienten wetten, liefert Athen immer originellere Ansätze, wie es den 340 Mrd. Euro hohen Schuldenberg abtragen will. Der jüngste Vorstoß: 15 Millionen Exil-Griechen sollen helfen, ihr Land zu refinanzieren. Ab Herbst will Athen ihnen spezielle Diaspora-Anleihen verkaufen.

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An sich ist das keine schlechte Idee, denn ab 2012 kommt Athen mit dem 110 Mrd. Euro schweren Hilfskredit von IWF und EU nicht mehr aus, um die Rechnungen zu zahlen. Dann müsste sich Griechenland auf dem Finanzmarkt neue Geldgeber suchen. Doch die machen sich rar. Da ist es gut, zuerst bei alten Freunden nachzufragen. Wie viel Zinsen patriotische Investoren für ihren Einsatz erwarten dürfen, wurde nicht bekannt.

 

IWF, EZB und EU größte Gläubiger

Anleger ohne nostalgische Bindung an das Land fordern derzeit jedenfalls hohe Renditen, wenn sie griechische Papiere kaufen. Denn kaum ein Marktteilnehmer zweifelt daran, dass Athen auf einen Schuldenschnitt („Haircut“) zusteuert. In den letzten Tagen sprangen die Renditen deshalb auf Rekordwerte. Für zweijährige Schuldscheine aus Athen erhalten Anleger bis zu 23,1 Prozent effektive Zinsen. Das sind rund sechs Prozentpunkte mehr als vergangene Woche. Auch die Renditen für portugiesische und irische Staatsanleihen stiegen im Fahrwasser der Erwartung einer griechischen Pleite stark an.

In Europa wächst unterdessen die Angst vor den Folgen eines Griechenland-Infarkts. Schließlich wären Kreditinstitute in ganz Europa betroffen. Ökonomen und Politiker sind unsicher, wie der Patient am besten zu behandeln ist: mit einem raschen „Haircut“ oder doch mit einer „stillen“ Umstrukturierung? So ziehen sich die Verantwortlichen lieber auf Dementis zurück: „Wir reden gar nicht darüber“, sagte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou erst kürzlich. Eine Umschuldung würde „riesige Gefahren für die Banken, die griechische Wirtschaft, die Haushalte und die Unternehmen mit sich bringen“.

Tatsächlich würde der Forderungsverzicht tiefe Spuren hinterlassen. Doch die Betroffenen sitzen längst nicht mehr nur in Griechenland. Nach Schätzungen der Bank of Canada halten EZB, IWF und EU mit rund 130 Mrd. Dollar (89,3 Mrd. Euro) längst den größten Teil der wackeligen Forderungen. Griechische Banken und Pensionsfonds halten demnach zusammen gerade noch rund 70 Mrd. Dollar.

Dahinter folgen nach Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich deutsche Banken mit 26,3 Mrd. Dollar an Staatsanleihen. Frankreichs Banken sind mit 19,8 Mrd. Dollar investiert. Fast noch einmal so viel Geld haben deutsche Banken griechischen Firmen geliehen, bei den französischen Instituten sind es 43 Mrd. Dollar.

 

Schock oder Schongang?

Verzichten sie nun auf einen Teil ihrer Forderungen, müssten die Banken die Staatsanleihen entsprechend abschreiben. Einer Analyse von Goldman Sachs zufolge würde ein 60-prozentiger Schuldenschnitt europäischen Banken 41 Mrd. Euro an Verlusten bringen. Bekommen die Banken kein Geld auf dem Markt, müssten wie zuletzt die Staaten einspringen – mit Steuergeld. Dennoch sei ein rascher „Haircut“ besser für die Gläubiger, meint etwa die Citigroup. Je länger zugewartet werde, desto größer würde der Forderungsnachlass ausfallen. Die Schocktheorie ist nicht unumstritten. Stattdessen könnte etwa die EZB (oder die EU) billig griechische Staatsanleihen einsammeln, um eine stille Umschuldung vorzubereiten. Derzeit sind zweijährige Schuldscheine um etwa 73 Prozent des Ausgabepreises zu haben. Die Differenz zwischen Kaufkurs und Ausgabekurs könnte die EZB als Schuldenerlass an Athen weitergeben. Jörg Angelé, Analyst bei Raiffeisen Bank International, hält das für die beste Lösung. Die schleichende Umstrukturierung garantiere die „maximale Beteiligung der Privaten“ bei minimaler Belastung des Steuerzahlers.

Tatsächlich käme der Steuerzahler eine Zeitlang ungeschoren davon. Ist aber ein möglicher „Haircut“ später größer als das, was die Anleger freiwillig als Abschlag beim Verkauf akzeptiert haben, wird es teuer. Dann müsste auch die EZB Abschreibungen vornehmen. Für etwaige Verluste müssten die Euroländer geradestehen.

„Das Ergebnis ist immer das gleiche“, sagt Angelé: „Der Steuerzahler bezahlt. Nur einmal geht es still und leise und einmal erleben wir zusätzlich einen Schock auf den Finanzmärkten.“

Auf einen Blick

Anleger rechnen mit einer baldigen Umschuldung Griechenlands. Zweijährige Anleihen bringen bereits über 23 Prozent Rendite.

Die Umschuldung birgt Risken. Zig Milliarden müssten Europas Banken abschreiben. Manche Experten raten zu einer stillen Umschuldung: Die EZB solle billig Papiere aufkaufen und Athen die Schulden erlassen. Kommt es zu einem „Haircut“, zahlt in jedem Fall der Steuerzahler.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.04.2011)

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70 Kommentare
 
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Und die griechischen Gewerkschafter hören nicht auf zu zündeln....

Klingelt´s endlich, Genossen?

Gast: sepp
25.04.2011 10:22
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GEREGELTE INSOLVENZ UND NEUANFANG

1. Banken müssen abschreiben. (Kredite vergeben stellt nunmal ein Risiko dar. Ein "bailout" durch den Steuerzahler stellt ein illegitimes Versicherungsverhältnis dar, da er keine Prämie für die Ausfallhaftung erhält.)
2. Die Löhne müssen 50% runter. Das ist die Realität, alles darüber sind Privilegien. (Ein Urlaub in Griechenland ist eben zu teuer)
3. Der öffentliche Dienst muß radikal reduziert werden.
Das alles muß man vor dem Hintergrund betrachten, daß Griechenland nicht abwerten KANN. (Die Drachme müßte 80% runter um wieder konkurrenzfähig zu werden). Die sind in dem Euro gefangen.

Antworten Gast: Jupp
26.04.2011 08:00
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NEUANFANG?

Aus welcher geschützten Werkstatt kommst du denn?
Ich habe 1320 Euro netto, nach deiner Rechnung müssen 660 locker reichen.
Miete und Nebenkosten fressen 610 Euro im Monat. Da kann ich mir um die verbleibenden 1,80 Euro pro Tag ja ein richtig fettes Leben in Saus und Braus leisten!
Erde an Sepp, komm wieder runter! Willst du alle Arbeiter zu Obdachlosen machen, weil die Bonzen nicht wirtschaften können?
Du kannst gerne auf die Hälfte deiner Bezüge verzichten, wenn du es dir leisten kannst, aber erwarte nicht, dass alle für die Fehler unserer spekulierenden und schuldenmachenden Politikerkaste zur Kasse gebeten werden. Nicht, solange die nicht für ein Bettel arbeiten gehen und am Wochenende ehrenamtlich eine Suppenküche betreiben!

Antworten Antworten Gast: RT
26.04.2011 11:16
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Re: NEUANFANG?

Sie haben es verkehrt. Ein Arbeiter wird viel eher zu einem Obdachlosen, wenn sein Lohn ungerechtfertigt hoch bleibt. Weil die Firma dann nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Denken sie nach.
Wenn SIE einkaufen gehen, wählen sie das beste Produkt zum günstigsten Preis. Oder nicht?
Beim Einkauf: Kapitalist
Politisch: Sozialist ?
geht auf Dauer nicht.

Antworten Antworten Gast: sepp
26.04.2011 09:52
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Re: NEUANFANG?

Du willst also von deinen 1320 netto auch noch die griechischen Privilegienritter bezahlen ? Die 30% der arbeitenden Bevölkerung im öffentlichen Dienst, die mit über 90% ihres Letzten in Pension gehen ?
Wie wärs damit, ein ausgeglichenes Budget von denen einzufordern ? Bevor Transferleistungen stattfinden ?
Außerdem schreibe ich in Punkt 1, daß die Banken ihre Verluste tragen müssen. Willst du mit deinen 1320.- auch noch die Aktionäre der Dt.Bank trösten ?
Soviel Selbstlosigkeit kannst DU dir doch gar nicht leisten

Spanien mogelt? Warum denn in die Ferne schweifen..

Nehmen wir zwei andere EU Länder die das Schwindeln zur Kunst erhoben haben: Belgien und Österreich. Diese beiden Länder haben viel gemeinsam, z.b. das Fehlen einer Regierung ;)

Arbeitsvolumen (2008 laut OECD):
BEL 6984 Mio h
AUT 6889 Mio h (lt Statistik Austria wären es gar 7306 Mio h)

Belgien hat 30% mehr Einwohner als Ö, aber etwa gleich viel Arbeitsvolumen? Wie geht das?
Nun, Belgien schwindelt in diesem Punkt nicht, Österreich jedoch schon.
Wieso würde man so etwas tun wollen?
Etwa um zu verhindern wie Belgien durch die höchste Produktivität der Welt aufzufallen (nimmt man mal Steueroasen und Ölexporteure aus). So erwirtschaftet der Belgier um gut 25% mehr pro Arbeitsstunde als sein Schweizer Kollege. Dabei haben die Belgier die zweitniedrigste Nettolohnquote der EU, übertroffen nur von Griechenland (ja, von denen hat man auch schon böses gehört).

Was nun, wenn Österreich ein realistisches Arbeitsvolumen ausweisen würde? Richtig, wir würden Belgien umgehend in Sachen Produktivität überholen, und damit viel zu viel Aufmerksamkeit erregen. Man könnte sich nämlich fragen wieso das so wäre, und müsste fast unweigerlich die behauptete Wirtschaftsleistung in Frage stellen. Von da bis zur Staatspleite wärs nur ein Katzensprung..

zur erinnerung

Was hat Herr Pröll gesagt, als der erste Rettungsschirm aufgespannt wurde.
"Unser Geld ist sicher und wir werden mit dem Kredit sogar Geld verdienen"!
Unsere Politiker (und hier sind ALLE gemeint) verkaufen uns seit Jahrzehnten, und sie werden trotzdem immer wieder gewählt. Es lebe die Demokratie und der Parteienstaat.
Wo ist Herr Pröll nach seinem Rücktritt gelandet?

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Griechenland muß aufgelöst werden, von der Landkarte verschwinden oder wenigstens Pleite machen. Erst dann wird die Welt der Experten sicher wieder weiter von West nach Ost drehen

Einmal öfter die Frage: Wer ist Heinz Blasnik?

Auf der unten angekündigten Website, die angeblich Blasniks Blog ist, wird einem in Englisch der Kommentar eines Pater Tenebrarums geliefert. Der Name Blasnik kommt auf der gesamten Seite nicht ein einziges Mal vor. Und da darf man fragen, wer ist Pater Tenebrarum? Lauter Experten, wofür?

Das Beste aber, unter Haftungsausschluß kann man – natürlich auch in Englisch – lesen:

„This site is provided for information and entertainment purposes only, and its content is not intended as an offer or solicitation for the purchase or sale of any financial instrument.“

Zu Deutsch: Diese Seite ist nur für Information und Unterhaltung vorgesehen, und ihr Inhalt ist nicht geplant als ein Angebot oder Aufforderung für den Kauf oder Verkauf von irgendwelchen Finanzprodukten.“

Noch klarer geht’s nicht! Unterhaltung wird geboten, aber um Gottes willen kein Anreiz für Finanzprodukte.

Mit anderen Worten: Leeres Gequassel!

Und das bringt die hiesige Volksseele zum Kochen? Wie leicht doch die Volksseele zum Kochen zu bringen ist!

A propos leeres Gequassel: „Blasnik ortet einen "Run" auf die griechischen Staatsanleihen (bzw. von ihnen weg) und vermutet …“. Also, was jetzt, Run oder Gegen-Run? Da fehlt doch ganz deutlich die Expertise, wieso so etwas gleichzeitig möglich sein soll.

Daher noch einmal die Frage: Wer ist Heinz Blasnik?

Bescheidene Erkenntnis, trotz dieser Experten dreht sich die Welt ruckfrei von West nach Ost.

Antworten Gast: peace
24.04.2011 11:54
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leeres gequassel gegen leeres gequargel

haftungssausschluss ist (wie das impressum auf österr. websites) auch für blogger verpflichtend.

es wäre hilfreich, wenn Sie den artikel, wie den gesamten blog auch lesen würden.

und als 'experte' werden Sie wohl ahnen, dass wohl eher eine flucht aus griechischen anleihen gemeint ist.

30 zeilen nonsens von cicero ... war aber schon in der schule nicht anders.

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Quote machen, lautet die Parole

Noch eins kann ich mir nicht verkneifen, Ihnen in jener klaren Rede vorzuhalten, die schon den alten Cicero auszeichnete.

Welche Qualifikation hat ein „Experte“, der folgendes Satz von sich gibt, Zitat: „Spanien habe durchaus Chancen, einer Pleite zu entkommen, die Regierung habe bisher alles eingehalten, was sie zugesagt habe. Andererseits sei aber zu befürchten, daß in Spanien "viel gemogelt" werde und das wahre Ausmaß der faulen Immobilienkredite nicht offen auf dem Tisch liege.“ Zitat Ende.

Ein wahrer „Experte“ sollte eigentlich wissen, ob gemogelt wird oder nicht. Denn ein wahrer „Experte“ muß aus jenen Zahlen, die auf dem Tisch liegen, Rückschlüsse darauf ziehen können, ob sie richtig oder falsch sind. Wenn ein „Experte“ feststellt, „in Spanien wird viel gemogelt“, mein Gott geht’s noch billiger?

Paßt aber ins Bild eines „Experten“, der mit „Information und (!) Unterhaltung“ seinen Lebensunterhalt bestreitet. Er meint wohl, es ist unterhaltend, wenn er die Spanier des Mogelns beschuldigt.

Im übrigen, die Griechen, die Iren und die Portugiesen haben bisher auch alle Zusagen eingehalten, nicht nur die Spanier. Warum haben also nach Meinung des „Experten“ die Spanier gute Chancen und die anderen nicht.

Ganz einfach, weil der Mainstream auf die Griechen und die Portugiesen hinhaut und daher kann man Quote machen, wenn man auch hinhaut, Expertise hin oder her.

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Der alte Cicero hatte klare Rede

Sie Armer, der schon in der Schule von Cicero geplagt wurde. Seit damals schreiben Sie klein, weil Sie mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen. Auch das hat vermutlich Cicero ausgelöst. Denn mit Latein im Rucksack würden Sie nicht klein schreiben.

Vielleicht könnten Sie zur Kenntnis nehmen, daß ich mich nicht gegen den Haftungsausschluß wehre, sondern gegen die Formulierung „information and entertainment“.
Daß eine Website den Haftungsausschluß braucht, ist selbstverständlich, aber wenn sie für Information steht, dann hat sie für Information zu stehen und nicht auch gleich für Unterhaltung. Ein Kabarett steht für Unterhaltung – auch mit Haftungsausschluß.

Da wird ein „Blasniks Blog“ deklariert und dann findet man den Kommentar eines „Pater Tenebrarums“. Dort gibt es keine Information, die mit „Blasnik“ gezeichnet wäre. Warum?

Und, Blasnik sei ein Berater für Hedgefonds. Wie ein anderer Leserbriefschreiber schon richtig bemerkte, Hedgefonds haben ihre Kapazunder im eigenen Haus, die brauchen keinen externen Berater. Schlußfolgerung, Blasnik ist ein Scharlatan, der g’scheit daherredet, aber nichts zu sagen hat. Und die APA geht ihm auf den Leim, die Presse schreibt einfach bei der APA gedankenlos und kritiklos ab.

Abschließend, wenn es gemeint ist, „Run aus den griechischen Anleihen“, warum sagt Blasnik dann „Run auf die griechischen Anleihen“ und setzt erst in Klammern das Gegenteil hin?

Mit dem alten Cicero stehen Sie wirklich auf Kriegsfuß! Der hatte nämlich klare Rede!

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>>Für zweijährige Schuldscheine aus Athen erhalten Anleger bis zu 23,1 Prozent effektive Zinsen.<<


Wenn jemand z.B. eine Million (Nominale) 12%-ige Griechen-Bonds zum Kurs von 50,00 kauft, genau ein Jahr hält (in der Zeit den Coupon kassiert) und die Griechen die Bonds noch zu 100% einlösen (weil Laufzeitende), rentiert sich dieses Investment mit 124%*) (ohne Depotgebühr, Spesen usw.).

*)
Erlös nach einem Jahr: 1.120.000 Euro
Einsatz: 500.000 Euro
Rendite: (1.120.000 - 500.000)/500.000% = 124%

Wenn 50% Haircut:
(620.000-500.000)/500.000% = 24%

Effektive Zinsen:
120.000/500.000% = 24%

Conclusio: Enorme Gewinne bei den Bankstern, Glücksrittern und sonstigen Finanzgaunern.

Natürlich nur so lange der Euro-Rettungsfonds gilt (und die PIGs zahlen können)!

Die Trolle sind also die Steuerzahler der Geberländer.

Der abgezockte Wähler in diesen Ländern wird an der Wahlurne danke sagen (in Finnland schon geschehen).

Antworten Gast: peace
24.04.2011 11:58
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wenn ...

griechenland nicht das macht, was IM ARTIKEL diskutiert wird - nämlich plete geht.

dann gibt's nämlich das geld zurück - minus 70%.


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Der Mainstream schwadroniert nur!

Paco, wenn das so einfach ist und wenn das so läuft, dann rate ich Ihnen folgendes:

Nehmen Sie doch aus Ihrer Portokassa 1 Mill. Euro und steigen Sie ein.

In einem Jahr – der EU-Rettungsschirm sichert Sie ja ab – haben Sie dann nicht nur Ihre Portokassa wieder aufgefüllt, sondern auch gleich fast eine weitere Viertelmillion dazugewonnen.

Fast sicher bin ich, Sie werden das nicht machen. Aus einem einfachen Grund, Sie wissen nicht wohin mit dem Gewinn.

Mit geht’s ganz genau so. Ich wüßte auch nicht, wohin mit der Viertelmillion Gewinn. Und weil das so ist, habe ich noch nie darüber nachgedacht oder mich anderweitig informiert, wie ich denn die griechische Überschuldung zu meinen Gunsten ausnützen könnte.

Effekt, ich habe keine Ahnung, wie das läuft!

Wohl aber – weil ich ein aufgeweckter Europäer bin – weiß ich genau, was das Konzept der EU ist, wie es funktionieren soll und wie es bislang tatsächlich funktioniert. Denn bislang sind die Griechen ihren Verpflichtungen für die EU-Kredite nachgekommen und wenn man der griechischen Regierung zuhört, dann ist sie entschlossen, das weiter genau so zu halten. Und wenn man weiters zur Kenntnis nimmt, daß die griechischen Bürger die notwendigen Sparmaßnahmen anerkennen, darf man fragen, warum soll das nicht funktionieren.

Das wiederum heißt, Sie schwadronieren, weil das im Moment halt so richtig anerkannt wird.

Und das heißt wiederum weiters, wer schwadroniert, hat es nötig!

Schönen Tag noch!

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Re: >>Für zweijährige Schuldscheine aus Athen erhalten Anleger bis zu 23,1 Prozent effektive Zinsen.<<

Das sind ja die Verhaeltnisse von 1920...
Auf Grund der Wirtschaftskrise wird aus der Wahlurne der Faschismus rauskommen! Europa kommt zu seinem Kern zurück!

Antworten Antworten Gast: mysterium
05.05.2011 09:09
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Kann sein und ich habe den Eindruck, dass Sie der erste Mitläufer sind.


Gast: Zrim
23.04.2011 12:38
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Der Infarkt kommt überall, mathematisch bedingt, mit Sicherheit

Geld wird als Schuld erzeugt und die Schuld muss exponentiell wachsen. Wenn die Bank einen Kredit vergibt reicht sie nicht, wie irrtümlich angenommen wird, Gelder von Einlegern weiter. Stattdessen wird mittels des die Bilanz verlängernden Buchungssatz "Kreditforderung an Girokonto Kunde" die Kreditsumme neu erzeugt (dazu braucht sie nur die Mindestreserve von 2% tatsächlich haben, also werden aus € 2.000,-- (daher die Kreditspesen) die tatsächlich vorhanden sind € 100.000,-- Kredit). Daher gilt die Formel: Geld = Schulden

Nicht mit erzeugt wird das Geld für die Zinsen, dieses ist also vorweg noch gar nicht im System vorhanden. Erst wenn sich nach mir jemand anderer noch höher verschuldet, bin ich überhaupt in der Lage das Geld für die Zinsen aufzutreiben. Die Geld und Schuldmenge muss also exponentiell wachsen, was auf die Dauer nicht möglich ist. Daher muss dieses Schuldgeldsystem alle 60 bis 80 Jahre in sich zusammenbrechen.

Nutznießer des Systems ist das reichste Prozent der Weltbevölkerung (nur diese haben höhere Zinserträge als Ausgaben für Zinsen, in allen Produktpreisen sind ja mindestens 30% Zinsen einkalkuliert).

Bricht das System zusammen, werden in den Medien irgendwelche "Schuldige" (z. B. Griechen, etc.) präsentiert, schuld ist aber dieses System:
http://www.facebook.com/pages/Challenges-for-the-21st-century/123755141031815?sk=wall
Filmtipp:
http://www.youtube.com/watch?v=4Z9WVZddH9w&feature=related

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Alle reden von Griechen aber

Droege kauft Trenkwalder auf! Das bedeutet, dass es in Österreich nicht viel besser ist als in Griechenland. Warum? Trenkwalder ist eine Zeitarbeitsfirma. Mit anderen Worten "Sklavehalter" Wenn in einem Land Sklavenhalter (Zeitarbeitsfirmen) Hochsaisen haben, ist das Land schon lange krank!
Die deutsche Droege würde ihr Geld nicht in den Sand setzen.

I like Hellas

Sendet paar hundert Geologen nach Griechenland aus, es muss doch irgendwo Öl oder Gas usw. zu finden sein.
Ich denke es gibt fast keinen Ausweg, Griechenland muss einige von den ca. 2200 Inseln verpachten oder Verkaufen lassen.

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Re: I like Hellas

In Tirol und Salzburg wurden auch schon viele Gegendan an Ausländer verkauft. Also warum nicht?

Nur bekamen das Geld in diesen Fällen die Privaten.

Wenn man an Europäer verkauft, wäre es auch okay.

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Strategie: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!"


... einen Arbeitskreis zu gründen um das tote Pferd zu analysieren, bessere Reiter zu engagieren, Qualitätsstandards zu erhöhen, die Peitsche wechseln - das alles ändert genau - nichts.

Griechenland trägt zur europ. Wirtschaftsleistung keine 2,5% bei. Die Leine hätte sofort gekappt werden müssen - mit Verzicht auf jegliche Rettung. Aber - D + F-Banken hätten gr. Investments verloren, d.h. zahlen jetzt alle. Griechenland war und ist wirtschaftl. nicht rettbar - das war von Beginn an klar.

Einziger Grund für die EU-Eingliederung war die milit.-strategische Position als EU-Außenposten.
Einen anderen sehe ich weit und breit nicht.


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Re: Strategie:

die einzig richtige Strategie wäre, den Banken keine Rettungsfelder mehr zu gewähren, und ihre selbst verursachten Risken allein tragen lassen statt sie den Bürgern aufzuhalsen !
Allein diese Massnahme würde schon die Schulden vieler Staaten enorm reduzieren, und deren Bürger entlasten.

Man könnte es mit Sarrazins Worten umschreiben: "die EU schafft sich ab", und das ist auch gut so, denn davor ging es uns Bürgern um einiges besser als heute und der Friede war in Europa auch gesichert ,.... !

Fu.. y..!!!

Wollen Sie damit sagen das Griechenland fallen und alleine gelassen werden soll. Wenn jeder so denkt wie Sie, dann Gute Nacht!!!

Re: Fu.. y..!!!

Diese Misere hat sich Griechenland ALLEINE eingebrockt, wohlwissend oder hoffend, dass die EU-Melkkuh schon brav zahlen wird, wurde auch der Beitritt mit manipulierten Daten erschlichen!

Re: Re: Fu.. y..!!!

Was heisst Griechenland? Du meinst eher einige wenige korrupte Politiker in Griechenland und jetzt muss die mehrheit der Griechischen bevölkerung die nächsten 10 oder mehr Jahre darunter leiden. Ohne Hilfe der EU wären es doppelt so lang. Das wolltest du doch sagen. Du Teufel!

Re: Re: Re: Fu.. y..!!!

Bevor du ausfällig wirst, wer wählt denn die korrupten Politiker? Das Volk! Das gilt nicht nur für die Griechen, das gilt genauso für uns, hier in Österreich, wir wählen leider auch eine verlogene Bagage, die mit fremden Geld, sprich UNSEREM Steuergeld, achtlos herumwirft. Es tut mir sehr Leid aber ich kann und will nicht einsehen weshalb ich mein Geld nach Griechenland, Portugal, Irland, demnächst nach Spanien und gar nach Italien verpulvern soll, im sichern Wissen, dieses Geld niemals wiederzusehen und womöglich noch dafür Zinsen zahlen zu müssen, da Österreich dieses Geld auch nicht hat !! Sorry aber es reicht, das Mass ist bereits übervoll!

 
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