EU: Griechenland muss Familiensilber verkaufen

17.05.2011 | 10:41 |   (DiePresse.com)

Eurozonen-Chef Juncker schließt eine "Umprofilierung" der Schulden nicht aus. 50 Milliarden aus dem Staatsbesitz sollen versilbert werden.

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Ein neuer Hilfseinsatz für das hoch verschuldete Griechenland steht offenbar bevor. Eurozonen-Chef Jean-Claude hat eine "Umprofilierung" der griechischen Schulden nicht ausgeschlossen. "Eine umfassende Umschuldung ist keine Option, sie steht nicht zur Debatte", sagte Juncker nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Möglich sei aber "eine Umprofilierung". Gemeint ist ein Zahlungsaufschub. Dem mit 330 Milliarden Euro in der Kreide stehenden Ägäis-Land soll mehr Zeit eingeräumt werden, seine Schulden zurückzuzahlen und sein Sparprogramm umzusetzen. Wie private Gläubiger dazu gebracht werden sollen, lässt Juncker offen.

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Zunächst müsse Griechenland weitere Schritte zur Budgetkonsolidierung setzen, sagte Juncker. Die Privatisierung müsse ein umfassendes Volumen erreichen. Juncker appellierte an die griechischen politischen Parteien, sich wie in Portugal auf eine gemeinsame Maßnahme zu einigen.

"Die Situation ist schwierig in Griechenland", sagte Juncker nach einem Treffen der Euro-Finanzminister. Ein neues Hilfspaket sei "nicht ausgeschlossen, aber wir haben noch nichts entschieden". Griechenland hatte im vergangenen Jahr internationale Notkredite über insgesamt 110 Milliarden Euro zugesprochen bekommen, kann seinen Schuldenberg aber nicht abtragen.

Umfassende Umschuldung ausgeschlossen

Zunächst will die Regierung in Athen Juncker zufolge den Verkauf von Staatsbesitz vorantreiben. Griechenland hat bereits angekündigt, Staatsbesitz im Wert von 50 Milliarden Euro zu versilbern. "Die Privatisierung in Griechenland ist in Verzug, das muss sich ändern", sagte die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde.
Juncker und EU-Währungskommissar Olli Rehn riefen die politischen Parteien des Landes auf, das Privatisierungsprogramm zu unterstützen.

Eine "sanfte" Umschuldung des Landes werde nicht mehr ausgeschlossen, sagte Juncker. Dazu können Laufzeitverlängerungen für Kredite oder Zinsverbilligungen gehören. Eine umfassende Umschuldung, bei der Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen, schloss er aus.

Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und EZB-Rat Ewald Nowotny glaubt hingegen nicht, dass in Griechenland eine "weiche" oder "sanfte Umschuldung" bevorsteht.

Fekter - Griechen im Status der 70er Jahre

Auch Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hat sich am Dienstag vor Beginn des EU-Finanzministerrats in Brüssel klar gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. "Das schließe ich aus, weil dann würden sie sich noch weniger anstrengen. Und ich bin ja dahinter, dass Griechenland die Hausaufgaben macht", sagte die Ressortchefin". Sie verharren aber derzeit noch in einem Status, den wir in den 70er Jahren hatten. So geht das nicht. Wenn man sich in den Euro hineingeschwindelt hat, muss man eben jetzt seine Hausaufgaben nachholen", sagte die Ministerin.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Österreichs Haftungen nicht schlagend werden, sei "sehr groß". "Bei Portugal sind wir sehr, sehr zuversichtlich, dass sie rasch sich selbst wieder finanzieren können und keine Unterstützung mehr brauchen", sagte Fekter.

Faymann gegen "unsinnige Vorschläge"

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat Rufe nach einem Austritt Österreichs oder auch anderer Länder aus der gemeinsamen Währung Euro am Dienstag eine klare Absage erteilt. "Wir verwehren uns gegen unsinnige Vorschläge", die die Stabilität des Landes "enorm gefährden" würden, erklärte er im Pressefoyer nach dem Ministerrat in Richtung FPÖ. Österreich habe von der gemeinsamen Währung profitiert und nicht zuletzt dank dieser die Krise gut überstanden. Im Vorfeld der Diskussion zum Euro im Plenum betonte Faymann, dass die Stabilisierung des Euro natürlich große Herausforderungen berge. Ein Austritt aus der Eurozone würde aber das Land enorm gefährden.

Der FPÖ, der das Griechenland-Rettungspaket und der Euro-Rettungsschirm ein Dorn im Auge sind, stellen am Dienstag im Nationalrat eine "Dringliche Anfrage" an Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Der Kanzler wird etwa gefragt, wie hoch die von Österreich bisher getätigten Zahlungen an Griechenland tatsächlich waren oder in welchem Umfang die Regierung die Streichung von Sozialleistungen für Zahlungen an "Pleitestaaten" plane.

 

 

(APA/Ag.)

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122 Kommentare
 
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Gast: Öko-Vergelter
18.05.2011 13:05
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Rettung Europas

Die Probleme Europas können durch diverse ökologische Maßnahmen gelöst werden. Z. B. kann man die herkömmlichen Autos durch 0,9-Liter-Autos ersetzen. Und man kann den €uro durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzen. Zudem würde der Stopp der Masseneinwanderung zu einer finanziellen Entlastung führen.

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Zuerst ruinieren die Plutokraten einen Staat und dann plündern sie den letzten Rest! Fazit: Das Familiensilber landet bei den Krisenverursachern!


Gast: Lt. Covenants
18.05.2011 06:21
0 0

Banken-LOBBY-IST Juncker plant "sanfte Umschuldung" für den Pleitstaat Griechenland



In der Marktwirtschaft ist das Ausfallrisiko "das" Regulativ der Kreditvergabe.
Während dubiose Schuldner mit gewaltigem Appetit jede billige Offerte vereinnahmen, zwingt nur das Ausfallrisiko die Gläubigerseite zu kaufmänn. Vernunft.
Ist ein Schuldner dubios, steigen für diesen die Kreditzs u die Volumina der
Kreditvergabe werden verknappt.

Im gegenwärtigen Bankensozialismus werden die marktwirtschaftl. Regeln auf
den Kopf gestellt:
Gefeiert wird jetzt, wenn schlechte Schuldner wieder leicht zu mehr Kredit Zugang erhalten.

Das Spiel:
In einem korruptiv-polit. gedeckten Selbstbedienungsladen werden mittellose
Banken mit billigstem Notenbankkredit aufmunitioniert.
Diese Bkn vereinnahmen ein geschenkte Marge, indem sie die billigst
erlangten Gelder margenstark an dubiose Schuldner durchreichen.
Dabei trifft der Kapitalhunger der Schuldner auf ein Kreditangebot, das vom ungebremsten Margenhunger der Bkn getrieben wird, da das Ausfallrisiko von deren Schultern auf die Allgemeinheit verlagert wird.
Die Folge ist bonusträchtige, ausufernde Kreditvergabe.

Die Kur:
Wie bei jedem Junkie besteht die Kur im Entzug u nicht im Nachschub!
Rückkehr zur Marktwirtschaft - Durchsetzung der Gläubigerhaftung!!

Hat nicht der Finanzfachmann u ehemal. Vizekz Pröll noch vor einigen Monaten
gesagt:
" Das Geld von den Grichn duhn wir mit Zins u Zinseszins zruck kriegn!
Na Sepp was is jetzt?
Bist ebba deswegen aus der Bollitik geflüchtet, weilst nimmer weiter weißt?

Josef P

Gast: ASVG-SKLAVE
17.05.2011 19:49
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Silberflut aus Griechenland - Silberpreis verfällt !

Re: unerwünscht !

Gast: horreia
17.05.2011 18:20
0 1

Österreich hat profitiert, prima! und wie nennt

Faymann dann das, was Griechenland, Irland etc. von der EU hatten? Superprofitiert? Hat Faymann seine Wirtschaftslinke Schieder nachrechnen lassen, wie viele österr. Arbeitnehmer wie viele Prozent Lohn-/Gehaltssteigerung seit 1995 hatten und wieviel dies in anderen Nettozahler EU-Staaten war und wieviel dies in EU-Nettoempfängerländern war.

Faymann sollte vielleicht auch gleich nachrechnen lassen, wieviel Arbeitnehmer aus dem Ausland in dieser Zeit nach Österreich gekommen sind und wieviele der angeblich durch die EU jährlich hinzugekommenen Arbeitsplätze in Österreich von österreichischen und wieviele von Arbeitnehmern anderer Staaten, die dazu nach Österreich gekommen sind, eingenommen wurden.

Mir scheint die EU-Lobhudelei etwas zu groß und angesichts der massiven Finanz-Probleme und der dauernden Einsparungen für österr. Staatsbürger eine Ablenkung von den tatsächlichen Verhältnissen in diesem Staat.

Wenn man sich die heutigen Parlamentsdebattebeiträge von "Wirtschaftsexperten" wie Muttonen, Plassnik & Co. anhört, dann kann man sich vorstellen, warum sich Österreich so entwickelt.

Gast: Bonn
17.05.2011 18:01
1 0

Frau Fekter

Sie soll ihre Linie weiterverfolgen. Die Frau sitzt an der richtigen Stellen. Österreich und Europa werden davon profitieren.

Gast: ASVG-Sklave
17.05.2011 17:59
1 1

Die europaweite Verschuldung

ist die Zechprellerei der internationalen Beamtenmafia bzw. der Privilegienritter.

Oktoberrevolution? Französische Revolution? 1938?

Alles die gleichen Ursachen.

Silberwert...

Der Zeitpunkt erscheint mir bei der jetzigen Marktsituation von Silber sehr eigenartig. Der Silberpreis ist die vergangenen Wochen stark gefallen( ist 33$). Wenn Griechenland jetzt verkauft müssen sie mit Verlusten von ein paar Milliarden Dollar rechnen. Die Zinsen können gar nicht so hoch sein. Egal wer das veranschlagt hat, der gehört mal geprüft.

Antworten Gast: Logologo
17.05.2011 17:58
0 0

Re: Silberwert gefallen, weil Silberschwemme aus Griechenland droht ! Logo?


Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
17.05.2011 18:27
1 0

Re: Re: Silberwert gefallen, weil Silberschwemme aus Griechenland droht ! Logo?

Schmarrn!

Der Silberpreis pendelt sich lediglich dort ein, wo er hingehört:

".........Seit dem Rekordstand in der Vorwoche liegt der Wertverlust bei 22 Prozent. Experten begründen den Rückgang mit den höheren Sicherheitsleistungen für Terminkontrakte....".

Informieren Sie sich über die letzten 3 Wörter es obigen Zitats.

Ansonst:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/657592/Talfahrt-des-Silberpreises-geht-weiter?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/595168/index.do&direct=595168


Re: Re: Re: Silberwert gefallen, weil Silberschwemme aus Griechenland droht ! Logo?

Danke lieber Sklave :).

Re: Re: Silberwert gefallen, weil Silberschwemme aus Griechenland droht ! Logo?

Der Silberwert fällt seit ca. zwei Wochen. Ich kann keinen Direkten Zusammenhang mit der Krise in Griechenland erkennen.

Fekter - Griechen im Status der 70er Jahre

was unsere Beamtenschaft betrifft, hat sich in Klein-Griechenland (=Ö) auch noch nicht wahnsinnig viel getan seit den 70ern...


Gast: JAJA
17.05.2011 17:30
0 0

Jean-Claude privat!

Jean-Claude geht aber ordentlich die Düse !!!

Der Untergang des Euros meine Herr ist "alternativlos"!

Denn jeder der Zins und Zinseszinsrechnung auch nur auf Mittelschulniveau beherrscht dem sollte ein Licht aufgehen. (Aber der Dicke 500 Watt Strahler);-)

Fakt ist: schlechte Zahlen werden nicht besser Nur weil man sie weniger negativ darstellt.

Ein Schuldenerlass wird der einzigste gangbare Weg sein, so bitter das für viele auch sein wird.

Die Renten sind sicher - Ja Ja - sicher nichts mehr Wert - wollte der Urherber dieses Ausspruches wohl sagen.

Alle Rentenfonds stecken weltweit in diesem Finanzgierschlamassel drinnen, und mischen kräftig mit.

Im besten Fall werden die Großaktionäre noch 1/1000 Wert ihres eingesetzten Kapitals wiedersehen. Mal abwarten wann die ersten Hals über Kopf durch Panik getrieben losrenne und somit den Startschuß abgeben, dem alle folgen werden .

Zur Zeitachse: Es wird noch ein bisschen dauern ca. 1,5 Jahre und dann ist endgültig Game Over. -Please insert Coin-

Ich glaube nicht das die griechische Regierung diese Zeitspanne durchstehen wird.

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Nur ein Schuldenerlaß wird Giechenland retten; eine Umschuldung ist zu wenig

Selbst der griechische Ökonom Janis Varoufakis spricht nun offen aus, was seit 3 Jahren jeder wusste: dass Griechenland pleite ist und seine Schulden niemals zurückzahlen kann.
Einzig und allein ein Schuldennachlaß kann Griechenland retten.

http://www.fxstreet.com/news/fore... 22aad96362

Eine Umschuldung, die keinen Schuldennachlaß beinhaltet, wird nichts nutzen.

Die Verschuldung Griechenlands beträgt bereits mehr als 330 Milliarden EUR. Der Schuldennachlaß muß mindestens 50% betragen; macht für die Gläubiger also einen Verlust von mindestens 165 Milliarden EUR.

Das zahlen entweder die Steuerzahler der EU direkt, oder es trifft zuerst die Banken, die dann erst wieder gerettet werden.

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Wer möchte wohl Familiensilber aufkaufen?

So kann man auch einen Staat aufschlucken. Die Griechen sind echt dumm! Deutschland kauft Griechenland ganz auf und die Griechen können keine Traene nachweinen.
Man müsste nur sagen, dass die Deutschen eigentlich fleisige Türken sind. Da gibt es schon Widerstand!

Ein Zinsschnitt wäre durchaus argumentierbar

Das ist nämlich eine ganz interessante Frage beim Kreditwesen allgemein: wenn ein Risikobehahfteter Kredit in einen sicheren (oder zumindest sichereren) Kredit umgewandelt wird, was passiert mit den Risikoprämien?

Man muss sich das mal mit Bezug auf die Banken vorstellen, die ja letztlich so gerettet werden sollen: damit der Schadensfall nicht eintritt, für den die Banken zuvor eifrig Versicherungsprämien in Form von zusätzlichen Zinsen kasiert haben, springen die Euro Staaten ein. Sollen die Banken nun beides bekommen bzw. behalten dürfen?

Wenn die Banken niemals in der Lage und Willens waren, diese Risiken auch zu tragen, diese stattdessen vom Steuerzahler beglichen werden müssten, dann haben die Banken etwas kasiert was nicht ihnen gehört. Das Geld wäre auf Punkt und Komma von den Banken einzutreiben, auch rückwirkend.

Staatsdiener utopische Gehälter und Bestimmungen!

solange die Staatsangestellten diese wahnwitzigen Bezüge und Arbeitsrechte haben soll Griechenland keine Cent bekommen. Da glaube ich schon dass die öffentlichen Mitarbeiter streiken wenn man ihnen diese Privilegien wegnimmt. Wenn ein Portier 70.000 Euro im Jahr verdient oder ein 8 Stunden Arbeitstag davon 4 Stunden Pause sind, bis zu 18 Gehälter im Jahr und der kleine Bauer kaum überleben kann dann müssen die Beamten eben Milch geben! Kein Geld aus der EU, Drachmen zurück, das ist die einzige Chance mit der Zukunft vernünftig umzugehen!

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Staatsdiener utopische Gehälter und privilegien auch bei uns

Alle Punkte, die uns bei Griechenland aufregen, gelten auch bei uns. Teilweise sogar noch in viel größerem Umfang.

Ruhengenüsse der Beamten, Förderungen der Bauern, Zuschuss zur ÖBB, Monopol der Energieversorger, ORF Monopol, Ärztemonopol, Anwaltsmonopol, Apothekermonopol, Monopol der Notare, Monopol der Patentanwälte, Rauchfangkehrer, Zivilingenieure usw usw.

Wer sind eigentlich diejenigen von uns, die die Schulden des Staates Österreich tatsächlich einmal zurückzahlen sollen. Offenbar die verschwindende Minderheit jener Erwerbstätigen, die Nettosteuerzahler sind und nicht durch ein Monopol geschützt sind.

Antworten Gast: Plach2
17.05.2011 16:45
2 0

Re: Staatsdiener utopische Gehälter und Bestimmungen!

Bauern bekommen schon Förderungen.
"Bauernförderungen werden nach Leistung vergeben sagt der Bauernbund". Nachdem Berg- und Kleinbauern weniger "leisten" bekommen sie auch weniger Förderungen.

Bauernförderung:

Hannes E. 132.830 (im Vorjahr 84.267 +58%)
Christa E. 125.311 (44.042 +185%)
Leopold Z. 121.368 (52.239 +132%)
Helmut K. 120.542 (60.274 +100%)
Wolfgang L. 118.840 (41.829 +184%)
Josef K. 116.914 (43.461 +169%)
Annemarie M. 113.425 (50.466 +125%)
Maria S. 113.300 (27.925 +306%)
Karin S. 111.144 (18.992 +485%)
und noch viele weitere Beispiele

Bis 100.000 Einkommen zahlen die Bauern einen kleinen Pauschalbetrag als Steuern. Das heißt: 160.000 Bauern zahlen im Schnitt € 200.- Steuern pro Jahr! Bauern wird die gesamte MÖST rückvergütet.

Antworten Antworten Gast: Kleinbauer
18.05.2011 10:27
0 0

Gewinnpauschalierung; AgardieselVO

Ich schätze mal, dass Sie Ihre Daten aus einer „Qualitätszeitung“ wie Heute oder Österreich haben.

Dass Sie diese „Fakten“ immer wieder ins Forum kopieren, ohne diese kritisch zu hinterfragen, spricht nicht für Sie.

1) Der Einheitswert ist NICHT der Gewinn
2) Bauern bekommen nicht die gesamte MÖSt rückerstattet, sondern nur einen kleinen jährlichen Pauschalbetrag (siehe AgardieselVO)

Sie können nicht einfach den Einheitswert durch 12 dividieren, um den Gewinn eines Landwirten zu berechnen!!

Ein Rechenbeispiel zwecks Verständnis:
Ein Unternehmer besitzt eine Produktionshalle im Wert von 1.000.000,00. Wenn man diesen Wert durch 12 dividiert, erhält man laut Ihrer Berechnungsmethode den Gewinn, den der Unternehmer pro Monat macht.

Der Einheitswert dient nur als Bemessungsgrundlage für die Gewinnpauschalierung. Der Einheitswert einer Liegenschaft wird bewertet nach Bodenbeschaffenheit, Geländegestaltung, klimatischen Verhältnissen und Wasserverhältnissen.

Gewinnpauschalierung ist bis max. EUR 100.000 Einheitswert möglich.
Einheitswert der Eigenfläche minus Einheitswert von Zupachtungen, plus Einheitswert von Verpachtungen ergibt den maßgebenden Einheitswert. Maßgebender Einheitswert mal 39% ergibt den Grundbetrag. Grundbetrag abzüglich/zuzüglich gewinnerhöhende bzw -mindernde Beträge ergibt die Einkommenssteuer.

Quellen: § 17 EStG, § 21 EStG, PauschVO 2011

Antworten Antworten Antworten Gast: Kleinbauer
18.05.2011 10:57
0 0

Re: Gewinnpauschalierung; AgardieselVO

Nachtrag:

Den letzten Berechnungsschritt habe ich in meiner Aufzählung vergessen.

Vom Durchschnittssatz 39% berechnet man 70% und dann erhält man z.B. den Gewinn für Almwirtschaft.

Antworten Antworten Gast: Steuermogler
17.05.2011 17:47
0 1

Re: Re: Diese Schollenhocker kassieren sogar Prämien für nicht gemolkene Milch und nicht gesätes Getreide ! Darauf muß man erst einmal kommen


Gast: Blitzgneisser
17.05.2011 16:30
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Schön blöd, jemandem Geld zu borgen, für den jemand bürgt der selbst keins hat!


Antworten Gast: Plach2
17.05.2011 16:47
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Re: Schön blöd, jemandem Geld zu borgen, für den jemand bürgt der selbst keins hat!

"Wir sind noch blöder"!

Wir haben diese Politiker selbst gewählt, die solche "Geschäfte" machen!

Wahltag ist Zahltag!
(Wer Veränderung will, muss auch Veränderung wählen sonst ändert sich nichts.)

Antworten Antworten Gast: Nichtwähler
17.05.2011 17:50
0 0

Re: Re: Schön blöd, jemandem Geld zu borgen, für den jemand bürgt der selbst keins hat!

Euch ist eben nicht zu helfen !

 
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