Rückkauf von Griechen-Bonds zu Dumpingpreis?

13.07.2011 | 15:05 |   (DiePresse.com)

Über den Euro-Schutzschirm EFSF könnten griechische Staatsanleihen zurückgekauft werden. Auch das Rating "teilweiser Zahlungsausfall" für die Griechen wollen die Euro-Länder in Kauf nehmen.

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Griechenland könnte nach einem Zeitungsbericht mit Hilfe der Euro-Länder über ein umfangreiches Rückkaufprogramm von Staatsanleihen zu Dumpingpreisen geholfen werden. Diskutiert werde ein Konzept, dass der griechische Staat auf dem Sekundärmarkt Staatsanleihen zurücknimmt und dafür im Durchschnitt 50 Prozent des Nominalwertes zahlt, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Mittwoch.

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Das Geld für den Rückkauf der Bonds solle über den Euro-Schutzschirm EFSF kommen. Ein solcher Schritt würde eine Art Schuldenschnitt bedeuten. Der Zeitung zufolge wäre eine Mehrheit der Euro-Länder bereit, in diesem Zusammenhang auch zu akzeptieren, dass die Anleihen zeitweise als "teilweiser Zahlungsausfall" eingestuft würden. Dagegen protestiert die EZB, deren Haltung aber von der Euro-Gruppe nicht mehr akzeptiert wurde.

Schritt gegen Widerstand der EZB

Mit diesem Schritt würden sich die Euro-Länder gegen die EZB stellen. Die dramatische Situation in den Krisenländern zwingt offenbar zu dieser Vorgangsweise. Die Euro-Gruppe erklärte in der Nacht zum Dienstag, angesichts der Ansteckungsgefahr für andere Staaten würden "Flexibilität und Umfang" des Rettungsfonds EFSF erweitert. Nach Angaben aus Kommissions- und Regierungskreisen konzentrieren sich die Überlegungen auf den Rückkauf von Anleihen durch die griechische Regierung. Deshalb soll das geplante zweite Griechenland-Paket größer als die bisher geplanten bis zu 115 Milliarden Euro ausfallen.

Die Euro-Finanzminister hatten bei ihrem jüngsten Treffen angesichts der drohenden Staatspleite Griechenlands auch eine Umschuldung nicht mehr, wie früher, ausgeschlossen. Die EU-Staats- und Regierungschefs werden wegen der Krise womöglich am Freitag zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammentreffen. EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte, die Krise sei jetzt systemisch, also auf die gesamte Euro-Zone übergeschwappt. Die gesamte europäische Wirtschaft sei in Gefahr. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte erklärt, es müsse schnell etwas geschehen, um wieder Vertrauen an den Finanzmärkten zu schaffen. Die Schuldentragfähigkeit Griechenlands müsse wiederhergestellt werden.

(APA)

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226 Kommentare
 
1 2 3 4 56

Re: Und das Land der Töchtersöhne wird mitlöhnen!

i glaub der HAA Fall ist schlimmer!

Seltsame Logik:

1. weil die Republik mit der HAA sehr viel Geld verliert, sollen wir für Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Italien mitlöhnen? Aus dem Gegenteil wird ein Schuh!

2. Kommunalkredit vergessen?

3. Der Nationalrat hatte mehr als 1 Jahr Zeit Haftungszusagen von Gemeinden und Ländern zu beschränken. Auf Grund der Vorfälle in Kärnten (Wien hängt auch ganz schön) hätte schon längst etwas unternommen werden müssen!!!!
Geschehen ist nichts. Damit hat die Republik unmittelbare Mitverantwortung , leben wir doch in einem gemeinsamen Staat mit klaren Zuständigkeiten.


Re: Re: Und das Land der Töchtersöhne wird mitlöhnen!

Ja und? Um unsere eigene politische Misswirtschaft zu kümmern ist wohl eine Sache, auch noch für eine andere zu zahlen eine ganz andere.

Die Hypo AA ist übrigens nicht der größte Sanierungsfall der Schuldenkrise, die ist nämlich die Kommunalkredit. Da wird ein zweistelliger Milliardenbetrag abzuschreiben sein nur wird das im Gegensatz zur Hypo-Geschichte medial unter den Teppich gekehrt, weil da das Parteibuch der Verantwortlichen (Bildungsministerin Schmied war im Vorstand) nicht passt.

Gast: Vergönns euch
13.07.2011 18:47
0

Mit meinem Geld

als Schutzschirm werdets aber bald selbst wie die begossenen Pudel da stehn.

Gast: True lies
13.07.2011 18:40
3

Ich will endlich hören

dass die EU am Ende ist, der € nicht mehr zu retten ist und wir so wie diverse andere EU Staaten total pleite sind. Muss man euch Feiglingen denn immer die Würmer aus der Nase ziehen.

Antworten Gast: Robbespierre
13.07.2011 22:44
0

Re: Ich will endlich hören

Bitte:
EU am Ende!!!
EURO nicht mehr zu retten!!!
Wir alle, Sie und ich, pleite!
Machen wir reinen Tisch wie 1794!

Re: Ich will endlich hören

und warum wollen sie das hören?

Re: Re: Ich will endlich hören

was sind Sie eigentlich für einer?

Gast: euros
13.07.2011 18:33
2

die EZB ist die Hüterin des Euro

Wenn sich die Euroländer gegen die EZB stellen, dann wollen sie ihre eigene Haut retten und der Euro ist ihnen wurscht und bleibt auf der Strecke.

Die EZB hat ihre Bilanzsumme während der Krise verfünffacht.

Um einige Euroländer vor dem Konkurs zu bewahren, hat sie massenhaft Schundpapiere (vorübergehend) in ihre Bilanz genommen und dafür gute Euro hergegeben.

Jetzt hat die EZB den schwarzen Peter in der Hand und die Euro-Regierungen lassen sie in Stich. Wahrscheinlich wollen sie von ihren Versprechungen gegenüber der EZB nichts mehr wissen.

Im Interesse aller Sparer in der EU sollten die Leute hinter der EZB stehen und nicht hinter Verschwender-Regierungen.


Wieso sollte man hinter einer Bank stehen die Schundpapiere in Massen gekauft hat?

Die EZB hat sich den Banken und Konkursstaaten verpflichtet gezeigt, damit mehrfach ihr eigenes Statut gebrochen und die Konkurse verschleppt. Sie hat keinerlei Anspruch auf Vertrauen der europäischen Steuerzahler, denn die zahlen dieAusfälle mit ihren Steuern via Nachschüsse aus Budgetmitteln. Oder meinen Sie das Geld das bei einem haircut vernichtet wird ersetzt der liebe Gott?

Antworten Antworten Gast: euros
13.07.2011 20:48
0

Re: Wieso sollte man hinter einer Bank stehen die Schundpapiere in Massen gekauft hat?

Nicht der EZB zuliebe und auch nicht dem Euro zuliebe.
Allein zuliebe aller Ersparnisse der Eurobürger.

Re: Wieso sollte man hinter einer Bank stehen die Schundpapiere in Massen gekauft hat?

manche glauben sogar, das Problem löst man mit dem Schilling. stand wahrscheinlich mal in der Krone so.

Re: Wieso sollte man hinter einer Bank stehen die Schundpapiere in Massen gekauft hat?

Kein Wunder, in der EZB hocken ha azch lauter korrupte Betrüger.

Triche(t) heißt Betrug auf französisch...

nomen est omen

Wie eine tibetanische Gebetsmühle,

"... es müsse schnell etwas geschehen, um wieder Vertrauen an den Finanzmärkten zu schaffen."

Der alte Hut war doch bereits die Kernaussage und das erklärte Ziel seit Anbeginn der Krise für ALLE EU-Maßnahmen. Und ALLE Maßnahmen haben bisher nur das Gegenteil bewirkt.

Kreditgeschäfte sind ein sehr sensibles Geschäft, wo nicht nur ausschließlich Fakten, sondern auch etwas Glaube und Vertrauen in den Kreditnehmer mitspielen. Und wer sollte jemanden, welcher (am Anfang) ungefragt eine Hilsmaßnahme beschließt und diese Maßnahme bereits im Vorfeld als "wird nie notwendig, dient nur der Beruhigung" deklariert, vertrauen?

Das Kernproblem ist die Überschuldung, zum Sekundärproblem haben sich die auf Seiten der EU-Staaten ungefragt handelden Personen selbst gemacht. Und sie sind damit nicht mehr eventuelle Problemlöser, sondern bereits ein Teil des Problems.

Antworten Gast: newy
13.07.2011 21:12
0

Re: Wie eine tibetanische Gebetsmühle,

Das Vertrauen der Finanzmärkte erwirken! Seit wann müssen wir uns das Vertrauen eines Marktes erarbeiten. Die Institutionen und Personen hinter diesem Markt haben sich unser Vertrauen nicht verdient. Bis vor 25 Jahren waren die Finanzmärkte nur Hilfen für die reale Wirtschaft, heute hat es sich anscheinend umgekehrt. Wir müssen uns vor diesen anonymen Gruppen erniedrigen und deren "Erwartungen" erfüllen. Das System ist krank, aber welchen Politiker berührt das schon. Man sehe sich nur an wo die meisten Politiker nach ihrer politischen Karriere enden, dann weiss man auch wer die Politik macht (und nicht nur in Oesterreich) das ist mittlerweilen auf der ganzen Welt so. Deshalb sind wir auch in dieser schei..s Situation.

Re: Re: Wie eine tibetanische Gebetsmühle,

Das "müssen" ist leider eine Begleiterscheinung des "Schuldenmachens". Denn es geht ja weniger um die Zahlungen zu bereits gemachten Schulden, sondern hauptsächlich(!) um NEUE Schulden!

Re: Wie eine tibetanische Gebetsmühle,

man muss nicht schnell was machen, man muss die riesigen angehäuften Geldmengen zähmen, sonst wird man nie sicher sein!

Ein Marktpreis ist eben kein Dumpingpreis -

was soll diese begriffliche Schlamperei?

Re: Ein Marktpreis ist eben kein Dumpingpreis -

@ Solon

Wenn der Leichnam bereits zu stinken begonnen hat dann ist der Marktpreis sehr wohl ein Dumpingpreis.

Willkommen in der Realität . . .

Liebe Politiker, Banker und Journalisten

Sagt dem Volk doch endlich die Wahrheit. Es ist wie mit den kleinen (oder nicht mehr ganz so kleinen Kindern) zu Weihnachten. Irgendwann ist der Punkt erreicht an dem die Kinder wissen dass es das Christkind nicht gibt, aber die Eltern meinen diese Tradition aufrechterhalten zu müssen.
Das Volk weiß bereits wo wir stehen.

Gast: grau
13.07.2011 17:27
1

ÄÄUUU heiß ich



WO WOA MEI LEISTUNG ?

Gast: Eurrora
13.07.2011 17:02
2

Was soll das Theater ,denn das Geld ist futsch

und es wäre besser jetzt einen Schlußstrich zu ziehen ,als ständig mit NEUEN Papieren die Menschen für dUMM verkaufen.

Antworten Gast: _hw_
13.07.2011 17:12
1

Re: Was soll das Theater ,denn das Geld ist futsch

Schreibens das den FinanzministerInnen, oder besser gleich den PensionistInnen, BeamtInnen und MindestsicherungsempfängerInnen, den dort wird man in Zukunft kürzen müssen um keine NEUEN Schulden machen zu müssen. Sie sehen da kommt gar keine Währung oder EU vor. Ja wie gibts den das?

Wo ist der Hacken?

Es wird doch keiner glauben, beim Handel mit Griechen-Bonds zu Dumpingpreisen wollen die Banken nichts verdienen.
Der Ackermann wird sich schon die Hände reiben.

Das Experiement ist gescheitert

EU als Idee formidabel, aber was ist von Allem noch über? Jede aber auch jedweiige Idee scheint gescheitert...Dank unser Politiker....! Europa R.I.P

Antworten Gast: _hw_
13.07.2011 17:09
1

Re: Das Experiement ist gescheitert

die EU funktioniert!
der euro funktioniert, gescheitert ist die schuldpolitik von gemeinden, ländern, staaten!

Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
13.07.2011 22:46
1

Re: Re: Das Experiement ist gescheitert

Nein, von Wählern wie ihnen und mir. Die das verbrochen haben, haben wir gewählt!

Re: Das Experiement ist gescheitert

Heisst nat. Experiment, sorry...

Vor nichts hat Juncker mehr Angst ...

... als davor, wieder nur Bürgermeister von Luxemburg zu sein.

Antworten Gast: Vogel Strauss
13.07.2011 16:41
2

Re: Vor nichts hat Juncker mehr Angst ...

Noch mehr hat er Angst, dass 'seinen' Banken was passieren könnte ... mit dem Geld der anderen lässt sich gut sanieren und retten!

Die Euro-Länder stellen sich gegen die EZB

Letztere ist überwiegend im Eigentum der Euro-Länder.
Arme Engländer. Die hätten gleich den Euro nehmen können. Aber dafür werden sie (bzw. ihre Banken) in Irland aus dem Gröbsten rausgerissen.

Gast: EFF EFF
13.07.2011 15:48
0

Mein Kasse hat das Thema satt.

Statt politische Mittel zu ergreifen, lassen sich Dilettanten der Eurogruppe auf das Spiel der Spekulanten nach deren Plänen und Regeln ein.
Von den milliardenschweren Anstrengungen der Europruppe kommt bislang überhaupt nichts rüber.

Und erst jetzt wo der Währungskrieg auf Kernländer der Eurozone mit aller Macht übergreift, denkt die Eurogruppe ernsthaft darüber nach das periphäre Griechenland zu retten.

Statt von Rettung oder Ansteckungsgefahr zu sprechen, gibt das Bild des Dominoeffekts eine treffendere Darstellung. Der griechische Dominostein ist in die stabile, horizontale Lage gekippt und nun fallen die nächsten.

jetzt ist die Katze aus dem Sack

die österreichischen Steuerzahler zahlen für die Schulden der Griechen. Von wegen"Schutzschirm" gegen böse Spekulanten und Ratingagenturen, billige "Kredite" damit sich die armen Griechen "refinanzieren" können. Die, denen die Schulden schon bis zum Hals stehen, zahlen noch für die absaufenden Bilanzschwindler.

Gast: eubadnwes
13.07.2011 15:35
5

griechenland, irlandu.portugal waren nur kleine euro häppchen für die banker- jetzt kommt erst die hautspeise mit italien, frankreich, spanien und als draufgabe D. u.österreich

hat denn wirklich wer geglaubt,dass diese eu und brüssel dieses eurofinanzdesaster lösen können. die eu und der euro sind ja selbst das problem. der euro wurde über die volkswirtschaftlich völlig unterschiedlichen länder drübergestülpt und das desaster sieht man ja nun. die südlichen eu- und östlichen länder haben auch ohne euro ganz gut gelebt und gewirtschaftet. natürlich waren sie nie mit den mittel-und westeuropäischen ländern vergleichbar. aber das interessiert ja in wirklichkeit niemanden. es ging und es geht einzig alleine um die steuergelder der wohlhabenden ländern wie österreich und deutschland- und die kann man nun optimal und wie man sieht sogar mit höchsten tempo in die bankenmärkte umverteilen. dass dadurch die deutschen und österreichischen arbeitnehmer unter die räder kommen, wa von vornherein absehbar. aber unsere spö politiker haben aus lauter brüssel und bankenhörigkeit mitgemacht und das arbeitende asvg volk an diese bankenmärkte verscherberlt. die SPö ederer hat sogar, dass volk mit einem 1000er ersparnis für blöd gehalten- was wurden aus dem ederer1000er- es wurden mittlerweile milliardenbelastungen und mrd. steuergelderhaftungen für die österreichischen steuerzahler u.Arbeitnehmer. von den vielen asvg pensionskürzungen und asvg pensionsverschlechterungen im rahmen dieser massiven eu sozialabbau- und bankenlobbypolitik ganz zu schweigen. die SPÖ mit einem SPö kanzler faymann u. SPÖ sozialminister hundstorfer haben ihre soziale basis völlig verloren.

Was aus dem 1.000er wurde?

Er ist endlich angekommen.
Jeder Österreicher darf jährlich EUR 1.000,00 an die PIGS abliefern.
Nachdem wir in einer Demokratie leben und die Bürger die Regierungsparteien immer wieder bestätigen (zuletzt in St.Pölten) wird das wohl der Wille des Volkes sein.

Antworten Gast: _hw_
13.07.2011 16:06
1

Re: griechenland, irlandu.portugal waren nur kleine euro häppchen für die banker- jetzt kommt erst die hautspeise mit italien, frankreich, spanien und als draufgabe D. u.österreich

unglaublich welch stuss geschrieben wird!
warum schreiben sie nicht, dass die vergangenen regierungen für steuerzuckerl immer mehr geld aufgenommen haben!

das hat mit EU und euro nichts zutun.
gäbs noch schilling, drachmen, lira, ....
es gäbe bereits massive abwertungen und damit verluste, also nichts anderes als einen haircut.

bevor sie irgendwo schuldige suchen, klopfen sie bürgermeister, LH und BK, welche farben auch immer, auf die finger damit sie keinen neuen schulden machen. das ist die lösung und nicht der schilling!

Gast: ASVG-Sklave
13.07.2011 15:35
5

laust mich der Affe?


Also ganz langsam: Ich schulde jemanden € 1.000 und "kaufe" diese Schulden" zum halben Preis zurück.

Hmm, einmal ganz ehrlich: Hier wird man für "deppert" gehalten. Diese kryptischen Phrasen und Codewörter gehen einem richtig auf den ........

Re: laust mich der Affe?

Die 500 Euro aber leihe ich mir zuvor noch von dem, dem ich 1000 schulde ...

Weil der die 1000 aber nie hatte, muß er nun schauen, daß er 500 (verlorenen Euro) auftreibt, die er jetzt wirklich Schulden hat, weil er sonst pleite geht.

Antworten Gast: trader1
13.07.2011 18:48
1

Re: laust mich der Affe?

absolut richtige und bemerkenswert kurze analyse des problems :-)

kompliment ....

Re: laust mich der Affe?

Im Grunde haben Sie schon recht, es ist aber tatsächlich ein wenig komplizierter, daher die "Codewörter".
Die Anleihe ist ein "Schuldschein". Der Kreditgeber bekommt dafür jährlich n% "Zinsen". Am Ende der Laufzeit wird der ursprüngliche Betrag fällig (ist also die Tilgung).
Der Staat "kauft" den Schuldschein zum halben Preis zurück und muss damit die Zinsen in den nächsten Jahren nicht bezahlen und dann (am Ende der Laufzeit) nicht tilgen.

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
13.07.2011 18:02
0

Re: Re: laust mich der Affe?

und was würde sich dadurch ändern? (Außer der Zeitpunkt der Zinsenzahlung?)

Re: Re: Re: laust mich der Affe?

Ich bin mir nicht sicher, wo das Missverständnis liegt. Ich vermute, in der Höhe der "Rückkaufkosten".
Also: Sie kaufen vom Staat eine 5-jährige Anleihe (sagen wir 1.000,-). Jedes Jahr bekommen Sie dafür den beim Kauf vereinbarten Zins (5%). Nach 5 Jahren bekommen Sie die 1.000,- zurück.
Zinszahlung und "Rückkauf" am Ende hat *nichts* mit dem Anleihenkurs zu tun. D.h. wenn zum Ende der Laufzeit die Anleihe zu 900,- gehandelt wird, bekommen Sie trotzdem die 1.000,-

Bei der im Artikel beschriebenen Vorgangsweise würde GR die Anleihe vor der Endfälligkeit zurückkaufen, dies jedoch zum (oder zumindest annähernd) aktuellen Anleihenkurs. Wenn der nur noch 75 oder gar 50% der ursprünglichen Summe "Wert" ist, ist da schon sehr viel gespart!

Gast: DI
13.07.2011 15:33
3

Euro-Länder gegen die EZB stellen

jetzt gegen sie aufeinander los. Morgen die Deutschen gegen die Franzosen? Jedenfalls ein deutliches Zeichen für den Schlussakt.

Schöne Pleite...

Na das ist dann der Einstieg in den Ausstieg, und damit des Rückzugs der Eurozone von der monetaristischen Weltbühne. Und alles auf Kosten des Steuerzahlers, nur weil die Banken nicht mit Geld umgehen können.

Was für ein Chaos...

Gast: Desinfoterminator
13.07.2011 15:19
2

Wenn Blinde über Farben reden hört, ist man in Brüssel!

Die Marktgesetze werden auf Wunsch der EU-Bonzen, die einen Unsinn nach dem anderen verzapfen Pause machen, das glaubt man offenbar in Brüssel.

Nur wird es nicht so ein. Wenn massiv griechische Anleihen gekauft werden, dann steigt der Preis für diese mit Sicherheit viel stärker an, als dass man beim Rückkauf mit dem halben Nominalwert auskommen könnte. Man darf doch bitte nicht vergessen, dass die Aufschläge auf neue Anleihen sofort sinken, wenn es zu massiver Nachfrage nach griechischen Anleihen kommt und sinken die Aufschläge auf die neuen Anleihen, so verteuern sich die alten sprunghaft.

Es gäbe einen klugen Ausweg aus der Krise, aber dieser würde ganz anders aussehen und den verrate ich nur gegen eine fette Honorarnote.

Gast: _hw_
13.07.2011 15:16
0

zahlungsausfall

wenn, die griechen die anleihen zum marktpreis zurückkaufen, kann man doch nicht von einem zahlungsausfall sprechen.
gerade unternehmen bedienen sich auch sehr gern diesen schritt.

Gast: grau
13.07.2011 15:12
5

SCHLUSS MIT DEM EXPERIMENT !



WEG MIT DEM EURO !

HER MIT DEM SCHILLING !

und die griechen und anderen betrüger können meinetwegen in ewigkeit in schuldknechtschaft verharren !

Antworten Gast: _hw_
13.07.2011 15:18
0

Re: SCHLUSS MIT DEM EXPERIMENT !

niemand will den schilling und keiner braucht ihn.

Das ist aber nur noch üble Polemik.

... wir wollen - wie schon vor dem Euro die DM auf der Schilling draufsteht. Ist Ihnen das jetzt recht?

Antworten Antworten Antworten Gast: _hw_
13.07.2011 17:16
0

Re: Das ist aber nur noch üble Polemik.

aha, und dann glauben sie tollpatsch, zahlungsausfälle (heißt halt dann abwertung) gehen spurlos an AT, DE vorbei?

Griechenland ist inzwischen ein Detail.

Italien wird den Euroraum sprengen. Besonders Frankreich wird sehr schnell ins schwanken kommen!

 
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