Griechenland-Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten

13.09.2011 | 18:32 |  WOLFGANG BÖHM UND EVA MALE (Die Presse)

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel versucht am Dienstag zu beruhigen, aber ein Staatsbankrott Griechenlands ist für Berlin kein Tabu mehr.

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Wien/Berlin. Der von zahlreichen Experten befürchtete Staatsbankrott Griechenlands würde Österreichs Volkswirtschaft 40 Milliarden Euro kosten. Das ist eine Schätzung des Finanzministeriums. „Wir haben bereits zu Beginn der Krise die Szenarien durchgerechnet“, so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der „Presse“. Damit sei schon damals klar gewesen, dass eine Teilnahme am Hilfspaket deutlich günstiger sei.

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Österreich hat sich bisher mit 1,2 Milliarden Euro am Griechenland-Hilfspaket beteiligt. Insgesamt sollen es 2,3 Milliarden an Krediten werden. Freilich wäre auch dieses Geld großteils verloren, wenn Athen zahlungsunfähig würde. Nach der Berechnung des Finanzministeriums würde die Griechenland-Pleite Österreich sofort fünf Milliarden Euro kosten. Die Gesamtsumme von 40 Milliarden Euro enthält auch den indirekter Schaden durch Einbrüche bei Exportgeschäften, Kosten für Banken und dergleichen.

Nachdem der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bestätigt hatte, dass sein Ministerium ebenfalls eine Pleite durchrechnete, versuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag zu beruhigen. „Ich glaube, wir tun Griechenland den größten Gefallen, indem wir wenig spekulieren, sondern Griechenland ermutigen, die Verpflichtungen auch umzusetzen, die es eingegangen ist.“

Merkel mahnte zu besonnener Wortwahl im Zusammenhang mit der Krise und wies Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands zurück. Mit dem Euro entscheide sich auch die Zukunft Europas, so die Kanzlerin in der ARD, „was wir nicht brauchen können, ist Unruhe auf den Finanzmärkten. Die Unsicherheiten sind schon groß genug.“

Dabei hatte gerade ihr Wirtschaftsminister, Philip Rösler vom Koalitionspartner FDP, die Spekulationen angeheizt, indem er als Erster öffentlich von einer möglichen Pleite Griechenlands sprach. In einem Beitrag für die „Welt“ erklärte Rösler, es dürfe „kurzfristig keine Denkverbote mehr geben“, weshalb auch an eine geordnete Insolvenz gedacht werden müsse.

Finanzminister Schäuble hat gleichzeitig bestätigt, dass sich die Regierung auch auf einen Staatsbankrott vorbereitet. „Das wäre ja eine schlechte Regierung, wenn sie sich nicht auch auf Dinge, die man sich gar nicht vorstellen kann, vorzubereiten versucht, so gut es geht.“

CSU will über Pleite reden

Die Uneinigkeit innerhalb der deutschen Regierung, für die die Krise in der Eurozone zur Dauerzerreißprobe wird, zeigte sich deutlich an den Reaktionen auf Röslers Äußerung: Während Merkel und Schäuble auf Distanz gingen, sprang – neben einigen Politikern aus FDP und CDU – auch CSU-Chef Horst Seehofer dem Wirtschaftsminister bei. Er zeigte sich „froh, dass jetzt in den letzten Tagen diese Gedanken auch ausgesprochen wurden“. Der CSU-Vorstand beschloss am Montag mit Blick auf Griechenland, dass „Eurostaaten, die sich nicht an die gemeinsamen Regeln der Haushaltsdisziplin halten und dadurch sich und die Währungsunion in Schwierigkeiten bringen, damit rechnen müssen, die Währungsunion zu verlassen“.

Obama warnt Europa

Die USA erhöhen indes den Druck auf Europa. US-Finanzminister Timothy Geithner reist am Freitag eigens zu einem Treffen seiner europäischen Amtskollegen nach Polen.

Nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama ist die europäische Schuldenkrise eine Gefahr für die Weltwirtschaft, wie er in einem Interview erklärte. Das Kernproblem sei, dass es zwar eine Gemeinschaftswährung, aber keinen gemeinsamen wirtschaftlichen Rahmen gebe. Der US-Präsident forderte die Europäer zum entschlossenen Kampf gegen die Schuldenkrise auf, weil die Krise auch Auswirkungen auf die USA habe.

Auf einen Blick

Österreich hat sich bisher mit 1,2Milliarden Euro am Griechenland-Hilfspaket beteiligt. Insgesamt werden es 2,3 Milliarden werden. Falls dieses Geld einmal zurückgezahlt wird, könnte die Hilfe mit den Zinsen sogar ein Geschäft werden. Wenn nicht, muss ein Teil dieser Summe aber zum volkswirtschaftlichen Schaden von 40Milliarden Euro durch einen Bankrott des EU-Partners addiert werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2011)

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202 Kommentare
 
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Diese Kosten haben wir sowieso!

Griechenland kann doch seine Verbindlichkeiten längst nicht mehr begleichen! Wenn der Euro-"Rettungsschirm" den Griechen dafür Geld gibt, dass sie damit Zahlungsfähigkeit vortäuschen, so ändert das überhaupt nichts daran, dass Griechenland völlig pleite ist!
Daher sind die Kosten der Griechenlandpleite absolut unvermeidlch, dazu kommen nun noch die bald ebenso großen Kosten für den Rettungsschirm, der nichts rettet, sondern von den EU-Ländern, die noch Kredit haben, immer mehr Geld absaugt, bis die selbst auch pleite sind!

diese Kosten haben wir sowieso


Gast: Staatskanzler007
14.09.2011 20:22
3

Alles Lüge

Austritt jetzt, ohne wenn und aber!

Völlig zutreffend! Man hat uns in die EU hineingelogen ("besser gemeinsam als einsam", Ederer-Tausender, Gequassel vom "erfolgreichen" Verhandlunsgergebnis, welches in Wahrheit nur mehr erbärmlich war - so schlecht wie Mock und Co hat kein einziges anderes Land verhandelt), man hat uns in den Euro hineingelogen ("Die Schweiz wird auf Knien flehn, doch dabei sein zu dürfen" etc.), man hat uns - am Volk vorbei - in die "Rettungsschirme" hineingelogen ("eh nur Haftungen, wird eh NIE schlagend" etc pp).
Es ist alles erstunken und erlogen, wir werden fortlaufend zur Kasse gebeten - Fordere daher den sofortigen Austritt aus der EU und eine Wiederbelebung der EFTA.

Re: Alles Lüge

Aber das Geld, das das exportorientierte Österreich in der EU verdient hat, behalten wir schon. Ein Austritt aus der EU ist wirtschaftlicher Selbstmord, die Schweiz ist über Sonderverträge faktisch in der EU dabei ohne Mitglied zu sein. Schauen Sie sich einmal die Aussenhandelsbilanz von Österreich mit EU-Ländern an...
Sie können dann gerne auf den Almen für ein paar Öko-Touristen jodeln, ich hingegen würde meinen Arbeitsplatz gerne behalten, der allerdings im Austrittsfall samt Produktion ganz schnell abgewandert wäre...

Re: Re: Alles Lüge

Eigentlich geht es gar nicht um den Austritt aus der EU, sondern um den unvernünftig groß aufgeblasenen Euroraum. Wenn der auf ein vernünftiges Maß redimensioniert wird, bekommen sowohl die einen als auch die anderen wieder Luft für eine Erholung!

Die Behauptung, dass dabei die EU auch ein Ende finden würde, ist purer Unsinn, schließlch gibt es ja auch jetzt eine ganze Reihe von EU-Staaten, die nicht den Euro haben und damit besser fahren als die anderen!

Wahr ist vielmehr, dass die kopflose EU-Politik mit dem unsinnigen Rettungsschirm und dem die griechische Wirtschaft völlig in den Abgrund reissenden Sparpaket unweigerlch zu weiteren Staatspleiten führen muss und damit die EU wirklich an ihr Ende bringt!

Nur die Teilung des derzeitigrn Euroraumes in einen Hartwährungsblock und einen Abwertungsblock könnte das Überleben der EU noch retten!

Das sind ....

.... alles nur Schauermärchen, um uns bei der Stange zu halten. Wenn die Griechen nicht aus dem Euro gehen, dann sollten wir das tun. Soll doch die EU alleine pleite gehen ! In Wahrheit fürchten die Nettoempfänger nur um die Nettozahler !

Re: Das sind ....

Haben Sie die Reaktionen der Griechen auf die Austrittsforderungen gehört? Von wirtschaftlichem Selbstmord bis zu Befürchtungen das BIP könnte sich halbieren war alles dabei, nur gefreut hat sich keiner...Was würde denn Österreich dann machen, wenn alle Produkte die exportiert werden sollen, plötzlich für den Euroraum verzollt werden müssen?

Re: Das sind ....

Es fürchten sich auch die Politiker nach einer Pleite etwas weniger im Börserl zu haben, darum wird gerettet, gerettet, gerettet,....
Noch mitnehmen was zu haben ist - diese Mentalität behalten diese "Sektenmitglieder so lange, bis das Volk sich die Ausbeutung nicht mehr gefallen läßt!

Gast: Eso-Vergelter
14.09.2011 19:22
0

Gegen Merkel

Es ist ganz wunderbar, dass sogar innerhalb der CDU immer mehr Politiker gegen Merkel sind. Griechenland soll raus aus der €urozone. Und der €uro soll durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt werden. Zudem müssen die herkömmlichen Motoren durch Keppemotoren ersetzt werden. Diese sind 10-mal effektiver. Siehe dazu
www.keppemotor.com/ge/

Re: Gegen Merkel

Bei dem angegebenen Link erfährt man zwar nicht, wie der Keppemotor funktioniert, es gibt aber eine Tabelle, aus der man sieht, dass es nur Kleinstmotoren mit einer Leistung zw. 10,3 und 43,6 w gibt, die miserable Wirkungsgrade zw. 47 und 78 Prozent haben. Herkömmliche Elektromotoren kommen spielend über 90 % Wirkungsgrad!
Der Keppemotor ist zu vergessen!

Gast: gast12345
14.09.2011 18:50
4

Wie kommen die auf 40 Millarden

Nehmen wir an wir verlieren 2,3 Milliarden die wir den Griechen schon "geschenkt" haben, weitere 2 durch ONB und dann nochmals ca 3 Millarden der Banken falls die überhaupt soviel noch haben und net schon einen Großteil verkauften. Das Außenhandelsvolumen mit Griechenland Export nach Griechenland ist laut Statistik Austria 2010 bisserl mehr wie 500 Millionen gewesen weiß zwar nicht wie hoch unsere Beteiligung der EZB sind konnte das jetzt nicht finden aber sagen wir wir sind mit 2,3% (10tel von D) dabei, das heißt wenn die EZB Anleihen in der Höhe von 50 Millarden hält dann müssen wir für 2,3% geradestehen d.h ca. 1,15 Millarden
Alles in allem sind das 8,95 Millarden sagen wir runde 9 ist ne schöne runde Zahl.
Also 9 Millarden wenn wir alles Zahlen müssen.
6 wenn die Privat-Banken nicht mit gerechnet werden.

Ist zwar für uns sehr viel 9 Millarden durch jeden Österreicher (1Q 2011 8.404.252) sind das rund 1071 Euro.
Ohne Privatbankenanteil : 714 Euro

Wie kommen die Herrn da auf 40 Millarden das ist das 4,5 fache.
Also bitte legt die Zahlen offen wie das berechnet wird aber ihrgendwelche Zahlen zu schreiben ist mehr als Panikmache......

Re: Wie kommen die auf 40 Millarden? Berechtigte Frage!

Das ist der übliche primitive Schmäh der Politik, zuerst mit Schauermärchen Panik erzeugen, um dann als der große Retter in der Not gefeiert zu werden, wenn es nicht ganz so schlimm kommt......

Oft hilft nur eine Amputation

eines Beines, um den Menschen vor dem Tod zu retten. Im übertragenen Sinn bedeutet dies: Besser man schickt Pleiteländer in den Konkurs um den Euro/ die EU am Leben zu erhalten. Dies sagt einen der Hausverstand. Nur diesen gibt es offensichtlich derzeit bei den regierenden Politikern nicht.

Re: Oft hilft nur eine Amputation

Der Amputationsvergleich hinkt leider, denn die Wirtschaft der Nationalstaaten ist so vernetzt, das keine saubere Trennung vollzogen werden kann...Genau so wie Österreich im Austrittsfall mit Sicherheit keine Insel der Seligen, sondern wohl eher ein Entwicklungsland mit massiv abwandernden Arbeitsplätzen wäre...Denn die Sonderverträge die die Schweiz zu einem quasi EU Land machen würde Österreich wohl eher nicht abschließen können...

Gast: Karl-Ludwig
14.09.2011 17:20
2

40 Milliarden.....

Auch "die Presse" schließt sich immer mehr den volksverblödenden Politikern und Medien an. "Griechenland Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten" als Titelzeile im Economist ist reinste Manipulation. So wie "es gibt keine Alternative zum Rettungsschirm". Sicher wird es auch bald heißen "es gibt keine Alternative zu den Eurobonds".
Natürlich nicht die geringsten Hinweise wie sich denn diese Summe zusammensetzt - andererseits wenn man die inflationstreibenden Maßnahmen der FED und EZB so betrachtet ist die Summe bald sowieso ein Klacks......

wers glaubt

warum nicht gleich 400 milliarden - würde doch beindruckender wirken. im grunde ist das genauso so ein schmäh für naive gemüter wie der schmäh das wir ohne eu beitritt untergehen.

Re: wers glaubt

Aber Argumente für Ihre Aussage können Sie nicht bringen. Schon einmal in der Aussenhandelsbilanz von Ö nachgeschaut, wie gut Österreich bis dato in der EU verdient? Weniger naive Gemüter versuchen sich zu informieren, bevor Sie derartiges zum Besten geben.

Gast: TirolerBergbauer
14.09.2011 15:59
3

Sollen die Bankster doch von Haus zu Haus und Hof zu Hof betteln gehen

um Geld für deren Krisenbewältigung zu bekommen. Dann würde ich sie nämlich richtig mit der Rute wegjagen.

Über den Staat als Hintertürl Geld einem wegnehmen ist unverschämt. Sollen`s doch direkt kommen.


Antworten Gast: Febobo
14.09.2011 16:22
0

Re: Sollen die Bankster doch von Haus zu Haus und Hof zu Hof betteln gehen

Sie vergessen, dass die Banken die Staaten als ihre Gehilfen haben. Und der Staat ist "gut" darin, Geld einzutreiben.

Gast: Der Betrachter
14.09.2011 15:28
2

Konkurs jetzt

Alle wissen das Griechenland pleite ist, nur wie sag ich es der eigenen Bevölkerung. Da werden plötzlich riesen Summen genannt, die es zu retten gilt. Politiker wollen ihr Gesicht wahren, Banken, Fonds und Versicherungen wollen noch einige Millardchen retten, darum dauert das so lähmend lange. Eigentlich ist das Ganze eine Konkursverschleppung.
Also Konkurs eröffnen und das Land, wenn die Bevölkerung diese Pleite wirklich begriffen hat und nicht gegen alles streikt, oder das begleichen von Steuern entrüstet ablehnt, neu aufbauen. Das Ganze würde auch als Abschreckung für zahllose europäische Politiker gelten, die glauben man kann sich Wahlerfolge auf Dauer ungestraft erkaufen.

Re: Konkurs jetzt! So ist es und nicht anders!

Das Problem ist, daß die Banker die Politiker wegen der irrsinnig hohen Staatsschulden in Geiselhaft haben und ihnen daher "Rettungsmaßnahmen" aufzwingen können.

Griechenland ist doch längst pleite, die - hier mit 40 Mrd. grotesk übertriebenen - Kosten dafür tragen wir auf jeden Fall! Dazu kommen noch die gigantischen Milliardenbeträge für den EU-Rettungsschirm, der nichts bessert und schon gar nichts “rettet”!

Das eigentliche Problem Griechenlands sind die im Vergleich zur Produktivität zu hohen Löhne und die dadurch viel zu hohen Preise! Deshalb können sie fast nichts exportieren und die Griechen können sich diese Preise nur leisten, weil der Staat Schulden macht und dieses Geld in den Wirtschaftskreislauf hineinpumpt!
Die einzige Möglichkeit, hier Preise und Löhne gleichmäßig und sozial verträglich zurückzuführen, ist eine Währungsabwertung (was aber von der EU-Führung stur verhindert wird) mit anschließender Produktivitätssteigerung auf europäisches Niveau. Statt dessen betreibt die EU Konkursverschleppung, indem sie mit dem vielen Geld für den Rettungsschirm die Kurse wertloser Staatspapiere manipuliert!
Für die Gesundung Griechenlands hat die EU überhaupt kein Konzept. Das “Sparpaket” soll nur die Möglichkeit, geborgtes Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen, verstopfen.
Damit wird aber das Pferd beim Schwanz aufgezäumt! Die Kaufkraft der Griechen und ihr BIP brechen zusammen und die Arbeitslosigkeit explodiert! Jetzt schon verschlechtert sich das Wirtschaftswachstum dramatisch, die Griechen müssen, um überleben zu können, nicht Schulden abbauen, sondern viel mehr neue Schulden machen als vorher!
Diese EU-Politik, die die Kosten der Griechenlandpleite ins Uferlose steigen lässt, ist auch die Ursache für die Unsicherheit an den Börsen, den Absturz der Kurse und damit für die Gefahr einer starken Rezession in der ganzen Welt!
Die EU-Politik ist kopflos und gefährlich!

Re: Griechenland ist doch längst pleite, die - hier mit 40 Mrd. grotesk übertriebenen - Kosten dafür tragen wir auf jeden Fall! Dazu kommen noch die gigantischen Milliardenbeträge für den EU-Rettungsschirm, der nichts bessert und schon gar nichts “rettet”!

Richtig! Aber von EU-Politik zu sprechen, ist absurd! Die EU-Führung torkelt völlig ziel- und planlos durch die Geschichte, den auch nicht klügeren und daher schon recht kleinlauten Finanzmanagern hilflos ausgeliefert!

Die Zauberlehrlinge wimmern nur mehr nach einem Meister!

Gast: newy
14.09.2011 15:05
5

Kosten?

Seit wann muss der Staatsbürger für Privatunternehmen haften. Wie hoch war nochmals das Steueraufkommen, dass durch die Banken bezahlt wurde? Also der Steuerzahler hat von den Gewinnen gleich null profitiert, aber nun werden die Verluste in die "Gesamtkosten" bh bei einem Zusammenbruch Griechenlands gleich reingerechnet.
Und die Verluste der Versicherungen sind natürlich auch nicht ohne. Uns wurde immer weisgemacht, dass die private Pensionsvorsorge dem Umlagesystem bei Weitem überlegen sei, wer darf nun die Ausfallshaftungen übernehmen? Genau der Steuerzahler.
Die bisher geleisteten Zahlungen für Griechenland haben Griechenland geholfen? So wie es aussieht anscheinend nicht. Also wieviel ist notwendig um Griechenland dauerhaft zu stabilisieren und das ganze Eurogebilde auf sichere Beine zu stellen? Es wäre an der Zeit, dass die Politiker die Gesamtkosten auf den Tisch legen, und die Bürger entscheiden lassen.
Schluss mit dem Versteckspiel.
Und was die USA betrifft so sind deren Interessen klar. AIG ist einer der grössten Ausfallsversicherer für Staatsanleihen, und der Tsunami der im Falle Griechenlands auf AIG zurollen dürfte wird grosse Teile der Finanzwirtschaft in den USA unter Wasser setzen.

Hat sich schon wer Gedanken gemacht,

wann in Griechenland diese Wohnungs-Steuer fließen wird, wegen der die nächste Tranche der Hilfsgelder zugesagt wurde? Da muss doch zuerst jeder mit einer Erklärung erfasst werden, Bescheide ausgestellt, diese beeinsprucht werden usw. Das könnte noch gut zwei Jahre dauern. Inzwischen ist schon eine neue Regierung da, der neue Rettungsschirm, dann braucht man die Steuer nicht mehr ...

Wieder so eine Lüge - hätte man die Griechen vor 2 Jahren pleite gehen lassen und zu ca. 50% umgeschuldet, man würde mit der Hälfte des bisherigen Sanierungspaketes ausgekommen sein!


 
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