Banken kommen bei Griechen-Rettung billig davon

16.09.2011 | 11:19 |   (DiePresse.com)

Die internationalen Institute müssen nur einen Wertverlust von 8,3 Prozent hinnehmen. Die Banken ersparen sich um bis zu 21 Milliarden Euro.

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Die internationalen Banken werden sich womöglich weit geringer an der Rettung Griechenlands beteiligen als erwartet. Das geht aus Berechnungen der deutschen Grünen hervor, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtete.

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Statt eines Forderungsverzichts von 21 Prozent müssten die Institute danach letztlich nur einen Wertverlust von 8,3 Prozent schultern, bestätigte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, auf Anfrage. Das seien bis zu 21 Milliarden Euro weniger als vereinbart.

EFSF-Papiere im Wert gestiegen

Grund sei der Kursanstieg europäisch abgesicherter Schuldtitel auf dem Kapitalmarkt in den vergangenen zwei Monaten. Papiere gleicher Qualität sollen auch Banken im Tausch für ihre Griechenland-Anleihen erhalten. Sie bekommen für ihre alten Schuldtitel also neue, die weit mehr wert sind als zum Zeitpunkt der Vereinbarung zur Gläubigerbeteiligung gedacht. Die Rückzahlung der Anleihen vom EFSF garantiert ist - es gibt damit künftig also kein Ausfallrisiko mehr für die Banken.

Bei einer Beteiligung von 90 Prozent der Gläubiger würde eine solche Umschuldung, die von der deutschen Bundesregierung für immer wahrscheinlicher gehalten wird, fast nur zulasten der Steuerzahler gehen.

Private Gläubigerbeteiligung stoppen

Es sei daher besser, die vorgesehene Gläubigerbeteiligung zu stoppen, schlägt Schick vor. Sinnvoller sei ein Anleiherückkauf der griechischen Staatsschuld am Markt, um dort die deutlich niedrigeren Marktkurse für eine stärkere Beteiligung der Gläubiger zu nutzen.

(APA)

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6 Kommentare

erfolgreiches Warten

Wie schon vor 6 Monaten prophezeit, es wird gewartet, bis sich die Banken der Verpflichtungen erledigt haben und dann die voll Last des Bankrotts von den Steuerzahlern zu tragen ist. Nun ist es so weit. Zum Leidwesen der Banken ist das aber nun leicht zu durchschauen und trägt damit nur dazu bei, dass das Ansehen der Banken weiter in den Keller fällt. Mal sehen, wie die ganze Sache für die Banken ausgeht.

Und ...


... wenn wir Griechenland Pleite gehen lassen, wie billig kommen dabei die Banken weg?

wärs nicht sinnvoller..

...die Anleihen zu versichern auf die Versicherung zu wetten die Wetten zu verkaufen und die dann wieder zu versichern um dann das ganze Paket aufzuteilen und die einzelnen Pakete erst wieder risokomässig anzulegen und dann wieder zusammenzuführen an die EZB zu verkaufen die das ganze dann wiederum den Chinesen verkauft die die Wertpapiere dann zum Mars fliegen und dort 200 km tief vergraben? Also ich finde das wäre weit sinnvoller!

Re: wärs nicht sinnvoller..

Klingt plausibel. Das Risiko ist überschaubar, das Konzept rekordrenditeverdächtig.

Sollten Sie noch nicht im einschlägigen Sektor tätig sein, so empfehle ich einen Arbeitsplatzwechsel. Ihre Idee ist allemal einen Bonus wert.

Re: wärs nicht sinnvoller..

und wir kommen dadurch endlich zum Mars!! Sozusagen doppelt gemoppelt.

Antworten Antworten Gast: sachichdoch
16.09.2011 14:03
2

Re: Re: wärs nicht sinnvoller..

Wäre dann eine Win-win-win-win-win-win Situation, oder so.

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