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EZB-Banker fordert notfalls Vergrößerung des EFSF

23.09.2011 | 15:50 |  (DiePresse.com)

Das Volumen des Fonds sollte bei Bedarf auf eine Billion oder mehr aufgestockt werden. EZB-Ratsmitglied Knots schloss auch eine Insolvenz der Griechen nicht aus.

Der europäische Rettungsschirm EFSF muss nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot bei einer Verschärfung der Schuldenkrise deutlich aufgestockt werden. "Es ist offensichtlich, dass wenn die Dinge in Griechenland schieflaufen, man einen größeren Schutz braucht als ihn der derzeitige Fonds anbieten kann", sagte der neue niederländische Notenbankchef am Freitag der Tageszeitung "NRC Handelsblad". Der Gesamtumfang des EFSF müsste dann möglicherweise auf eine Billion Euro oder eine noch größere Summe erhöht werden. Schon Knots Vorgänger Nout Wellink hatte vorgeschlagen, das Volumen des Fonds auf 1,5 Billionen Euro zu verdoppeln.

Knot hatte kurz zuvor in einem anderen Zeitungsinterview als erster EZB-Währungshüter eine Insolvenz Griechenlands nicht ausgeschlossen. Griechenland ist hoch verschuldet und benötigt dringend Geld aus dem internationalen Rettungspaket, um im Oktober weiter seine Rechnungen bezahlen zu können. Experten plädieren schon länger für eine Insolvenz Griechenlands.


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