Barroso fordert Athen-Hilfe von Nicht-Euro-Ländern

Kommissionspräsident Barroso fordert alle EU-Staaten auf, sich an der Hilfe für Griechenland zu beteiligen.

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(c) dapd (Yves Logghe)

Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, hat sich dafür ausgesprochen, dass alle EU-Staaten sich nach Möglichkeit an der Rettung Griechenlands beteiligen sollten, auch wenn sie nicht Mitglieder der Euro-Zone seien. "Ich würde mir wünschen, dass alle Länder Unterstützung leisten, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten dazu haben", sagte Barroso der "Bild"-Zeitung. Dies läge auch in ihrem eigenen Interesse. "Wenn der Euro wankt, bringt das alle Länder in Schwierigkeiten - auch die mit eigener Währung."

Mögliche finanzielle Folgen für Deutschland durch die im Rahmen der Rettungspakete eingegangenen Bürgschaften für Griechenland und andere Schuldenstaaten hält der EU-Kommissionspräsident für "verkraftbar". Es könne sein, dass Deutschland "als größte Wirtschaft Europas auch im eigenen Interesse für den Erhalt des Euro, unserer Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze Solidarität üben" müsse, sagte Barroso dem Blatt. "Aber das ist verkraftbar im Vergleich zu dem, was uns blühen würde, wenn der Euro auseinanderbricht."

Barroso wies darauf hin, dass Deutschland durch die Kredite und Garantien für Euro-Schuldenstaaten bisher kein Geld verloren habe. Trotzdem verstehe er die Sorgen der deutschen Steuerzahler. "Aber man muss auch sagen, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas am meisten vom Euro profitiert.".

(APA)

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