ifo-Chef: "Die Griechen müssen austreten und abwerten"

05.11.2011 | 14:43 |   (DiePresse.com)

Experte Sinn empfiehlt Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone. Dazu müsse man das ganze Land abschotten, sagt Uni-Professor Neumann.

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Der Präsident des Münchner ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht keine Möglichkeit mehr für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. "Die Griechen haben keine Chance, im Euro-Raum wettbewerbsfähig zu werden. Sie müssten ihre Löhne um die Hälfte senken. Das geht nur durch Austritt und Abwertung", sagte Sinn der "Wirtschaftswoche". Auch wenn es keine Rechtsgrundlage für einen Austritt gebe, sei die Trennung vom Euro möglich. "Alles ist technisch machbar, die Trennung der Tschechischen Republik von der Slowakei hat es gezeigt", sagte Sinn.

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Um das panikartige Abräumen der Euro-Guthaben bei Banken zu vermeiden, müsste die Regierung in Athen die Rückkehr zur Drachme heimlich vorbereiten. "Am besten führt man die Währungsreform an den Weihnachtsfeiertagen durch", sagte der Währungsexperte Manfred Neumann, Professor an der Universität Bonn, der "Wirtschaftswoche". Man müsse dann das ganze Land abschotten. Die Grenzen müssten geschlossen werden, Banküberweisungen wären verboten, um den Abfluss von Geldern einzudämmen. Auch der internationale Flug- und Bahnverkehr würde eingestellt. "Um die neuen Scheine zu drucken, braucht man etwa drei Tage", sagt Neumann.

(APA)

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131 Kommentare
 
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Gast: ladygold30
07.11.2011 09:54
0

Dimitri Speck & Folker Hellmeyer - Euro-Finanzkrise

Dimitri Speck & Folker Hellmeyer - Euro-Finanzkrise

http://goo.gl/HLlBk

Witzfigur

Sprich weiter deine Selbstgesräche,vieleicht fehlst du noch auf, bei deinen gleichgesinnten Populistischen Idioten/Bastarden!!!

Ihr habt Griechenland aufgenommen und musst jetzt auch schauen wie ihr damit klar kommt.

Früher gab es schon mehrere male Staatsbankrote und es wird auch in Zukunft Staatsbankrote geben


Antworten Gast: little_brother_is_watching_you_too!
06.11.2011 16:46
1

Re: Witzfigur

bezahlter euro-fanatiker?

Antworten Antworten Gast: Anti-Brüssel
06.11.2011 17:07
0

Re: Re: Witzfigur

Schon so mieses Personal? Oh oh...

Die Vorschläge des "Experten"

die übrigens völlig EU-Rechtswidrig sind, sind in einer freien Demokratie nicht umsetzbar und wären nur von einer Diktatur durchführbar.
Der Vorschlag verrät viel vom Gesellschaftsverständnis der Person - nach dem Motto: alles für das Volk, nichts durch das Volk!

Das Land für 3 Tage in einen Käfig zu verwandeln und die Banken zu schließen ist einfach nicht machbar und daß solche sinnfreien Zurufe aus Deutschland kommen ist unerträglich!

Währungsabwertung ist für Griechenland der einzige Weg, um wieder auf die Beine zu kommen!

Nur so können Länder, die zu sehr über ihre Verhältnisse gelebt haben, Preise und Löhne ziemlich schmerzlos - weil eigentlich nur Importe teurer werden - auf das ihrer Produktivität entsprechende Niveau bringen. Eine andere Lösung ist noch nirgends gelungen!
Die EU hätte schon längst dafür sorgen müssen, dass das möglich wird. Das sture, aussichtslose Festhalten an einem Euro auch für Griechenland macht das Problem nur von Tag zu Tag größer. So etwas muss immer schnell und unerwartet erfolgen, nächstes Wochenende ist eigentlich schon zu spät, bis Weihnachten zu warten, ist fahrlässig!

Gast: Novaris
06.11.2011 07:20
2

Das Herzstück der EU

Es geht nicht nur um Griechenland.
Das Herzstück eines vereinten Europas ist und bleibt die gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik und daran krankt der EURO seit seiner Einführung.
Dieser Fehler sollte hilfsweise durch den Maastricht-Vertrag behoben werden . Die im Vertrag niedergelegten Kriterien (60/3% vom BIP) wurden jedoch nie wirklich beachtet und Staatshaushalte wurden unter Missachtung des Kriteriums der Neuverschuldung ( bis zu 3% vom BIP) ausgeglichen mit dem Ergebnis exorbitant hoher Staatsschulden, hervorgerufen durch kumulierte Neuverschuldungen.
Es gibt deshalb nur einen zielführenden Weg, der aus der Krise Europas und damit der EURO-Krise herausführt und dessen Name ist :
Ausgeglichener Staatshaushalt o h n e Aufnahme neuer Schulden oder bis zu 3% des BIP.
Diese Forderung m u ß von sämtlichen EURO-Staaten im Rahmen von Referenden
(JA oder NEIN) akzeptiert werden und das einschließlich a u t o m a t i s c h e r Sanktionen bei Verstößen – bis hin zum Ausschluss aus der EURO-Zone.
Ein Referendums-NEIN bedeutet den Austritt aus der EURO-Zone.
Es versteht sich von selbst, dass die Verwirklichung dieser Forderung eine Neubewertung der steuerlichen Belastbarkeit der Bürger bedeutet und s ä m t l i c h e Staatsausgaben auf den Prüfstand gehören; notwendige Reformen, insbesondere in den Sozialsystemen, eingeschlossen.


das Endspiel hat begonnen...

Schulden können nur durch Rückzahlung oder Streichung getilgt werden. Wer sich mit den gigantischen Summen beschäftigt wird relativ schnell feststellen, dass eine Rückzahlung nicht möglich ist, bzw. nur durch massive Steuererhöhungen oder extreme Leistungskürzung finanziert werden könnte, was wieder die Wirtschaft total abwürgen würde!Italien bezahlt bereits 6,4% Zinsen auf die 10 jährigen Anleihen und ist nebenbei der 3.grösste Anleihenmarkt der Welt. Kein Land der Welt kann auf Dauer dieses Defizit finanzieren und kein anderes Land kann diese Beträge quersubventionieren ohne sich selbst bankrott zu wirtschaften. Sobald es sowas wie eine Fiskalunion gibt werden die ganzen AAA Länder der EU nacheinander downgegradet und dann gibt es auch kein Auskommen mehr aus diesem perversen Gebilde!Dann ist auch der Weg zur Währungsreform frei...

Die Griechen-Misere

Alles wird ganz heimlich gehen,vor allem wenn Herr Sinn dafür sorgt,das es jetzt bereits in den Zeitungen steht.
Da die Griechen aber weder das Rechnen noch das Schreiben können, werden sie auch gar nix merken.
TAP-TAP-TAP-TAP-es merkt doch keiner-guck-guck!

Gast: Killerkomet Tomatl-Kojotl
05.11.2011 23:10
4

Maya Kalender 2012-12-21

Sorgt Euch um Euch selbst und Seid mutig.
Es wird sakrisch heiß und schwefelig wird's stinken.
Käptn Ahab hat die letzte Goldmünze an den Vormast genagelt und dem Sirtaki den Strom abgedreht.
Das Barroso keift, das Putin taucht nach Karaffen.
Aber das Ende kommt und kein Anfang mehr.
Drachme, Euro, Dollar. Der Vorhang fallt.

Wahrlich, so steht es geschrieben

Re: Maya Kalender 2012-12-21

Das Geschäft mit der Angst - macht bitte so weiter, dann ist es billig zu kaufen!!!
Keiner kann in die Zukunft blicken, außer er bewegt sich schneller als das Licht!

Gast: WeinTrinker
05.11.2011 22:13
4

die bunten Scheine werden schon gedruckt.

in unserer Nähe werden drachmen gedruckt !
10, 20, 50, 100, 200, 500, 1000, 5000!
Auf den 5000 ist der Odysseus drauf.
10 Drachmen werden etwa 1 € sein.
Am 24.12 werden sie mit der AUA hingeflogen.
Fürs erste kommt man mit einer Fuhre 20-25 Paletten aus.

hauptsache alles heimlich machen

dass das gemeine volk nur ja nicht seine kaufkraft retten kann und nach der "reform" / verkruxung vollstaendig an den staat angewiesen ist in form von jobs & transferzahlungen

wenn man anstatt planwirtschaft im geldsystem freie marktwirtschaft implementieren wuerde, dann wuerden sich ziemlich schnell alle markt-teilnehmer auf ein stabiles tauschmittel einigen (zb gold & silber) bzw geldscheine von banken akzeptieren, mit 100% mindestreserve, die jederzeit jeden geldschein auch wieder gegen gold & silber eintauschen koennen


Gast: ajoux
05.11.2011 21:45
0

ja eh. aber das war vor 2 jahren auch schon klar.


Hans Werner Sinn macht Sinn

der Mann hat Rückgrad!Ehre wem Ehre gebührt - die Fekter Liesl erzählt uns derweil sicher noch lange was für ein tolles Geschäft es ist Geld nach Griechenland zu schicken am besten noch unbegrenzt...

Antworten Gast: AndreasP
06.11.2011 00:15
3

Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

Ich halte den Sinn eher für den Totengräber des europäischen Gedankens. Es stimmt schon: Griechenland muss wettbewerbsfähiger werden. Nur: Welchen Sinn hat eine Union, wenn wir auf Teufel komm raus Wettbewerb gegeinander betreiben? Uns gegenseitig wirtschaftlich ruinieren können wir auch ohne Euro und ohne EU. Dafür brauchen wir keine EU. Die Ansicht der exportorientierten Länder ist, dass der Euro ein Vorteil ist, da die Wechselkursrisken und Absicherungskosten wegfallen. Stimmt. Die sind aber bei einem Austritt Griechenlands schlagartig wieder da. Also warum ist man nicht so ehrlich und verwendet einen Teil der Kosteneinsparungen für innereuropäische Transferleistungen *und* hilft Griechenland, Italien aus dem Schlamassel rauszukommen. Letztendlich wirds aber auf jeden Fall eine koordinierte europäsiche Wirtschaftspolitik und Mindeststandards geben müssen.

Re: Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/realloehne-der-deutschen-die-loehne-sinken-trotz-aufschwung-11518759.html

soviel zum thema reallöhne und ohne euro wären wir arm...

Re: Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

Eine eigene Währung für eine ungleiche Wirtschaft hat schon seinen Sinn. Das ist wie Glasperlen für Stammesführer, das einfache Volk ist zufrieden und verbraucht gleichzeitig weniger Ressourcen, da es am Weltmarkt wenig einkaufen kann. Der deutsche Lebensstandard überall geht nicht, das war Selbsttäuschung. So wie Münchhausen sich auch nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen kann, bringt uns Geldverschenken an andere keineswegs mehr Wohlstand, auch wenn mit dem geschenkten Geld dann unsere Waren gekauft werden. Kurz: Mit einer eigenen Währung ist man mit auch weniger Gütern zufrieden. Die Frage ist, ob es dann nicht besser wäre, auch gleichzeitig die EU zu verlassen, aber man wird sehen...

Re: Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

einen Teil der Kosteneinsparungen???ich sehe nicht, dass Österreich oder Deutschland seit dem Beitritt zur EU weniger Schulden gemacht hätten - im Gegenteil - an den Realeinkommen hat sich nix geändert die sind sogar eher gefallen!Dieser manipulierte Blödsinn der von den gesteuerten Medien verbreitet wird, ohne die EU wären wir arm kann ich nimmer hören!ausserdem steht im EU- Vertrag genau drin was er laubt ist und was verboten ist. Transferzahlungen sind ausdrücklich verboten und jetzt will man die Spielregeln ändern, damit die Politik auf unsere Kosten weiter Schulden machen kann und wir zu einem Einheitsstaat werden wie die Sowjetunion oder was???viel Spass das hat mit Marktwirtschaft nix mehr zu tun!!!

Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

Eure Fekter Liesel hat für Österreichs Finanzen natürlich recht.
Denn an A hängen viele östlich v.Europa gelegene Banken.
Die Bank Austria z.B. ist stark involviert,
hat bereits ein halbes goldenes Naserl,
aber jetzt könnt dann die Luft wegbleiben,wenn bei den Greecis die Drachme käme.
Der Sinn spricht für die BRD, bitte das nicht zu vergessen.Im Übrigen hat er den Zusammenfall der Griechen auch nicht vorausgesehen,kurz davor lobte er noch die europ.Stabilität insgesamt,also mit Athen,dabei waren die schon fast im Hades!Soviel zu Sinn und Unsinn!

Re: Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

in Wahrheit geht es ja auch nicht um Griechenland sondern darum, dass die Zeit des billigen Geldes vorbei ist und jeder weiss wenn die Zinsen steigen sind wir alle defacto insolvent!die Ploitik glaubte das es mit der Schuldenmacherei ewig weiter geht und die Bankenlobby hat jahrzehntelang die opportunistischen Politiker für sich eingenommen!nur alles hat ein Ende und auch dieses Finanzsystem wird bald in der Form nicht mehr bestehen nur das wollen ja die wenigsten wahr haben, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben!Der markt ist aber schlussendlich stärker wie irgendein Politiker der glaubt er kann alles irgendwie regeln und das werden wir bald merken!

Re: Hans Werner Sinn macht Sinn

ist ja auch ein Geschäft, halt nicht für Österreich! ;/)

Gast: Kuya
05.11.2011 19:19
5

die Großbanken zerschlagen!

und vom globalen Markt abschotten!
. . . 'weg' mit der Spekulation und Verschuldung auf Kosten der Gesellschaft!

Gast: Halbwissen
05.11.2011 19:05
1

Interessant

das noch Geld auf den Banken ( auch den österreichichen ) ist.

Alle Griechen dürften nicht abkassiert haben, da sich manche offensichtlich keinen Fernseher und kein Internet leisten können.

Hoffentlich kapieren die ökon. halbgebildeten, linken

ÜBERGUTMENSCHEN in Europa endlich, dass WOHLSTAND durch WERTSCHÖPFUNG mit LEISTUNGSANREIZ entsteht u. nicht durch UMVERTEILUNG !!! Schon Karl MARX wusste dass Arbeit u. Kapital Komplemente einer funktionierenden Marktwirtschaft sind. Linke ÜBERGUTMENSCHEN versuchen seit 40 Jahren diesen Zusammenhang "auszuhebeln" !!!

Antworten Gast: AndreasP
06.11.2011 00:25
2

Re: Hoffentlich kapieren die ökon. halbgebildeten, linken

Es hat nichts mit Links oder Rechts zu tun, wenn man sagt, dass es letztendlich *beides* braucht: Der Tausch muss fair ablaufen. Es bringt nix den Kunden zu Tode zu verkaufen. Und was soll das Gerede von "Wettbwerbsfähigkeit"? Sind wir eine Union, oder spielen wir innereuropäisches Monoply? Wenn wir Monoply spielen sollt uns klar sein, dass das Spiel irgendwann mal aus ist - nicht nur für die Verlierer. Deutschland möchte Geld sparen und möglichst wenig verlieren - am Besten garnix. Gleichzeitig ist Deutschland auch bewusst, dass durch diesen Schritt das Spiel auch zu Ende sein könnte. Also macht man Schritt für Schritt gerade mal das Notwendigste und überlässt sie den Märkten das Ruder. Ziemlich dumme Strategie.

 
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