26.05.2012 20:13 | Meine Presse Merkliste 0

Die Ratingagentur geht um

18.11.2011 | 18:34 |  von Franz Schellhorn und Norbert Rief (Die Presse)

Experten der Agentur Moody's zeigen sich bei ihrer aktuellen Prüfung der Kreditwürdigkeit Österreichs besorgt: Die Banken, Gemeinden und die Länder könnten die Bonitäts-Bestnote gefährden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Die Herren und die Dame sollen ausgesprochen nette Gesprächspartner sein. Bestimmt in der Sache, aber insgesamt zuvorkommend und freundlich. Das Ergebnis ihrer Gespräche, die sie seit Mittwoch in Wien führen, könnte weniger nett sein: Die Mitarbeiter der Ratingagentur Moody's haben bei ihrer Prüfung Österreichs mehrere Finanz- und Budgetbereiche äußerst kritisch hinterfragt. Das könnte sich am Ende in ihrem Zeugnis über die Kreditwürdigkeit niederschlagen – nämlich mit einem negativen Ausblick auf die Entwicklung der AAA-Note.

Die Prüfer haben bisher unter anderem Gespräche mit Experten des Finanzministeriums, der Notenbank, der Wirtschaftsforschungsinstitute IHS und Wifo sowie mit mehreren Banken geführt. Insgesamt seien die Treffen in einer positiven Stimmung verlaufen, man habe einen „guten Eindruck“, heißt es.

Nur zu zwei Bereichen hätten die Prüfer der amerikanischen Ratingagentur hartnäckige Fragen gestellt und damit Sorgen gezeigt: einerseits zum Bankensektor und andererseits zur Budgetsanierung und hier vor allem zur Finanzgebarung der Länder und Gemeinden.

Der Bankensektor ist wegen des großen Engagements österreichischer Kreditinstitute in Zentral- und Osteuropa ein bekanntes Sorgenkind. Kommen die Institute ins Wanken und müssen vom Staat gerettet werden, hat das direkte Auswirkungen einerseits auf die öffentlichen Finanzen, andererseits auf das Wachstum.

 

Sorge um strukturelles Defizit

Bei den Staatsfinanzen wird von der Ratingagentur vor allem das hohe strukturelle Defizit kritisch beäugt. Damit sind jene Schulden gemeint, die selbst bei hervorragender Konjunktur anfallen. Großes Interesse zeigten die Kontrollore deshalb an der angekündigten Schuldenbremse, die grundsätzlich sehr positiv bewertet wird. Nicht restlos überzeugt sind die Schiedsrichter von Moody's aber davon, dass es Österreich mit der Eindämmung der Schulden auch ernst ist.

Gezweifelt wird dem Vernehmen nach an der Nachhaltigkeit der Schuldenbremse. Die Regierungsparteien haben noch keinen verbindlichen Weg gefunden, wie sie die Staatsverschuldung zu drücken gedenken. Vielmehr scheint sich zwischen den Koalitionspartnern ein politischer Streit anzubahnen, ob das Ziel vorwiegend über Einsparungen oder über höhere Steuern zu erreichen ist.

Schon bei der Realisierung des Vorhabens gibt es jetzt erste Probleme: Innerhalb der SPÖ wandten sich ÖGB, AK und die oberösterreichische Landespartei gegen eine Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung. Auch Gespräche mit der Opposition (die Regierung benötigt für eine Verfassungsmehrheit die Zustimmung einer der drei Parteien) verliefen am Freitag ergebnislos. VP-Klubchef Karlheinz Kopf appellierte an FPÖ, Grüne und BZÖ, mit der Regierung zu stimmen: Österreich stehe mit seinem Triple-A-Rating nämlich „unter kritischer Beobachtung“.

Die gibt es von den Kontrolloren etwa in Bezug auf die finanzielle Situation in den Ländern und Gemeinden. Für Verstörung sorgt vor allem der Umstand, dass es keine offiziellen Zahlen über die Höhe der Verbindlichkeiten und Haftungen gibt. Zudem ist Moody's nicht verborgen geblieben, dass Kommunen von Ländern aufgefordert wurden, ihre Verbindlichkeiten „auszugliedern“, um sie so zu verschleiern.

 

Leistungsbilanz als Plus

Positiv für Österreich wirkt der noch immer vorhandene Überschuss in der Leistungsbilanz, der zeigt, dass Österreichs Volkswirtschaft mehr produziert als verbraucht. Daran lässt sich nämlich ablesen, dass die österreichische Wirtschaft noch immer wettbewerbsfähig ist. Hinzu kommt eine breit gefächerte Struktur der heimischen Industrie, die das Land weniger anfällig für externe Schocks macht.

Höchst unwahrscheinlich ist, dass Österreich sein Triple-A sofort verlieren wird. Das schon deshalb, weil das letzte Rating überaus positiv ausgefallen ist. Und diese Bewertung stammt aus dem Sommer 2011. Allerdings glauben Finanzexperten, dass in der für Dezember erwarteten Beurteilung der Ausblick auf „negativ“ zurückgesetzt und die Regierung ermahnt wird, ihre Sanierungsbestrebungen mit dem nötigen Ernst und Tempo voranzutreiben.

Auf den Märkten hat Österreich die beste Bonität bereits verloren: Seit vergangener Woche wurden heimische Staatsanleihen im großen Stil abgestoßen, die Republik Österreich muss für neue Schulden doppelt so hohe Zinsen bezahlen wie Deutschland.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

121 Kommentare
 
1 2 3
Gast: MAMALEONE1
20.11.2011 17:46
0 0

WO SIND WIR EIGENTLICH?

Seit wann darf ein amerikanische Firma das österreichische Finanzamt kontrollieren?
Haben unsere Politiker uns schon verkauft?
Bei den Banken sehe ich das noch ein seit sie ihre Seelen der EZB verkauft haben und die ist ein Ableger von FED, G.S. IWF.

Keynell
20.11.2011 01:22
0 0

Verdrehte Wirklichkeiten

Seit wann sind Mitarbeiter einer Rating Agentur Schiedsrichter oder gar Kontrollore ??
Wollen wir uns am Besten gleich von einer Rating Regierung führen lassen ?
Schön das wir vor zwei Jahren die Fehler von Rating Agenturen durch zustätzliche Staatsverschuldung ausgleichen durften. Nun kommen die selben Pseudospezialisten und sprechen deswegen Mahnungen aus? Das wird auch noch ernst genommen ?
Dann soll daran auch noch ein Sozailstaat schuld sein, der durch eine 45 % Abgabenquote finanziert wird ?
Unsinn über Unsinn, wo bleibt den die Politik mit wirklichen Inhalten ? Die Zeit für hübsche, unverbindliche Moderation ohne Verantwortung ist sicher vorbei.

Gast: gast45
19.11.2011 20:35
1 0

na so was :-)

Für Verstörung sorgt vor allem der Umstand, dass es keine offiziellen Zahlen über die Höhe der Verbindlichkeiten und Haftungen gibt.

schon kleinlich .., die verstehen nicht, dass es in österreich politisches handwerk ist unangenehme zahlen nicht zu veröffentlichen ..
man kennt die zahlen natürlich .. die blechtrotteln rechnen das mittlerweile wirklich flott und auf den euro genau ...

Iason
19.11.2011 19:49
1 0

Es ist schon seltsam,

dass Politiker, vor allem Linke, unter sparen bestehen, dass man die Steuern erhöht. Das wäre einem normalsterblichen Bürger nicht eingefallen.

Würden die US Ratingagenturen die Mentalität der österreichischen Politiker kennen, so würden sie sofort auf BBB ändern.

Die Märtke laufen den Rating-Agenturen in der Regel voraus.
Österreich wird sich immer schwerer refinanzieren können. Der Unterschied zu Griechenland ist nur marginal und beläuft sich in ein paar Jahren Zeitdifferenz.


0 2

ein anlass für 2 (überlebens)wichtige dinge.

die ratingagenturen sind die speerspitze des moneybiz. von dort bekommen sie ihre aufträge, von dort werden sie bezahlt.

das moneybiz sieht sich bedroht. es ist ja wirklich kaum einzusehen, dass es leute/staaten gibt, die ihnen in zukunft nicht das geld in den rachen schieben und ihre untertanen sein wollen (-->ich erinnere an den koksenden city-of-london broker, der im bbc interview meinte, "goldman-sachs regiert die welt").
und da versucht natürlich diese branche, nochmals die muskeln spielen zu lassen und pickt sich NATÜRLICH die schwächeren heraus (niemand weiss, was in 30 oder 40 jahren sein wird, doch zu prognostizieren, ö sei in den kommenden 10 jahren nicht in der lage, seine schulden zu bedienen, ist schlicht SCHWACHSINN ! )

wir sollten diese aktion also zum anlass nehmen für:
1.
das moneybiz an die ganz, ganz kurze leine nehmen (zb durch zerschlagung der großen, strenge auflagen für fonds, FTS, u.a.m.)
2.
die eu zu einer echten einheit zu machen. denn sich mit der eu anlegen würden moodys & co niemals wagen: die picken sich die kleinen raus. (-->alle eu-skeptiker und stand-alone-befürworter werden dieser tage durch die realität HOFFENTLICH eines klügeren belehrt!)

Antworten Gast: gast45
19.11.2011 21:00
0 0

Re: ein anlass für 2 (überlebens)wichtige dinge.

.. würden sie einem land geld borgen, das ernstlich das problem hat, ob alle schüler nach der pflichtschule lesen und schreiben können ?

würden sie einem land geld borgen, dass sagt, leisten braucht ihr gar nichts .. hauptsache ihr seids nett zueinander und haltet euch an die "Hausordnung" ?

würden sie einem land geld borgen, dessen "elite" aus studienabbrechern, gewerkschaftsfunktionären, oder wenn sie doch was "gelernt" haben aus politologen, soziologen, handarbeitslehrern, beamten und sekretärinnen besteht ?

da müssen sie gar nicht 10 jahre in die zukunft schauen, sondern nur die zeitung von morgen lesen ... und sie wissen, dass diese leute die schulden nicht zurückzahlen können ...


0 0

Re: Re: ein anlass für 2 (überlebens)wichtige dinge.

all ihre vorwürfe (es sind eigentlich polemiken, aber was solls: hier ist ja nur ein forum) haben auch auf die leute/österreich in den vergangenen 60 jahren zugetroffen.

hatte ö in der vergangenheit ein problem, geborgtes geld zurückzuzahlen bzw für neue kredite gut genug zu sein?

Antworten Antworten Antworten Gast: gast45
21.11.2011 14:56
0 0

Re: Re: Re: ein anlass für 2 (überlebens)wichtige dinge.

eben weil die leute vor 20 jahren wenn sie aus der volksschule gekommen sind lesen und rechnen gekonnt haben, habe sie auch genug verdient um das geld zurückzuzahlen ..
aber heute ... mit einem studienabbrecher an der staatsspitze, einem drittel der schüler ohne aussichten auf einen job .. wo wollen die also das geld hernehmen ?

Antworten Sochard
19.11.2011 17:36
0 0

Blödsinn, der Klient beauftragt sein eigenes Rating!

Das von ihnen sogenannte "moneybiz" darf nur sein Geld "bedenkenlos", oder besser ohne weitere Erklärung und sonstiger Einschränkungen, in den top bewerteten Instutionen/Staaten anlegen ...

Gast: God's assessment for Europe
19.11.2011 16:21
4 0

Heaven is where the police are British, the chefs Italian, the mechanics German, the lovers French and it is all organized by the Swiss.

Hell is where the police are German, the chefs British, the mechanics French, the lovers Swiss, and it is all organized by the Italians.

Austriak
19.11.2011 15:56
0 3

Ratingagenturen =Bilderberger!


Gast: Experten der Agentur Moody's
19.11.2011 15:39
0 0

Wir empfehlen, die Scheibenwischer in allen Wetterlagen laufen zu lassen, um deren Leistung zu erhöhen.


Antworten Gast: Rating Star
19.11.2011 17:27
0 0

WEITERS:

Wir empfehlen ebenso die Hupe dauerhaft während der gesamten Fahrzeit zu betätigen, und mit der Warnblinkanlage zu blinken.

Dekkard
19.11.2011 13:06
10 5

Ratingagenturen sind die Wichtigste Waffe der Amis im Wirtschaftskrieg gegen Europa...


Antworten Sochard
19.11.2011 17:41
0 0

Re: Ein positives Rating ist die Voraussetzung für neue Schulden!

Von den drei Großen ist zumindest Finch französisch ...

Antworten Digital
19.11.2011 13:14
5 2

Re: Ratingagenturen sind die Wichtigste Waffe der Amis im Wirtschaftskrieg gegen Europa...

N ein, es ist zu vorderst die populistische "demokratisch legitimierte" Überschuldung von immer mehr EU-Staaten durch immer neue "soziale" und sonstige "Wohltaten", Subventionen zwecks Wählerbestechung auf Kosten der nächsten Generation...
Der Unterschied zu den Amis ist eben, dass die noch immer mit ihrem Buntpapier "Dollar" weltweit sich frischfröhlich verschulden können. Und wenn da irgend wer zu keck wird, wie der Saddam Hussein, der für's Öl keine Dollars mehr wollte - überfallen sie ihn ganz einfach oder enteignen die in den USA und bei Ami-Banken weltweit gehaltenen Guthaben - und zwingen die EU-ropäer dazu, ihnen dabei zu folgen.

Als der Ghaddafi seit zwei Jahren begonnen hatte, seite Guthaben aus den Ölverkäufen in den USA, vor allem aber ion Frankreich (100 Mrd Euro) in Gold zu transferieren - brach die "Demokratisierung" für Libyen durch die Exilanten aus den USA und Frankreich aus...

Die Japaner müssen auch unter Druck der USA brav US-Staatsschatzscheine aufkaufen - die die Chinesen nicht mnehr behalten wollen und "auf den Markt" werfen.

Antworten Antworten Gast: habib
19.11.2011 23:54
0 0

Re: Re: Ratingagenturen sind die Wichtigste Waffe der Amis im Wirtschaftskrieg gegen Europa...

Saddam hat fürs Öl keine Dollars mehr bekommen!Er hat Waren bekommen-und schon vergessen wen der Liebe Saddam vorher Überfallen hat?
Wo wurde ein Europäer gezwungen?wer mitmachen wollte hats gemacht wer nicht der nicht.
Ohne die USA wären wir heute alles Nazis oder Kommunisten.
Die letzten 3 gestürzten Diktatoren waren übrigens alle Mitglieder der Sozialistischen Internationale-ob Saddam dabei war weiss ich nicht-sollte man vielleicht mal die Linken fragen...

Antworten Antworten Austriak
19.11.2011 15:58
0 1

Re: Re: Ratingagenturen sind die Wichtigste Waffe der Amis im Wirtschaftskrieg gegen Europa...

Digital vergiss die Bilderberger nicht..............

Gast: niederösterreicher
19.11.2011 12:55
11 3

ehrlich ist nur der Markt!

und der hat Österreich längst mit A geratet.

Die Realität ist:
Renditedifferenz zwischen Bundesanleihen und österr. Staatsanleihen liegt bei 200Bp.

da könne sich unsere Politiker auf den Kopf stellen und mit den Ohrwascheln wackeln - der Bonitätsvorteil ist aufgrund der Verschwendung im Sozialstaat längst verspielt!
Abenteuer Sozialstaat beenden!

Antworten Gast: Markus Trullus
19.11.2011 15:41
0 0

Re: ehrlich ist nur der Markt!

Ahem, ganz meine Meinung.... nur: niemand will die Wahrheit hören, alle träumen noch immer vom Lauraschen Sozialistenwunderland.... Der Aufprall wird füchterlich, leider für uns alle, auch die, die nicht mitspielten....

Antworten Digital
19.11.2011 13:32
0 0

KLarstellung

Du meinst deutsche (!) Bundesanleihen im Gegensatz zu den österreichischen (Bundes-)Staatsanleihen.
Jetzt ist das verlangte Zinsdifferenzial bereits nahe an 2 Prozentpunkte, machte (mittelfristig) alle Jahre um fast 4 Milliarden höhere Zinszahlungen an die Anleihekäufer im Unterschied zu Deutschland.
In den besseren Zeiten war das Zinsdiffernzial nie höher als 0,6 Prozentpunkte....
Ja, ja die Anleihekäufer ("Anleger", Geldverleiher) brauchen erst gar keine externen Ratingagenturen um realistisch die österreichische Staatsfinanzen (Bund, Ländfer und Gemeinden) und deren Bonität einzuschätzen...Vor allem auch, welche Vertrauenswürdigkeit die hiesige PolitikerInnenklasse verdient...

2 0

Bund Länder und Gemeinden sind ganz aktuell immer noch dabei, Projekte mit ihren Schulden auszugliedern

Es wird Zeit das Versteckspiel aufzuhören. Schulden sind Schulden, auch wenn man sie versteckt.

Auch der lokale "Steuervorteil" als Argument für diese Ausgliederungen ist eine Frechheit.

Hier wird nur Steuergeld von einer öffentlichen Tasche in die andere verschoben.
Dazu entstehen teure Strukturen und unübersichtliche Bürokratie - ein Schildbürgerstreich.

Ein kleiner lokaler Nutzen verursacht gesamtwirtschaftlichen Schaden.

Antworten Iason
19.11.2011 19:54
1 0

Re: Bund Länder und Gemeinden sind ganz aktuell immer noch dabei, Projekte mit ihren Schulden auszugliedern

Man könnte das auch die österreichsiche Subprime- Krise nennen.

Wenn diese Blase platzt, wird es finster werden.

Antworten Gast: AAA
19.11.2011 12:16
0 1

Re: Bund Länder und Gemeinden sind ganz aktuell immer noch dabei, Projekte mit ihren Schulden auszugliedern

Mei, verstehst Du das Finanzsystem nicht?

Es geht nicht darum, die Schulden zurückzuzahlen, es geht darum, einen noch dümmern zu finden, die die ausgelagerten Schulden in Form von "AAA"-Finanzprodukten zu kaufen.

Bei der Subprime-Krise waren es die Europäer, vor allem die deutsche Bank, die so dumm war, die Schulden der US-Häuslbauer zu aufzukaufen.

Und nun die Preisfrage, warum hatten diese Finanzprodukte ein "AAA"-Rating, obwohl diese nachweislich NICHT von diesen Agenturen geprüft wurden?


Antworten Antworten Gast: G 2012
19.11.2011 15:53
1 0

Re: Re: Bund Länder und Gemeinden sind ganz aktuell immer noch dabei, Projekte mit ihren Schulden auszugliedern

Das stimmt so nicht ganz. Vor allem die deutschen Landesbanken mit ihren von Politikern eingesetzten Führungskräften haben die Schrottpapiere aufgekauft. Auch die Dresdner Bank, die aber von der Commerzbank mit staatlicher Hilfe übernommen wurde. Die Aktionäre der Dresdner Bank kamen so schadlos davon.
Die Deutsche Bank hat ihre Schrottpapiere aufgrund eines Informationsvorsprunges u.a. an die IKB verkauft. Ein Teil des Schrottes befindet sich jetzt in der HRE nämlich der Bad Bank der HRE.

Ratingagenturen = Widerliche Lügner

Widerliche Lügner - wenn die USA mit ihren teilweise komplett Bankrotten Banken, Gemeinden und Bundesstaaten offensichtlich nicht mal ansatzweise in Gefahr zu sein scheinen wird da ganz einfach mit 2 unterschiedlichen maßen gemessen...

 
1 2 3