Erste Details des Sparprogramms veröffentlicht

08.02.2012 | 21:45 |   (DiePresse.com)

Der Mindestlohn soll um 22 Prozent sinken, Löhne in der Privatwirtschaft sollen eingefroren, reiche Pensionskassen reduziert werden.

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In Athen sickern erste Details aus dem neuen Sparprogramm der griechischen Regierung durch. Wie aus Berichten der griechischen Presse vom Mittwochabend im Internet hervorgeht, müssen sich die Arbeitnehmer des Landes auf drastische Einschnitte einstellen. Demnach sollen alle Löhne in der Privatwirtschaft solange eingefroren werden, bis die Arbeitslosenquote von heute mehr als 19 Prozent auf 10 Prozent gefallen ist.

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Zudem solle der Mindestlohn um 22 Prozent auf 590 Euro gesenkt werden, für junge Leute unter 25 Jahren soll die Kürzung noch drastischer ausfallen. Schließlich sollen die Pensionen der als reich geltenden Pensionskassen von Banken sowie Telefon- und Elektrizitätsgesellschaft um 15 Prozent reduziert werden. Die Regierung bekräftigte auch ihre Absicht, dass 150.000 Staatsbedienstete bis 2015 gehen sollen.

Die Regierung hatte sich nach zähen Verhandlungen mit der "Troika" aus EU, IWF und EZB auf neue Sparanstrengungen geeinigt. Am Mittwochabend traf Ministerpräsident Lucas Papademos mit den Vorsitzenden der drei Regierungsparteien zusammen, um sich deren Unterstützung zu sichern.

(APA)

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2 Kommentare

Abbau von 150.000 Staatsbediensteten

Eine bloße Absichtserklärung übrigens! Absichtserklärungen wurden von den Griechen noch niemals eingehalten.

Griechenland hat 1,3 Mio Staatsbedienstete (Einwohnerzahl 11 Mio); Deutschland hat 1,7 Mio Staatsbedienstete (Einwohnerzahl 80 Mio). Deutschland ist erstklassig verwaltet, in Griechenland herrscht das Chaos.

Bei den griechischen Staatsbediensteten handelt es sich mehrheitlich um Parteigünstlinge, welche überhöhte Gehälter beziehen und ihrer Arbeit nicht nachgehen. Man sollte sie lieber heute denn morgen verabschieden. Zur Zeit werden ihre Gehälter de facto mit unseren Steuern bezahlt, die nach Griechenland fließen.

590 Euro Mindestlohn

Und das Preisniveau so wie bei uns, wie ich schätze. Das kann nicht gutgehen.

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