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Portugal: Generation Grünarbeit

19.05.2012 | 18:01 |  von Michael Laczynski (Die Presse)

Ein Diplom und keine Chance auf Arbeit – Portugals Jugend wurde von der Schuldenkrise kalt erwischt. Wer nicht emigriert ist, harrt aus und hofft auf bessere Zeiten.

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Paula Gil hat seit zwei Monaten einen Arbeitsplatz. „Bei einem großen Unternehmen, wo ich für Kommunikation zuständig bin und den Facebook-Auftritt betreue.“ Womit Gil, eine zierliche Frau mit mikroskopisch kleinem Flinserl im rechten Nasenflügel und einer fein ziselierten Tätowierung am Hals, ihren Lebensunterhalt verdient, ist also kein Geheimnis – wo genau sie ihre Arbeit verrichtet, hingegen schon. Nur so viel: Der Büroturm ihres Arbeitgebers befindet sich in der Innenstadt von Lissabon, unweit des Einkaufszentrums Amoreiras. „Aber ich möchte keinen Staub aufwirbeln, weil sich erst im Sommer herausstellen wird, ob ich bleiben darf.“ Gils Arbeit mag zwar ein verantwortungsvoller Vollzeitjob sein, doch nach außen hin schaut die Sache anders aus. Denn am Papier geht die 28-Jährige keiner geregelten Beschäftigung nach. Paula Gil arbeitet grün.

„Recibo Verde“ nennt sich jenes unscheinbare Formular, nach dem die Arbeitsleben von immer mehr jungen Portugiesen getaktet sind. Im Internet gibt es Foren, die über die Tücken dieser „grünen Quittung“ Auskunft geben, Selbsthilfegruppen für Ratlose und gefilmte Anleitungen auf YouTube – sogar eine Handy-Applikation, die das Ausfüllen der Bögen erleichtern soll, hat sich ein kluger Kopf einfallen lassen.

Ursprünglich wurden die Quittungen eingeführt, um die Nebenerwerbstätigkeit zu vereinfachen: Anwälte, Ärzte oder Architekten sollten es leichter haben, ihre Zusatzeinkünfte zu versteuern. Doch die grünen Honorarnoten entwickelten rasch ein Eigenleben. Was angesichts der Tatsache, dass Portugals Arbeitsmarkt zu den rigidesten der EU zählt, zu erwarten war.

Ticket zweiter Klasse.
Denn anders als die Stammbelegschaft können Grünarbeiter von heute auf morgen gekündigt werden. Sie verdienen im Schnitt weniger, haben keinen Anspruch auf Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld. Aus der Perspektive der Firmen sind „Recibos Verdes“ das Sicherheitsventil in einem zu Tode regulierten System, das die Schaffung regulärer Jobs bestraft; für viele Arbeitnehmer sind sie ein Ticket zweiter Klasse in die Armut.

Wie viele Portugiesen grün arbeiten, kann man nur erahnen – das Statistikbüro Pordata bezifferte die Zahl der nicht unbefristet Beschäftigten 2011 mit 850.000, was gut einem Fünftel der arbeitenden Bevölkerung entspricht. Andere Schätzungen gehen von einer Million aus. Ob jene Horrormeldungen, denen zufolge neun von zehn neuen Stellen grün sind, auch zutreffen, lässt sich nicht verifizieren. Klar ist jedenfalls, dass es immer weniger Hochschulabsolventen gelingt, im Berufsleben stabil Fuß zu fassen.

Paula Gil ist in dieser Hinsicht ein Paradebeispiel. Sie studierte Politikwissenschaften in Coimbra, machte ihren Abschluss in Großbritannien und ein Volontariat in Luxemburg – um dann Jahre damit zu verbringen, Tickets zu verkaufen, Geschirr zu spülen oder bei McDonald's Burger zu flippen. Einen Arbeitsvertrag hat Gil in ihrem Berufsleben noch kein einziges Mal gesehen.

Anfang 2011, als die Krise nach Portugal schwappte, platzte Gil endgültig der Kragen. Gemeinsam mit sieben Leidensgenossen gründete sie die „Bewegung des 12. März“ – an jenem Tag riefen die portugiesischen „Indignados“ zu einer Kundgebung in Lissabon auf, und 300.000 Menschen folgten ihrem Ruf. In ihrem Manifest beklagt die (laut Eigendefinition) „verlorene Generation“ ihr Los: „Wir haben keine Gelegenheit unsere Potenziale zu entfalten und zu zeigen, was wir können.“

Der Aufschrei war laut, doch er verhallte ungehört. Die Arbeitslosigkeit setzte ihren Höhenflug fort – ebenso, wie die Zinsen, die Portugal seinen Gläubigern bieten musste. Und die Exponenten der „verlorenen Generation“ dürften in der Zwischenzeit zur Einsicht gelangt sein, dass sie gegen den finanzpolitischen Sturm, der über ihr Land hinwegfegt, wenig ausrichten können. Gil klingt fast resigniert, als sie die letzte Tat ihrer Bewegung beschreibt: eine Petition, mit der das Parlament zu einer Änderung des Arbeitsgesetzes motiviert werden soll. „Wenn das nicht klappt, dann wissen wir wenigstens, dass das Establishment am Fortbestand des Prekariats interessiert ist.“

Himmelfahrtskommando. José da Silva Peneda kann diesem Vorwurf nichts abgewinnen. Was nicht überrascht, denn er ist ein mustergültiger Vertreter jenes Establishments, das Gil an den Pranger stellen möchte. Silva Peneda residiert in einer diskreten Villa im Hafenviertel Belém, die wie der Wohn- und Arbeitsort eines wohlhabenden Zahnarztes aussieht. Von dort leitet er die Geschicke einer kleinen Behörde namens CES, die so etwas ist wie eine auf Bonsai-Format geschrumpfte österreichische Sozialpartnerschaft. Gemeinsam mit Vertretern aus Regierung, Wirtschaft und Gewerkschaften soll sich der ehemalige Sozialminister den Kopf darüber zerbrechen, wie der portugiesische Arbeitsmarkt wieder flott gemacht werden kann. Ein Himmelfahrtskommando, sozusagen.

Geschlagen geben will sich der energische 61-Jährige deswegen aber nicht. Silva Peneda verweist auf die kleinen Erfolge seiner Organisation – etwa, die von ihm angeregte Abschaffung von vier Feiertagen, die 2013 in Kraft tritt –, fordert lautstark mehr Wachstumsimpulse aus Deutschland und eine aktivere EU-Kommission, lobt den Kampfgeist seiner Landsleute und sorgt sich um die portugiesische Wettbewerbsfähigkeit. Zum Schluss zeichnet Portugals oberster Sozialpartner mit seinem Finger ein Quadrat auf die blank polierte Tischplatte und zeigt auf die imaginären Ecken: „Portugal, Europa, Afrika, Brasilien – das ist unser Spielfeld, hier müssen wir bestehen.“

„Job wie Hiob“.
Das Spielfeld von Pedro Job hat ebenfalls vier Ecken. Das ist aber auch schon die einzige Ähnlichkeit mit dem Quadrat von Silva Peneda. Ansonsten geht es bei dem Diplompsychologen deutlich prosaischer zu.

Eck Nummer Eins ist das öffentliche Gesundheitszentrum, wo Job („Job wie Hiob auf Englisch“) arbeitet – natürlich ohne Anstellung; zweites Eck ist die telefonische Aids-Hotline, bei der er aushilft; der dritte Eckpfeiler sind seine privaten Patienten. Vervollständigt wird das Viereck durch eine Ausbildung zum klassischen Psychoanalytiker, die noch eineinhalb Jahre dauern dürfte und so teuer ist, dass sie die Einkünfte aus drei Jobs zur Gänze verschlingt. Ohne seine Freundin käme der 28-Jährige finanziell nicht über die Runden. Dabei arbeitet er im Schnitt 40 bis 50 Stunden pro Woche.

Von seiner Regierung vertreten fühlt er sich nicht – im Gegenteil. „Sie reden von Makroökonomie, dem IWF, dem Sparkurs. Aber wenn ich um mich blicke, sehe ich nur, dass alles schlimmer wird. Ich verstehe nicht, wie es dazu kommen konnte“ Sollte sich an diesem Bild nichts ändern, will Job auswandern, sobald seine Zusatzausbildung abgeschlossen ist. Eine durchaus rationale Überlegung, wenn man davon ausgeht, dass der Bedarf an Psychoanalytikern dort hoch ist, wo der Wohlstand breit verteilt ist. „Und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass wir in Portugal noch eine Mittelschicht haben.“

60.000 Emigranten.
Hinter den rosafarbenen, durch Feinstaub leicht angegrauten Mauern seiner Residenz bemüht sich Mario Vilalva nach Kräften darum, nicht allzu selbstzufrieden zu wirken, wenn er auf die portugiesische Misere angesprochen wird. Brasiliens Botschafter in Portugal befindet sich in einer delikaten Lage – und zwar nicht nur, weil sich Diplomaten üblicherweise nicht zu den inneren Angelegenheiten ihrer Gastgeberländer äußern sollen, sondern auch, weil Brasilien von der Schuldenkrise profitiert – indirekt zwar, aber doch.

Knapp 60.000 Portugiesen haben ihrem Land im Vorjahr den Rücken gekehrt. Das ist nicht mehr weit entfernt von den Dimensionen der letzten großen Auswanderungswelle der 1960er-Jahre, als pro Jahr 70.000 Menschen emigrierten. Und das lusophone, wirtschaftlich boomende Brasilien ist ein nahe liegender Zielhafen für gut ausgebildete Portugiesen, denen ihr Land keine Perspektiven mehr bietet.

Wie viele von ihnen in Brasilien arbeiten, kann Botschafter Vilalva nicht sagen – die Grenzen zwischen den beiden Ländern sind durchlässig, und nur, wer das ganze bürokratische Prozedere auf sich nimmt, wird von der Botschaft erfasst. Doch der Trend ist eindeutig: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der offiziellen Anträge seit Jahresbeginn noch weiter gestiegen. Für den Diplomaten ist das nur logisch: „Die EU wird die portugiesischen Probleme nicht lösen können. Portugal muss sich nach neuen Freunden umsehen.“

Apathische Jugend. „Ach, Brasilien. Dort ist es wie im Garten Eden, all die beruflichen Perspektiven ...“ Für Dora Guennes wäre der Sprung über den Atlantik kein großes Wagnis, denn die 29-jährige Philologin hat Verwandte in der ehemaligen Kolonie. Dass sie noch nicht weg ist, hat zwei Gründe: erstens ihr Lebenspartner, und zweitens das Geschäft, das sich die beiden aufgebaut haben. Sie veranstalten Partys im angesagten „Clube Ferroviario“ und können sich so ihr Leben finanzieren – „zumindest in der Theorie“. Bald könnte es ihnen noch besser gehen, denn ihr Freund möchte (mit Unterstützung seiner Eltern) einen Bistro-Kiosk aufmachen. Und Kioske sind in Lissabon momentan stark im Kommen.

Guennes gibt die Schuld an der Krise nicht nur der, ihrer Ansicht nach, ultraliberalen Regierung, sondern auch ihren Altersgenossen. „Sie sind politisch nicht interessiert, gehen nicht wählen.“ So betrachtet, erscheint die Emigration als Weg des geringsten Widerstands. Und wie viele Bekannte der Partyveranstalterin sind schon weg? „Ich schätze 20 bis 25.“

Abwarten und Tabak wuzeln.
Gil, die abgeklärte Aktivistin, will jedenfalls bleiben. „Auswandern sollte man aus freien Stücken. Und nicht, weil man sich dazu gezwungen fühlt.“ Dann lieber ausharren und Fixkosten reduzieren – zum Beispiel, indem man seinen Tabak selbst wuzelt. „In meinem Freundeskreis raucht niemand mehr fertige Zigaretten. Die sind zu teuer.“

Doch mit etwas Glück darf Paula Gil nach dem Sommer ihren Arbeitsplatz behalten. Und sich dann normale Zigaretten leisten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2012)

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24 Kommentare
Gast: KeinWunder
21.05.2012 11:16
0 0

One of the most fateful errors of our age

Zeit, wiedre mal Fritz Schuhmacher zu lesen....der schon vor Jahrzehnten in 'Small is beautiful' gemeint hat:

"One of the most fateful errors of our age is the belief that 'the problem of production' has been solved. Not only is this belief firmly held by people remote from production and therefore professionally unacquainted with the facts - it is held by virtually all the experts, the captains of industry, the economic managers in the governments of the world, the academic and notso-academic economists, not to mention the economic journalists."

Gast: badbankermacht
20.05.2012 18:34
3 0

portugal, GR, IT,SP...., diese fatale entwicklung ist leider von den finanzmärkten u.börsen eingeplant worden. und am niedergang wird von nicht wenigen sogar noch viel geld verdient.

sozialer wohlstand u.echter frieden für die bevölkerungen stehen den geldinteressen der globalen banken/multikonzernen u.kapitalmärkten diametral entgegen. die derzeitige entwicklung der banken u.finanzmärkte sind ja ein beispiel dafür, wie sehr die staaten u.völker darunter leiden, weil eine kleine minderheit von mächtigen geldeliten, gewinne u.profite auf kosten der arbeitenden bevölkerung macht. die politik ist diesen fehlentwicklungen der bankenmärkte oft nur mehr ohnmächtig bis hoffnungslos ausgeliefert. noch halbwegs gesunde staaten werden mit haftungen für die korrupten systeme in geiselhaft genommen u.kommen selber aus dem teuro strudel nicht mehr heraus. die verursacher der krisen werden weiter mit billionen gestützt u.subventioniert. sparpakete u.massive einschnitte in den sozial- und staatlichen asvgpensionssystemen sind ja nur der ausdruck eine politischen ohnmacht gegenüber den finanzmärkten u.börsen. diese weltweit operierenden geld-u. bankenmärkte funktionieren wie geschmiert u.erfüllen ihre aufgabe perfekt. das volksvermögen der arbeitenden menschen werden in die katastrophalen bankenmärkte- sprich in richtung spekulanten u.geldeliten umverteilt.
die völker u.arbeitnehmer werden gegeneinander ausgespielt u.wer nicht am roulettetisch der casinobanken u.multikonzerne mitspielt, wird aufgekauft oder vom markt eliminiert- wenn, das nicht reicht-werden wie schon oft-militärische mittel eingesetzt. es zählen nur mehr machtinteressen der eliten u.des großkapitals.

Schönen Sonntag an die Inquisition

Sie können meine Beiträge löschen, so oft es Ihnen beliebt.

An den de facto nicht existenten Arbeitsmarktperspektiven der gängigsten GeWi-, SoWi- und PoWi-Studiengänge ändert das kein Iota.

Antworten Gast: Weana
20.05.2012 12:23
0 0

Re: Schönen Sonntag an die Inquisition

Oba geh mit rotem oder schwarzem Parteibüchl geht no a bissl.....
No in Wean holt nur mit rot.

Philologen, psychologen und Politikwissenschafter finden in Portugal keinen job

oh Wunder....

Re: Philologen, psychologen und Politikwissenschafter finden in Portugal keinen job

Weder dort, noch anderswo.

Amüsant ist lediglich, dass sie sich scheinbar ehrlich darüber wundern.

Das mag schon sein

Allerdings: für Politikwissenschaftler gibt es in der produktiven Wirtschaft nirgends Bedarf - nicht in Portugal, und auch nicht anderswo. Das gilt genauso für Soziologie, Internationale Entwicklung, Gender Studies et al.

Vielleicht sollte man das den jungen Menschen (und hauptsächlich jungen Damen) klar machen, bevor diese Jahre ihres Lebens verschwenden und sich dann selbstgerecht empören, trotz ihrer "guten" Ausbildung keinen hochbezahlten Job zu bekommen, der ihnen ja scheinbar qua Studium zuzustehen scheint.

selber Schuld, wer POWI studiert arbeitet eben in Mcjobs

in den Forum rund um Studien, auch IE, kommt von den linken öh Fans auch nur: "nicht jedes Studium muss zu einem Beruf führen"

erst Klappe aufreissen, dann jammern!

erinnert mich an den standardartikel von den Griechen, die Theaterwissenschaft studiert hatten und sich wundern, in Norwegen keinen Job zu finden!

SELBST schuld!

Gast: Grüner Kacktus?
20.05.2012 10:36
1 0

Grünarbeit?

Wird abei uns auch bald wieder geben, aber dann am Acker.

Dann werden aus Akademikern -> Ackerdemiker.

Gast: wie hier
20.05.2012 10:15
2 1

von heute auf morgen gekündigt werden. Sie verdienen im Schnitt weniger, haben keinen Anspruch auf Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld.

Das ist auch in Österreich längst die Realität. Pädagogen, Publizistiker, Psychologen und Co. müssen UNBEZAHLT und OHNE VERTRAG arbeitenund werden dann doch nicht übernommen.

In fast keinem McJob (Hotlines, Marktforschung...) gibt es "Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld", weil die Leute als "neue Selbstständige" dort sind.

Hätten sie nur was ordentliches studiert?

Juristen bekommen im verpflichtenden Gerichtsjahr 1000 Euro brutto. Ärzte bekommen im Turnus etwas mehr, müssen dafür aber rund um die Uhr arbeiten, incl. Nachtdiensten!

Da lob ich mir die Lobbyisten, Mindestsicherungsbezieher und die wohlerworbenen Pensionisten!

Re: von heute auf morgen gekündigt werden. Sie verdienen im Schnitt weniger, haben keinen Anspruch auf Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld.

das gerichtsjahr ist nach einem Jahr zu Ende, POWI geht nie zu Ende

0 0

Re: Re: von heute auf morgen gekündigt werden. Sie verdienen im Schnitt weniger, haben keinen Anspruch auf Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld.

Dass das Gerichtsjahr wirklich ein Jahr dauert, ist mittlerweile schon lange her. Ab einem Jahr Beschäftigungsverhältnis müsste der Staat nämlich anschließend Arbeitslosengeld zahlen, wenn derjenige nicht schon einen neuen Job gefunden hat. Deshalb wurde das Gerichtsjahr schon vor ein paar Jahren auf 9 Monate gekürzt und 2011 dann überhaupt auf 5 Monate reduziert.

Antworten Gast: Grüner Kacktus?
20.05.2012 17:08
1 0

Re: von heute auf morgen gekündigt werden. Sie verdienen im Schnitt weniger, haben keinen Anspruch auf Urlaub, Kranken- oder Arbeitslosengeld.

Hättens Maurer oder Tischler gelernt, dann würdens min. 1400€ Netto kriegen UND einen krisenfesten Job haben.

Weiterbildung und Selbständigkeit gibts dort auch.


2 0

Flaschen Post


die Kommentare hier haben etwas von Flaschen Post.

Gast: EUJEbeobachter
20.05.2012 07:54
2 0

Der Genosse EU OBERKOMMISSAR

Macht gerade aus ganz Europa ein Portugal. Kolonialissmus auf Radikal-Sozialistisch....

Gast: Gastritis
20.05.2012 07:38
3 1

"Sie studierte Politikwissenschaften in Coimbra, machte ihren Abschluss in Großbritannien und ein Volontariat in Luxemburg – um dann Jahre damit zu verbringen, Tickets zu verkaufen, Geschirr zu spülen oder bei McDonald's Burger zu flippen."

SSKM

Hätte eben was gscheit's lernen sollen.

5 1

ein wenig "mittelklassisch" sozusagen

das augenmerk immer auf arbeitslose akademiker zu werfen, die trotz ausbildug keine arbeit ausser 'hamburger-flippen' bekommen. was ist mit weniger 'gut' ausgebildeten menschen ? was ist 'gut' ? schuldet die gesellschaft einem arbeitslosen 'psychoanalytiker' oder 'politwissenschaftler' etwas ? nach gratis-studium einen sicheren posten, womoeglich im staatsdienst ... so sieht die wunschvorstellung noch immer aus.

und ich hoffe es kommt ein tag an dem ein derartig bunt ausgeschmueckter journalistischer stil nur mehr satire ist. boulevard kann ich anderswo auch bekommen.

Antworten Gast: ein schwarzes Schaf unter den roten
20.05.2012 09:37
0 0

Re: ein wenig "mittelklassisch" sozusagen

. . es traut sich doch keiner die Bonzen der Pfründe- und Privilegienwirtschaft aufs Korn zu nehmen. Die, was zu sagen haben, sind alle unter einer Decke.
Dass Vollbeschäftigung die Probleme lösen würde, kann doch von der Wirtschaft nicht erwartet werden.

2 1

"...Portugals Arbeitsmarkt zu den rigidesten der EU zählt..."

Genauso ist es einfach: wo der Staat interveniert, mit gut und gerecht klingendem Reglement den Markt verzerrt und Ungleichheit schafft herrschen Mangel und Steuerflucht.
Wieviele Beispiele braucht man noch ?

Wirtschaftsmaessig ist die Aufgabe des Staat zu gewaehrleisten dass bezahltes geliefert wird und geliefertes bezahlt. Und aus.

Selbständigkeit

Mag sein, daß diese jungen Leute gut ausgebildet sind -aber beinhaltet die Ausbildung auch die Möglichkeit der Selbständigkeit und Unternehmensgründung? Wirtschaften im Umbruch benötigen viele innovative Zellen, aus denen die Unternehmen der Zukunft hervorgehen. Studieren und dann hoffen, daß man in irgend einem KMU als HochqualifizierteR eine Stelle bekommt, wird in vielen Fällen eine Illusion bleiben -außer, man hat Glück und kommt in einer Großfirma unter. Oder man übernimmt die Bude gleich selbst...

Gast: badbankspolitics
19.05.2012 18:57
6 1

nach nur ein paaren jahren eu u. euro ist europas sozialer abstieg besiegelt. die jugend ohne zukunft u.den älteren droht altersarmut und massiver pensionsabbau- aber die spekulanten und badbanken zocken weiter billionen ab


Antworten Gast: Martin_S
19.05.2012 19:23
11 0

Re: nach nur ein paaren jahren eu u. euro ist europas sozialer abstieg besiegelt. die jugend ohne zukunft u.den älteren droht altersarmut und massiver pensionsabbau- aber die spekulanten und badbanken zocken weiter billionen ab

Das hat mit dem Euro nichts zu tun; sondern ist das Ergebnis von Stimmenkauf der Politiker mit dem Geld, das noch nicht verdient wurde, Wählerinnen, die diese Geschenke angenommen haben (ohne Rücksicht auf Zukunft) und schliesslich Überregulierungen (siehe Text oben, also "gewerkschaftlicher Einfluss")...

Re: Re: nach nur ein paaren jahren eu u. euro ist europas sozialer abstieg besiegelt. die jugend ohne zukunft u.den älteren droht altersarmut und massiver pensionsabbau- aber die spekulanten und badbanken zocken weiter billionen ab

Wählerinnen? Sie geben also nur den Frauen die Schuld?

Ist die EU noch zu retten

Griechenland, Portugal zeichnen sich durch eine junge Generation ohne Zukunft aus. Wenn die Belastungen aus den übernommenen Haftungen schlagend werden und auch noch Italien und Spanien umkippen, dann wird dies auch an Österreich nicht spurlos vorübergehen. Die Werte, die Generationen unserer Vorfahren aufgebaut haben wurden durch eine Politik des Drüberfahrens sowie Verpfändung der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder massiven Gefahren ausgesetzt. Gibt es auch bald in Österreich eine junge Generation ohne Zukunft?

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.html

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